Nissan Leaf: mehr Reichweite und Leistung im neuen Design

Foto: Nissan

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Heute Nacht hat Nissan die neue Generation seines Verkaufsschlagers in Japan vorgestellt. Sie bringt mehr Reichweite, mehr Leistung, ein neues Design und teilautonome Fahrassistenten.

Mehr als 283.000 Einheiten konnte Nissan seit der Vorstellung der ersten Generation im August 2009 absetzen. Damit ist es das weltweit am meisten verkaufte Elektroauto. Der Nissan Leaf erhielt vor zwei Jahren ein Batterieupdate auf 30 Kilowattstunden, wurde seit der Markteinführung jedoch nahezu unverändert gebaut.

Gefälligeres Design

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Auffälligste Neuerung ist sicher das Design. Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters, besonders beliebt war das markante Design mit den hervorstehenden Scheinwerfern jedoch sicher nicht. Diese gehören nun jedoch der Vergangenheit an, Nissan übernimmt für den Leaf die bereits vom Micra bekannte Designsprache. Der Stromer kommt deutlich gefälliger und kantiger daher, dürfte nun jedoch kaum mehr als Elektroauto auffallen. Neben der Ladeklappe in der Front, wird das blau hinterlegte Logo zum neuen Erkennungszeichen der Elektrofahrzeuge von Nissan.

Bis zu 378 Kilometer Reichweite

Foto: Nissan

Im Vorfeld wurde viel spekuliert und angesichts der Reichweiten von Chevy Bolt (als Opel Ampera-e mit Glück bei uns erhältlich) und Tesla Model 3 mit einer 60 Kilowattstunden großen Batterie gerechnet. Diese wird es jedoch (noch) nicht geben. In der neuen Generation des Leaf verbaut Nissan eine 40 Kilowattstunden große Batterie, die für eine Reichweite von 378 Kilometern nach NEFZ gut sein soll.

Interessanterweise ist die Batterie genauso groß wie die der ersten Generation, durch Optimierungen an Zellen und Aufbau der Batterie, konnte die Energiedichte um 67 Prozent erhöht werden. Eine Klimatisierung der Batterie scheint Nissan, so sieht es zumindest auf den Fotos aus, weiterhin nicht für nötig zu halten.

Bei der Ladung gibt es keine Änderung – mit sechs Kilowatt lädt der Leaf an einer AC-Ladesäule und ist an dieser nach spätestens acht Stunden wieder voll, die Schnellladung geschieht via CHAdeMO und dauert 40 Minuten bis 80 Prozent.

Mehr Power

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Der neue Nissan Leaf erhält zudem einen stärkeren Elektromotor. Gegenüber der ersten Generation steigt die Leistung um 38 Prozent auf nun 110 Kilowatt. Das maximale Drehmoment liegt bei 320 Newtonmeter, ein Plus von 26 Prozent. Auf Tempo 100 soll das Elektroauto nun in 8,5 Sekunden beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit ist weiterhin auf 144 km/h begrenzt.

Teilautonome Fahrassistenten

Foto: Nissan

Mit der zweiten Generation halten nun auch Fahrassistenten Einzug in den Nissan Leaf. ProPILOT ist ein Tempomat mit Abstandsradar kombiniert mit einem Spurhalteassistenten. Es hält den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und den Stromer in der Mitte der Spur und bremst bei Bedarf bis zum Stillstand ab. ProPilot Park nennt Nissan den Parkassistenten, der das komplette Parkmanöver übernimmt.

e-Pedal soll das Bremspedal überflüssig machen, bremsen, beschleunigen und anhalten in den meisten Situationen alleine mit dem Gaspedal möglich sein.

Sportversion Leaf E-Plus mit mehr Leistung und Reichweite in 2018

Foto: Nissan

Voraussichtlich noch im Laufe des Jahres 2018 wird Nissan eine E-Plus genannte Version nachreichen, die bei Reichweite und Leistung noch einmal eine Schippe drauflegt. Bis zu 500 Kilometer Reichweite soll der Nissan Leaf E-Plus bieten, was für eine 50 – 60 kWh große Batterie sprechen dürfte. Zudem leistet der Elektromotor dann stolze 160 kW.

