Jetzt wirds elektrisch: Neues aus dem Hause BMW

Bild: BMW

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Der Pariser Autosalon öffnet in knapp zwei Wochen seine Tore. Auch die ein oder andere elektrische Neuheit wird sich dort präsentieren. Der BMW-Vorstand könnte allerdings fehlen. Der soll nämlich lieber zu Hause bleiben und endlich mal entscheiden, wie es mit Hinsicht auf die Elektromobilität weitergeht.

Der BMW 330e. Bild: BMW

Der BMW 330e. Bild: BMW

Es scheint, dass man es mit einer neuen Strategie versuchen will. Anstatt ein neues Fahrzeug zu designen, dass dann nur mit E-Antrieb zu haben ist, will man lieber einen Teil der bestehenden Flotte elektrifizieren. Unter den ausgewählten Modellen könnten wohl ein 3er BMW, ein Mini Cooper und der X4 sein.

Mit den neuen E-Autos will BMW der Konkurrenz ab 2018 die Stirn bieten. Grund für den Strategiewechsel sollen u.a. die vielen Vorbestellungen für den Tesla Model 3 sein. BMW wittert Absatzpotential – eine eigene E-Limousine der Mittelklasse muss her. Der beliebte 3er BMW soll hierfür die Basis bieten. Und wenn man Tesla als Messlatte nimmt, wird es das geplante E-SUV mit dem Model X aufnehmen wollen.

Aber der Fakt, dass es (zumindest vorerst) keinen neuen BMW i mit einer teuren Karosserie aus Carbon geben wird, zeigt auch, dass sich die Bayern beim ersten Anlauf in der Strategie wohl etwas vergriffen haben. Obwohl der Hersteller viel Geld in die Kohlefaserproduktion gesteckt hat, um das Gewicht seiner Stromer gering zu halten.

Die Vorstandssitzung ist jedenfalls für Ende des Monats geplant. Vielleicht läuft die ja so gut, dass es für BMW doch noch einen Grund gibt nach Paris zu fahren – nämlich um die neue Strategie zu enthüllen.

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19 Gedanken zu “Jetzt wirds elektrisch: Neues aus dem Hause BMW

  1. Dann sollen sie doch den 3er aus Kohlefaser bauen, einen 70+ kWh Akku rein, 180 kW Motor und ab geht die Luzi. Macht Jungs, macht.

  2. Kuck mir gerade so das Bild an und mein erster Gedanke war ‚Ein blöderen Platz für den Ladedeckel hat man wohl nicht gefunden…‘

    Hoffentlich werden die zukünftigen Autos nicht auch so…

  3. Es bewegt sich was. Tesla hat es tatsächlich geschafft die anderen Hersteller anzustacheln. Das ist gut so. Konkurenz belebt das Geschäft.

    Schön, dass die eingesehen haben, dass der Kohlefaserweg eine Sackgasse ist.

  4. Hyundai zeigt mit dem Ioniq das man auch EAutos ganz konventionell aus Stahl bauen kann die leichter sind als so mancher vergleichbare Verbrenner.

    Sogar das Kohlenfaserwunderauto i3 wiegt nur knapp weniger als der Ioniq, trotz kompakteren Außenmaßen. Irgendwie scheinen deutsche KFZ-Hersteller unfähig zu sein leichte Autos zu bauen.

  5. Persönlich halte ich das für den falschen Schritt.
    Ein 3er BMW wird mit Sicherheit nicht nur elektrisch zu haben sein, d.h. die Grundkonstruktion muss sowohl mit einem E-Antrieb, wie auch mit einem Verbrenner funktionieren. Das Ergebnis wird ein Kompromiss sein. Ob das wirkllich funktioniert? Ich habe da meine Zweifel.
    Sinnvoller fände ich die i-Reihe schneller auszubauen. Das betrifft nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Vermarktung. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass der Verkauf eine E-Fahrzeugs in einem ’normalen‘ Autohaus, in dem auch Verbrenner verkauft werden nicht richtig funktioniert. Eigene i-Stores wären besser geieignet (was wieder bei nur zwei Modellen (i3/i8) keinen Sinn macht.

  6. Sollte, könnte, planen evtl. Eine Nachricht wird es, wenn Fakten auf dem Tisch sind. Abgesehen davon. Wer, außer Menschen, die ihr Auto vom Arbeitgeber/Steuerzahler bezahlt bekommen, kann sich einen BMW dann leisten?

  7. Die Kundschaft wird dann entscheiden, wenn das Auto verfügbar ist und die Daten auf dem Tisch liegen: Akkukapazität, Reichweite, Verbrauch, Preis. Vorher können die soviel ankündigen wie sie wollen.

  8. Vor ein paar Jahren war das noch eine Möglichkeit auf die Schnelle ein E-Auto zu bauen. Verbrenner und den ganzen Stinker-Mist raus und ein paar Batteriezellen rein. Und das wurde als Fortschritt gefeiert.
    Aber jetzt 2016 kann man damit niemanden mehr beeindrucken. Stand der Technik sind reine E-Autos ohne Stinker-Gene.
    Naja, für BMW ist die Bastlertechnik vor 10 Jahren aber total fortschrittlich.
    Hauptsache der Vorstand kann sich gegenseitig auf die Schulter klopfen.

  9. Hier kann man es auch echt niemandem Recht machen.
    Klar geht Kohlefaser-Vollelektro mit 70kWh und 300PS, aber dann kommt wieder das Rumgeheule, dass der Wagen ja viel zu teuer ist.

