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Joe-Hotzis Gepida Reptila

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Gepida Reptila

Unsere Gepida Pedelecs sind nun schon seit Dezember 2011 treue Begleiter. Das Damenrad erreichte durch regelmäßige Nutzung September 2015 die 10.000km Laufleistung. Es wurde eine Zeit lang >20km täglich für Arbeitsfahrten genutzt.
Regelmäßige Verschleißteile etwa alle 2.500km sind die Bremsklötze der LB927 Felgenbremsen und etwa alle 5.000km Wechsel von Kette und hinterem Ritzel.

Licht: Shimano Nabendynamo mit Busch&Müller Beleuchtung (hinten LED mit Standlichtfunktion). Wir fahren immer mit Licht, da der Mehraufwand an Kraft nicht spürbar /hörbar ist, der Sicherheitsgewinn aber unbestritten. Kurz vor den 10.000km quittierte das Frontlicht den Dienst - Austausch.

Bei Felgenbremsen nimmt die Bremswirkung bei Verschmutzung ab - der Verschleiß zu. Sie bedürfen daher ab und zu etwas Pflege /Wartung. Im Oktober 2015 mit 10.280km sorgten die Bremsen für den ersten ernsten Defekt am Damenrad: Die hintere Felge war "durchgebremst". Für Vielfahrer und Extremsportler sind daher Rollenbremsen oder Scheibenbremsen überlegenswert.

Der Selle-Royal Gelsattel mit gefederter Sattelstütze fährt sich bei oft nicht optimalen Fahrbahnbedingungen sehr angenehm.

Solide Ständer und Gepäckträger von Pletscher. Gerade die Gepäckträger verdienen diese Bezeichnung. Man kann problemlos draufpacken - auch Satteltaschen sitzen sehr gut.

Nachgerüstet haben wir:
- Rahmenschlösser Axa Defender mit Einsteckkette. Ideale Kombination, um das Rad auch bei kurzen Stops schnell zu sichern bzw. die Räder bei längeren Aufenthalten zusätzlich an die Kette zu legen. Bei Nichtgebrauch ist die Kette in einer kleinen Tasche am Sattelrohr verstaut. Das Gewicht spielt dank Motorunterstützung ja nicht die entscheidende Rolle.

- Fahrradcomputer, die Auskunft über Geschwindigkeit und Strecke geben. Das originale Bedienteil beinhaltete so etwas leider nicht, wohl ein Tribut an einfachere Technik und günstigen Preis.

- Packtaschenset mit zwei Seitentaschen und einer (zum Rucksack) abnehmbaren Gepäckträgertasche. Dadurch sind bspw. Einkäufe problemlos zu transportieren.

Hersteller

Gepida (Ungarn)

Modell

Reptila 1000 /900

Baujahr

etwa 2011

Motor

Yamaha Mittelmotor

Der Yamaha RH57 Mittelmotor ist sehr solide, im unteren Rahmendreieck nahe Tretlager verbaut und mit dem Akku schwerpunktmäßig günstig angeordnet. Ein Drehmomentsensor im Tretlager beeinflusst die Motorunterstützung je nach Bedarf. Da der Motor über die Kette auf die Nabenschaltung wirkt, kann mit der Gangschaltung das Drehmoment variiert werden. Ein echter Vorteil gegenüber Nabenmotoren, vor allem, wenn vor der Tür 13% Steigung warten. Er ist nahezu lautlos, was wohl auch nicht bei allen Pedelecs so ist.

Getriebe

Die Originalbatterie war mit Sanyo-Zellen 18650 bestückt. Nachgerüstet wurden Sony NC1, was die Reichweite deutlich erhöhte. Der Zelltausch war nicht nur wegen dem Nachlassen der Kapazität nötig, sondern vor allem, weil nacheinander die BMS der Originalakkus (sogar ein nachgekaufter Ersatzakku!) den Dienst verweigerten und damit das Pedelec nicht mehr nutzbar war.
Das Verhalten ist recht auffällig bei vielen BMS dieser Pedelec-Akkutypen und lässt durchaus einen geplanten Akkutod vermuten - die Zellen sind jedenfalls nicht defekt ...

