3.792 Elektroautos im März

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Im März ging es mit den Zulassungszahlen von reinen Elektroautos wieder kräftig nach oben. 3.792 E-Autos wurden neu zugelassen, ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und ein neuer Rekord. Nicht ganz so stark zulegen konnten die Plug-In Hybride.

Nachdem der smart fortwo electric drive fünf Monate in Folge an der Spitze der Zulassungsstatistik lag, gab es im März einen neuen Spitzenreiter. Mit 534 Fahrzeugen, verkaufte sich der e-Golf von Volkswagen am besten. Nur knapp dahinter folgte der Renault Zoe mit 523 Neuzulassungen. Platz drei und vier gingen an smart mit 457 neu zugelassenen Fahrzeugen für den forfour electric drive und 454 Neuzulassungen beim fortwo electric drive. Der fünfte Platz bei den reinen Elektroautos ging an den Kia Soul EV mit 396 Fahrzeugen.

Da Nissan den neuen Leaf seit Anfang März an die Kunden ausliefert, hatte ich ihn eigentlich auch recht weit oben erwartet, gereicht hat es jedoch nur für Platz 6 mit 346 Neuzulassungen. Vielleicht ändert sich das jedoch noch im April.

Trotz des neuen Rekordes bei den Neuzulassungen, liegt der Marktanteil der reinen Elektroautos weiterhin bei rund einem Prozent. Der März ist generell ein sehr starker Monat für Neuzulassungen, so dass der Gesamtmarkt im gleichen Maße gewachsen ist.

Die Plug-In Hybride konnten ebenfalls wieder zulegen, wenn auch nicht ganz so stark. 3.018 Teilzeit-Elektroautos wurden neu zugelassen, ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Da die vollständige Liste der Plug-In Hybride erst Mitte des Monats veröffentlicht wird, gibt es aktuell noch keine Rangfolge. Die Zahlen werden dann in der Zulassungsübersicht ergänzt.

Eine detaillierte Auflistung der Zulassungszahlen findet ihr wie immer hier:  Übersicht der Zulassungszahlen

Quelle: Kraftfahrtbundesamt

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8 Gedanken zu “3.792 Elektroautos im März

  1. Liebe E-Foristen,
    es ist nett, dass es auch nun mal der e-Golf aufs Treppchen geschafft hat.
    Die Frage ist für mich hierbei nicht, wie viele E-Fahrzeuge angemeldet worden sind, sondern wieviele man hätte verkaufen können, wenn man auf die Bestellungen reagiert hätte.

    Ich habe einem Volkswagenhändler meinen Kaufwunsch für einen e-Golf mit kompletter Ausstattung und einer Nummer aus dem Konfigurator genannt und nach einem Angebot gefragt. Bis heute (15 Monate später) habe ich noch kein Angebot (mit Verkaufspreis in Euro) genannt bekommen.

    Nun fahre ich einen e-up, gebraucht gekauft und gleich auch eigener Achse überführt.
    Vielen Dank an dieses Netzwerk, damit habe ich die erste Langstreckenfahrt mit allen Ladestopps geplant.

    Nach 20.000 Kilometer elektrischer Fahrt frage ich mich, wieviel e-Fahrzeuge man hätte verkaufen können, wenn man wirklich Elektromobilität auf die Straße bekommen möchte. Ich habe den Eindruck, dass die Händler wie Gärtner im Mikrodrip-Verfahren tröpfchenweise die e-Fahrzeuge übers Land verteilen.

    Bein Lesen in den Foren dieses Netzwerk fällt mir nur eines immer wieder auf: In der Fußzeile steht, wie lange der Autor dieses Textes gerade auf ein e-Fahrzeug wartet.
    Da liege ich mit meinen 15 Monaten in einem gepflegten Mittelfeld.

    In der Tat, das ist ein Luxusproblem.
    Ja, und in der DDR hat man 18 Jahre auf seinen Trabbi gewartet, ich weiß. Ich vermute das hinter dieser aktuellen Hinhaltestrategie der Hersteller auch eine bestimmte Planwirtschaft steckt. Frei nach dem Motto: „Nur noch ein paar Monate hinhalten, diesen E-Kunden, vielleicht kauft er sich dann (aus der Not heraus) doch noch einen vernünftigen Diesel.“

    Noch einen weiteren Aspekt, der mir auffällt:
    In Wolfsburg sind 2500 e-Kennzeichen vergeben worden. Eine Spitzenposition im deutschen Städtevergleich, korrekt. Es sind nach meiner Nachfrage beim Wolfburger Rathaus überwiegend Anmeldungen eines Autounternehmens dieser Stadt.
    Wieviele Anmeldungen von e-Fahrzeugen sind denn wirkliche VERKÄUFE an Geschäfts- und Privat-kunden außerhalb des Dunstkreises von Herstellern und deren Mitarbeitern (sprich Dienstwagen erster, zweiter und dritter Klasse)?

    Vielleicht können Kunden anderer Fabrikate ähnliche Erfahrungen beisteuern?
    Ich bin gespannt.

    Mit elektrischen Grüßen
    Pandy

  2. Hallo Pandy,

    Ich denke (mittlerweile), dass es nicht gewollt ist, E-Autos real auf die Straße zu Bringen.

    Die (deutschen) Autobauer haben sich verkalkuliert und/oder geschlafen.
    Mercedes Benz hat zum Beispiel mit dem NECAR technologisch aufs falsche Pferd gesetzt. Und ich glaube nicht, egal was gesagt wird, dass das Wasserstoffauto in irgendeiner Art noch eine Rolle spielen wird. Allein schon aus Sicherheitsgründen.
    Damit meine ich nicht die Sicherheit des Autos und Fahrer, sondern eher, das ich nicht glaube, dass man irgendwann flächendeckend so viel benötigten Wasserstoff frei verkaufen sollte. Stichwort: Kriminalität.

