Aus der Traum vom BMW i5?

Bild: BMW

Anzeige

Ein neuer elektrischer BMW sollte es eigentlich mit Tesla und Co aufnehmen. Doch der erhoffte BMW-i-Familienzuwachs bleibt wohl vorerst auf der Strecke.

Bild: BMW

Das dritte BMW-i-Modell, oft BMW i5 oder i6 genannt, sollte um 2020 auf die Straße rollen, so mutmaßte man. Doch die Bayern haben diese Pläne vorerst verworfen und wollen sich stattdessen auf die Elektrifizierung anderer Serienmodelle konzentrieren, wie zum Beispiel den X3.

„Der rein elektrische Mini und BMW X3 sind der Anfang einer zweiten Elektrifizierungswelle der BMW Gruppe“, sagt BMW-Chef Harald Krüger. „Wir werden rein elektrische, batteriebetriebene Mobilität im Kern unserer Marker verankern, so wie wir es bereits mit Plug-in-Hybriden getan haben. Wir setzen auf flexible Architekturen, um Mehrfachinvestitionen in Fabriken und Betriebsmittel zu vermeiden.“

BMW hatte mit dem BMW i3 und i8 die i-Sparte ins Leben gerufen. Die Stromer sollten den Maßstab für weitere Elektrofahrzeuge setzten, aber die Fahrgestelle sind zu sehr auf ihre jeweilige Antriebsart zugeschnitten, um eine wirkliche Serienproduktion zu rechtfertigten. Jetzt will man auf flexiblere Fahrzeugstrukturen setzten, die sowohl Verbrennungs- als auch Elektromotoren unterbringen können.

Einen Tesla-Konkurrenten aus dem Hause BMW wird es also vorerst nicht geben. Und der nächste BMW i kommt wohl erst 2021 in Form des gehypten und „bahnrechenden“ iNEXT.

Aus der Traum vom BMW i5?: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 1,83 von 5 Punkten, basieren auf 53 abgegebenen Stimmen.
Loading...
Anzeige
Alle Updates erhälst du auch via
Tausche dich im Elektroauto Forum auf GoingElectric mit anderen über das Thema aus.

28 Gedanken zu “Aus der Traum vom BMW i5?

  1. Wen wundert es, einer muss ja anfangen mit dem Verzögern in der BRD. Nun wo die ja quasi das merkelsche OK haben, weil die das Millionenziel aufgegeben hat. Öffentlich über alle Medien. War zwar klar, dass es nicht zu erreichen war, aber es aufzugeben ist nun noch schlimmer als es damals ausgerufen zu haben. Ich hoffe das Beispiel macht nicht schule. Jedoch nach Gabriels Intervention in China, die E-Quote dort aufzuweichen, was ja gelungen ist, glaub ich an gar nichts mehr. Es wird Zeit das wir das selber machen, in dem wir alle fleißig jedes nicht deutsche E-Auto kaufen, das es gibt. Die deutschen Hersteller werden erst umschwenken, wenn die Politik vorschreibt, dass bei neu zugelassenen Verbrennern der Auspuff nach innen muss. Und das werden die kaum tun.

  2. das wäre richtig schade da jetzt 🙁 der i5 hätte mich bestimmt am besten angesprochen 😉

  3. @Redlin, Stefan Warum sollte man deutsche E-Autos nicht kaufen?
    So einen Quatsch habe ich doch überhaupt noch nicht gehört. Man sollte gerade deutsche E-Autos kaufen, damit die Hersteller sehen, dass es auch einen Markt gibt.
    Wenn ein deutscher HErsteller ein E-Auto bringt, kann man ihn dafür doch nicht noch bestrafen. Mal etwas nachdenken, bevor man schreibt.

    Davon ab sind diese News gar keine News, da dieser Strategiewechsel von BMW schon länger bekannt ist.

    Daimler und VW haben reine E-Autos praktisch fertig entwickelt und werden da wohl kaum wieder zurück. die Audi/Porsche-e-Plattform sieht doch auch sehr gut aus.

    Da Ford eine amerikanische Marke ist und Opel nu zu einem französischen Konzern gehören ist BMW also der einzige deutsche Hersteller ohne reine E-Plattform in Zukunft.
    Ich sehe das alles andere als Negativ.

  4. …und Herr Musk klopft sich laut lachend auf die Schenkel

    Sowas will der innovativste Autohersteller sein und hat außer dem i3 kein EV im Programm, mit dem man Tesla mal die Stirn bieten kann. Ich versteh’s nicht.

