Nur wenig neue E-Autos auf deutschen Straßen

Foto: comobility

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Im Februar wurden in Deutschland laut dem KBA gerade man 751 Elektroautos neu zugelassen und weitere 1.239 Plug-In-Hybride. Immerhin ein Anstieg im Vergleich zum Januar, wenn gerade mal 477 Stromer und weniger als 1.000 Hybride mit Stecker neu auf die Straße kamen. Aber warum bleiben die Zahlen so niedrig?

KAUFPRÄMIE

Bild: pixabay

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Sie ist in aller Munde. Am Wochenende schien es, als sei ein 5,000-Euro-Bonus zum Greifen nahe. Laut „Der Spiegel“ hatten sich die Minister endlich geeinigt. Aber schon am Montag zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ einen Sprecher aus dem Verkehrsministerium, der sagte: „Die Gespräche über das Thema Elektromobilität laufen noch zwischen den beteiligten Ressorts, und die sind noch nicht abgeschlossen.“

Jetzt sprich sich auch die Unionsfraktion ganz klar gegen eine Kaufprämie aus. Insbesondere die Südwest-Landesgruppe und der Mittelstand wollen nicht, dass der Staat vorschreibt, welches Produkt in welcher Menge auf den Markt gebracht wird. Sie wollen lieber, dass man in die Infrastruktur investiert und dem Markt quasi auf mehr E-Fahrzeuge vorbereitet. Aber kommen müssen die dann von selbst.

Dabei steht die Automobilbranche steht scheinbar hinter einer solchen Prämie. BMW-Chef Harald Krüger mahnte bereits zur schnellen Einigung und spricht sich klar für eine Kaufprämie aus. „Es geht um die Zukunft der Autoindustrie am Standort Deutschland“, so Krüger. Selbst Renault-Nissan CEO Carlos Ghosn ist zuversichtlich, dass eine Förderung die Elektromobilität und Verkaufszahlen stärken wird.

Man zieht also an einem Strang – nur eben in unterschiedliche Richtungen.

WARTEN AUF 2017?

Das kommende Jahr könnte das Jahr der bezahlbaren Elektromobilität werden. In vier Wochen kann der Tesla Model 3 vorbestellt werden und auch Opel verspricht mit dem Ampera-e (Chevy Bolt), den Markt hierzulande aufzumischen.

Es ist also möglich, dass potentiell Käufer einfach abwarten. Besonders wenn eine neuere, bessere und bezahlbare Technologie gar nicht mehr so weit weg scheint. Man kennt das Phänomen aus der Mobiltelefonbranche. Kauft man sich jetzt das neuste iPhone oder wartet man gar nicht mal so lange, um zu sehen, ob die nächste Generation nicht noch besser wird?

Ob Kaufprämie oder 2017 – in beiden Fällen spielt der Fahrzeugpreis eine entscheide Rolle. So lange der nicht sinkt, steht die Elektromobilität im stockenden Verkehr.

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19 Gedanken zu “Nur wenig neue E-Autos auf deutschen Straßen

  1. Am Ende bringt die Kaufprämie auch nichts, wenn die Hersteller vorher die Listenpreis korrigieren. Peugeot und Citroen haben jedenfalls eine Anpassung für iOn bzw. C-Zero vorgenommen und wollen nun 19.390 statt 17.850 Euro, obwohl sich die technischen Eigenschaften offenbar nicht geändert haben.

    Egal was als Ergebnis herauskommt, es benötigt endlich eine klare Stellungnahme. Dieses hin und her führt nur zum Marktstillstand, es würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn im März weniger als 500 neue Stromer zugelassen werden.

