Vectrix VX-2 Vector



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Besitzer
Joe-Hotzi
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Name
Vectrix VX-2 Vector
Der kleine Bruder des Vectrix VX-1 basiert technisch auf dem in Deutschland entwickelten und in China produzierten E-Scooter E-Max110s. Er hat aber eine eigene Verkleidung und Elektronik. So gibt es bspw. den genialen Vectrix-Gasgriff, der beim "nach-vorn-drehen" während der Fahrt stufenlos anpassbare Rekuperation ermöglicht und im Stand einen "Rückwärtsgang" bereitstellt. Die Reku ist dabei so gut dosierbar und stark, dass man bis zum Stillstand abbremsen kann. Die mechanischen Scheibenbremsen braucht man nur beim Rangieren oder in Notfällen.
Dafür habe ich den beim E-Max gelobten "Boost-Knopf" nicht gefunden.

Mit dem VX-2 rundete Vectrix seine Angebot nach untern ab, ohne eine komplette Neuentwicklung vornehmen zu müssen. Den E-Scooter gibt es als 75km/h Version und gedrosselt auf 45km/h mit kleinem Versicherungskennzeichen.

Leider ist der Vectrix VX-2, wohl auch auf Grund der stolzen Preise, recht selten im Straßenbild zu sehen. Qualitativ war ich positiv überrascht: alle sichtbaren Schrauben sind aus V2A, die Passgenauigkeit ist gut und Technik macht einen robusten Eindruck. Kein Wunder, denn der E-Max als Basis ist schon über einige Jahre gereift.
Hersteller
Vectrix (Nanjing Moto Manufacturing Co.,Ltd.)
Modell
VX-2
Baujahr
2011
erstellt
15.07.2017
bearbeitet
05.09.2017
Motor
48V /4kW Radnabenmotor
Steuerung
Sevcon
Getriebe
Motor mit Planetengetriebe im Hinterrad
Im hinteren "Scheibenrad" sind Motor mit Planetengetriebe verbaut - im Fahrbetrieb nicht hörbar. Aufgehängt an einer Einarmschwinge und mit Scheibenbremse (vorn auch) versehen macht die Technik einen sehr soliden Eindruck.
Batterien
orig.: SILICON GEL (SLA) "Bleianker"
Aktuell fahre ich 16s4p LiFePO4 (51,2VV*40Ah = 2kWh /26kg) aus den 38120SE Headway-Zellen wie vorher in meinem MZ Charly. Damit ist der Akkukasten etwa zu 2/3 voll und der Roller ca. 70kg leichter.
Die Spannung der Zellen bleibt im Gegensatz zu Bleiakkumulatoren über einen weiten Bereich stabil. 50km bin ich schon am Stück gefahren. Die Akkuspannung ist dabei von 53V auf 49V abgesunken, die Balkengrafik erholten sich nach jedem Beschleunigen wieder auf "voll".
;-)
Kapazität
2 kWh
Die ersten VX-2, zu denen auch mein Exemplar gehört, wurden mit fest eingebauten 4x12V/60Ah/24kg Bleiakkus "Greensaver" =2,88kWh ausgeliefert. Es gibt auch eine Version mit 75Ah-Bleiblöcken.

Später wurden entnehmbare Akkuboxen entwickelt, die Lithiumzellen mit 2kWh oder 3kWh bestückt sind, mit 48,1V Systemspannung (13s, LiMnO2 von AMITA)

Derzeit sind 2 kWh LiFePO4 von mir verbaut. Mehr von den Headway-Zellen hatte ich nicht und werde wohl auch keine mehr zukaufen. Aber etwas mehr Akkukapazität macht durchaus Sinn. Schon um die Zellen beim Beschleunigen (4.00Watt /50V sind immerhin 80A) etwas zu schonen, aber auch, um Reserven für längere Strecken >50km zu haben.
Ladegerät
Vectrix ca. 960W, portabel
Bei den Versionen mit Bleiakku wird ein mobiles Ladegerät (48V/20A) mitgeliefert, welches im Helmfach verstaut werden sollte. Nur passt dann kein Helm mehr hinein ...
Ich kann nach dem Akkuumbau von Blei auf LiFePO4 den Lader mit im Akkukasten unterbringen. Dadurch bleibt das Helmfach frei.

Die späteren VX-2-Versionen mit den portablen Lithiumboxen besitzen ein fest eingebautes Ladegerät mit 720W Leistung (48V/15A)
Instrumente
Rundtacho mit Anzeigen und LCD-Display
Der Tacho zeigt die Geschwindigkeit in Meilen und km/h an. Leider sind die Blinkkontrollleuchten bei Tageslicht kaum erkennbar. Dafür hupt der VX-2 in kurzen Intervallen, wenn man den Blinker zu lang anhat.
Das hat mich anfangs richtig erschreckt ... ;-)
Das LCD-Display zeigt die Bordspannung und eine Balkengrafik, die wohl die verbleibende Kapazität abschätzen soll. Lustig ist, dass sich diese Balken beim Rekuperieren sofort wieder auffüllen, um beim Beschleunigen wieder zu verschwinden. Aussagekräftig ist m.E.n. eher die Akkuspannung.
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h
Den Roller gibt es auch als 75km/h Leichtkraftrad, ich habe die gedrosselte Version. Das heißt aber auch, dass bis zur abgeregelten Höchstgewindigkeit immer genügend "Bums" vorhanden ist.
Reichweite
60 km
Die jetzige Akkuausstattung ist m.E.n. die untere sinnvolle Grenze.

Nach oben ist da viel möglich - vor allem vom Geldbeutel limitiert, denn Platz gibt es genug. Die originale Bleibatterie mit 60Ah/2,88kWh soll eine Reichweite von ca. 55km ermöglicht haben (75Ah:70km). Die aktuellen Lithiumboxen reichen für 55-60km (2kWh) bzw. 90km (3kWh).
Wenn man das gesamte Akkufach mit aktuellen Lithiumzellen 18650 füllt, kann man ca. 8kWh einbauen. Damit könnte man wohl über 250km weit fahren. Ob man das bei einem 45km/h-Roller benötigt ?!?
Verbrauch
3 kWh/100km
Gewicht
120 kg
Mit den originalen 96kg Bleiankern wog das gute Stück gut 200kg!!! Derzeit sind es ca. 130kg mit meinem 2kWh-Li-Akku. Für ein Kleinkraftrad ist der VX-2 recht groß und gewichtig. Beim Fahren spürt man dies aber nicht.
Reifen
130/60-13
Sonstiges
Unverhofft kommt oft: echter "Scheunenfund"
Über einen Tip eines Bekannten bin ich auf diesen E-Roller gestoßen. Nach 5Jahren Herumstehen in einem Ziegenstall waren die Bleiklötze bei ca. 1V Blockspannung angelangt und wurden umgehend ausgebaut.Nachdem mein Sohn mit Waschbürste und Schwamm die dicke Dreckschicht entfernt hatte, kam ein fast neuer (800km gefahren) und sehr gut erhaltener Vectrix VX-2 zum Vorschein. Ein abgebrochener Blinker und ein kaum sichtbarer Kratzer - ansonsten wie ladenneu.
Ich bin zwar erst ein paar Hundert Kilometer gefahren, aber wie der Rest der Familie voll begeistert.

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Kommentare

Beetle am 16. Juli 2017 um 19:34
Klasse Vorstellung!
Halreuther am 17. Juli 2017 um 14:08
Jaja, immer diese Bekannten ;)
Kosten nur Geld !

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