  5. @wosch: weil es kaum welche gibt und mit dem Kauf nicht vorhandener Produkte kann man keine Nachfrage aufzeigen. Also alles andere kaufen, und damit darauf aufmerksam machen, dass man so etwas wünscht. Vielleicht fangen die Deutschen Hersteller dann endlich an sich zu bewegen. Mir geht das nämlich alles viel zu langsam.

  6. BMW beharrt anscheinend auf seinem Produktions-Dogma alles in einer Fabrik herzustellen. Mit einer Plattformen wie dem „VW-Elektroauto-Baukasten MEB“ geht das anscheinend nicht.
    Ein Auto das sowohl Verbrennungs- als auch Elektromotoren unterbringt interessiert mich nicht, es sind Pferdekutschen mit Elektromotoren.
    BMW ist jetzt in Deutschland das Schlusslicht in der E-Innovation geworden.

  7. Schon wieder ein gescheiterter „Tesla-Fighter“ 🙁

    War aber zu erwarten. Wie Stefan Redlin schön ausführte.

  8. Ich sehe es eigentlich als positives Zeichen, dass BMW statt merkwürdig aussehender Nischenprodukte nun vorranig seine Platzhirsche elektrifizieren will. Das zeigt doch, dass sie kalte Füße bekommen, angesichts der Marktanteile, die Tesla ihnen abluchst.
    Klar werden die in Sachen Effizienz etwas hinterher hinken. Aber mal ehrlich – ein Musterbeispiel sind Tesla S und X da auch nicht, und wen jucken im Oberklassesegment schon ein paar Kilowattstunden mehr oder weniger.

  9. Wir haben uns schon entschieden
    EVs nur noch von nissan u.tesla
    Was anderes kommt uns nicht in die Garage

  10. Bei uns sind es derzeit zwei ZOE Q210, sollte der Hyundai Ioniq electric mal einen besseren AC-Lader für daheim bekommen, wär der auch noch ne Alternative.
    Model 3, wenn es die eines Tages gebraucht gibt vielleicht auch noch.
    Ansonsten eher alles dürftig, Audi nur Zwitter, BMW I3 mag ich nicht und jetzt stockt es, Mercedes B-Klasse geht gar nicht, Opel hat den Ampera-e gerade selbst für tot erklärt, und VW kommt erst wenn die ersten schon Kriege ums Öl führen. Einziger Hoffnungsschimmer, es soll in Israel ja schon den 500KM-Akku geben der in 5 Minuten lädt, der Hersteller, der den als erstes bei sich einbaut, hätte mein Interesse sicher.

  11. Ich habe auch lange nach einem deutschen EV gesucht, was meiner Familie gerecht wird. Der eGolf war der einzigste Wagen, der genug Platz bot, aber ist für die Leistung und Nachhaltigkeit zu teuer für mich.
    Also habe ich mich zum ersten Mal für ein Auto ins Ausland orientiert, da die deutschen Hersteller scheinbar kein wirkliches Interesse an Elektromobilität haben.
    Nun bin ich bei meinem Nissan Leaf und vollauf zufrieden. Der nächste Wagen wird wohl auch wieder kein deutsches Auto wenn sich nicht endlich mal etwas tut.

  12. Jeder soll kaufen was er möchte und für richtig hällt, aber ich verstehe irgendwie die Aufregung nicht.
    E-Autos haben aktuell einen Marktanteil von 0,6% in Deutschland und von diesen 0,6% haben die deutschen Hersteller sogar noch einen Gewissen Anteil.
    Aus Sicht eines Herstellers verpasst man hier absolut nichts, wenn man nicht sofort liefern kann.
    Die Erscheinungsdaten für die deutschen E-Autos stehen doch seit Monaten fest, wieso also jedes mal wieder die Kommentare „Die Deutschen haben nichts“.
    Doch, haben sie. Audi wird den E-Tron Quattro 2018 raus bringen, er kann ja sogar in manchen Ländern schon vorbestellt werden. Das ist auch kein umgebauter Verbrenner, sondern eine reine E-Plattform, die es später auch mit Brennstoffzelle geben wird. 2019 folgt Mercedes und spätestens 2020 VW mit den MEB-Modellen und ab 2022 haben die deutschen mehr E-Modelle als alle anderen Fahrzeughersteller und ab dann wird es auch einen Markt geben. Also wieso jede Woche die selben Kommentare, wenn doch schon alles bekannt ist?

