Hyundai und Kia machen sich fit für die Zukunft

Den Kona soll es bald auch mit E-Motor geben. Bild: Hyundai

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Die koreanischen Hersteller wollen das Elektroauto massentauglicher machen. Und zwar mit höheren Reichweiten und erschwinglicheren Batteriekosten.

Foto: Hyundai

Das neue Brennstoffzellenmodell von Hyundai stand gestern ganz klar im Rampenlicht. Aber auch in Sachen batterieelektrische Antriebe soll sich so einiges tun. 2021 will man ein Elektroauto mit bis zu 500 Kilometern Reichweite auf die Straße bringen – Elektroantrieb und Brennstoffzelle würden sich dann in puncto Reichweite kaum noch unterscheiden.

Man muss jedoch keine vier Jahre auf Neues aus dem Hause Hyundai warten. So soll z.B. der Kona schon im kommenden Jahr als Elektrofahrzeug auf den Markt kommen und eine Reichweite von bis zu 390 Kilometern haben.

Der Ioniq, der gefühlt gerade erst gestartet ist, soll ein Batterie-Update bekommen. Dann könnten hier ebenfalls bis zu 400 Kilometer mit einer Akkuladung möglich sein. Einen genauen Zeitplan für das Update gab der Hersteller allerdings nicht bekannt.

Auch Kia rüstet auf. Zwar soll die Reichweite des überarbeiten Soul bei 250 Kilometern bleiben, dafür bekommt der Hersteller Plug-In-Nachwuchs. Sowohl der Niro als auch der Optima Kombi sollen ein Doppelherz erhalten. Letzterer könnte dann bis zu 62 Kilometer rein elektrisch schaffen.

Die Südkoreaner setzten immer stärker auf alternative Antriebe. Bis 2020 wollen die beiden Marken insgesamt 31 Modelle mit umweltfreundlichen Antrieben im Sortiment haben.

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12 Gedanken zu “Hyundai und Kia machen sich fit für die Zukunft

  1. Na bitte, geht doch. So langsam ist den deutschen Herstellern in ihrem Elfenbeinturm aus NOX, CO2 und Russ nicht mehr zu helfen. German Überheblichkeit wird bestimmt das Wort des Jahres in Asien.

  2. Also für mich zeigt diese Zersplitterung der alternativen Antriebe (Hybrid, Batterie und Brennstoffzelle(!)), dass auch Hyundai&Co. nicht wirklich ernsthaft Abschied vom Verbrenner nehmen wollen. Massentauglicher aber nicht wirklich massentauglich. Denn dazu müssten sie ein(!) und zwar das beste(!) Konzept forcieren und eine vergleichbare Gigafactory-Anstrengung wie Tesla vornehmen. Ohne wirkliche Massenfertigung als Ersatz für Verbrenner bleiben das alles auch nur Alibi-Autos. Hybrid ist immer noch mit Verbrenner. Für die Elektroautos fehlen die Batterien. Und die Brennstoffzelle hat so viele Probleme (Wirkungsgrad, Infrastruktur, Preis), dass man die für eine Massenfertigung komplett vergessen kann.

  3. Ich sehe das positiv. Wenn man bei einem Modell, wie jetzt beim Ioniq, wählen kann, welchen Antrieb man will, ist das deutlich mehr als das, was die deutsche Autoindustrie bietet. Für Kia und Hyundai sinkt mit dieser Methode das Risiko einen Flopp zu landen. Wenn der Kunde mehr E-Autos kaufenen will, wird man dann sicher auch mehr „richtige“ E-Autos anbieten.

  4. Ich stimme allen Mitkommentatoren zu, dass das erstens mehr ist als bei den Deutschen, und zweitens, dass eigentlich nur E-Autos als Neuerscheinungen auftauchen sollten. Das Problem sind die Kunden glaube ich, denn umsteigen beginnt im Kopf. Damit das leichter fällt bedürfte es allerdings einer Aufklärungskampagne wie bei Aids oder gegen Nikotin, und die Autoverkäufer sowie die Werbe-Industrie müssen das Thema anders angehen. Speziell beim Thema E-Auto ist es fatal, dass das Fahrzeug bei den reinen Daten immer den Kürzeren zieht, und obwohl sonst emotional Autos gekauft werden ausgerechnet hier immer nur Daten abgeglichen werden. Niemand macht sich mal Gedanken darum, dass mit der gleichen Energiemenge ein E-Auto dreimal so weit fährt wie ein Verbrenner. Gesehen wird beim E-Auto immer nur die Reichweite mit einer Ladung, danach fragt beim klassischen Auto niemand, unfair! Die Verbräuche der Verbrenner sollten in KW/h angegeben werden. Und die Auto-Tauschprämien (Drecksdiesel gegen Drecksbenziner) gehören verboten, bei Umstieg auf E-Autos wär das in Ordnung.

  5. Haha. Würde es bei dem Thema hier um VW gehen und eine Jahreszahlen wie 2021 auftauchen, kämen sofort die Standardsprüche: „Ankündigungsweltmeister“. Hier wird sogar gelobt, dass das mehr sei als bei den deutschen Herstellern.

    @Redlin Stefan: Machen Sie doch bitte mal eine Liste von Fahrzeugmodellen und lassen Sie uns gemeinsam vergleichen, wer was und wie viel anbietet.

    Und was die „unfaire“ Darstellung angeht, so ist die Reichweite nunmal ein essenzieller Punkt der für viele wichtig ist, genau wie die Ladedauer oder was am Ende entscheidend für viele ist: die Kosten. Da ist es am Ende auch egal, wenn die Reichweite identisch ist oder auch nur ein rein emotionaler Gesichtspunkt ohne großartige Relevanz für das praktische Nutzungsverhalten.

