Testbericht Renault Z.E. 40 – Die schicke Französin fährt nun doppelt so weit

Nach dem Debüt im Jahr 2012 und der Überarbeitung in 2015, steht nun die dritte Version des europäischen Verkaufsschlagers in den Startlöchern – und die hat es in sich. Was sich neben der fast doppelt so großen Batterie noch geändert hat, das erfahrt ihr hier.

Foto: Renault

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Der Renault ZOE wurde im Jahr 2012 vorgestellt und ist seit Mitte 2013 bei uns erhältlich. Mit einer NEFZ-Reichweite von 210 Kilometer, der bis heute einmaligen AC-Schnellladung mit 43 kW und dem günstigen Einstiegspreis von 20.600 Euro, war es kaum verwunderlich, dass sich der schicke französische Kleinwagen sofort an die Spitze der Zulassungszahlen gesetzt und diese Position seitdem nicht mehr hergegeben hat. Knapp jedes vierte in Europa verkaufte Elektroauto ist ein ZOE.

In 2015 stellte Renault eine leicht überarbeitete Version des ZOE vor, die einen nun selbstentwickelten Elektromotor und damit ein klein wenig mehr Reichweite mit sich brachte, allerdings auch den in der ZOE-Gemeinde stark bedauerten Wegfall der AC-Schnellladung. Dem Verkaufserfolg tat dies keinen Abbruch, die Kombination aus niedrigem Einstiegspreis plus sorgenfreier Miete der Batterie kam bei den Kunden so gut an, dass im Mai dieses Jahres der 50.000. Renault ZOE ausgeliefert wurde.

Foto: Renault

Nun, vier Jahre nach dem Debüt in 2012, steht die zweite Überarbeitung an. An erster Stelle ist natürlich die fast doppelt so große Batterie zu nennen. Bei nahezu gleichem Gewicht – 290 Kilogramm wiegt die ‚alte‘ 22 Kilowattstunden große Batterie, 305 kg die neue mit 41 kWh – bedeutet dies fast eine Verdoppelung der ursprünglichen Reichweite.

Ermöglicht wurde dies zum einen durch verbesserte Batteriezellen mit höherer Energiedichte, die über die Jahre gesammelten Erfahrungen erlaubten zum anderen jedoch auch ein engeres Packen der Zellen. Die Abmessungen der Batterie sind trotz des deutlichen Kapazitätszuwachses gleich geblieben.

Angetrieben wird der ZOE weiterhin – zumindest wenn man ihn in Deutschland kauft – vom Elektromotor des im Jahr 2015 vorgestellten R240. Er läuft etwas ruhiger und effizienter als der ursprünglich von Continental gelieferte Motor – als jemand der sonst einen Nissan Leaf fährt und nur sehr unregelmäßig in einem ZOE Platz nimmt, sind die Unterschiede jedoch marginal und kaum spürbar.

Reichweitenangst adé

Foto: Renault

Man macht sich über die Reichweite keine Gedanken mehr – zumindest bei den Touren, die uns an den beiden Testtagen in Portugal bevorstanden. Am ersten Tag standen uns – ich teilte mir den ZOE mit Jana, vielen bestimmt als ZOEPionierin bekannt – 160 km entlang der Küste Portugals bevor. Eine Strecke, bei der Ungeübte mit der alten Batterie sicher ins Schwitzen gekommen wären.

Und was soll ich sagen, zwar mit geübten E-Fuß, allerdings ohne besonders sparsam zu fahren, standen 150 Kilometer am Ende der Fahrt auf der Reichweitenanzeige. Ich fahre ja selbst einen mittlerweile vier Jahre alten Nissan Leaf, 150 km Reichweite sehe ich jedoch äußerst selten auf der Anzeige und dann auch nur, wenn mein Auto voll geladen ist. Das ist nicht nur ein bisschen mehr, das ist eine ganz andere Dimension von Reichweite. Die Bedingungen waren allerdings zugegebenermaßen auch sehr ideal für Elektroautos – bei etwa 15 Grad Lufttemperatur ging es mit relativ geringer Durchschnittsgeschwindigkeit über Landstraßen die Atlantikküste entlang.