  2. Der Bonus ist der falsche Weg, das wird bei Renault deutlich. Renault bietet einen Bonus von 5000€ und nichts ist passiert und das bei einen der „e-Vorzeigemodelle“.
    Der Handyvergleich ist gut, aber er sagt auch aus, dass man für Qualität und Innovation auch ein wenig mehr investiert.
    Dass die Autoindustrie den Bonus möchte ist klar, dann braucht man ja nicht mehr selbst reagieren, sondern bekommt noch etwas. Auch wenn sie einen Teil selbst beisteuern soll.
    Ohne Tanke keine Autos!
    😉

  3. Bitte nicht immer diese nervige Journalistenspreche /“gerade einmal“ XXX Elektroautos/ verwenden, und dabei die Steigerung zum Vorjahr von ca. 80% unterschlagen.

    Apropos Renault: würde ich auch dann nicht fahren, wenn ich noch 5000 € dazu bekommen würde.

  4. Pauschal 5.000€ ist mMn nicht der richtige Ansatz.
    Es muss ein Unterschied geben, so dass günstige Fahrzeuge stärker belohnt werden.
    Über einem Wert X (z.B. 40.000Euro) gibt es gar keine Förderung mehr.

    Dabei muss es eine Formal geben, die evtl. Faktoren wie Gewicht, Reichweite, Sitzplätze berücksichtigt.
    Nicht das der Twizzy ebenso gefördert wird, wie der e-Golf oder Model X.

    Denn gefördert werden muss der, der sich das Fahrzeug nicht leisten kann oder der doch mal auf die Wirtschaftlichkeit schaut, nicht der Tesla-Kunde (soll kein Bashing werden, ist aber nunmal das Vorzeige-Premium-BEV).

    Und auf keinen Fall sollten hier wieder reine E-Fahrzeuge und Hybride in eine Topf geworfen werden. Von Wasserstoff mal ganz abgesehen.

  5. Den 5000€ Bonus hat Renault nur aufgelegt, weil zu viele Wagen mit Tageszulassung über den Zuschuss in Frankreich nach Deutschland kamen und die Händler das „Geschäft“ drohten zu verlieren.

  6. Die Zulassungszahlen sind deshalb so niedrig weil es beim Nissan Leaf im Januar und Februar einen Zulassungsstop gab!

    Die Kaufprämie ist ohne die Ausweitung der Versorgungsinfrastruktur Makulatur. Ich habe mich ohne die Kaufprämie für die Neuanschaffung entschieden. Die Regierung sollte das gesparte Geld lieber in Infrastruktur investieren. Trippleloader an jeder Tank & Rast, an jedem Parkplatz mit mehr als 50 Stellplätzen.

    Eine Subventionierung des verbrauchten Stroms wäre eventuell auch Nützlich. Das würde die Mehrkosten für die Elektroautos etwas kompensieren.

    Die Kaufprämie nützt nur der Autoindustrie.

  7. Ist doch ganz einfach. Wer bereits gekauft hat und fährt will einen Infrastrukturausbau, der Rest nimmt gerne die Förderung mit. Am besten auf die 60 kWh Modelle warten und als Zwischenlösung eine Renault Zoe-ist billig und lädt schnell und man hat kein Akku-Risiko

  8. Stehe auch auf dem Standpunkt: Irgendeine Förderung ist besser als keine. Aber eine Kaufprämie bringt nur einigen wenigen einen kleinen Vorteil und nutzt am Ende nur der Automobilindustrie. Wenn das Geld lieber in neue Ladesinfrastruktur gesteckt würde, könnten ALLE davon profitieren! Eventuell sollten auch Stromanbieter zum Nachdenken gebracht werden: bisher finden sich zwar allerhand Stromtarife für Wärmepumpen o.ä. aber der Strom fürs Auto würde am liebsten nur mit einem Zuschlag verkauft statt mit einem vergünstigten Tarif… Verdrehte Welt!

  9. Naja alle die bereits ein EV haben, werden ja sicher in den nächsten Jahren wieder eins kaufen wollen und profitieren dann auch von der Prämie. In der Zwischenzeit freut man sich, dass die Nachfrage nach öffentlichen Lademöglichkeiten steigt und so mehr in die Infrastruktur investiert wird.

