Franken+ setzt auf einheitliches Zahlungssystem

Foto: © i3Prinz

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Ab dem 1. September führt der nordbayerische Ladeverbund Franken+ ein einheitliches Zugangs- und Bezahlsystem an seinen Säulen ein. So soll kein Elektromobilist aufgrund mangelnder Ladekarte stranden.

Ab dem kommenden Freitag können Elektroautofahrer die insgesamt 160 Ladesäulen des Verbunds Franken+ per SMS freischalten. Abgerechnet wird dann nach Zeit (je angebrochener Viertelstunde) und nach Ladeleistung. Das sollte Fahrer von Elektroautos, die nur einphasig laden können, freuen – sie zahlen dann einen günstigeren Tarif als z.B. ein Renault-Zoe-Fahrer, dessen Auto die vollen 22 Kilowatt der Ladesäule ausschöpfen kann.

Preise aus der Pilotphase

Die entstehenden Kosten für die Akku-Füllung landen entweder auf der Mobilfunkabrechnung, können auf Wunsch des Kunden aber auch per Lastschrift bezahlt oder von der Kreditkarte abgebucht werden. Wer lieber eine Ladekarte eines Partnerunternehmens oder die App intercharge nutzen möchte, kann das ebenfalls tun. Unterm Strich sollen die Säulen für jedermann zugänglich sein, auch für E-Auto-Fahrer aus anderen (Bundes-)Ländern.

Der Verbund Franken+, der mittlerweile 44 Stadt- und Gemeindewerke umfasst, hatte das SMS-Laden bereits während einer mehrmonatigen Pilotphase auf den Prüfstand gestellt. Währenddessen war das Stromtanken kostenlos.

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28 Gedanken zu “Franken+ setzt auf einheitliches Zahlungssystem

  1. Die SMS ist Tod, lang lebe die SMS.
    Mir stellt sich schon die Frage, wer sich diese Systeme ausdenkt.
    Der Zugang via SMS erfordert natürlich die Freischaltung der Mehrwertdienste/Premium-SMS, die ich z.B. aus gutem Grund deaktiviert habe. Oft genug kommt es vor, dass irgendwelche Klingeltonanbieter oder andere dubiosen Anbieter Geld über die Mobilfunknummer einkassieren und man diesem ewig hinterherrennen muss.

    In jedem Lidl, in jedem Aldi kann ich ich kontaktlos mit der Kreditkarte bezahlen, ab 25 EUR muss die PIN eingetippt werden. Das funktioniert hervorragend, schnell und einfach. An Tankautomaten klappt es doch auch prima mit der Karte. Bei Ladestationen für Elektroautos, heute im 21. Jahrhundert, müssen wir nun wieder SMS mit Ladesäulenkennziffern verschicken.

  2. Und noch ne Ladesäule mehr wo man nicht einfach und SOFORTmit EC-Karte zahlen kann. App , Roaming und Co …das will ich nicht. Es muss ein System her wo jeder aus ganz Europa ohne Anmeldung und App, Handy bezahlen kann und das ist EC-karte und Kreditkarte .

  3. Letztens hat die SMS Freischaltung von ChargeIT Mobility wieder erst mal nur Fehler gebracht. Nach mehrmaligen SMS senden und etwas warten ging es dann endlich. Robust scheint deren Backend nicht zu sein.
    Visa PayWave wäre für den Nutzer zu schön und zu einfach…. Scheinbar ein Ding der unmöglichkeit bei Ladesäulen, wie soll man dann auch Kunden Bevorzugen können? (andere Ladetarife).

  4. Abzocke!!!!! Schon wieder eine völlig überteuerte Abrechnung. EC und Visa find ich auch gut. Aber auf jeden Fall in die bereits bestehenden Verbünde von eCharche oder PlugSurfing. 30 Cent pro kWh. Das ist fair. Egal ob schnell oder langsam ladend. Es wird das abgerechnet was getankt wird. Von mir aus auch gerne eine Strafgebühr für Parker. Damit die Säule nach dem Laden wieder frei gemacht wird. Wichtig!! Gibt ja leider auch schon einige Ego Nasen in unserer Mitte. Zeit Tarife sind nur auf der Autobahn mit 43kWh oder mehr fair. Gerade im Bezug auf den nahenden Winter. Da lädt das Auto ja nicht mal ansatzweise die 22kWh und das Laden dauert ewig. Also Franke+. Nachbessern!!!!!!