    Des Weiteren ist das Strom Netz schon vorhanden es muss nur noch effizient genutzt werden. Stichwort: Lastmanagement.
    Und warum sollte man die Energie 2 Mal umwandeln um sie erst dann zu nutzen.

    Wenn ich mir dann noch die Abrechnungsmöglichkeiten beim Laden anschaue
    (z.B.: „innogy eMobility“ mit ihrem App-Zwang, nicht Mal für Windows-Phone) dann ist mir klar, dass es nicht gewollt ist. Diese Praktiken sollten Die mal bei den „Thermischen Autos“ an der Tankstelle machen. Dann gäbe es bestimmt eine super Titelseite in der Bild!

    Schauen Sie sich doch mal die Top 20 der Größten Konzerne der Welt an. Da sind
    (lt. Wikipedia) 5mal „Öl und Gas“ und 4mal „Automobil“ dabei. Die Sagen der Politik wo es langgeht und wer Geld verdient!

    Ich habe 6 Monate auf meine „EVA“ gewartet und bis jetzt ca. 25000km gefahren, habe eine Wallbox in der Garage und einen NRGkick 32A samt Adapter im Auto. Kann also überall laden und muss nicht an diese CCS Abzocker Säulen. Bin mit Renault sehr zufrieden und deutschen Autobauer sind für mich mit diesen Praktiken gestorben.

    Haben wir wieder was gelernt
    Euer Deep Thought

  3. Immer wieder der gleiche Blödsinn. Wenn die deutschen Hersteller was verschlafen haben müsste das ja bedeuten, das andere wie blöd E-Autos verkaufen und den dicken Reibach machen.

  4. @bp
    Naja, ein Autobauer macht jetzt schon 100% Umsatz mit E-Autos. Nämlich „Tesla Motors“!
    Hoffentlich bald auch „Sono Motors“ und „e.GO Mobile“.
    Deshalb habe ich ja, das Wort „deutsche“ in Klammern gesetzt, weil ich alle meine.

    Da der Automobil Export von Deutschland ca. ein Drittel des gesamten Exports beträgt, wird das (vermutlich) bald zum Problem werden. Google: „Rückkauf VW USA“!

    Ich befürchte nur, dass wir „Steuerzahler“, das bald wieder ausbaden dürfen!

    Haben wir wieder was gelernt
    Euer Deep Thought

  5. VW hat sich bei der Nachfrage geirrt und verdoppelt jetzt die Produktion des e-Golf von 35 auf 70 Autos am Tag. Das sind pro Woche dann 350. Da der e-Golf zusammen mit dem normalen Golf auf dem gleichen Fliessband produziert wird, verstehe ich nicht warum die Produktion nicht noch höher ist. Wo es doch solche Überkapazitäten an Batterien gibt. Tesla macht jetzt 2500. Pro Woche.

  6. Ich halte Deep Thoughts Aussagen in keinster Weise für Blödsinn.
    Das die deutschen Autobauer hier einen Trend komplett verschlafen haben (wie Siemens den Trend zu Mobiltelefonen mit farbigem Display und nichtprorietärem BS) sieht man auf den Autoshows dieser Welt (siehe Genf 2018): Wo andere Serienautos darstellen, gibt es von deutscher Seite nur Konzeptstudien. Zwischen Beidem liegen Welten an Produktionsplanung und Design. Was haben deutsche Autohersteller konkret zu bieten:
    – mit dem e-Golf einen minimalinvasiven Umbau: Benzinmotor raus, E-motor rein -> Probleme bei der Gewichtsverteilung etc.
    – i3 ein Konzeptauto mit Straßenzulassung: Geringe Reichweite – Hoher Preis

    Nun zu bps Aussage, das andere auch nicht mehr verkaufen: Dies liegt IMO daran, dass die deutschen Autobauer die Korrektur der Fehler in der Produktionsplanung flankieren mit viel Lobby-Arbeit: Nur so sind die einseitigen Berichte von ADAC bis zur Zeit (dort von einem Lobby-nahen Freelancer geschrieben) zu erklären. Die Talking points sind immer die Gleichen und die gleichen fragwürdige Studien selektiv ausgelegt.
    So was wirkt leider immer. So ausgestattet mit oberflächlichen Meinungen statt objektiven Informationen, bleiben viele Wähler doch beim Althergebrachten.
    Der Regierung ist es recht, da so weiterhin inländische Autos verkauft werden. Der Gewerkschaft (und damit der SPD) ist es recht, da so die deutsche Autoindustrie geschützt ist.

    Wer wissen möchte, was geht, wenn die Regierung will, der möge nach Norwegen oder China schauen. Der Vorteil von Norwegen ist, dass es dort keine Autolobby gibt. Der Vorteil von China ist, dass China kein eigenes Erdöl hat.

  7. Einen E-Golf im Dezember bestell und Lieferdatum 5/2018 genannt. Inzwischen wurde die Produktion ja auf 70 erhöht, aber die Lieferzeit ändert sich nicht!!! Das ist bei VW eben so!! Wenn man auch noch die Ausstattungen von Korea/Japan-Autos mit VW vergleicht oh Gott was für ein Unterschied!! Hoher Preis und geringe Ausstattung. Markenzeichen für VW schon lange. Habe den E-Golf nur wegen der Prämien gekauft und werde ihn so schnell als möglich wieder verkaufen.

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