  10. Das ganze Thema wird nur deshalb so kompliziert, weil the brain Frau Dr. Merkel einmal was von 1 Mio. E-Autos gefaselt hatte…

    fakt ist nunmal die Autos die jetzt schon angeboten werden funktionieren. der nächste Schritt sind 60 kwh Akkus. dann hat sich das mit der Reichweite im großen und ganzen auch erledigt… tanken kannste, wenn mal die Augen mal auf macht, so gut wie überall. mit einem CEE Ladestecker haste in Deutschland min. 2 Milliarden „Tankstellen“.. jede Müllpresse beim Discounter oder jeder Landwirt liefert dann Strom. Die Umsetzung muss vorrang gehen. er glaubt das Tankstellen für E-autos so aussehen müssen, wie Tankstellen für Verbrennerautos, der irrt gewaltig.

    das allergrösste Problem sind diese Betonköpfe die erwarten eine komplettes System würde einfach vom Himmel fallen und alle Leute gleich glücklich machen.

  11. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat die Bestandszahlen zum 1. Januar 2016 veröffentlicht. Und es war kein gutes Jahr für die Elektromobilität.

    Auf den ersten Blick sahen die Zahlen für 2015 noch ganz gut aus. Über das Jahr wurden 12.363 neue Elektroautos zugelassen – und damit so viele wie noch nie (+ 45 Prozent ggü. 2014). Die hohen Zahlen kamen aber auch durch Kias CO2-Trick zustande. Kia hat mehrere Tausend Soul EV zugelassen, umgehend wieder abgemeldet und nach Norwegen exportiert. Damit konnten sie in Europa (Norwegen ist kein EU-Land) ihren CO2-Flottenausstoß verringern. Irgendwie hat man vergessen ins Gesetz zu schreiben, wie lange ein Fahrzeug in der EU angemeldet sein muss, um auf den Flottenverbrauch angerechnet zu werden.

    Nimmt man den Bestand zum 1. Januar 2015 und addiert die Neuzulassungen kommt man auf einen Bruttobestand von 31.347 Elektroautos.

    Das KBA meldet zum 1. Januar 2016 aber lediglich einen Bestand von 25.502 Elektroautos. Das ergibt einen Nettoverlust durch Export, Stilllegung etc. von 5.845 Elektroautos. Damit kamen netto 2015 lediglich 6.518 Elektroautos hinzu (+ 34 Prozent). Damit waren es etwas weniger als noch 2014. Da stieg der Bestand netto um 6.828 Elektroautos (+ 56 Prozent). Das tatsäschliche Wachsstum hat sich also abgebremst.

    Die Zahlen gelten nur für reine BEV ohne PHEV und REX.

    Quelle: KBA, Aufbereitet durch ZoePionierin.de

  12. Stehe auch auf dem bereits geäußerten Standpunkt: Das öffentliche Herumeiern schadet JEDER Form von Förderung. Und das Abkanzeln einzelner Fahrzeugmodelle aufgrund persönlicher Vorlieben übrigens ebenfalls (@Spürmeise…). Jeder liest sich da Bestätigung für seine Vorurteile gegen die E-Mobilität heraus. Für jedes Modell hat der Besitzer vermutlich gute Gründe, es zu fahren, oder?

    Für die allermeisten Käufer dreht es sich generell um die Reichweite der Autos – inklusive der einfachen Möglichkeiten, sie zu laden – in Relation zu den Anschaffungskosten. Das wird auch immer so bleiben. Also kann sich staatliche Förderung nur hier positiv auswirken: Bei öffentlicher UND privater Ladeinfrastruktur sowie beim Anschaffungspreis. Nur: Es muss durchdachte und verlässliche Bedingungen geben. Kein Hin und Her und „vielleicht bald“ und „in den nächsten Jahren“. Auch kommunale Einzelaktionen haben auf das grundsätzliche Problem wenig Einfluss.

  13. Das sind ganz normale Schwankungen… dazu kam ja die letzten Monate der fallende Ölpreis. der geht auf mal wieder hoch. nächstes Jahr kommen 60 kwh Akkus was die Reichweite deutlich erhöht. das E-Auto wird schon seinen Weg machen. ich denke mal, kein einziger e-auto Fahrer würde jemals dieses Fahren missen wollen.

