Tesla Model 3 – was seit der Präsentation bekannt ist

Tesla Model 3

Foto: Tesla Motors

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Wie sicher viele von euch, so habe ich ebenfalls heute Morgen um halb sechs mit Spannung die Präsentation des Tesla Model 3 verfolgt. Für alle, den Livestream verpasst haben, hier eine kurze Zusammenfassung der bekannten Fakten.

Nach Roadster (2006), Model S (2012) und Model X (2015), präsentierte Tesla Motors heute früh mit dem Model 3 sein viertes Elektroauto. Während der Model X mehr oder weniger eine Modellvariante des Model S und somit weitgehend technisch identisch ist, wird Tesla mit dem Model 3 seine Modellpalette nach unten erweitern.

Bereits am Tag der Präsentation, aufgrund der Zeitverschiebung für uns am Vortag, konnte das Model 3 weltweit reserviert werden. Noch während der Präsentation, wurde die Marke von 115.000 Vorbestellungen überschritten. Eine unglaubliche Zahl und sicher beispiellos in der Geschichte.

Nun jedoch zu den Fakten, die während der Präsentation genannt wurde:

Aussehen / Raumangebot

Foto: Tesla Motors

Foto: Tesla Motors

Der Model 3 ist unverkennbar ein Tesla und reiht sich in die Designsprache von Model S und Model X ein. Wer ein innovatives neues Konzept erwartet hatte, wurde sicher ein wenig enttäuscht. Das bisherige (sehr europäische) Design kommt jedoch gut bei den Käufern an, weshalb Tesla wohl keine Notwendigkeit sah, davon abzuweichen.

Im Model 3 sollen fünf Erwachsene komfortabel Platz finden. Um auch auf den hinteren Sitzplätzen für ausreichend Beinfreiheit zu sorgen, befinden sich die vorderen Sitzplätze und Instrumente etwas weiter vorne als üblich. Da das gesamte Dach aus Glas bestehen wird, soll man auch auf den hinteren Plätzen ein offenes Raumgefühl haben.

Screenshot Tesla Model 3 Präsentation

Screenshot Tesla Model 3 Präsentation

Auch wenn das gezeigte Cockpit noch nicht final ist, so konnte man bereits den teslatypischen großen Touchscreen sehen, über den alle wichtigen Funktionen gesteuert werden. Im Model 3 ist der Bildschirm quer verbaut. Weitere Instrumente hatten die gezeigten Prototypen nicht, was sich vermutlich noch ändern wird.

Sicherheit

Das Tesla Model 3 soll das sicherste Auto seiner Klasse werden und die Maximalwertung von fünf Sternen in allen Kategorien erreichen. Zudem ist die Hardware für die Autopilot-Funktionen serienmäßig in allen Varianten des Model 3 verbaut. Allerdings sind wohl nur die Sicherheitsfunktionen ohne Aufpreis nutzbar.

Reichweite / Laden

Foto: Tesla Motors

Foto: Tesla Motors

Die angepeilte Reichweite soll mindestens 215 Meilen unter EPA-Kriterien betragen. Übertragen auf den NEFZ, der deutlich großzügiger mit den Herstellern und damit auch unrealistischer ist, könnte die Reichweite deutlich über 400 km liegen. Tesla selbst gibt sie mit 345 km an.

Mit dem Model 3 wird man die bestehende Supercharger-Infrastruktur nutzen können, im Gegensatz zu Model S und Model X, war jedoch nicht von einer kostenlosen Nutzung die Rede. Es könnte also sein, dass man für den Strom bezahlen muss.

Mittlerweile ist das Netz von Superchargern auf  3.608 Ladepunkte angewachsen. Bis zum Ende des kommenden Jahres, plant Tesla die Zahl der Ladepunkte noch einmal zu verdoppeln. Hinzu kommen aktuell 3.689 Destination Charger (Wechselstrom Ladepunkte), deren Anzahl sich im gleichen Zeitraum vervierfachen soll.

Beschleunigung

Das Basismodell des Model 3 wird in unter sechs Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde (97 km/h) beschleunigen. Leistungsstärkere Varianten, die zudem mehr Reichweite bieten könnten, sind zu erwarten.

Preis / Markteinführung

Der Preis des Tesla Model 3 wird bei 35.000 Dollar beginnen. Da die Preise in den Staaten ohne Mehrwertsteuer angegeben werden, dürfte der Einstiegspreis hierzulande bei etwa 40.000 Euro liegen. Bleibt Tesla Motors seiner bisherigen Preispolitik treu, ist jedoch sicher davon auszugehen, das erst einmal leistungsfähigere Modellvarianten des Model 3 verkauft werden.

