Qualcomm demonstriert Laden während der Fahrt

Bild: Qualcomm

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Qualcomm hat das Aufladen von Elektroautos während der Fahrt mittels induktiver Ladetechnologie demonstriert. Dies könnte insbesondere für autonome Fahrzeuge in Zukunft interessant sein.

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Laut den Amerikanern konnten zwei Renault Kangoo Z.E. auf der 100 Meter langen Teststrecke aufgeladen werden – gleichzeitig und ohne dafür anzuhalten. Und das angeblich mit bis zu 20 kW bei „highway speeds“, also fast Autobahngeschwindigkeit.

Möglich wird die dynamische Aufladung (DEVC) dank Qualcomms induktiver Halo-Ladetechnologie, die auf der Strecke verbaut wurde. Auch wenn die Fahrzeuge rückwärts oder in entgegengesetzte Richtungen fuhren, konnten beide gleichzeitig mit Strom versorgt werden. Laut Qualcomm ist das der Beweis, dass die Technologie für reale Bedingungen auf der Straße gewappnet ist.

Die Teststrecke wurde von der Firma VEDCOM im Rahmen des EU-Projekts FABRIC gebaut und wird auch für weitere Tests genutzt werden. Ziel FABRICs ist es, die technologische Machbarkeit aber auch die Wirtschaftlichkeit des dynamischen Ladens genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt mit 9 Millionen Euro.

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9 Gedanken zu “Qualcomm demonstriert Laden während der Fahrt

  1. Warum sucht man immer nach komplizierten, teuren Lösungen?
    Für einen Bruchteil des Budgets baue ich Euch eine Teststrecke wo das E-Fahrzeug geschleppt wird und via Reku nachläd.
    Via Rekupaddles kann dann sogar der Ladestrom eingestellt werden.

  2. Na das ist ja Wirklich Toll. Wenn ich diese 100 Meter Teststrecke bei „Highway Speeds“, von, sagen wir mal 120 km/h befahre, befinde ich mich genau 3 Sekunden auf dieser Strecke. Bei 20 kW Ladeleistung, kommen da gerade mal „17 Watt“ bzw. 0,017kW im Akku an.
    Da gibt es dann meiner Meinung nach nur Zwei Möglichkeiten:
    – Ladeleistung/Ladestreckenlänge vergrößern
    – Tempolimit von 20 km/h auf der Autobahn 😉

    Also wirklich; am Pakplatz induktiv Laden mag ja noch gehen, aber das ?????

  3. Der Ansatz ist ja ok. Es geht ja wohl nicht unbedingt nur ums laden. Bei 20kw Leistung kann ich wenn ich schon etwa 100km/h fahre und die Geschwindigkeit beibehalte mit 20kw auskommen. Dann kann ich ewig lang auf der e-Strasse fahren und brauche nichts oder wenig aus dem eigenen Akku.
    Auf der normalen Strasse geht’s dann mit dem Akku weiter. Wie die Strassenbahn, nur besser 🙂

  4. A propos Wirtschaftlichkeit: es geht ja nicht nur darum was technisch machbar ist, sondern auch was der ganze Spaß nachher pro geladener kWh kostet, wenn alles nicht mehr großzügig von der EU mit dem Geld anderer Leute gefördert wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass induktive Ladetechnik günstiger als konventionelle ist. Und ein 22kW-Lader beim Leaf/e-nv200 nachrüsten kostet schon knapp 7500 EUR. Das sind keine billigen Bauteile. Und für das Geld kann man auch die Batteriekapazität verdoppeln.
    Kommt wahrscheinlich günstiger für den Kangoo Z.E. mit nur Schnarchlader.
    Wäre nicht die erste Schnellladetechnologie, die weil zu teuer den Bach runter geht.

  5. Warum so skeptisch?

    Wenn ich eine Technologie entwickle und dann allen zeigen will, was die drauf hat, schraube ich die Testbedingungen so hoch wie es die Technologie erlaubt. Und wenn die Technik bei über 120 km/h funktioniert, dann ist sie in diesem Punkt alltagstauglich, weil keiner schneller als 120 km/h fährt und dabei lädt. Wer schneller fährt, kommt damit klar, dass die Ladeleistung abnimmt.