  13. @wosch: Sie erwähnen zu recht den Marktanteil von 0,6 Prozent. Unter anderem deswegen schreibe ich ständig und zu allem. Diese 0,6 Prozent regen mich auf, jeden Tag gehen Massen von Menschen Autos kaufen, und keiner kommt auf die Idee das es auch E-Autos gibt. Unter anderem weil die deutschen Autoverkäufer den unmöglichen Job haben dem Kunden genau zwei Dinge anbieten zu können. Eimal die Raserschleuder die erst nach 1000 Kilometern liegen bleibt, dafür aber jedes Leben auf diesem Planeten vergiftet, oder das umweltfreundlichere Produkt, das das Doppelte kostet und zum Ausgleich dafür nur knapp 300 Kilometer fährt bevor es laden muss.
    Die sonst so spontanen und hochbegabten deutschen Ingenieure könnten dieses Problem besser und womöglich schneller als alle anderen lösen, lassen sich aber tiefenentspannt Zeit und vergiften zwischenzeitlich lieber weiter die Leute.
    Jedenfalls hinterlassen die bei mir genau diesen Eindruck. Ich will, und das sofort, leise und stinkfreie Innenstädte. Was ist daran so schwer zu kapieren. Ich bin regelrecht traurig wenn sich derzeit jemand einen Verbrenner kauft, weil das weitere ca 7 Jahre bedeutet in denen es diesem Planeten nicht besser gehen wird. Das E-Auto ist natürlich am besten, wenn dafür ein klassisches Automobil verschwindet. So hab ich es gemacht.
    Und mein Wunsch ist es dass es schnell Modelle für jeden Wunsch gibt, damit mir alle anderen gleichtun können. So und jetzt bin ich wieder der bescheuerte Spinner, oder?

  14. Sehr gut dargestellt Herr Redlin! Elektrofahrzeuge könnten schon seit dem Nissan Leaf und der Renault Zoe für sicherlich einige Tausende Zweitfahrzeugbetreiber sicherlich das saubere Auto sein, zumal diese Klientel meist auch eine Lademöglichkeit daheim hätten. Trotzdem werden aus Ignoranz weitet Verbrenner gekauft.

  15. Chapeau, Herr Redlin! Nicht Sie sind der Spinner, sondern diejenigen, die heute allen Ernstes einen Verbrenner, noch dazu einen Diesel kaufen.
    Habe vor kurzem einen Vortrag von Lars Thomsen auf YouTube gesehen. Seitdem habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich den Zündschlüssel umdrehe.
    So kann es nicht mehr weiter gehen. Mein nächstes Auto wird elektrisch und die alte Heizölkarre wird verschrottet oder umgebaut.

  16. @wosch: weil die leute hier vermutlich glauben, dass ein e-auto mal schnell aus der schublade entwickelt wird, wie ein smartphone. das der typische entwicklungszyklus für ein auto aber 4 jahre beträgt und fahrzeuge die heute für 2018 angekündigt werden, schon seit 2014/2015 in der entwicklung sind. allein für einzelne werkzeuge dauert die fertigung monate und nochmal die einarbeitung monate und einfach mal drauf los entwickeln kann da keiner, auch wenn es viele gern würden, dass sind konzernweite entscheidungen, die nach bedarf und wirtschaftlichkeit getroffen werden. nicht jeder fahrzeughersteller ist das persönliche hobby eine milliardärs.

    @stefan redlin: kein spinner, aber jemand der mit einer gewissen überheblichkeit/selbstgefälligkeit von anderen erwartet die gleichen finanziellen prioritäten zu setzen wie man selbst.

  17. @wosch: 95 Prozent aller privaten Autos sind Gebrauchtwagen und über die Bank finanziert. Insofern kann es auch ein E-Auto sein für das man sich entscheidet. Bei dem dauert es vielleicht ein Jahr länger mit dem Abzahlen. Was ist daran überheblich zu entscheiden, dass man im Zweifel ein E-Auto kauft. Eine Entscheidung pro Zukunft ist weder überheblich noch selbstgefällig. Ich habe den Glauben noch nicht aufgegeben, dass es noch mehr Menschen gibt, die wenn sie nicht wissen was sie kaufen wollen / sollen, dann pro E-Auto entscheiden. Alles andere betrachte ich als rückwärts gewandt.
    Trotzdem danke für Ihre kostenlose Psychoanalyse.

  18. Das eigene Handeln als das „Nonplusultra“ darzustellen und zu erwarten, dass es die anderen genau so tun, weil es genau DAS Richtige ist, ist also nicht überheblich? Was ist es dann? Arrogant? Naiv? Einfälltig? Engstirnig?

