Allego und Smatrics beginnen mit dem Bau der ersten Ultra-E Standorte

Standard-Schnellladesäule von Allego Bild: Allego

Anzeige

In den kommenden Wochen werden die ersten drei Ultra-E Standorte von Allego und Smatrics aufgebaut. Diese bieten jeweils eine Ladeleistung von insgesamt 700 Kilowatt. Los geht es mit zwei Stromtankstellen in Deutschland und einer in Österreich.

Im Rahmen des Projektes Ultra-E werden 25 Schnellladestandorte entlang des Ten-T Korridores von Amsterdam und Brüssel über München nach Wien und Graz errichtet. Alle 120 bis 150 Kilometer wird man bis Ende 2018 eine Ultra-E Schnellladesäule entlang dieser Route finden.

Ausgestattet sind die Stromtankstellen mit vier CCS-Anschlüssen (Combined Charging System), die jeweils eine Ladeleistung von 175 Kilowatt bieten. Insgesamt stehen somit je Standort 700 kW Leistung zur Verfügung. Zwei dieser Anschlüsse können später auf 350 kW aufgerüstet werden.

Komplettiert werden die Stromtankstellen von einer zusätzlichen Multi-Standard Schnellladesäule mit 50 kW. CHAdeMO- und Typ2-Fahrzeuge werden also nicht ausgeschlossen.

Allego wird 21 der 25 Standorte errichten – 12 in Deutschland, fünf in den Niederlanden und vier in Belgien. In den kommenden Wochen werden die ersten Schnellladesäulen in Kleinostheim an der A3 und Bernau an der A8 errichtet.

Smatrics übernimmt den Aufbau in Österreich. Vier Standorte werden dort entstehen. Wien in den kommenden Wochen, Salzburg, Linz und Graz im kommenden Jahr.

Allego und Smatrics beginnen mit dem Bau der ersten Ultra-E Standorte: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 4,39 von 5 Punkten, basieren auf 33 abgegebenen Stimmen.
Loading...
Anzeige
Alle Updates erhälst du auch via
Tausche dich im Elektroauto Forum auf GoingElectric mit anderen über das Thema aus.

14 Gedanken zu “Allego und Smatrics beginnen mit dem Bau der ersten Ultra-E Standorte

  1. Ich hatte schon gehofft, dass der Standort in Österreich ZWISCHEN Linz und Graz entstehen würde. Da gibt es nämlich durchaus eine Lücke im Schnelladenetz…
    IN Linz und IN Graz (Wien, Salzburg) brauchen nur Taxi-Fahrer Ultraschnelle Lader…

  2. Hmm – ausgerechnet Allego. Alle Allego-Säulen hier im Umkreis kosten 69Cent/kWh über DC.
    Mit einem i3 und einem Durchschnittsverbrauch von 18kW liegt man da bei ca. 12,60 EUR für 100km.
    Das entspricht einem Verbrenner, der 9,4l/100km verbraucht (bei angenommenen 1,35 EUR/Liter)…
    Den i3 (um bei dem Beispiel zu bleiben) gibt es ab ca. 37.000,- EUR – dann aber mit wenig Komfortmerkmalen. Möchte man etwas Ausstattung haben ist man schnell bei fast 50.000,- EUR.
    Einen Honda CR4 bekommt man (mit Tageszulassung beim Händler) gut ausgestattet um die 26.000,- EUR (und der hat ein bisschen mehr Reichweite als 200km).

    Es ist ja schön, dass sich da was tut, aber so kann man das den Leuten doch nicht verkaufen.

    Diese Preise empfinde ich als Unverschämtheit.

    GrønnKontakt z.B. nimmt etwa 25% dieses Preises (ca. 0,19 EUR – umgerechnet aus deren zeitbasiertem Tarifmodel).

    Tesla nimmt (wenn man das Jahreskontingent von 400kWh ausgeschöpft hat) 0,17 EUR für die ersten 60kW und 0,34 EUR, wenn man darüber hinaus lädt (Quelle: https://www.tesla.com/de_DE/support/supercharging?redirect=no )
    Auch das sind durchaus angemessene Preise – und das wären sie selbst bei AC schon..

  3. Ist denn schon die genaue Strecke bekannt? Ich nehme an (Amsterdam-Arnheim)/(Brüssel-Aachen)-Köln-Frankfurt-Nürnberg-München-Salzburg-Linz-Wien/Graz.

    Schneller wäre eigentlich Nürnberg-Regensburg-Passau-Linz, aber natürlich weniger regionale Nachfrage.

  4. @spaceman80:
    Ein schönes Beispiel für die Verwirrung, die entsteht, wenn man die Einheiten falsch verwendet:
    Was ist ein Verbrauch von 18 kW? Meinst du 18 kWh/100 km? 18 kW kennzeichnet keinen Verbrauch einer Strommenge, sondern eine aktuelle Leistung. Vor 30 Jahren hieß das PS. Keiner würde auf die Idee kommen, von einem Verbrauch von 18 PS zu sprechen.

    Tesla berechnet nicht 17 ct. für „die ersten 60 kW“ (auch hier: s.o.), sondern berechnet 17 ct. pro Minute, wenn man mit einer Leistung von kleiner als 60 kW lädt. Lädt man mit größeren Leistungen als 60 kW kostet die Minute 34 ct.

  5. @Vanellus:
    Jupp, danke für den Hinweis. Bzgl. Des i3 sollte es natürlich 18kWh/10km heissen.
    Bzgl. Der Angaben zu Tesla: blöd ausgedrückt von mir.

    Ändert aber nichts an dem Kern meiner Aussage!

