In Kleinostheim lädt man nun Ultra-E schnell

Foto: Allego

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Allego hat heute in Kleinostheim die erste von 21 Ultra-Schnellladestionen in Betrieb genommen. Vier Elektroautos können dort mit zunächst 175 Kilowatt laden, ab Frühjahr 2018 dann sogar mit bis zu 350 kW.

Heute hat der erste von insgesamt 21 Ultra-Schnellladestandorten den Betrieb aufgenommen. In Kleinostheim nahe der A3 findet man nun vier CCS-Ladepunkte, die eine Leistung von jeweils 175 Kilowatt bieten. Im Frühjahr 2018 sollen zwei der Anschlüsse auf 350 kW aufgebohrt werden.

Ein kompatibles E-Auto vorausgesetzt – aktuelle Fahrzeuge mit CCS-Anschluss wie der Ioniq genehmigen sich maximal 65 kW – reduziert sich die Ladezeit für 100 km Reichweite auf wenige Minuten.

Zu den vier Ultra-Ladepunkten gesellt sich noch eine 50 kW Multi-Standard-Schnellladesäule mit Typ2-, CHAdeMO- und CCS-Anschluss. Jeder findet hier also den passenden (Schnelllade-)Stecker.

Als nächstes wird Bernau am Chiemsee in Betrieb gehen.

Im Projekt Ultra-E werden 21 Standorte von der niederländischen Küste bis zur österreichischen Grenze mit 350 kW Ladepunkten bestückt. Alle 150 bis 200 Kilometer wird man entlang dieser Strecke in Autobahnnähe einen solchen Standort finden. Im Sommer 2018 sollen alle Ladepunkte errichtet sein. Ultra-E wird von der Europäischen Union mit 13 Millionen Euro gefördert.

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30 Gedanken zu “In Kleinostheim lädt man nun Ultra-E schnell

  1. Für 13 Millionen Euro erscheine mir 21 Standorte ein bisschen wenig…
    Finde es schon gut das auch schnellere Lademöglichkeiten geschaffen werden, allerdings würde ich momentan sehr viel lieber mehr typische Triple-Lader (CHAdeMO, CCS und Typ2) mit 50 kw entlang den Autobahnen sehen. Eine oder am besten zwei, drei Ladesäulen alle 30 km wären wunderbar.

  2. Aha. So sieht jetzt die Apotheke für Strom aus. 🙂
    Naja. Wenn ich mir den kWh Preis von 0,69 Oiro in DIESEL umrechne, wird klar wie die Langstreckenpräferenz der meisten Autofahrer ausfallen wird…
    Ruhe bewahren und weiterdieseln!

  3. Vier Elektroautos könnten mit 175 KW laden,
    wenn es Elektoautos gäbe,
    die überhaupt diese Ladeleistung können 🙁

  4. Einerseits erfreulich – zukünftig muss man auf solche Ladeleistungen gehen, um auch große Akkus schnell vollzubekommen. Gerade an Autobahnen will keiner stundenlang stehen.
    Da ist der überteuerte kWh Preis vielleicht noch gerade so rechtfertigt.

    Traurig ist eher, dass wirklich nur 21 Stationen mit den Millionen von Euro gebaut werden. Da wären ein dutzend mehr „herkömmliche“ Triple Charger doch die bessere Wahl vermutlich gewesen.

    Zumal man ganz deutig sieht: CCS wird bleiben, alles andere wird nach und nach aussterben. Chademo wird der Vergangenheit angehören. Immer mehr Schnellladesäulen bieten nur noch CCS an, Typ2 und Chademo gibt es dann nur derzeit eine Säule als „Notfallersatz“ – die Richtung geht ganz klar in nur CCS. Kann man gut finden, kann man schlecht finden.

  5. Noch so einen Schenkelklopfer und dann iss gleich Weihnachten…
    CCS? Ist das nicht das beliebte Ladesystem für Haus und Garten als das weitverbreiteste Ladesystem, weil es so unverschämt preiswert anzuschaffen ist?
    Respekt!
    Soviel evidenzbasierender Optimismus ist eines Leidmarktes würdig.