    Einen Kredit für ein Auto aufzunehmen ist so ziemlich das letzte was ICH persönlich machen würde und wie ich hier schon mal geschrieben habe, kenne ich auch niemanden im nahen oder entfernten Bekanntschaftkreis der das getan hat. Ein Autokauf ist zumindest bei einem gebrauchten Wagen, in meinem Umfeld, stets eine Anschaffung aus vorhandenen liquiden Mitteln und man kauft sich eben das, was man sich auch leisten kann. Und wenn ich dann so einige sehe, die eigentlich nur fürs Auto arbeiten gehen, um damit pendeln zu können, dann würde ich mir an deren Stelle lieber eine Wohnung in arbeitsnähe suchen und mich per pedes oder Rad fortbewegen, bevor ich mir eine „Geldvernichtungsmaschine“ zulege.

  19. Hallo ? Wie seid ihr denn drauf ? Mit dem Nachtun war nur die Anschaffung oder der Besitz eines E-Autos gemeint. Wie das jeder macht ist völlig Wurst. Ob zusammengespart oder auf Pump, ob gebraucht oder Neuwagen alles egal. Ich bleibe trotzdem dabei, dass wir keine 57 Mio. PKW hätten, wenn alle die vorher zusammengespart worden wären. Von einem Nonplusultra hat hier auch niemand gesprochen. Es ging mir nur darum, dass man bitteschön, wenn man jetzt ein Auto kauft möglichst ein E-Auto kauft. Sind ja nicht nur Hersteller und Politik die sich verweigern, die potezielle Kundschaft ist auch all zu schnell bereit wieder nur das Altbekannte zu kaufen und nichts Neues auszuprobieren. Wenn einer ein Problem mit meiner Meinung hat, ist mir das egal, jedoch möchte ich nicht beleidigt werden. Ich greife hier auch niemanden persönlich an. Ich bin nur an einer schnellen Verbreitung von E-Autos interessiert und werde mich auch nicht dafür rechtfertigen, dass ich schon eines fahre.

  20. Selbst wenn wir ab heute nur noch Elektrofahrzeuge anbieten würden, würde es an die 20 Jahre dauern, bis der letzte Benziner seinen letzten Schluck verbrannt hat. Etwas Geduld scheint mir deshalb angebracht.
    Das Gros der Autokäufer orientiert sich nun mal an ihrem Umfeld. Im Moment hat die Mehrheit der Menschen nur sehr wenige nähere Bekannte, die sie nach Alltagserfahrungen mit einem Elektrogefährt aushorchen kann. Und nur ein kleiner, interessierter Kreis informiert sich einschlägig im Netz. Die meisten Autohändler machen sich nicht die Mühe, Elektrofahrzeuge anzupreisen – aus ihrer Sicht verständlich, denn sie haben deutlich weniger Folgeumsätze durch Wartung und Reparaturen zu erwarten. – ergo: die Mehrheit der Menschen entscheidet sich im Zweifel für das, was sie kennen und was auf sen ersten Blick freundlicher zum Geldbeutel ist. Ein Verbrenner.
    Auf dem – auch noch überschaubaren – Gebrauchtmarkt für E-Fahrzeuge kommen Unsicherheit und Fehlinformationen zur Batteriedegradation zu den relativ geringen Reichweiten der älteren Fahrzeuge hinzu.

    Wenn ich mich als Beispiel nehme: Ich fahre einen 10 Jahre alten Verbrenner, den ich in den nächsten 2-4 Jahren durch ein E-Fahrzeug ersetzen möchte. Am liebsten würde ich sofort umsteigen, aber wirtschaftliche Vernunft spricht dagegen. Wir sind in der glücklichen Lage, keinen Zweitwagen zu benötigen. Also muss das Neue Fahrzeug die Anforderungen eines Familienwagens erfüllen: Genug Platz für 4 Personen mit Urlaubsgepäck, eine Anhängekupplung für gelegentliche Gartentransporte und eine Reichweite, die für 2-3 Autobahnstunden zwischen zwei Ladepausen ausreicht, die wiederum nicht deutlich länger als 30 Minuten dauern sollten. Das Model 3 von Tesla ist das erste Auto, das diese Anforderungen vollumfänglich erfüllt, ist mir mit ca. 45.000€ aber eigentlich zu teuer. Der Ampera-e ist zu klein und hat keine Anhängekupplung. Der Hyundai Ioniq wäre dicht dran. Aber nicht dicht genug, um jetzt sofort umzusatteln.