  6. Aha, Reichweite ist also ein essenzieller Punkt, bei 40-60 Kilometern die am Tag gefahren werden, da muss ich was übersehen haben. Ladedauer dito, wo die Karre 8 Stunden nachts und nochmal 8 Stunden auf Arbeit rumsteht, muss ich wohl auch was übersehen haben. Komisch dass ich hier immer nur Leute treffe die täglich mit einem 9-Personen-Fahrzeug und 1000 Kg-Anhänger dran 700 Kilometer fahren müssen und das ohne Energie aufzunehmen. Da muss ich wohl was übersehen haben. Und zu den Kosten, da hab ich wieder (unverzeihlich) übersehen, dass sich alle anderen Fahrzeuge total rechnen mit Ausnahme des E-Autos natürlich. Ich nahm immer an alle KFZ sind Kapitalvernichtung oder auch Luxus.

  7. Irgendjemand aus dem goingelectric Forum hat einen Spruch in seinem Profil, der lautet: Wer will, findet Lösungen. Wer nicht will, findet Ausreden !!!! Das trifft den Nagel auf den Kopf….. @Stefan +1000

  8. @Stefan: In Bezug auf einen Zweitwagen gebe ich Dir uneingeschränkt Recht. Als Erstwagen benötigt man aber etwas mehr als 150km Reichweite. Ich fahre durchschnittlich einmal im Monat mehr als 200km einfache Strecke. Zwei-Dreimal im Jahr auch über 500km. Es wäre unwirtschaftlich sich dann jedes Mal ein Verbrenner auszuleihen. Aber mit einem BEV mit 250-350km Reichweite wäre das schon durchaus machbar. Mit 150km ist das etwas zu viel Abenteuer.

  9. Ich weis schon was rum ich mich nun umentschieden haben von VW Ag zu Hyundai-Kia Motors zu wechseln.

    Hyundai-Kia-Motors will die Wende der Antriebsform 🙂 Bis her haben mich alle Hybrid und Elektroautos überzeugt auch:)

  10. @Stefan Redlin: Ihr Kommentar zeigt, dass Sie meinen Kommentar offensichtlich überhaupt nicht verstanden haben. Vielleicht habe ich es für Sie aber auch einfach nicht klar genug formuliert. Mein letzter Satz sollte noch einmal verdeutlichen, dass Reichweite sowie Ladedauer für viele eher ein emotionaler Faktor sind, bzw. ein rein gedanklicher Hinterrungsgrund. Für deren tatsächlichen Nutzungsverhalten spielt es allerdings überhaupt keine Rolle, wenn man täglich 30 km zwischen Arbeit und Wohnung pendelt und das Fahrzeug jeweils 8h und länger steht. Da reicht am Ende zum Laden auch ein normaler Schukoanschluß. Ihre Ausführungen mit der Reichweite und dem Laden sind völlig okay, die ich so auch unterschreibe.

    Dennoch können es sich viele Leute einfach nicht vorstellen, weil ihnen ihr eigenes Nutzungsverhalten gar nicht so bewusst ist. Das ändert sich bei einigen wahrscheinlich auch erst, wenn sie mal aktiv im täglichen Leben ein E-Auto nutzen. Dann fällt den Leute auf, dass Ladezeiten und Reichweite für deren tägiche Nutzung eigentlich völlig egal sind, außer vielleicht mal bei Langstrecken.

    Aber selbst wenn Reichweite und Ladezeiten völlig okay wären und auf dem Level eines Verbrenners oder wenn die gedanklichen Blockaden dahingehend gelöst sind,
    selbst dann stehen für viele immer noch die Kosten an erster Stelle. Und dabei geht es nicht, un das „sich Rechnen“, sondern darum welches Fahrzeug die geringsten Kosten mit sich bringt, ob es Ihnen gefällt oder nicht. Das Thema hatten wir aber nun schon zur Genüge.

    Und was den Luxus und die „Kapitalverbrennungsmaschine“ angeht. Jeder der so denkt kauft sich eh nur ein Auto, wenn es wirklich arbeitsbedingt notwendig ist. Andernfalls nutzt er Bus, Bahn oder das Rad. Was dann nicht nur kostentechnisch sinnvoller ist, sondern auch ökoligisch um Welten besser. Jeder der Arbeitswege im Bereich von 10km, hat sollte mal darüber nachdenken ob es nicht besser ist auf’s Rad umzusteigen (und ich rede ich nicht von Gegenden mit Serpentinen oder wo man Alpenpässe überwinden muss). Ich könnte es mir nicht vorstellen, weil ich da zu bequem bin, aber ich habe genug Arbeitskollegen, die das super durchziehen und dafür meinen vollsten Respekt bekommen. Ein wesentlich sinvollerer Ansatz, als einfach einen Verbrenner durch ein E-Auto zu ersetzen, obwohl man es eigentlich gar nicht bräuchte. Den wer will findet Lösungen, wer nicht will findet Ausreden. 😉

  11. @Martin: stimme Ihnen voll zu, habe dann vorher zu forsch gelesen. Und verstehe nun, dass Sie eigentlich die selben Gedanken haben wie ich.

  12. Auch ich habe mich entschieden, von VW zu KIA zu wechseln. Hab den SOUL EV und der reicht mir total. Ich hänge ihn alle 3-4 Tage an und gudd iss. Leitung ist für mich auch genug da. Könnte nicht zufriedener seit. Wenn ich mal in mein Polo TDI setze (ehemals Erstwagen, nun Zweitwagen) sehe ich die Nachteile eines Verbrenners deutlich. Wenn ich mir wieder einen Benziner oder Diesel gekauft hätte, wäre ich wahrscheinlich nicht auf KIA gekommen. Komisch.

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