  5. Ich wünsche mir flächendeckend an allen Ladesäulen eine NFC Bezahlfunktion. Funktioniert mit vielen Handys und Geld- und Kreditkarten.

    Die o.g. Bezahlfunktionen für eigene Stromkunden kann man ja zusätzlich anbieten.

  6. Super, und wieder Wucher. Damit kostet die kWh mit dem BMWi3 ca. 55 Cent.
    Da lade ich ja bei Allego günstiger.

  7. 43 Cent/kWh an einem AC-Lader – ziemlich happig!
    Da lohnt sich der Umstieg von Diesel auf Elektroauto zumindest monetär nicht.

    Schade, Chance verschenkt. 🙁

  8. Wie kann man so die Pressemitteiling nur so unreflektiert abschreiben… von wegen „einheitlich“, das ist einfach noch ein weiteres zusätzliches Preismodell. Warum nicht einfach die bequeme Authorisierung mit der NewMotion-Karte, die 100.000 Elektroautofahrer schon haben, und dazu faire Preis von ca. 30 Cent/kWh? Die dazu erforderliche Hardware ist in die Ladeverbund-Säulen bereits eingebaut! (EC-Karteinfrastruktur wäre hingegen extrem viel zu teuer für diese simplen AC-Destinationladesäulen).

    Falls die in der Tabelle angegebenen Preise stimmen, ergibt sich für die meisten Autos mit Stromladeanschluss ein Preis von 60 Cent/kWh – dieser groben 15-Minuten-Taktung kann man im Real Life ja nicht optimal nachkommen.

  9. Je länger es die gut meinenden Lade-Infrastruktur-Betreiber nicht wirklich bundeseinheitlich hinbekommen mit den Freischalte- und Abrechnungsfunktionalitäten, desto länger freuen sich die Autohersteller über rege Nachfrage bei Verbrennern. Es muss ohne Handy gehen und vor allem überall auf die gleiche Art. Und Preise die fast oder mehr als doppelt so teuer sind wie der Strom zu Hause sind unfair. Täglich erbringt irgendeiner den Beweis, dass man E-Mobilität sogar mit Ladesäulen kaputt kriegen kann.

  10. Das mit der Abrechnung pro kW wird nix solange das mit der Eichbehörde so schwierig ist. Den gestaffelten Zeittarif an sich finde ich eigentlich die beste Lösung, weil sie automatisch auch Dauerparken und Unbedingt-bis-ganz-voll-schnarchladen preislich unattraktiv macht. Die Staffelung sollte noch justiert werden. Die Grenze bei 5kW erscheint mir unsinnig. Lieber einen weiteren Tarife für die armen 3,6kW- und einen für die nicht ganz so armen 7,2kW-Lader.

    Das SMS-Bezahlsystem ist vertretbar, wenn wenigstens kein Schlau-Fon benötigt wird. Aber auch das ist suboptimal, weil man nun manchmal keine Verbindung kriegt oder der Handy-Akku genau dann leer ist, wenn man laden möchte. WARUM NICHT EINFACH EC/ KREDITKARTE? Einige machen es doch schon, scheint doch zu gehen!

    Und zuletzt: diesen Mist mit „brauchbare Preise für unsere eigenen Stromkunden, und Mondpreise für alle anderen“ sollte doch heute keiner mehr fabrizieren! Die Stromwerke sollten doch kapiert haben, dass die Leute nicht mehr nur im 30km-Umkreis um ihre Garage unterwegs sind, sondern einer aus Hamburg auf Durchreise vielleicht auch mal in Franken laden möchte, ohne den Stromanbieter vorher zu wechseln!