  6. Wenn Allego schon 69Cent/kWh an den 50KW Säulen verlangt, was wird dann die kWh an den 175 kW Säulen kosten? Außer Mission-e Fahrern wird dort wohl niemand laden.

    Bei solchen Wucherpreisen fahr ich lieber weiter Langstrecke mit meinem nicht sonderlich sparsamen Benziner (10l/100km).

  7. Meiner Meinung nach sind diese Säulen zu kurzsichtig gedacht, bzw. man könnte sie intelligenter bauen, damit sie auch heute schon perfekt ausgelastet werden können.

    Heute EAutos haben eine Ladeleistung von bis zu 70kW. Das wird meiner Meinung nach auch noch einige Zeit so bleiben. Vielleicht bis 100kW in ein bis zwei Jahren.

    Besser wäre deshalb meiner meinung nach eine Ladesäule mit 175kW die mindestens 3 CCS Anschlüsse mit Lastmanagement hat. D.h. drei Fahrzeuge könnten gleichzeitig mit über 50kW laden. Der, der sich als erstes anschließt, sollte die volle Leistung bekommen. Die nachfolgenden teilen sich dann den Rest.

    So könnte man viel mehr Ladepunkte mit weniger Säulen zur Verfügung stellen und diese wären dann erheblich besser ausgelastet. Der Preis könnte je nach Ladeleistung auch noch gestaffelt sein.

  8. Ich finde es toll, dass jetzt neben dem ionity-netz der deutschen Autohersteller noch ein weiteres ultranetz aufgebaut wird. Der netzaufbau geht offenbar auch viel schneller als beim ionity-netz. Das schafft Wettbewerb bei den ultranetzen. So besonders wuchermässig finde ich den heutigen preis nicht. Unser i3 braucht 13kwh/100 km. Dann kosten 100 km selbst bei 69 Cent/min ca. 9€. Das ist doch deutlich billiger als der aktuelle Spritpreis.

  9. DIe Allego-Preise sind ja auch relativ. Hier wird der i3 meist als Beispiel angeführt. Aber ein i3-Fahrer zahlt meist eben nicht die Allego-Preise von 69 ct/kWh, sondern ist über ChargeNow Roaming abgedeckt und zahlt damit 25 bzw. 35 ct/Min. Dazu kommt, dass dieses Ultraschnelle Laden nur auf Langstrecken mit knappem Zeitbudget genutzt werden wird, und man ansonsten relativ günstig zu Hause oder gar kostenlos am Arbeitsplatz, im EInkaufszentrum usw. laden kann. Damit relativiert sich der hohe Preis solcher Angebote erheblich, und im ganzen ist man deutlich günstiger unterwegs, als mit Verbrenner.

  10. Ich glaube, da muss man sich keine Sorgen machen – das regelt der Markt. Dort wo unverschämte Preise verlangt werden, da fahr ich schon aus Prinzip weiter. Und ich glaube, das machen die Meisten so…

  11. Ich hab mich in meinem Leben nie für „Tankstellen“ interessiert, warum sollte ich beim E-Auto damit anfangen? Mich interessieren die E-Autos, gibt ja einige, fahre selbst seit 4 Jahren. Die Deutschen sehe ich da eher schwach vertreten. Hybrid ist für mich übrigens kein E-Auto. Was mich allerdings schon lange stört beim Thema Lade-Infrastruktur ist, dass es bis Heute nicht gelungen ist ein einziges Freischalt- und Bezahlsystem zu etablieren welches immer und überall geht. Natürlich brauchen wir auch schnelles Laden an Highways, damit wir unseren mobilen Lebensstil nicht zu sehr verändern müssen, aber viel wichtiger sind die anderen 98% des fahrenden Lebens, also Flächenabdeckung und urbanes Laden. Wir haben wenig davon Fördermillionen für eine Hand voll Turbosäulen zu verbrennen, wir brauchen Lösungen für den langweiligen Alltag, damit der langweilig bleiben kann und wir uns nicht aufregen müssen über Ladenotstände vor unseren Haustüren.

  12. Bei allem Aufregen und Diskutieren darf man eines nicht vergessen: Wir hatten ja erst vor einer Weile hier im Forum die Berechnungen eines „Insiders“, welcher Preis abgerufen werden müsste, um die Ladesäulen so zu betreiben, dass beim Betreiber auch noch etwas übrigbleibt…Die 35 Cent/kWh reichen dafür auf jeden Fall nicht aus. Selbst bei 50 Cent/kWh war es glaube ich gerade mal im groben Bereich „kostenneutral“. Und langfristiger und nachhaltiger Ausbau wird eben (leider) nur erreicht, wenn es sich auf Betreiberseite auch lohnt.

  13. Ehrlich gesagt ist der Ausbau der Infrastruktur doch lachhaft: Bin letzte Woche in Fürholzen West angestanden zum laden da alle drei funktionsfähigen CCS Lader belegt waren….und jetzt gibt es ja praktisch noch gar keine BEVs….
    Wie soll das funktionieren wenn 20 BEV auf der Autobahnraststätte raus fahren….ich habe Verständnis wenn sich der verwöhnte Autofahrer das Warten nicht antun möchte….
    Aber dringender wird eine Lösung für alle Mietwohnungsbewohner in den Ballungszentren kommen müssen,oder sollen die auch alle von München nach Fürholzen/Aldi etc. rausfahren…:-). Ich steige jetzt für ein Jahr wieder“zurück“ bis es echte 300km Reichweite auch im Winter bei -10Grad gibt. Dann muss ich in Bayern zumindest nicht nach Ladesäulen suchen welche frei sind….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.