Preise beginnen bei 31.950 Euro, Bestellung ab Oktober, Auslieferung im Januar 2018

Foto: Nissan

Ab Oktober wird man die neue Generation des Nissan Leaf zu einem Preis ab 31.950 Euro bestellen können. Explizit hat Nissan dies zwar nicht gesagt, ich gehe jedoch davon aus, dass der Preis inklusive Batterie ist. Eine Miete der Batterie soll weiterhin möglich sein. Die Auslieferung wird dann ab Januar 2018 beginnen.

 

Als Fahrer eines Leaf der allerersten Generation, freut es mich natürlich besonders, dass Nissan den Leaf auf den neusten Stand gebracht hat. Das Alter war dem Stromer jedenfalls schon deutlich anzumerken und Design, Reichweite und Assistenzsysteme nicht mehr wirklich auf dem aktuellen Stand. Die größere Batterie gleich von Beginn an wäre zwar sehr interessant gewesen, aber auch so dürfte der neue Leaf ein sehr attraktives Angebot sein.

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13 Gedanken zu “Nissan Leaf: mehr Reichweite und Leistung im neuen Design

  1. Hallo ,Neuer NISSAN LEAF: Stromverbrauch (kWh/100 km): kombiniert 17,0.! Das sind dann real 235 km.!? Das macht eine Differenz von 143 km zum NEFZ. Wenn ich mal mit 14 kW/h rechne ( angelehnt an Spritmonitor ) , kommt man auf max. 285 km. ! Sorry , aber da hab ich mehr erwartet.

  2. Danke Guy für den kompetenten Bericht!

    Der 40kWh-Akku ist ähnlich groß wie bei der ZOE, womit ich mit einer ähnlichen realen Reichweite von ca. 250km im Sommer und gut 200km im Winter rechne.
    Freut mich das es den Akku in verschiedenen Größen geben wird. So kann man sich je nach seinem Fahrprofil bzw. seiner Geldbörse das passende Modell aussuchen.
    Teilautonome Fahrassistenten sind seit dem Hyundai Ioniq in der Mittelklasse angekommen, und hätte ich mir auch für den neuen ZOE gewünscht.
    Prognostiziere das 2018 die ZOE in Österreich nicht mehr das meistverkaufte Auto sein wird.

  3. Danke Guy, Servus Leute,

    ich sag mal, Genial! Das wäre mein (Zweit)Auto!

    Aber ich wäre kein Deutscher, wenn ich nichts zu meckern hätte. 

    Wieso bauen die immer diese langsame AC-Ladung in die Karren? Klar ist DC-Ladung Technisch besser. Schneller, leiser und keine zusätzliche Gleichrichterelektronik die man mit sich rumfahren muss. Aber, das ist mir bei meiner ZOE am liebsten, man ist durch AC-Ladung unabhängiger! Ich kann an jeder CEE Steckdose Laden.

    Man sieht doch schon jetzt, dass die Preise an Ladesäulen für DC teurer sind als AC.
    Z.B.: EnBW Prepaid (die mit Tank&Rast das Ladenetz aufbauen)
    50kW DC für 21€/h (0,42€/KWh)
    43kW AC für 6€/h (0,14€/kWh)
    Das heißt DC-Ladung ist in dem Fall 3-mal so teuer wie AC-Ladung und nicht viel schneller! Und wer hindert „Die Energie Konzerne“ daran, die Preise noch mehr in die Höhe zu treiben?

    Außerdem, wer hat den schon eine DC-Wallbox zu Hause? Bei mobilityhouse.com gibt es offensichtlich die einzige DC-Wallbox, die man momentan bekommen kann und das wird sich meiner Meinung nach auch nicht ändern. Sie kostet günstige 11,999€ (elftausendneunhundertneunundneunzig) und lädt mit sagenhafte 24kW!
    Nur am Rande: Das bedeutet das eine ZOE mit DC-Ladung ohne AC-Ladung also nur die Hälfte kosten würde!

    Ich appelliere an alle Menschen sich nicht abhängig zu machen! Bitte unterstützt AC-Ladung! Ja, auch wenn es bedeutet das die Ladung länger dauern kann. Was meiner Meinung nach die Akku Entwicklung wieder wettmacht.
    ZOE: 22kWh (2012) zu 41kWh (2017) in 5 Jahren gleiches Akku Volumen, ca. 20kg mehr Gewicht und +86% mehr Kapazität!
    Leaf: 24kWh (2010) zu 40kWh (2018) in 8 Jahren gleiches Akku Volumen +67% mehr Kapazität!
    DC-Ladung entwickelt sich nicht! Die Ladeleistung steigt zwar, vermutlich aber langsamer als die Kosten dafür!