    Herr Redlin, sie sehen, ich mache mir Gedanken, und mich ärgert jeder Schluck Benzin, den ich verbrenne. Aber trotzdem kann ich nicht alle Vernunft über Bord werfen. Abgesehen davon benötigt die Herstellung eines Neufahrzeuges auch einiges an Energie, und eine zu frühe Verschrottung wäre ökologisch auch nicht einwandfrei.

  21. @Jens: Bin voll einverstanden mit dem was Sie schreiben. Gebe Ihnen in allem recht.
    Stellung nehmen möchte ich nur auf Ihren allerersten Satz mit den 20 Jahren. Auch da gebe ich Ihnen recht, aber mit Ihrer persönlichen völlig korrekten Sicht auf die Dinge heisst das das durch einen erneuten Kauf eines Verbrenners, die 20 Jahre niemals beginnen zu laufen, und somit finden Verbrenner niemals ein Ende. Verstehen Sie vielleicht nun warum ich so eindringlich rüberkomme? Ich würde gerne beim Verbrenner runterzählen, jedes Jahr eines abstreichen bis nach 20 Schluss ist. Aber alle sorgen ja immer wieder dafür, dass die 20 nie beginnen.

  22. Lieber@jens: Im Gegensatz zu meinem geschätzten Vorredner bin ich mit dem was Sie schreiben nicht einverstanden – es ist für einen echten E-mobilisten unakzeptabel.
    Beispiel:
    Der Tesla 3, ein Fahrzeug mit dem vermutlich noch kein Bundesbürger gefahren ist erfüllt Ihre Anforderungen, obwohl Sie vermutlich nicht Wissen, ob er ausreichend Platz und die notwendige Anhängerkupplung bieten wird.
    Er ist auf jeden Fall zu teuer, obwohl momentan niemand den Preis kennt.
    Beim Opel das gleiche, er ist auf jeden Fall zu klein und hat keine Kupplung – sind Sie schon damit gefahren?
    Mit dieser Einstellung sind die für Sie passenden Autos auch noch in 10 Jahren nah dran, aber vermutlich nicht nah genug um eines zu kaufen.
    Sie sind der Prototyp des so schön von @Redlin immer wieder beschriebenen Bedenken
    Trägers.
    Warum machen Sie es sich nicht einfach, kaufen eines der jetzt verfügbaren gebrauchten Fahrzeuge( mit Mietbatterie wegen der Batteriedegration) für kleines Geld ( in F oder NL ) und behalten ihren sowieso wertlosen alten Verbrenner für Ihre nicht mit einem Elektro durchführbaren Fahrten.
    Dabei sparen Sie mindestens 25000 € gegenüber einer Neuanschaffung.
    Das sollte doch auch für Sie ökologisch akzeptabel sein – es wird kein neues Auto gebaut und der alte Verbrenner wird nicht wieder in Umlauf gebracht sondern nur noch für sporadische Einsätze aktiviert.
    Aber auch hier gibt es vermutlich wieder eine saubere Argumentationskette – vom fehlenden Stellplatz über die zusätzliche Versicherung bis zu was weis ich – womit sich das schlecht reden lässt.
    Wenn einer nicht will, findet er immer ein Argument.
    Wenn einer will, findet er immer einen Weg.

  23. Mon.

    Mit dem Umstieg auf ein E-Fahrzeug wird ein vorhandener Verbrenner ja auch nur selten Verschrottet, da wird meist nur ins Ausland verlagert, und je nach Alter/Abgaswert gerne in den Osten. Konsequent wäre nur das Fzg. komplett rauszuziehen. Macht aber keiner, auch beim Verbrennerneukauf ( Euro6x Diesel und Co.)

  24. @Stoner, ich sehe mich nicht als Bedenkenträger, auch wenn ich zuhause am Esstisch eine gegenüber sitzen habe, die ich ja auch noch überzeugen muss. :/
    Ich bin sehr zuversichtlich, dass in der Lebensspanne, die ich von meinem Verbrenner noch erwarte, mehrere Fahrzeuge, die meinen Bedürfnissen und meinem Budget entsprechen, auf den Markt kommen. Das sich am deutlichsten am Horizont abzeichnende Modell ist der Hyundai Ioniq mit größerer Batterie, der nächstes Jahr kommen soll. Zur Not halt ohne die Anhängekupplung. Zumindest ist der Kofferraum lang genug. Und halt der Tesla, wenn die von Elon Musk per twitter zugesicherte Anhängekupplung kommt. Die Kofferraumklappe ist viel zu klein.