Die 400 Kilometer laut NEFZ sind im Alltag natürlich kaum zu erreichen, das gilt jedoch für alle Fahrzeuge. Daher nennt Renault auch 300 km als Alltagsreichweite, was mir nach dem kurzen Test durchaus realistisch zu sein scheint.

Am zweiten Testtag fuhren wir etwa 120 km vom Hotel zurück Richtung Flughafen – diesmal primär über die Autobahn. Da wir Reichweite en masse hatten, mussten wir uns nicht wie sonst gewohnt im Windschatten von LKW aufhalten – Tempo 120, mehr ist auf Portugals Autobahnen nicht erlaubt, war angesagt. Der Verbrauch stieg dabei naturgemäß deutlich und pendelte sich bei etwa 23 kWh / 100 km ein. Selbst bei diesen Geschwindigkeiten kann man also die ein oder andere Ladesäule überspringen und wenn man nicht konstant 120 fährt, dürften knapp 200 Kilometer am Stück möglich sein.

Als Leaf-Fahrer vermisst man oberhalb von Tempo 80 allerdings ein wenig Umpf. Der Renault ZOE ist beileibe keine lahme Ente und macht im Stadtverkehr durchaus Spaß, in höheren Geschwindigkeitsbereichen – die man mit der größeren Batterie nun nicht mehr unbedingt meiden muss – wirkt der Antrieb jedoch etwas zäh im Vergleich zu anderen Elektroautos in diesem Segment.

Innen nun deutlich edler

Foto: Renault

Äußerlich muss man lange suchen, um einen Unterschied zu finden – abgesehen vom Z.E. 40 Emblem am Heck. Im Innenraum kommt der ZOE – der Testwagen war mit dem Bose Edition Paket ausgestattet – nun jedoch deutlich edler daher. Wo vorher eine Hartplastiklandschaft zu finden war, setzt die Bose Edition nun Akzente in Leder – Ledersitze mit Sitzheizung, Lederlenkrad und auch die Türinnenverkleidung ist mit Leder bezogen und bietet eine gepolsterte Armauflage. Auch wenn es nur Details sind, insgesamt wirkt der ZOE deutlich wertiger.

Mit meinen 1,93 habe ich direkt nach dem Einsteigen zur Höhenverstellung der Sitze und damit noch immer ins Leere gegriffen. Nun betrifft dieses Problem sehr wenige Menschen und man sitzt nur selten super aufrecht, wer die 1,90 deutlich überschreitet, wird im ZOE jedoch regelmäßig Kontakt mit dem Dachhimmel haben.

Foto: Renault

Wenn Bose draufsteht, darf natürlich auch ein entsprechendes Soundsystem mit sieben Lautsprechern nicht fehlen, Digitalradio gibt es obendrein. Auch das Multimediasystem, im ZOE bisher R-Link genannt, nun R-Link Evolution, bietet eine Reihe von neuen und verbesserten Funktionen. Sofern diese Informationen zur Verfügung stehen, erfährt man nun ob eine Ladesäule frei oder belegt ist. Im kommenden Jahr soll es dann auch möglich sein, das Navigationssystem via App zu programmieren.

Keine Schnellladung in Deutschland

Die in 2012 vorgestellte Version des Renault ZOE bot eine 43 kW Schnellladung mit Wechselstrom, bis heute einzigartig. Im Vergleich zur sonst üblichen Schnellladung mit Gleichstrom, lassen sich solche Ladepunkte zum Bruchteil der Kosten erstellen und – einen entsprechend potenten Hausanschluss vorausgesetzt – sogar zuhause realisieren. Seitdem Renault den von Continental entwickelten Elektromotor jedoch 2015 durch eine Eigenentwicklung ersetzt hat, steht diese Option nicht mehr zur Verfügung, zumindest in Deutschland. In anderen europäischen Ländern ist der ZOE weiterhin auch mit dem alten Motor erhältlich.