    Ich sage nicht, keine DC-Ladung.
    Sondern hohe ACDC-Ladung (ohne das der Akku platzt) in ein Auto.
    Technisch ist das kein Problem, hier geht es nur um Politik und Macht über den Verbraucher.
    Und warum kann ich mir das Ladegerät eigentlich nicht aussuchen?
    Die Zusatzausstattungslisten sind doch eh schon ewig lang.

    Haben wir wieder was gelernt
    euer Deep Thought

  4. Gefälliges Design, gute Formensprache, macht das Auto deutlich attraktiver als den Vorgänger auf der emotionalen Ebene

  5. Sehr schön der gefällt mir schon besser. Zwar noch nicht das Desigwunder, aber das muss auch nicht. Der bisherige Leaf war zumindest zum Weglaufen.

    Was die Werbetrommel aber mit dem e-Pedal soll verstehe ich nicht so ganz. Wie war das bisher beim Leaf ungesetzt? Bin bisher noch keinen gefahren. Aber der e-Golf rekuperiert auf höchster Stufe, wenn ich vom Gas gehe automatisch und bremst damit. Hat in dem Sinne also auch ein e-Pedal. Bremse nutze ich fast nie. Beim BMW i3 war das meiner Erinnerung ja auch so. Wird beim Leaf hier jetzt etwas tolles neues innovatives verbaut oder einfach nur etwas selbstverständliches mit einem Marketingnamen versehen?

  6. Hm, da bleibt wohl nur die Hoffnung, dass der nächste Ioniq CCS mit DC50 und AC22 schafft. Nett isser, der Leaf, aber die Spurhalteassistenten können sie sich sonstwohin schmieren. Das ganze Assistenzgedöns ist mir vollkommen wurscht, solange das Auto nicht wirklich vollautonom fährt. Ok, Tempomat mit Abstandhalter lass ich mir noch gefallen.
    Von der Ausstattung würde mir auch der Kangoo Z.E. reichen, den ich neulich getestet habe. Aber der kann ja nicht laden, da bringen mir auch 33kWh Batterie nix. Was ich will ist Reichweite, *Platz* und schnelle Ladung, DC unterwegs und MINDESTENS 11kW zuhause. Man kriegt halt momentan nur das eine oder das andere, oder halt beides zum Hyperpreis. Zu letzerem zähle ich auch das Model 3, denn den wirst du auch nicht unter 40k€ kriegen.

  7. Martin, die Reku ist beim jetzigen auch so. Es gibt 2 Stufen, die man über den Fahrmodus-Wähler wählen kann. Vielleicht ist die Reku jetzt einfach noch stärker. Vorher war sie eher Mittelmaß. Der i3 hat stärker rekuperiert. War aber trotzdem ok.

  8. Schickes Auto und auch die Anzeigen find ich jetzt besser, aber Typ1 Stecker? Chademo? Nein danke, wenn dann muss hier Typ2 und 22KW Laderegler sein und DC CCS mit 100 KW dann würde es das meistverkaufteste E Auto auch bleiben, aber so nicht.

  9. Echt Typ1 Stecker , das ist doch ein Scherz oder wird Nissan für Europa das noch ändern auf Typ2. Schade und auch kein 11kw Lader als min. Bin echt mal gespannt auf ein großen Testvergleich Leaf 2018 vs. TESLA Model 3

  10. Für den europäischen Markt bekommt der Leaf Typ2 + CHAdeMO als Ladeanschlüsse. Leider wird es wohl keine zweiphasige Ladung mit 16 A geben, die ich beim e-Golf besser gelöst finde.

  11. Ob man den 2013er Leaf mit dem 40kWh Akku nachrüsten kann, wenn der nicht größer ist als der jetzige? Wäre wohl die günstigste Möglichkeit zu einem Langstrecken tauglichen E-Fahrzeug zu kommen. Das Unterwegsladen des 24er Akku ist einfach nur nervenaufreibend.

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