Tesla Supercharger: kostenlos Solarstrom laden, ab 2013 in Europa

Tesla Supercharger

Foto: Tesla

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Tesla hat gestern sein Supercharger-Netzwerk feierlich enthüllt. Im Verborgenen wurden bereits sechs Schnellladestationen in Kalifornien errichtet. Das Netz der Solartankstellen soll in nächster Zeit kräftig erweitert werden und in der zweiten Jahreshälfte 2013 auch nach Europa kommen.

Die Nutzung der Supercharger-Stromtankstellen ist für alle Tesla Model S kostenlos möglich. Allerdings sind nur die 85 kWh-Version des Model S serienmäßig und die 60 kWh-Version optional mit dem entsprechenden Anschluss ausgestattet.

Vorerst wird die Ladung auf ‚fast‘ 100 kW beschränkt sein, ein späterer Ausbau auf 120 kW ist allerdings schon eingeplant. Damit lässt sich, so Tesla, in 30 Minuten 150 Meilen (241 km) Reichweite laden. Dies entspricht einer Fahrzeit von drei Stunden bei 100 km/h. Nach dieser Zeit würden sicher die meisten eine kleine Pause einlegen.

Die Supercharger Station besteht aus zwei Komponenten. Der Solar-Carport, der mehr Energie liefen soll als durch das Laden verbraucht wird, wird von SolarCity bereitgestellt. Solarcity ist ein weiteres Unternehmen von Tesla Motors Gründer Elon Musk.

Die Schnellladestationen wurden von Tesla selbst entwickelt und können entsprechend ausgestattet Tesla Model S mit Gleichstrom laden.

Vorerst beschränkt sich der Ausbau des Supercharger-Netzwerks auf die stark befahrenen Strecken der Vereinigten Staaten. Damit soll eine rein elektrische Fahrt von Vancouver nach San Diego, Miami nach Montreal oder Los Angeles nach New York möglich sein. Wer allerdings das nötige Kleingeld für einen Tesla Model S hat, wird für solche Strecken sicher das Flugzeug bevorzugen.

In der zweiten Jahreshälfte 2013 werden die Supercharger dann auch in Europa und Asien aufgebaut. Sicher rechtzeitig zur Markteinführung hier, die für einen ähnlichen Zeitpunkt geplant ist.

Man darf wohl kaum darauf hoffen, dass dieses Netz auch für Elektroautos anderer Hersteller zu benutzen ist. Es sendet jedoch das richtige Signal. Kombiniert man die Schnellladestationen mit Photovoltaik, dürften sich die Kosten auf lange Sicht sehr in Grenzen halten, wenn sie nicht sogar profitabel sind.

Hier das Video der feierlichen Enthüllung

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Ein Gedanke zu “Tesla Supercharger: kostenlos Solarstrom laden, ab 2013 in Europa

  1. Ein proprietäres, schnell aufgebautes Ladenetz wird wesentlich zur inzwischen modern gewordenen Markenbindung (siehe Apple) beitragen. Lebenslanges, kostenloses Tanken, wie im Video verkündet, dürfte den hohen Kaufpreis der Teslas auf lange Sicht ebenfalls in anderem Licht erscheinen lassen: 80kW pro Ladung kosten ja schon ihre 20 Euro, was etwa 400 km entspricht – Ladeverluste nicht eingerechnet. Da hat man bei 20.000 km im Jahr nach zehn Jahren schon 10.000 Euro gespart. Allerdings dürfte dann auch ein neuer Akku fällig sein, der dann jedoch (dank Massenproduktion und technischem Fortschritt) entsprechend günstiger sein könnte.

    Abgesehen davon frage ich mich, was Freut wohl zur Form der Tesla-Säule sagen würde… und die Erzeugnisse von Musks Unternehmen SpaceX machen es auch nicht besser 😉

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