Batterie

LiMn-Akkupack

25,9V und 8,2AH original, also 212Wh Kapazität. Über ein eigenes Schloss ist er gesichert und kann leicht entnommen und eingesetzt werden.
Wünschenswert (Innovationsvorschlag) wäre eine Kombination mit einem Fahrrad(rahmen)schloss, so dass man nur einen Schlüssel bräuchte.

Die Batterien der beiden Pedelec wurden im Wechsel genutzt (das Damenrad wurde deutlich mehr gefahren) wurde zeigten erst Mitte 2017 ( Ca. 2x 7.500km auf den Akkus ) eine Verringerung der Reichweite in unserem bergigen Ländle. Ende 2017 - nach >6Jahren und etwa 8.000km /Akku - machte ein Akku bzw. das BMS schlapp und ließ sich nicht mehr laden.
Ich konnte einen regenerierten Austauschakku günstig "gebraucht" erwerben - die Zellen haben mehr Kapazität als beim Original. Leider hat nach wenigen Monaten auch bei diesem Akku das BMS abgeschalten und das scheint (trotz völlig intakter Zellen!) kein Einzelfall zu sein. Ich vermute: programmierter Akkutod.
Derzeit lade ich die Akkus mit einem Modellbaulader. Dazu habe ich die Balanceranschlüsse der Zellen nach außen geführt.

Ladegerät

externer Lader von Gepida

Ein Tischgerät für den Innenbereich, in den der Akku eingestellt wird, gehört zum Lieferumfang. Für weitere Strecken mit Nachladen wünscht man sich ein kleineres Gerät oder eine integrierte Ladetechnik. In der Praxis war das aber bisher nur 2-3 mal der Fall ...
Nach dem Akkuumbau ist der Lader nicht mehr nutzbar. Es wird mit einem Modellbaulader geladen und balanciert - schneller und sicherer und sogar reisetauglicher (kleiner)

Höchstgeschwindigkeit

25 km/h

Die Höchstgeschwindigkeit liegt nur wenig über der Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 20km/h, die man selbst im Bergland erreicht. Schneller als 25km/h fährt man nur selten, da dann die Motorunterstützung abschaltet und der Kraftaufwand erheblich zunimmt.

Reichweite

40 km

2011 waren 40km-50km der Praxiswert mit den Originalakkus hier im bergigen Gelände. In der Ebene sind je nach Fahrweise sicher über 50km realistisch. 40km am Stück muss man aber erst einmal fahren ...

2017 nach gut 7.500km auf jedem Akku und vor dem Ausfall des ersten Akkupacks am Jahresende waren es noch 20-30km. Man hat dann halt schon eher auf die geringere Unterstützung heruntergeschalten oder ist günstige Streckenabschnitte ganz ohne Unterstützung gefahren.
Mit dem "neuen" Akku bin ich in der Dezemberkälte probeweise fast 40km geradelt bis die letzte LED blinkte. Das dürfte im Sommer für deutlich mehr als 50km reichen.
Die Pedelec haben sich bezahlt gemacht. Einen großen Teil wären wir sonst wohl mit dem Auto gefahren.

Gewicht

25 kg

Pedelecs sind deutlich schwerer wegen dem Motor, dem Akku und dem vertärkten Rahmen. Auch die gefederte Vordergabel (hier einstellbare RST SOFI ICS) trägt zum Gewicht bei. Dank Motorunterstützung stört dies jedoch allenfalls, wenn man das Rad einmal tragen muss, bspw., um es auf den Dachgepäckträger beim Auto zu heben ...

Sonstiges

Pedelec ist geil - nicht nur für Rentner !

Pedelec-Fahren ist wie eingebauter Rückenwind ! Berge verlieren ihren Schrecken und auch längere Strecken werden plötzlich mit dem Rad gefahren. 10km Arbeitsweg sind kein Problem: Verschwitzt ist man allenfalls durch den Angstschweiß - wenn man zu spät losfährt. ;-)

Lediglich für sportliche Fahrer, die mit hoher Kurbelfrequenz das letzte aus den Muskeln saugen wollen, ist das Gepida weniger geeignet, da die Unterstützung eher auf höheres Drehmoment an der Kurbel (hoher Gang) bei niedrigerer Drehfrequenz abgestimmt ist - halt für Normalos.

Interessante Forumsdiskussion:
pedelecforum.de

am 22.05.2013 erstellt, aktualisiert am 11.03.2020
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