  11. Schuldigung, ich meinte „Abrechnung pro kWh“. War ein Vertipper, ist mir schon klar, dass kW eine Leistungs- und keine Energieeinheit ist 🙂

  12. Ist das mit EU Recht vertretbar wenn fremde Mondpreise zahlen sollen und als Kunde vertretbare Preise?
    Viele Fahrzeuge laden mit 3,4kW-3.7kW. Damit ist es günstiger wenn man mit Benzin fährt. So wird das leider nichts mit der eMobility

  13. Kann mich den Vorkommentierern nur anschließen. Chance vertan. Statt in Richtung eines fairen, anonymen und überall möglichen Zahlungssystem zu gehen, setzt man auf eine völlig unattraktive und wieder andere Lösung. Ein Preis in kWh, eine anonyme Bezahlart und alle gängigen Roaming-Partner wäre eigentlich angesagt gewesen. Extrem schade!!!

  14. Ist viel zu teuer totale abzocke würde so ne ladelösung wirklich nur im notfall benützen,aber solange ich gratis supercharger habe und die meisten ikea lidl aldi gratis laden anbieten braucht man das nicht .ich tanke dort wo es gratis ist .
    Bin 25000 km in einem jahr gefahren aber an eigener ladestation bis jetzt für 360.- eigener strom benutzt,separater stromzähler ,und rest gratis noch fragen

  15. „Das sollte Fahrer von Elektroautos, die nur einphasig laden können, freuen – sie zahlen dann einen günstigeren Tarif als z.B. ein Renault-Zoe-Fahrer“

    Ein schwacher Trost, wenn man für die kWh 54 Cent bezahlen soll. Das löst bei mir regelrechte Jubelstürme aus. Ich bin am 09. September in Nürnberg unterwegs, mal sehen ob ich mir das antue oder ob sich nicht doch eine andere Lösung findet. Irgend eine NewMotion Box beim Mitsubishi Händler wird den Tage schon retten. 😉

  16. „Das sollte Fahrer von Elektroautos, die nur einphasig laden können, freuen – sie zahlen dann einen günstigeren Tarif als z.B. ein Renault-Zoe-Fahrer, dessen Auto die vollen 22 Kilowatt der Ladesäule ausschöpfen kann.“
    Dass ich nicht lache!!! Bei 22kW kostet die kWh 18Ct und bei meinen einphasigen 6,6kW kostet die kWh 36Ct! Und das als Kunde – als Nicht-Kunde würde ich einen ganz großen Bogen um die Ladestationen machen (leider sind gerade die gezwungen unterwegs zu laden).

  17. Hi.

    Ohne die im Speziellen verteidigen zu wollen… Abrechnung nach Energiemenge wird durch den Gesetzgeber erschwert ( Eichvorschriften ), Kartenlesegeräte sind teuer und NFC hat auch nicht jeder. Und das der Strom an den Säulen nicht das Gleiche wie am heimischen Anschluss kostet ist doch auch klar, Ladepunkte kosten Geld, und mit der von vielen geforderten Ausstattung und 24/7 Verfügbarkeit erst recht.

  18. Wofür gibt es eigentlich die Ladesäulenverordung? Das wäre doch DIE Möglichkeit, barrierefreies Bezahlen vorzuschreiben.
    Und nein, ein Kartensystem (ec, MC, Visa) ist nicht zu teuer. Daher: nächste Ladesäulenverordnung: Ladestationen im öffentlichen Raum müssen eine Kartenzahlung erlauben. Die Zahlungsart darf den Preis nicht beeinflussen.

  19. @Kurzschlusselektriker: Schon klar was Du meinst, ich sprach von einem Aufschlag.
    Beispiel: es gibt auch bei Benzin verschiedene Bauarten von Zapfsäulen, die eine aufwändiger und teurer in der Anschaffung, die andere billiger, trotzdem kostet, sofern sie bei der selben Gesellschaft zum Einsatz kommen, der Liter Sprit das Gleiche. Also verdienen die ihr Geld mit dem Endpreis fürs Benzin, und nicht mit ausgewiesenen Aufschlägen für die Zapfe zusätzlich. Bei den E-Säulen, bekommt man jedoch Strom, der einen bestimmten Preis X hat, zahlt am Schluss aber Y, weil die sich damit die Säule bezahlen lassen. Das meinte ich in meinem obigen Kommentar.