In Deutschland kann der ZOE somit nur noch mit bis zu 22 kW geladen werden, was bei der 41 Kilowattstunden großen Batterie eine Ladezeit von einer Stunde und 45 Minuten bedeutet. Als Grund dafür gibt Renault das im Vergleich zur Schnellladeinfrastruktur deutlich besser ausgebaute 22 kW-Ladenetz (handelsübliche Ladesäulen, wie sie oft am Straßenrand zu finden sind) an. Zudem soll die Ladeeffizienz bei geringeren Leistungen mit dem neuen Motor deutlich höher sein, was bis zu drei Stunden kürzere Ladezeiten bedeutet.

Ein Blick in die Statistik des Stromtankstellenverzeichnisses bestätigt dies zwar – aktuell sind 255 43 kW-Typ2-Ladepunkte aufgeführt, gegenüber 7.187 Ladepunkte mit 22 kW – trotzdem fragt man sich, weshalb man so ein einzigartiges Merkmal so einfach aufgibt. Zumal die 43 kW-Ladung in anderen Ländern schon angeboten wird. 30 bis 45 Minuten sind aus eigener Erfahrung recht mühelos zu überbrücken – der obligatorische Gang zur Toilette und ein kleiner Happen, da ist das Auto häufig schneller wieder fahrbereit als der Fahrer. Fast zwei Stunden Ladepause sind da eine ganz andere Hausnummer. Ob das am Ende wirklich störend oder zu verschmerzen ist, bei den paar längeren Fahrten im Jahr, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Upgrade der Batterie für Bestandskunden

Wer bereits einen Renault ZOE fährt, der wird die Möglichkeit haben, die große Batterie in sein Auto einbauen zu lassen. Die Kosten werden bei etwa 3.500 Euro für das Upgrade auf die 41 kWh Batterie liegen. Auf der Pressekonferenz wurde zudem mitgeteilt, dass man im Zuge des Upgrades die Batterie auch kaufen können wird. Ein genauer Preis dafür wurde jedoch nicht genannt. Die 43 kW-Ladung bleibt dabei erhalten, aufgrund der etwas geringeren Effizienz des alten Elektromotors wird man jedoch auf eine NEFZ-Reichweite von unter 400 km kommen.

Kommen wir zum Schluss zu den Kosten

Bislang wurde der Renault ZOE nur mit Batteriemiete angeboten, nun hat man jedoch auch die Option die Batterie zu kaufen. Die Basisversion LIFE mit 22 kWh Batterie und Batteriemiete liegt bei 22.100 Euro. Für einen Aufpreis von 2.800 Euro bekommt man die 41 Kilowattstunden große Batterie. Die für die Testfahrt bereitgestellte BOSE-Edition beginnt bei 29.400 Euro und ist nur in Verbindung mit der 41 kWh-Batterie erhältlich. Ausstattungsmäßig dazwischen liegt der INTENS für 23.900 Euro.

Von diesen Beträgen kann man jedoch noch den Umweltbonus von 4.000 Euro plus weitere 1.000 Euro von Renault abziehen. Somit ist die 41 kWh Batterie bereits für knapp unter 20.000 Euro zu bekommen (+ Batteriemiete).

Für die Batteriemiete gibt es zwei Tarife – Z.E. FLEX beginnt bei 59 Euro pro Monat für die kleine Batterie und 69 Euro für die große und ist nach Laufleistung gestaffelt – wer mehr fährt, bezahlt auch mehr. Daneben gibt es den Z.E. UNLIMITED Tarif für 119 Euro pro Monat mit, wie der Name schon sagt, unbegrenzter Laufleistung.

Wer die Batterie lieber kaufen statt mieten möchte, der bezahlt 8.000 Euro mehr, sowohl für die 22 als auch für die 41 kWh Batterie.