    Ihr Szenario mit einem Elektro-Zweitwagen trage ich durchaus schon eine Weile in meinem Kopf herum, habe es im englischsprachigen Electrek-Blog auch schon vor einiger Zeit einem in Spanien lebenden Schweizer vorgeschlagen. 🙂 Ich habe es auch noch nicht völlig abgeschrieben. Platz ist vorhanden und es ist vermutlich tatsächlich die wirtschaftlichste Alternative für den Umstieg.
    Die Schere in meinem Kopf ist vor allem die, dass ich so froh war, als wir vor 4 Jahren den Zweitwagen endlich abschaffen konnten, dass ich sehr davor zurückschrecke, mir jetzt wieder ein zweites Fahrzeug ans Bein zu binden. – und ich werde mir ganz bestimmt keinen Franzosen kaufen. Bei einer Haltezeit von 10 Jahren, die ich bei nem Fahrzeug üblicherweise habe, habe ich über das Leasing-Modell ne zweite Batterie schon bezahlt und spare auf die dritte, während ich wahrscheinlich immer noch mit der ersten fahre. Da trage ich das Risiko lieber selbst.

    @Redlin: Ich bin überzeugt, die 20 Jahre haben jetzt begonnen. Sie können anfangen, herunter zu zählen. Immer mehr Regierungen machen es den Verbrennern schwerer. Elektrofahrzeuge werden mittlerweile selbst in der ADAC-Zeitung intensiv und wohlwollend besprochen. Die Batterien als Hauptpreistreiber werden billiger. Die Ladeinfrastruktur wird auch außerhalb des Tesla-Ökosystems immer besser. Selbst bei uns auf dem „platten Land“ im nicht allzu reichen Mittelpunkt Deutschlands sieht man immer häufiger mal einen Leaf, Zoe oder Tesla. Bei uns im Ort fährt immerhin das E-Werk mit einem i-Miev herum.

  25. Sehr schade, diese Nachricht. Ich hätte den i5 sofort genommen. Mein i3 ist ein geniales Auto, aber er wird mir langsam zu klein. Das gleiche in größer wäre optimal gewesen, wenn das Leasing ausläuft.
    Na ja, jetzt habe ich mich eben als Vorbesteller für das Tesla Model 3 eingereiht…

  26. @Jens: (Zitat) „…dass ich so froh war, als wir vor 4 Jahren den Zweitwagen endlich abschaffen konnten, dass ich sehr davor zurückschrecke, mir jetzt wieder ein zweites Fahrzeug ans Bein zu binden.“

    Den Gedanken kann ich nachvollziehen, aber wenn Sie mal ehrlich sind: Das ist kein richtiges Argument, wenn man WIRKLICH ein E-Auto möchte. 😉
    Das meinte Stoner im letzten Absatz.

    Von ganzen Herzen rate ich Ihnen, tun Sie’s einfach und schaffen Sie sich ein günstiges gebrauchtes E-Auto an. Sie sind sogar in der glücklichen Lage, daheim eine Lademöglichkeit zu haben – ich als E-Autofahrer in der Großstadt beneide Sie darum!

    Hört sich an, als wenn für Sie ein Nissan Leaf gut passt. Lassen Sie sich vom Design nicht abschrecken, meine Mutter fand Ihn vom ersten Eindruck von den Internetbildern nicht schön, aber als wir dann mal einen Gebrauchten probegefahren sind, hat Ihr das Auto immer besser gefallen (u.a. auch wegen den „inneren Werten“: schöne Beschleunigung und Wohlfühl-Interieur) und mag das Auto jetzt total.

    Ich VERSPRECHE Ihnen: Sie werden diese Entscheidung nicht bereuen! 🙂

  27. Die deutschen Hersteller wollen leider alle nicht. Für sie ist Elektromobilität eine lästige Pflichtübung fürs grüne Mäntelchen.
    Wenn man sich die Entwicklung von Hyundai vom Billigheimer zum Ionic Electric ansieht, dann würde ich als deutscher Hersteller langsam nervös.
    Ein Ionic Electric mit 300 km Reichweite bei 120 km/h ist mein Traum und werde ich sofort bestellen.
    Mal sehen werlchr Hersteller mir das als erster bieten kann. So zwei drei Jahre habe ich noch Zeit bis mein 10-jähriger Golf ersetzt werden muss.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.