    Solche Tricksereien sind nur lästig und nervig. eben statistik Gefummele. wers nötig hat als Hersteller so zu arbeiten. nunja..

  14. Selbst wenn sich das Wachstum eingebremst hat, ist noch ein Wachstum da. Und das ist das Entscheidende. Der richtige Durchbruch wird erst kommen, wenn es deutlich mehr öffentliche Ladesäulen gibt und Fahrzeuge unter 30K€ mit über 300km Reichweite verfügbar sind. Das wird vermutlich spätestens 2020 der Fall sein.

  15. Das größte Dilemma ist meiner Meinung nach die fehlende Infrastruktur. Dort muss investiert werden. Wichtig dabei, es müssen Multi-Charger sein, sodass alle E-Fahrzeuge geladen werden können. Ich will mir einen e-NV 200 Evalia kaufen. Hier im Osten gibt es aber nur sehr wenige Chademo-Charger. Man muss diese Multi-Charger, wie es Tesla mit seiner Ladeinfrastruktur vor macht, alle 100 km an Autobahnparkplätzen installieren. Dann ist es auch jetzt schon möglich, mit den verfügbaren E-Fahrzeugen auch weitere Strecken zu fahren, siehe Norwegen und die Niederlande.

  16. jirka, das ist wie mit der Henne und dem Ei… wer sollte im Osten alle 100 KM supercharger installieren, für den chademo Stecker, wenn dort grad mal 2 e-Fahrzeuge rum fahren? Um Stuttgart rum gibt es hunderte E-Tankstelle, dazu sämtliche Aldis, edekas und baumärkte.. die liefern den Strom sogar gratis.

    ich fahre öfters vom Bodensee bis Stuttgart, das sind tagesfahrten mit hin und her bei div. Kunden… am Tag locker über 350 KM im Zoe. ich komme abends daheim mit 70 KM Restreichweite an, weil ich überall laden kann.

    der einzigste Ausweg wäre bei jeder Gelegenheit in den unterschiedlichen Läden selber zu fragen, wo denn bittschön die Ladesäulen, Betonung auf Mehrzahl, stehen. eine E-Tankstelle wird NIE so aussehen, wie die aktuellen Tankstelle. die Zukunft wird sein in Märkten, wo man eh 30 min. oder ne Stunde unterwegs ist, zu tanken. macht auch Sinn. genau wie auf der Arbeit oder daheim. eben dort, wo die Autos sowieso rumstehen…

    nur mit täglich hören und handeln ändern sich Dinge.

    vor 6 Monaten dachte ich auch den Unfug das es keine e-tankstellen gäbe, jetzt sehe ich täglich diese Dinger…

  17. @stoner
    Spürmeise ist im Forum seit Jahren bekennender Zoehasser und Chameleonbasher.
    Muss man so einfach kommentarlos stehen lassen, aber sonst ist er ein kompetenter Forumsteilnehmer 😉