Renault garantiert bei Miete der Batterie eine Kapazität von 75 Prozent, unabhängig vom Alter. Fällt die Kapazität unter 75 Prozent des zu Beginn vorhandenen Wertes, wird die Batterie kostenlos ausgetauscht. Bei Batteriekauf beträgt die Garantie acht Jahre oder 160.000 Kilometer. In dieser Zeit bzw. Laufleistung garantiert Renault 66 Prozent der ursprünglichen Kapazität.

Fazit

Die neue Batterie ist ein sehr großer Schritt nach vorne. Dass dies bereits nach vier Jahren in diesem Preissegment möglich ist, hat sicher kaum jemand geglaubt. Mit 400 Kilometern Reichweite auf dem Papier, liegt der ZOE Z.E. 40 nun gleichauf mit der Basisversion des Model S, zum halben Preis. Ich weiß nicht, bei welcher Reichweite der psychologische Knackpunkt liegt, mit realistischen 250 bis 300 Kilometern Reichweite, dürfte der Renault ZOE nun jedoch für eine noch deutlich breitere Käuferschicht interessant sein.

Einziger wirklicher Wermutstropfen ist für mich die in Deutschland fehlende Schnellladung. Auch wenn die direkte Konkurrenz teils deutlich weniger Reichweite bietet, auf Langstrecke wird man dank Schnellladung schneller unterwegs sein.

Jana (ZOEPionierin), die sich mit mir den ZOE an den beiden Testtagen geteilt hat, hat ihren Testbericht auf ihren Blog veröffentlicht. Als langjährige ZOE-Fahrerin sind ihr sicher noch ein paar zusätzliche Punkte zum neuen ZOE aufgefallen. Ihren Bericht findet ihr hier.

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26 Gedanken zu “Testbericht Renault Z.E. 40 – Die schicke Französin fährt nun doppelt so weit

  1. Als ich anfing zu lesen, habe ich mit dem Gedanken gespielt, die neue ZOE zu kaufen. Als ich merkte, dass es keinen CCS-Lader gibt, war der Gedanke gestorben.

  2. Die ZOE hat das Zeug zum „Volkswagen“ zu werden. AC bleibt das Maß des Machbaren.
    Sollte (!) mal irgendwann CCS quersubventioniert im ausreichenden Maße zur Verfügung stehenden, europaweit UND national, vergehen noch Ankündigungen, Animationfilme und Jahreszeiten.
    Bis dahin bleibe ich weiter elektrisch unterwegs. Und fahre das, was kaufbar und pragmatisch bleibt.

  3. Laux

    irgendwas ist immer? Da stellen die einen Wagen – ohne Ankündigung – mit 400 KM Reichweite auf die Räder und schon kommen die ersten Motzer das er kein CCS hat. Zu was auch? Die kleine Semmel lädt man eh max. 2x die Woche. mit einem 22 kw Lader keine wirkliche Herausforderung für völlig gestresste Zeitgenossen. man man man… genau dafür „liebt“ man uns Deutsche…

  4. – Ohne Schnellladung unbrauchbar.
    – Nur 66% Batterieganrantie
    – Kaufpreis >30000€
    – kein optionales LED oder Xenon Licht.
    – Motor zu schlapp!

    Unbrauchbar! (für mich)

  5. Ein Blick auf die Stromtankstellen Karte verrät doch das in punkto CCS-Schnellladern entlang Deutschlands Autobahnen einiges unternommen wird.

  6. Naja 400km bei nutzbaren 40kWh sind eher unrealistisch. Bei 120km/h auf der Autobahn sind es nicht mal mehr 200km. Wenn man eine längere Strecke fährt, muss man sich überlegen ob man lieber nur mit 90km/h hinter dem LKW herzuckelt oder eine zusätzliche 1-2h Ladepause einlegt.

    Ist deutlich besser als die 20kWh Version aber ohne Schnelllademöglichkeit nicht wirklich Langstreckentauglich. Außerdem ist der Verbrauch bei Autobahngeschwindigkeit immer noch recht hoch.