  20. Was genau ist eigentlich das Problem mit der kWh genauen Abrechnung? Geeichte Zähler sind ja nun kein Geheimnis.

  21. @eilo: Der geeichte Zähler ist nicht das Problem. Dessen Daten aber BSI zertifiziert zum Arbrechenserver zu übertragen ist derzeit noch nicht überall gegeben. Außerdem stellt das MessEg einige Anforderungen an die Anzeige des Verbrauches an die Säule, welche noch nicht überall erfüllt werden. Manche rechnen trotzdem schon nach kWh ab, obwohl sie das genaugenommen nicht dürften. Die Versorger haben sich da meist etwas kleinlicher als die überregionalen Anbieter.

  22. Warum ein einheitliches Zahlungssystem nur für Franken? Einfacher wäre es doch, wie es z.B. bei EnBW geht, einfach mit EC- oder Kreditkarte zu zahlen, und damit auch kontaktlos. Oder per PayPal, und zwar, ohne sich zuerst irgendwo registrieren oder anmelden zu müssen.
    Das wäre für alle das einfachste.

  23. Das ganze verstehe ich nicht. Der BMW i3 lädt 3-Phasig aber nur mit 10 Kw/Stunde.
    Welcher Tarif ist zutreffend?
    Darüber hinaus: SMS werde ich nicht nutzen. Die Bezahlung per SMS ist wegen möglicher Drittanbieter Abzocke deaktiviert.

  24. Und …. kommt doch alle zu Aral und Schell etc. . Die die Kunden sind zahlen nur 50 Cent für den Liter, die Nicht Kunden zahlen 1,08 € für den Liter Plörre. Das nenne ich ABZOCKE.
    Wenn ich mich dort an die Ladesäule stelle bin ich doch KUNDE! Hallo wo sind wir hier eigentlich? Das scheint ja Schule zu machen.

  25. Sagt mal Leute, denkt Ihr ernsthaft, dass die Bezahlung via EC- oder Kreditkarte nichts kostet? Der Preis für den Bezahlvorgang käme selbstverständlich oben drauf. Statt immer rumzuheulen, wie teuer das Laden an einer öffentlichen Säule ist, könnt Ihr ja selbst mal eine finanzieren und Euch ein Modell ausdenken, dass für Euch kostendeckend ist.

    Es ist immer leicht, ein vorhandenes Angebot wie in vielen der vorangegangenen Kommentare zu kritisieren, deutet für mich aber auf eine mitunter etwas naive oder sogar ignorante Sicht der Dinge hin. Wir sind uns völlig einig, dass die Elektromobilität noch – und vielleicht noch lange – nicht optimal läuft. Man kann aber heute durchaus von „einheitlich“ sprechen, wenn das Laden für jeden möglich ist, der ein Handy besitzt. Sicherlich auch einheitlich teuer oder einheitlich umständlich, aber möglich.

    Und wer von allen e-Auto-Fahrern auf der Welt wird eigentlich dieses einheitliche Angebot jemals nutzen MÜSSEN. Doch nur, wer mit leerem Akku UND ohne andere Möglichkeiten wie TNM oder den Kundentarif von Franken+ vor der Säule steht. Gut, wenn dann eine SMS das Problem lösen kann, oder?

    Also lässt doch einfach das Gewese, immer erstmal das schlechteste Szenario anzunehmen und dann daraus eine allgemein gültige Kritik zu formulieren: „Wenn die Displaybeleuchtung von meinem Handy kaputt ist und es ist dunkel und ich habe kein SMS-Guthaben mehr und mein Auto lädt nur mit einer Phase und der Akku ist fast voll… dann ist das ja voll blöd und kostet auch noch soundsoviel Euro pro kWh!!! Die Säule ist ja sch….“

    Freut Euch lieber, dass da jemand was getan und das Ding hingestellt hat.

  26. @Matthias:
    Anstatt ein regional begrenztes neues (angeblich) einheitliches Zahlungssystem zu erfinden, hätte man sich einfach einem bestehenden mindestens deutschlandweitem einheitlichen Zahlungssystem anschließen können.

    Ich finde es erstaunlich, wie in der heutigen Zeit immer noch manche Entscheider derart protektionistisch denken und es nicht schaffen, einfach mal zu gucken, was es schon gibt.
    Nein, da muß auf Gedeih und Verderb wieder was neues, regionales erfunden werden.

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