  18. Eine staatliche Förderung für Elektrofahrzeuge halte ich für den falschen Weg. Dafür sind die Fahrzeuge überteuert. Es ist kaum einzusehen, warum für Elektrofahrzeug derart hohe Preise aufgerufen werden. So kostet ein VW eUp z.B. rund 27.000 €. Zieht man für den 18,7 kWh-Akku rund 4000 € ab, verbleiben ca. 23.000 €. Ein vergleichbar ausgestatteter Up mit Verbrennungsmotor liegt bei rund 13.000 €. Nun stellt sich die Frage, warum der eUp ohne Akku rund 10.000 € mehr kosten soll, obwohl er keinen Motor, kein Getriebe, keinen Kat usw. hat. Natürlich kann man einwerfen, dass die hohen Entwicklungskosten für die Steuereinheit und das Batteriemanagement auf ein paar wenige Fahrzeuge umgelegt werden müssen. Doch damit zeigt der Hersteller kein wirkliches Verkaufsinteresse. Hinzu kommt, dass die Akkupreise, die einige Hersteller aufrufen, nicht nachvollziehbar sind. So verlangt BMW für seinen 21,7 kWh-Akku im i3 satte 12.000 €, German e Cars für den Stromos (19,2 kWh) gar 13.000 €. Den Vogel abgeschossen hatte Citroen, die bis 2015 für ihren 14,5 kWh-Akku satte 18.000 € forderten. Diese Mondpreise verdeutlichen den Verkaufswillen der Hersteller. Andererseits kann man die Strategie der Hersteller durchaus verstehen: die Preise hochhalten, bis die staatliche Förderung kommt und dann abkassieren.
    Hinzu kommt die fehlende Bereitschaft der Hersteller wirklich die Entwicklung voranzubringen. Kein Autobauer investiert wirklich in die Forschung von Akkus und Elektromotoren. Dieses Feld überlassen sie den finanziell schwächer aufgestellten Zulieferern. Statt wirklich ein paar Milliarden in die Hand zu nehmen, um den Durchbruch bei Akkus und E-Motoren schneller voranzubringen, wird das Geld lieber „verbrannt“, um die Verbrennungstechnik wieder ein paar Prozentpunkte effektiver zu machen. Weder die Akkus noch die E-Motoren sind zurzeit alltagstauglich. Bei meiner Zero S verliere ich bei 5°C rund 10% der Akkuleistung und bei 0°C rund 20%. Ab -10°C ist angeblich keine Aufladung mehr möglich, ab -20° könnte der Akku sogar Schaden nehmen. Das ist inakzeptabel. Gleichfalls fällt der Wirkungsgrad und damit die Reichweite rapide in den Keller, sobald ich über 70 km/h fahre. Das Problem ist hier die frequenzabhängige Drehzahlsteuerung. Bei höheren Frequenzen steigen die Ummagnetisierungsverluste des E-Motors rapide an. Es bedarf also besonderer weichmagnetischer Materialien, um diese Verluste zu verringern. Leider findet diese Forschung ohne die Autobauer statt.
    Das gleiche Null-Engangement zeigen die Autobauer bei dem Ausbau der Ladestationen. Da lässt sich z.B. BMW in München auf dem eigenen Gelände gleich zwei Luxus-Ladestationen mit öffentlichen Mitteln hinstellen. Na prima!
    Aus diesen Gründen wäre eine staatliche Förderung die falsche Politik.

    Bei der Bewertung der Sinnhaftigkeit der Elektromobilität sollte man aber auch folgende Punkte beachten.

    1. Die Berechnung der km-Kosten sollte inklusive der Akkukosten erfolgen. Ein Akku hat nur eine begrenzte kalendarische Lebensdauer. Nach 8-10 Jahren gilt es diesen in der Regel auszutauschen. Da ich den Akku aber im Voraus bezahle (oder miete), muss ich die aktuellen Kaufpreise (oder Mietpreise) in die km-Kosten mit berücksichtigen.

    2. Bei der Kostenermittlung müssen auch die Ladeverluste (10 bis 20%) mit berücksichtigt werden. Nicht die Ladung im Akku, sondern die elektrische Arbeit des Stromzählers müssen bezahlt werden.

    3. Bei der Kostenermittlung kann ich nicht auf die Normverbräuche zurückgreifen. Die Abweichung ist bei E-Fahrzeugen gegenüber der Verbrennungstechnik deutlich höher, vor allem im Winter.

    4. Für die Umweltbewertung muss auch die aktuelle Stromgewinnung mit einbezogen werden. Nur rund ein Drittel ist Ökostrom, der Rest vor allem Kohle oder Atom. Weltweit ist der Ökostromanteil noch geringer. Dadurch ist die CO2-Billanz bei Elektrofahrzeugen nicht besser.

    Unter den gegebenen Umständen ist m.E. die Zeit der Elektromobilität noch nicht gekommen. Die Zurückhaltung der Politik ist daher nachvollziehbar und absolut sinnvoll.

    Herzliche Grüße
    Meikel

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