  6. Wenn man bedenkt, dass selbst 100kWh(cap)-Teslas, die derzeit top-notch sind, maximal 120kW und das auch nur im günstigsten Fall laden können, dann wird es noch ein Weile dauern bis es BEVs gibt die 175kW bzw. gar 350kW wirklich effektiv laden können. Ich denke aber mal, dass das die nächste Stufe, auch bei Tesla sein wird. Nur dazu werden auch noch Sprünge in der Batterietechnik und beim Batteriepreis notwendig sein, denn die einzelne Batteriezelle wird zum einen höhere Ladeströme zumindest gelegentlich ohne signifikanten Kapazitätsverlust ertragen müssen und zum anderen muss die verbaute Gesamtkapazität zunehmen, damit sich der höhere Ladestrom auf mehr Zellen verteilt. Dazu müssen die Zellen eine höhere Energiedichte bekommen, aber auch noch pro kWh(cap) günstiger werden, wenn der Preis des Autos nicht signifikant steigen soll. Beides ist in der Entwicklung abzusehen, aber es wird noch eine Weile dauern. Die Ladesäulen sind dann aber schon da, im Gegensatz zum FCHEV das schon da ist, dem aber noch die Tankinfrastruktur fehlt und auch noch eine ganze Weile fehlen wird. Und am Ende wird ihm auch noch der Tankstopvorteil fehlen und dann ist das FCHEV ganz tot.

  7. Wenn man sich vorstehendes Gejammer durchliest, merkt man sofort: Man ist in Deutschland!
    Diese Stationen sind der Hammer! Ja, der kWh-Preis ist hoch – noch. Ja, 13 Mio für 21 Standorte sind schon flott, aber an diese eine (MAx)Leistung von 4 x 350kW (+ ein bisschen für den Schrumpflader) gibt es nicht an jeder Ladentheke und dann natürlich das Übliche „und wo sind die Autos die das können“.

    Einfach nur nervig!

    Bye Thomas

  8. Ich denke das ist ein guter Ansatz um die Technik zu testen. Sicher wäre es auch wünschenswert gewesen für die 13 Mio 200-300 50KW Schnelllader zu bauen.
    Vielleicht bietet Tesla auch irgendwann CCS an. Dann gäbe es wenigstens Fahrzeuge die über 100KW ausnutzen können und man könnte die Technik wirklich bald testen. Aber so werden erst mal 10 Jahre ins Land gehen, ehe es die ersten Fahrzeuge gibt, die mit über 175KW laden können.

  9. Also ich lach mich schlapp.
    Da kommen die early adopter und beklagen sich, dass ihr Auto sowas nicht nutzen kann, es also per se nutzlos ist. *rotfl*
    Da schreiben Leute, dass die Batteriezellen keine 350kW können, schauen aber Teslas an, die mit wie wie viel kW Antriebsleistung unterwegs sind? Sind Batteriezellen beim Laden anders belastet wie beim entladen?
    Auch die kindliche CCS Ablehnung ist sofort wieder da. Sehr schön.

    Ich wünsche allen eine frohe Weihnacht und freue mich über jede neue Ladesäule und jedes neue BEV auf der Straße.

  10. @André

    Na ein Glück, dass es Autohersteller gibt, die Fahrzeuglader mit 100kW Leistung bauen, weil die in der Anschaffung ja viel preiswerter und so leicht ins Auto integrierbar sind. Und dennoch liefert Renault seine Zoe jetzt nur noch mit 22kW-Lader aus. Komische Geschichte…
    Es tut mir zudem sehr leid für dich, dass dir die Möglichkeit fehlt, den Typ-2-Stecker deines „Ladesystem für Haus und Garten“ in die Combo-Dose zu stecken. Wirklich ein Jammer, diese Inkompatibilität. Das hat das IEC doch mit Absicht gemacht!