Die Markteinführung des Model 3 ist für Ende 2017 geplant, zuerst in den Vereinigten Staaten, danach weltweit. Allerdings ist das mit den Terminen bei Tesla so eine Sache, wie Musk während der Präsentation mit einer gewissen Portion Selbstironie zugab. Man muss also davon ausgehen, dass es sicher deutlich 2018 sein wird, bis man auch in Europa seinen reservierten Model 3 fahren wird. Aufgrund der enormen Anzahl an Vorbestellungen, könnte für viele auch 2019 nicht unrealistisch sein.

Was bleibt?

Unter dem Strich haben wir wenig Neues erfahren. Preis und Reichweite waren schon vorher bekannt und das Design ist nun auch keine große Überraschung. Ich persönlich hatte mir jedenfalls mehr von der Präsentation erhofft. Der Tesla Model 3 ist nicht die große Revolution, wie es der Model S war. Vielleicht ist das bei der angepeilten Preisklasse auch nicht so ohne weiteres möglich. Ob der Model 3 dann in zwei Jahren noch immer der große Wurf ist oder es bis dahin interessante Alternativen geben wird, wird sich noch zeigen. Die zahlreichen Reservierungen, lassen jedoch auf einen Erfolg hoffen.

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10 Gedanken zu “Tesla Model 3 – was seit der Präsentation bekannt ist

  1. Ich finde, Model 3 ist mit Abstand das schönste EV im bezahlbaren Bereich. Und bei Tesla weiss man, dass die Qualität stimmt. Falls mal was ist, wird es gefixt. Bei den anderen Herstellern ist man da ja nie sicher. Ich bin am sparen….

  2. Allein die unbefriedigende Situation bei der Ladeinfrastruktur treibt viele Kaufwillige zu Tesla. Ob sich das innerhalb der nächsten zwei Jahre signifikant ändert, muss sich noch zeigen. Tesla tut aber gut daran, noch ein paar Stores in großen Städten zu eröffnen, damit man nicht immer 200 km zum Service fahren muss.

  3. Bei den ersten Test Drive Videos wird erwähnt, dass kein klassisches Cockpit vorgesehen ist. Das Tempo wird auch dem 15″ Schirm oben in der Ecke des Fahrers angezeigt. Ich weiss nicht, ob ich da was vermissen werde, aber wieso man Designelemente klassischer Verbrenner beliebig lange auch bei Elektroautos durchziehen muss ist mir noch weniger eingängig. Mal sehen wie das beim Fahren aussieht.

  4. 115.000.000 USD eingesammelt. Damit kann man schon mal die Entwicklung vorfinanzieren 😉

  5. hi,

    dank für die kurze und prägnante Zusammenfassung 🙂
    Das liest sich deutlich besser als sich die Infos über viele Seiten verteilt zusammen suchen zu müssen.

    Ich sehe den 3er schon als Meilenstein der Elektromobilität.
    Beweist er den etablierten Herstellern das es auch in dieser Klasse möglich ist und der Kunde dies auch möchte, wie die Reservierungen zeigen.
    Die Politik sollte ebenfalls erkennen das ein System aus langstreckentauglichen bezahlbaren Fahrzeugen in Kombination mit einem flächendeckenden Schnelladenetz betriebs- und volkswirtschaftlich Sinn macht.

    Dies alles (und noch mehr) zeigt uns der Tesla 3.

    liebe Grüße,

    Ralf

  6. Ich denke auch, dass jetzt langsam diverse Interessenverbände sich mehr und mehr der Elektromobilität annehmen. Die Stromversorger können sich bald über mehr Umsatz freuen und die Kraftwerksüberkapazitäten werden mehr und mehr abgebaut. Die Die CO² Ziele rücken schneller in greifbare Nähe als viele noch vor wenigen Monaten für Möglich gehalten haben. Und selbst die Autoindustrie sieht langsam wo die Reise hin geht und kann nun besser ihre Entwicklungsstrategien in die richtige Richtung lenken.

    Die hohen Vorbestellzahlen beweisen, dass die Kundschaft sehrwohl die Elektromobilität will, wenn man die richtigen Produkte anbietet.

  7. wie ich auf diversen Medien schon erwähnte, vor 2020 fährt nicht ein einziger M 3 von Tesla auf dt. Straßen.

    bis dahin liefert Renault den 44 kwh Akku…

  8. für etwas Aufpreis zu den aktuell eh schon schlanken 90 Euronen im Monat.

    kaufmännisch bleiben dem Renöö Fahrer immer noch 25.000 Euro übrig.

    wer braucht da noch Supercharger, wenn Aldi und Obi ums Eck (max. 10 KM) eh Strom gratis liefern…?

  9. von der Fiat Panda Verarbeitung bei Tesla ganz zu schweigen… tssst

  10. Habe ich da das A-Wort gelesen? Elon Musk hatte was von An-hän-ge-kupp-lung gesagt!

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