Steuergesetz unter Strom

Bild: BMW

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Der Bundestag hat am Donnerstag das Gesetz zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität im Straßenverkehr verabschiedet. Dieses gilt rückwirkend für alle E-Fahrzeuge, die ab Anfang 2016 gekauft wurden.

Bild: comobility

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Zehn Jahre Kfz-Steuerfreiheit – das gilt ab sofort auch für Elektroautos sowie gewisse Hybridfahrzeuge, die seit diesem Januar erstmalig zugelassen wurden. Ursprünglich war die Maßnahme zum Jahreswechsel auf fünf Jahre zurückgeschraubt worden. Neu ist zudem, dass auch „angemessene, verkehrsrechtlich genehmigte Elektro-Umrüstungen“, also Elektroautos, die aus der Garage und nicht der Fabrik stammen, bei der Kfz-Steuer sparen können.

Zudem muss das Aufladen des privaten Elektro- oder Hybridautos am Arbeitsplatz ab sofort nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden. Das gilt auch dann, wenn ein elektrischer Dienstwagen nach der sogenannten Fahrtenbuchmethode private genutzt wird.

Andersherum werden andere Leistungen des Arbeitgebers „zur Unterstützung der Elektromobilität“ steuerrechtlich begünstigt. Ein solcher Fall wäre etwas das „Überlassen“ einer Wallbox für den privaten Gebrauch. Das trifft übrigens nicht nur auf Elektroautos zu, sondern gilt auch für E-Roller und Pedelecs.

Ganz einstimmig wurde das Gesetz allerdings nicht durchgewunken. Die Linke wollte die Anreize nicht auf (Plug-in)Hybridfahrzeuge ausweiten, da es „veraltete Technik“ sei. Auch die Grünen waren nicht begeistert und enthielten sich. Man glaube nicht wirklich, dass eine Steuerbefreiung genug Menschen zur E-Mobilität führt.

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13 Gedanken zu “Steuergesetz unter Strom

  1. Vorsicht: Zitat „Zudem muss das Aufladen des privaten Elektro- oder Hybridautos am Arbeitsplatz ab sofort nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden.“

    Das „ab sofort“ stimmt leider nicht.

    – zum einen muss der geänderte Gesetzesentwurf auch nochmal durch den Bundesrat;
    – dann soll der geldwerte Vorteil laut dem Gesetz erst ab dem 01.01.2017 entfallen – der Steuerberaterverband war gegen eine unterjährige Lösung, siehe

    http://www.goingelectric.de/forum/elektroauto-foerderung/arbeitgeber-ladesaeulen-foerderung-t17107-10.html#p397138

  2. DIE LINKEN haben während der Gesetzesbesprechung übrigens die ganze Zeit nur „Und der Strom kommt aus der Steckdose? Oder doch aus Atom- und Braunkohle“ abgesondert sowie überhaupt nicht intellektuell nachvollziehen können, dass die durch das Gesetz beabsichtigte KFZ-Steuerbefreiungsverlängerung von 5 auf wieder 10 Jahre für die ach so üblen Plug In Hybride gar nicht gilt.

  3. Aha. PlugIn Hybrid ist veraltete Technik? Gibt es ja auch schon seit zig Jahren, oder?

    Über die Linke und die Grünen kann man manchmal nur den Kopf schütteln.

  4. Aha. Da kann einer nicht rechnen. 600km mit Hybrid fahren heisst 40km elektrisch plus 560km mit Verbrenner inkl erhöhtem Verbrauch weil mehr Gewicht. Oder dachtest du man fährt alle 40km zur Ladestation?
    Die Grünen und Linken haben korrekt gestimmt. Von den anderen weiss man ja dass da der Neo-Liberalismus und die Parteispenden die Politik bestimmen.

  5. Ja , Hybridtechnik ist schon alt ( seit 1997 ) und nur eine Übergangstechnik die nur auf dem Papier einen nutzen hat. Oder wer lädt seinen Hybrid alle 100 km.!? Keiner.
    Also sollte es für diese Technik keine Förderung in diesem Umfang geben.

  6. Ich arbeite beim Staat und habe angefragt ob ich gegen Bezahlung ein geplantes E-Auto am Arbeitsplatz laden dürfte.
    Antwort: Nein geht nicht!!!
    Soviel zur Förderung der E-Mobilität und das obwohl bei uns eine Lademöglichkeit besteht, da wir selbst bereits einige Elektroautos im Fuhrpark meiner Dienststelle haben!
    SO WIRD DAS NICHTS MIT DEN E-AUTOS! LEIDER!!!

  7. Na ja, jetzt mal die Kirche im Dorf lassen. Ich fahre einen Volvo V60 Hybrid und lade den bei einer echten Reichweite von 50km nachts in der Garage an der Wallbox. Damit fahre ich schon jetzt mehr als 80% rein elektrisch. Diesel nur noch auf langen Strecken, also Autobahn. Ist doch besser als weiterhin 100% Diesel/Benzin zu fahren. Der nächste wird dann ein Tesla Mod. 3 sein.

  8. @Volker Sornig:
    „Oder wer lädt seinen Hybrid alle 100 km.!? Keiner.“
    Wärest du auf der eRuda gewesen, dann hättest du festgestellt, das „Keiner“ die falsche Antwort ist. 😛
    Die „richtige „Antwort wurde sogar höchst öffentlich verkündet.

  9. Hybride dienen nur den Herstellern und Werkstätten, sie erhalten das Geschäftsmodell mit Wartung und Ersatzteilen.

  10. Reine Elektroautos gibt es nun auch schon seit bald 100 Jahren. Was heißt da „veraltete Technik“?

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