  7. Paul W. sagte am 12. Dezember 2016 um 12:18 :

    Aber dann noch motzen, wenn der Tesla für einen zu teuer ist. 😀

  8. 23 kWh / 100 km ist erstaunlich hoch. das heißt eine Reichweite von 180 km auf der AB bei 15 Grad Celsius, da kann ja sogar der Ioniq mit nur 28KWh Akku locker mithalten, wobei er dann durch CCS viel schneller nach der Ladepause wieder unterwegs ist.

    Renault sollte sich dringend auf die Effizienz des Antriebs konzentrieren, denn so verschwendet man nur den Vorteil des großen Akkus.

  9. der Zoe lädt doch eh mit 43 kW, warum da wieder manche jammern……CCS ist ja mit 50 kW auch nur unwesentlich schneller..

  10. Der Renault ZOE ist ein Kompaktwagen und als solcher nicht dafür gedacht sein Leben auf der Autobahn zu verbringen ! Und alle die dies erwartet haben, werden enttäuscht sein !
    Ich selber brauche meinen ZOE R240 für die Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen und für die Freizeit ! Ich fahre in der Stadt auf Land- und Bundesstraßen. Dafür ist der ZOE sehr gut geeignet und ich habe keinerlei Probleme mit „zu hohem“ Stromverbrauch.
    Nur für Urlaubsreisen mit längeren Autobahnetappen, war es mir mit dem ZOE bisher zu aufwendig, was jedoch vor allem an den fehlenden Stromtankstellen an den Autobahnraststätten liegt.
    Wenn ich mir im Frühjahr (hoffentlich) meinen ZOE auf die große Batterie aufrüsten lasse, ist auch dieses Problem für mich gelöst.
    So geht Elektroautomobiler Fortschritt !

  11. Toller Fahreindruck! Die Zoe ist als Kleinwagen mit dem Akku mehr als ausreichend bestückt. Alles drunter ist für die breite Masse nicht kaufbar, hat sich die letzten Jahre gezeigt. Die fehlende Schnellladung ist verkaftbar, ist ja nicht umbedingt ein Fahrzeug mit dem man schnell 600 km fährt. CCS sollte Renault aber noch nachschieben.
    Über 10.000 Zoe sind bereits bestellt und bei Neubestellungen landet man im April, erstes Quartal ausverkauft!

  12. Ich war soeben 1 Woche mit der „alten“ Zoe auf Mallorca unterwegs. Hat super funktioniert! Mit einer erlebten Reichweite von 140km waren bis auf 2 Ausflüge alle Fahrten mit einer Ladung machbar. Es gibt ausreichend Ladesäulen auf der Insel, die auch längere Ausflüge mit Zwischenladung ermöglichen. Einige sogar kostenlos. Unser Hotel (Lindner in Illetas/Bendinat) hat eine (kostenlose) Ladesäule am Eingang!
    Wir bestellen jetzt die „neue“ Zoe für meine Frau. Damit scheint im Umkreis von 150km um unseren Wohnort realistisch alles erreichbar. Und wann fährt man schon mal weiter? Und vor allem, sehr wichtig: Schluss mit der Atemluftverpestung und der Abhängigkeit vom Erdöl.

  13. @blue , „der Zoe lädt doch eh mit 43 kW, warum da wieder manche jammern……CCS ist ja mit 50 kW auch nur unwesentlich schneller..“ da hast Du nur bedingt recht. Die ‚alte‘ 210 Zoe hatte noch einen 43 kW Lader , aber seid der 240 gibt es ’nur‘ noch 22kW. Bei dem 22 Akku war das noch OK , aber jetzt mit 41 kW würde das Laden auf langer Strecke 2 bis 2,5 Std. dauern. Deswegen darf man sich fragen stellen warum hier nicht auch wie in F , A , CH der 43 kW Lader verbaut wird.