  11. Ja Laden und Entladen ist ein Unterschied. Insbesondere ein zeitlicher. Während ein Tesla seine 500KW nur für wenige (2,4) Sekunden beim Beschleunigen benötigt, würden die 350KW Ladeleistung dauerhaft (mehrere Minuten) anliegen. Vom kühlenden Fahrtwind mal abgesehen, der beim Lade ja fehlt. Daher hat sich 2C als guter Kompromiss zwischen Ladezeit und Ladeverluste und Lebensdauerreduzierung herauskristallisiert. Daher sollte für eine 350KW Ladung der Akku Brutto um die 175 kWh aufweisen. Sicher kann man mit aktiver Kühlung auch mit 3C arbeiten. Aber dann sind wir immer noch bei 120kWh. Ist nun die Frage ob man das wirklich braucht. Denn schon bei 175KW läd man je Minute um die 20km Reichweite. In gut 10min sind das schon 200km.

  12. Es ist traurig, wie unzuverlässig die sind… Habe 5-6 Versuche gebraucht, ehe ich endlich mal laden konnte.. Und dafür zahle ich auch noch einen Haufen Geld..

  13. wer pflegt die ladesäulen eigentlich die nächsten 5 jahre bis die ersten paar schnellladefähigen autos verkauft wurden? die kupferdiebe?

  14. 21 Standorte für 13 Millionen € öffentliche Förderung? Wow!
    Wie könnte Tesla eigentlich 1043 Supercharger-Standorte weltweit mit 7.500 Ladeplätzen ganz ohne öffentliche Förderung bauen? Und gibt für die meisten den Strom auch noch kostenlos ab?
    Aber Tesla ist ja nicht in der Lage schwarze Zahlen zu schreiben und steht vor der Pleite (laut VW Müller). Vielleicht hängt das zusammen?

  15. Wenn Hyundai den 2.0 Ioniq mit 50kWh Akku rausbringt, wird der wohl als erster dort mit 140kW laden können 😉

  16. Also ich bin bei den Kritikern, wenn es um hohe Förderung geht, aber ansonsten halte die Kommentare doch für übertrieben.
    Es zeigt auch, wie die vermeintliche Avantgarde, und für das halten sich die E-Auto-Fahrer ja, doch in ihrer eigenen Engstirnigkeit gefangen ist.
    Hier wird einmal das Henne-Ei-Problem angegangen und die Infrastruktur VOR den künftigen Fahrzeugen geschaffen, da ist‘s auch nicht recht. Als ob die jetzigen E-Autos mit Ihren Schnarchladern das Maß der Dinge wären.
    Je höher der Ladestrom, desto schneller werden die zukünftigen Batterien voll sein, desto mehr Fahrzeuge kann man pro Zeiteinheit laden, desto kürzer sind die Schlangen.
    Man schaue sich mal die Tankstelle eines belebten Autohofs an, welcher Durchsatz da herrscht. Wenn diese Anzahl der Fahrzeuge geladen werden muss und jeder Ladevorgang 30 min statt 10 min dauert, gibt es ein echtes Problem.

  17. „Wenn man sich vorstehendes Gejammer durchliest, merkt man sofort: Man ist in Deutschland!“

    So ist es.

    „Es zeigt auch, wie die vermeintliche Avantgarde, und für das halten sich die E-Auto-Fahrer ja, doch in ihrer eigenen Engstirnigkeit gefangen ist.“

    Leider auch wahr.

  18. Was mich an den Kommentaren ärgert: Leute, wacht auf.
    Die eAuto Welt besteht nicht mehr aus nur 50kW, womöglich noch CHAdeMO, ladenden eAutos.

    Die ersten Autos können bereits mehr als 50kW, alle Neuentwicklungen die ab 2018 auf den Markt kommen sowieso.
    Ebenso ist es gut, dass nur noch 1 Standard gebaut wird. Als Early Adopter muss man akzeptieren, dass CHAdeMO in der EU das Rennen verloren hat. Jetzt muss nur noch Tesla CCS unterstützen und alles wäre einheitlich, besser geht es nicht.

    Was mich an dem Projekt stört:
    1. Aus Steuermitteln finanziert und trotzdem werden absurd hohe Preise verlangt.
    2. Wo ist das Dach? Wieso müssen wir immer im Regen stehen?