    Auf Autobahnen werden wir diese Technologie wohl kaum sehen, allerdings kann ich mir vorstellen, dass diese Technik irgendwann auf hochfrequentierten LKW-Routen eingesetzt wird. Man experimentiert ja auch schon mit Oberleitungen, dann ist der Schritt zur Bodeninduktion nicht weit. Beides ist nicht billig, aber komfortabel und daher mittelfristig eine Option.

    Praxisnäher ist dagegen die Verwendung auf großen Firmengeländen und deren Lagern. Sobald viele autonome Roboter eingesetzt werden, kann man sich so die „Park/Ladestation“ sparen und den Akku kleiner gestalten. Hier profitiert man von den Vorteilen und muss nicht so viele Teilnehmer aufeinander abstimmen.

  6. hmm… Wir nehmen mal an, daß 20 kW nur der erste Schritt sind. Letztendlich (meiner Meinung nach) sollte es möglich sein, auf einer derart ausgebauten Strecke im Autobahntempo! (120…150 oder doch nur 130?) zu fahren (oder autonom fahren zu lassen) und dabei auch effektiv wieder aufzuladen.
    120 sind rund 25 kW oder so.. Hier spielen der cw Wert UND die Größe des Querschnitts des Autos die entscheidenden Rollen. Um den Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten zu reduzieren muß man 1) den cw Wert reduzieren (also windschnittiger – da gibt es irgendwann praktische Grenzen) und/oder den Querschnitt verkleinern (also das Auto flacher und/oder schmaler machen). Ich denke daher, daß sich an den 25 kW auch in Zukunft nicht mehr viel ändern wird…
    Worauf ich hinaus will ist, daß das System die 25 kW für den Vortrieb (oder eben 50 kW für höhere Geschwindigkeiten) UND einen angemessenen Betrag zum Aufladen bereitstellen sollte. Also 50…100 kW um praxisgerecht zu sein (das gilt für PKW…. bei Transportern/LKW sieht das anders aus – da wird ja teilweise mit Oberleitung experimentiert)
    Dazu kommt, daß man diesen Service sicher in Rechnung stellen will. Das bedeutet, daß das Auto auch sicher erkannt werden muß.

    Aber wenn das funktioniert, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten: Die Batteriegröße ist nicht mehr so entscheidend. Eine sich leerende Batterie verursacht bei der Auffahrt auf die Autobahn keine Panik mehr. Man lädt eben beim Fahren. Und die letzten 70 km auf der nicht ausgebauten Strecke schafft man dann auch locker….

  7. Für diese 9 Millionen hätte man besser 1000 Ladestationen bauen sollen.

  8. Ich finde, dass ist genau der richtige Lösungsansatz!
    Warum denkt man ständig nach dem Lasteselprinzip (Energiequelle immer mitschleppen, sprich größere Akkus für mehr Reichweite).

    Man sollte alles vorhandene miteinander kombinieren. Induktives Laden in der Stadt bei Parkplätzen und zusätzlich optional Laden per Kabel an Ladesäulen. Außerhalb auf Autobahnen induktives Laden während der Fahrt. Sind erst einmal die Hauptverkehrswege halbwegs ausgebaut, sollte die Reichweite von E-Autos nicht mehr im Vordergrund stehen.
    Innerhalb der Stadt, reicht ein Akku mit einer Reichweite von bis zu 150 km aus. Fahre ich aus der Stadt, lade ich auf der Autobahn per Induktion und kann somit die Reichweite praktisch unbegrenzt verlängern. Ist eine Straße nicht mit der Induktionstechnologie ausgestattet, habe ich immer noch vollen Zugriff auf meinen Fahrzeuginternen Akku; und innerhalb von 150 km lässt sich bestimmt immer eine Möglichkeit zum Laden finden.

  9. ein Kangoo ZE hat bisher nur einen Schnarchlader von 3,7 KW einphasig.
    und er kann nicht elektrische Bremsen!!
    Das ist ja der eigentliche Kaufhinderungsgrund

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