  14. Das liegt an der deutschen Autolobby, die ja unbedingt den Menneckes-Stecker (europaweite Norm) um das dämliche oval drunter erweitern musste. Die Frage für die war eben, wie grenze ich Fahrzeuge anderer Hersteller möglichst aus, ohne gegen das Diskriminierungsverbot zu verstoßen. CCS ist die antwort darauf. Man kan da nämlich auch Wechslestrom laden, aber eben nur mit max 7,4 KW. Ziel erreicht, deutsche Karren werden somit langstreckentauglich, so sie denn irgendwann wiederwillig kommen müssen und ZOE´s wären es dann nicht mehr. Zudem kassiert man für das CCS-Netz unsummen an Fördergeldern für sauteure Ladesäulen und den teuren Lader spart man sich im deutschen E-Auto. Top Gewinnmaximierung. Ich werde meinen Q210 umbauen lassen, wenn das möglich ist, und ansonsten hoffen und beten, dass die 43KW-Säulen noch möglichst lange so zahlreich stehen wie Heute. Sind ja immerhin mehr als 200 Stück. Damit ist Flensburg-München bereits jetzt möglich.

  15. @Redlin: Was kann die deutsche Autolobby dafür das Renault in Deutschland nur noch 22kW Stecker verbaut und die Deutschen Hertsteller mit 50kW CCS kommen. Selten so einen zusammenhanglosen Blödsinn gelesen wie von dir *lol*

  16. CCS Lader…
    Man bedenke:
    1. Kosten pro CCS Ladesäule ca. 25000€ + Insatallation (vgl. 32A/22KW CEE Steckdose, Drehstrom 25€ + Insatallation / bzw. Typ2 AC 22KW 1000€ + Installation)
    2. Kosten für die KWh an CCS zukünftig sicherlich 0,50 … 1,00 €! (vgl. Mit mobiler 22KW CEE 16A, 32A Wallbox 500…1000€ und integriertem Stromzähler 0,25 … 0.50 €)
    3. Verfügbarkeit: Wenn Fahrzeuge von Herstellern aus D bzw mit CCS in 4 Jahren (Weltmarktführer :-D) in enormer Stückzahl unterwegs sind, dann wird man an den wenigen CCS Ladepunkten 1…2 Stunden warten müssen bis man überhaupt mit dem Laden beginnen kann! Jedoch mit Typ2 22KW/43KW Ladeanschluss (weit mehr Ladepunkte) fahr ich eben an eine 22KW Säule (oder zu nem Landwirt, Industriebetrieb, …16, 32A CEE) und habe mein Fahrzeug schneller und günstiger wieder voll geladen.
    Ich tippe jedenfalls darauf, dass der ZOE 2017, wie auch schon 2016 das meistverkaufte Elektroauto in D sein wird 🙂

  17. @Redlin, Stefan Was genau ist dein Problem mit CSS? Da gibt es keine Limitierung auf 7.4 KW AC. CSS erweitert den Typ 2 Stecker um Stöpsel die eine deutlich höhere DC Leistung ermöglicht als es mit Typ 2 möglich wäre. Auch wenn man dies jetzt nicht nutzt hat das den Vorteil das heutige Autos dann Stecker verwenden können wenn man jenseits von den heutigen Leistungen laden möchte. Das ist ziemlich weitsichtig auch wenn das hier einige nicht sehen wollen.
    Einen AC Ladung mit höherer Leistung als die 43KW möchtest du im Auto bestimmt nicht haben. Du müsstest den entsprechenden teuren Lader bei jedem Autokauf mitbezahlen anstatt einzelnen Ladesäulen mit vielen Autos zu teilen.

  18. sosoo… DIE DEUTSCHEN HERSTELLER kommen also mit 50 kW CCS. Mit millionenschweren Subventionierungsmodellen aus Steuermitteln um die löchrige Infrastruktur zu bezahlen?
    http://www.greenpeace.de/schwarzbuch-autolobby
    Damit ihr wisst, warum es so läuft wie es läuft.
    Denn: Blahbahh und Science fiction waren gestern. Heute zählt was tatsächlich lädt oder fahren kann. Und Möchtegern darf weiter träumen.

