Startschuss für den 100-Ladensäulen-Sprint

Bild: SWM

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In der bayerischen Hauptstadt sind die ersten drei Ladesäulen im Auftrag der Stadt München ans Netz gegangen. Ein erstmal kleiner Schritt für die Elektromobilität, aber bis Ende des Jahres sollen es 100 Säulen werden.

Ein SWM-Schnelllader in München. Bild: SWM

100 Säulen mit je zwei Anschlüssen – so lautet das Ziel, das sich die Stadt München für Ende 2017 gesteckt hat. Zaghaft nähert man sich diesem jetzt. Die Stadtwerke München (SWM) haben am Freitag die ersten drei von der Landeshauptstadt beauftragten Ladesäulen in Betrieb genommen.

Die besagten Neulinge stehen am U-Bahnhof Bonner Platz. Insgesamt 50 der geplanten Ladesäulen sollen in einem ersten Schritt innerhalb des Mittleren Rings errichtet werden. Grund hierfür sei die hohe Einwohnerdichte und der Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur, da die meisten ein E-Auto dort nicht in der eigenen Garage laden können.

Die Stromtankstellen bieten eine Leistung von 22 kW. Damit möglichst viele Emobilisten laden können, ist die Ladedauer tagsüber auf maximal vier Stunden beschränkt. Bezahlt werden kann mit der SWM-Tankkarte oder einer Partnerkarte aus dem Ladenetz-Verbund.

In den kommenden neun Monaten muss der Ausbau aber deutlich schneller vorangehen. Denn noch haben die Stadtwerke seit 2009 insgesamt nur 31 Stromtankstellen mit 55 Ladepunkten ans Netz gebracht und wollen die Anzahl nach eigenen Aussagen mehr als verfünffachen.

Stehen die 100 Säulen, die im Rahmen des „Integrierten Handlungsprogramms zur Förderung der Elektromobilität in München“ (IHFEM) errichtet werden, könnte das Paket ab 2018 um weitere 33 AC-Säulen und bis zu zehn Schnellladesäulen ergänzt werden.

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10 Gedanken zu “Startschuss für den 100-Ladensäulen-Sprint

  1. Das Preismodell passt aber nicht. Laut Homepage der SWM:

    Preise an den SWM Ladestationen

    Monatlicher Grundpreis: 10,12 Euro brutto
    Preis pro Ladestunde: 1,80 Euro brutto

    D.h. wenn ich nur kurz lade, dann bekomme ich den Strom relativ günstig. Nutze ich die Station aber als Anwohner und der Wagen steht über Nacht, dann wird es teuer.

  2. Die Stadtwerke München haben sehr lange Zeit komplettes Desinteresse im Bereich E-Moblität gezeigt. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass der Stadtratsbeschluss quasi ignoriert wurde. Die Ausschreibung für 100 Säulen wurde spät gestartet, am Ende gewann EBG. Nun werden (natürlich subjektiv meine Meinung) große graue, hässliche und klobige Ladestationen installiert. Diese stören die Optik durchaus massiv und sehen eher aus wie Parkautomaten aus den 90er Jahren. Hamburg Energie hat ihr mit Mennekes einen besseren Weg gewählt.

    Die Tarife der SWM müssen ebenfalls dringend verbessert werden. Zur Zeit nutzt man besser Roaming-Partner wie NewMotion oder ChargeNow.

  3. Wann hört nur dieser Blödsinn mit der Bezahlung nach Zeit auf. Ich kaufe Energie! Wenn, dann vielleicht noch eine Stundenpauschale, wenn jemand nicht wegfährt nachdem zu 100% geladen ist. Und dann noch eine Monatspauschale. #Kopfschüttel#

  4. Völlig sinnfrei die Herangehensweisen an das Thema Laden.
    Würde denn auch nur Eineinziger(!) im Kreise der Entscheider, selber am Morgen eines jeden Arbeitstages, mit dem E-Auto ins Büro fahren, gäbe es diesen Schwachsinn nicht.
    Fossile Brennstoffe aber an herkömmlichen Tankstellen inhaliert, scheinen Synapsen dauerhaft zu eliminieren, die denn sinnvoll für bedarfsgerechte Entscheidungen zur Verteilung der Ladesäulen wären.
    Frage :
    Wie können denn Autofahrer mit Auspüffen und in fortgesetzter Ignoranz der eigenen Stickoxidbilanz, sinnvolle Entscheidungen für die Förderung der E – Mobilität treffen?

    Ich glaube, wir verlangen da Unmögliches.
    Sonst wär’s ja nicht, wie’s ist. Im Leidmarkt.

  5. Ich komme nach München zur Messe ins MOC immer mit dem Benziner. Gibt es doch an/neben der Messe nix zum Aufladen während meines Besuches. Feinstaub hausgemacht?

  6. Sind die wirklich nur mit max. 22kW ausgestattet?
    Aus meiner Sicht hätte ich als Anwohner/Nutzer dort zwei Ladeanforderungen:
    1) Ran an die Säule und in kurzer Zeit möglichst viel in den Akku pumpen.
    2) Anstecken und warten bis der Akku voll ist, ggf über Nacht.
    Beides geht hier nicht. Merkwürdiges Konzept …

  7. Da steht München ja noch „gut“ da. In meiner Heimat Stadt ( 90000+ Einwohner) gibt es bis jetzt erst eine Öffentliche Ladesäule zum Testen.! Noch fragen.!? Auch hier gibt es nur Benzinköpfe in der Verwaltung.

  8. Der Zeittarif ist alles andere als Blödsinn, sondern reine Notwehr. Weil sonst Besitzer mit AC-Schnarchlader die Säulen über Stunden blockieren. Für Laden über Nacht gibt es die Lösung, dass der Zeittarif spät abends bis früh morgens aufgehoben ist. Wie das München macht, weiß ich allerdings nicht.

  9. Die sollten einfach ein paar Schukodosen und CEE-Dosen installieren und fertig. Das ist doch alles Schwachsinn.
    Schnelllader braucht man an der Autobahn und Überland, aber doch nicht mitten in der Stadt. Und 22kW ist nicht mal ein brauchbarer Schnellader, kostet aber eine Stange Geld.

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