  19. Kleine Anregung: Könnte man das Stromtankstellen Verzeichnis (https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/) in absehbarer Zeit bitte um die Auswahloption CCS >= 100W, >=150W etc. ergänzen? Ist vielleicht noch nicht wirklich nötig, aber in absehbarer Zeit bei Zunahme der entsprechenden Säulen sinnvoll und zumindest für Ioniq-Fahrer ja auch heute schon von Nutzen 🙂

    Ich für meinen Teil begrüße jede neue Schnellade-Säule, besonders aber jene mit höheren Leistungsabgaben, denn ich wünsche, mein E-Fahrzeug, sobald ich ein passendes auf dem Markt finde, auch in weniger als 30 Minuten für 300 km nachladen zu können. Ich denke, da haben wir alle was davon.

    Was die Kosten und Fördersummen angeht: Ich kann das nicht wirklich beurteilen und sehe auch nicht, dass hier einer der Kritiker eine vollständige Rechnung aufmacht, dass das bei diesen Ladeleistungen an den entsprechnenden Standorten momentan auch günstiger geht. Aber natürlich besteht bei öffentlicher Förderung immer die Gefahr (und Wahrscheinlichkeit), dass sich jemand sein Näschen vergolden lässt, janu.

  20. Das Dach hätte noch mal 2 Millionen gekostet. 😀

    Ich kann schon verstehen das es langfristig nur noch ein Standard geben sollte bzw. Typ2 noch als Notlader (Die kosten ja praktisch nix). Aber die Kosten finde ich teilweise echt zu extrem. :/

  21. Die Kosten sind doch nur deshalb so hoch, weil aus Steuermitteln gefördert wird.

  22. @Tex: Die aktuelle Statistik besagt, dass 54% aller verfügbaren Ladepunkte in Deutschland Typ2-Lader sind. CCS wird mit 5% angegeben. Ich denke, dass sich an diesem Verhältnis nichts Grund legendes ändern wird, weil der Ausbau von Typ2 gerade in dichter bewohnten Gebieten in großer Zahl weiter stark voranschreitet. Auch die Möglichkeiten für Ladestationen zu Hause in der eigenen Garage oder in Tiefgaragen sind entweder „echte“ Ty2-Ladeboxen oder mobile Ladeboxen die CEE rot / blau oder Schuko auf Ty2 adaptieren. Gleichstrom spielt da eher keine Rolle. CCS wird sicher weiter kräftig ausgebaut, spielt jedoch für die meisten Elektroautos nur dann eine Rolle, wenn das Fahrprofil hauptsächlich auf Langstrecke ausgerichtet ist, wo das Auto in kurzer Zeit wieder zur Verfügung stehen muss. Für den normalen Betrieb, wenn die Autos eben 95% stehend den Tag verbringen, ist DC-Ladung eher nicht von Nöten, sondern eben eine Vielzahl von AC-Ladern mit schwachen bis mittleren Ladeleistungen.

  23. Habe als ZOE-Fahrer zwar ganz genau NICHTS davon (den einen Tripplecharger mal ausgenommen), finde das aber trotzdem cool. Als Elektroautofahrer hat man doch auch gelernt nocht so sehr über Kosten nachzudenken; Hauptsache, es geht was vorwärts. Also bitte weitermachen! Vielleicht schaffen wir es noch, dass man, bis in Deutschland das Model 3 so richtig ankommt, auch mit einem „normalen“ Elektroauto entspannt in Urlaub fahren kann.

  24. @Jensen:
    Sie beschreiben sehr schön warum diese Ladestellen so wichtig sind.
    Wenn demnächst mehrere langstreckentaugliche E-Fahrzeuge erscheinen, werden diese nur von den Petrolheads akzeptiert, wenn auch die passende Ladeinfrastrukur vorhanden ist um lange Strecken schnell zurückzulegen.
    Für die handvoll bereits jetzt aktiver E-Fahrer die sich mit den aktuellen Ladeverhältnissen arrangiert haben, sind diese Ladestellen vmtl. nicht so wichtig.

  25. Schön, dass man jetzt auch bei CCS schon auf dem Leistungsniveau der Tesla Supercharger angekommen ist (4 Jahre später). Allerdings haben wir hier nur 4 Stalls, und die Autos, die das ausnutzen, gibt es momentan nur als Messeattrappen…

  26. Kostet dort die kWh 70 cent, entspricht dort laden einem Benzinverbrauch von knapp 11 Litern.

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