  19. Mir ist nicht ganz klar, warum man mich bewußt? so falsch versteht. Mein Ansatz war eher der zu verdeutlichen, dass mit Wechselstrom, da überall vorhanden, auf Grund des niedrigeren Preises fürs gleiche Geld mindestens 200 mal so viele Ladesäulen in kürzester Zeit entstehen könnten wie bei CCS. Und schnelle Flächendeckung war doch unser aller Wunsch. Ich hab auch nichts gegen CCS, zur Zeit gibt’s die aber in nennenswerter Menge nur in 50 KW, da bin ich mit meinen AC43 KW auch nicht langsamer. Mit der vor kurzem von Renault jedoch schon bekannt gegebenen Entscheidung das die ZOE die nach der 2017er 400 KM-Version kommen soll, sowohl mit CCS >50KW geladen werden kann als auch mit AC bis 22 KW zeigt ja schon wohin die Reise gehen wird. Bedauerlich finde ich dabei nur, bei aller Zukunftsfähigkeit des CCS-Ladens hin oder her, dass die eigentlich genial günstige AC43-KW-Variante auf der Strecke bleibt, weil Renault schon heute mit der obig erwähnten Ankündigung den Anbietern von Ladeinfrastruktur bekannt gibt, dass die neu entstehenden Ladepunkte kein AC43 KW mehr benötigen. Und genau so werden die ihre neue Ladetechnik auslegen.
    Einzig die Tatsache dass das alles etwas dauern wird lässt mich ruhig bleiben, denn irgendwann wird meine ZOE, die ich 2017 erstmal auf großen Akku umbauen werde und die mit bis zu 43 KW lädt, irgendwann das Zeitliche segnet und dann was kommt was dann Stand der Technik sein wird. Wobei mir klar ist das alles immer nur temporär von Bestand ist. Vielleicht ist CCS mit irgendwann bis zu 350KW auch noch nicht das Ende und es kommt womöglich ganz was anderes.

  20. Richtig, da sprach die Welt von ChDeMo wenn es um DC ging.
    Natürlich ist das kein Zufall, man wollte doch inkompatibel sein damit an den eigenen Stationen die bösen Vordenker nicht laden können. Dann noch fix ein Gesetz, das den neuen Stecker bevorzugt und den Rest kennt man ja….

  21. Hehe, upgrade einer 210er auf den neuen Akku und schon ist Er gleich besser als 4.0 ?;-)

  22. CCS wird das Super Ultra Plus was Strom angeht. Noch recht günstig, aber wenn die ganzen petrol brains dahergelatscht kommen, die unbedingt in 5 min. 800 km nachladen wollen, dann warten die ganzen trüffelschweinchen schon mit gaaanz tollen Stromtarifen auf die Kaninchen. gott sei gelobt der drehstrom.

    ein lustiges 40 Euro steckerle vom Baumarkt und die welt ist wunderschön günstig…

    alle laufen ins gleiche offene Bezahlmesser, wie heute schon an der Tankstelle. und die meisten lachen noch blöd dazu…

  23. Hans W. sagte am 13. Dezember 2016 um 10:54 :

    SIE bekommen den Q40 in Frankreich, in Östereich und sonstwo in Europa. Nur eben nicht in Deutschland. Fragen beantworten Ihnen gerne die Abteilungen von Renault.

    ABer Ihr geistiger Einwurf war leider keiner!

  24. Naja, aus technischer und logischer Sicht ist es halt auch nun mal so das ein kleiner leichter und billiger AC-Onboard-Lader für die normale Übernachtladung ins Auto gehört, und die schwere, große und teure Hochstrom-Ladetechnik die selten und im wesentlichen an den Autobahnen benötigt wird besser ausserhalb des Autos installiert werden sollte. Daher macht das so schon Sinn, insbesondere da an der Autobahn künftig definitiv mehr als 50kW benötigt werden. Und spätestens ab da ist Drehstrom IM Auto zum Laden unsinnig.

    Als Übergangstechnologie jetzt auf AC-Schnellladung zu setzen würde wohl helfen schnell eine bessere Flächendeckung herzustellen, aber zukunftsträchtig wäre das leider nicht…

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