    Ich zolle BMW immer noch größten Respekt für den Mut zum i3 und jedes weitere Modell mit Teil- oder Voll-Elektrifizierung öffnet anderen Menschen den Zugang zur E-Mobilität.
    Konsequent von 0 auf 100 kann niemand einen Weltkonzern umstellen. Tesla wurde speziell auf diesen Zweck hin ausgerichtet und tut sich da natürlich leichter. Man verprellt ja auch keine Bestandskunden und gefährdet tausende Arbeitsplätze, wenn man plötzlich eine 180 Grad Wende fährt.

  10. Liebe BMW Vorstände. Es ist so simpel und ihr kommt nicht drauf.
    Alle Menschen wünschen sich ein normales E-Auto das genauso aussieht wie alle anderen, keine Selbstmördertüren, keine Weltraumwerkstoffe, keine umgebauten Verbrenner wo die Batterien aus Not heraus im Kofferraum platziert sind. Dem Auto soll nicht anzusehen sein dass es ein ungewolltes Kind ist. Das ganze mit Reichweite +300 km zu bezahlbaren Preisen.

  11. @Leonardtronic
    Dem ist nichts hinzuzufügen … und gilt auf für viele weitere Hersteller, die sich noch immer nicht auf den Weg gemacht haben.
    Natürlich ist es ein schwieriger Prozeß, Konzerne die auf Öl und dessen Verbrennung aufgebaut sind, in einer überschaubaren Zeit umzubauen. Die Gefährdung der Arbeitsplätze in der (deutschen) Automobilindustrie wird aber,so glaube ich, in einen recht überschaubaren Zeitraum deutlich größer, wenn man eben den Umbau nicht engagiert angeht, diesen ggf. sogar aktiv verschleppt. In einem reinem Elektrofahrzeug sind nun mal eine ganze Menge Bauteile nicht vorhanden, die getauscht oder gewartet werden müssen, geschweige denn die ganzen nicht mehr benötigten Produkte aus Öl. Alleine diese Tatsache wird für eine massive Veränderung in der Automobil- und Zulieferindustrie führen.

  12. @Jensen : dem möchte ich mich anschließen. Und wer jetzt verschleppt oder aktiv verpennt der gefährdet mehr als nur ein paar Tausend Arbeitsplätze…

  13. Der BMW Vorstand hat geschlafen oder sich mit dem Engagement in Richtung I3/I8 zu sicher gefühlt und versuchen jetzt noch den Fuß in die Tür zu bringen.
    Vorhandene konventionelle Fahrzeuge auf E-Antrieb umzubauen kann nur eine Notlösung sein. Ich frage mich wie so ein Fahrzeug aussehen soll. Denkt man als Techniker darüber nach kann es nur ein schlechter Kompromiss werden. Also ehrlich, wo sollen den die Batterien in einem 5-er oder 3-er eingebaut werden um ein solches Fahrzeug im reinen E-Betrieb 300+ Km weit zu bringen?
    Es zeigt auch, dass die Lösung aus Carbon wohl nicht für den Massenmarkt tauglich ist, jedenfalls nicht aus der Sicht der Finanzvorstände. Ich hoffe die Verantwortlichen bei BMW entscheiden sich auch dafür mit Vollgas in die Entwicklung reiner Elektroautos zu investieren, solche die mit den Plänen der Konkurrenz mithalten können. Das kann nur sein ein für E-Betrieb geplantes Fahrzeug mit Elementen des Leichtbaus sein.

  14. ….solange es bei Ankündigungen bleibt bringt es alles nix…. Hyundai macht halt einfach und siehe da….Ein Auto was toll aussieht und über 200km locker weit kommt.

  15. Elektroautos bauen reicht nicht.
    Auch Ladestationen werden gebraucht. Und zwar unkompliziert und in ausreichender Menge. Wenn BMW schon nicht fähig ist dasselbe wie Tesla zu tun sollte man sich mit anderen dt Herstellern zusammentun und endlich was tun und nicht einfach auf den Staat und Subventionitis hoffen.
    Auch das Hantieren mit Karten an Ladestellen ist altertümlich. Hier gilt wieder das Beispiel Tesla, oder man macht das gleich kabellos.

  16. BMW wagt es nun anscheinend doch der eigenen Verbrennerpalette elektrisch Konkurenz zu machen. Die Mehrzaht der i3-Käufer hatte vorher keinen BMW.

    Entscheidend für den Markterfolg ist aus meine Sicht nicht, wann welcher Hersteller mit einem der Tesla-Modelle gleich zieht, sondern wer als erstes mit interessanten Zusatznutzen den Kunden etwas bieten kann: Optimierte Rekuperation, Sparsame Klimatisierung (Sitz, Lenkrad, Fußraum, Fond), schnelle AC-Ladung, bidirektionale (bezahlbare) Wallbox mit PV- und BHKW-Anbindung, barrierefreie Ladesäulenzugänge, seniorentaugliche Bedienung, Navi mit aktuellem Ladepunkteverzeichnis und verläßlicher Reichweitenanzeige, …

  17. Ich habe den „Carbon-i3“ noch nie allein als BMWs Einstieg in die E-Mobilität gesehen. Klar hat man mehr riskiert als bspw. VW. Aber die teuren Carbon-Erfahrungen (die man sich üppig fördern ließ) kommen ja nun auch als Motorhauben, Dächer, … bei den Verbrennern zum Einsatz. Dort ist es auch viel sinnvoller, Gewicht zu sparen – da man keine Reku hat.

    Ich halte es schlicht für unmöglich, heute ein „umgefrickeltes“ E-Auto auf Verbrennerbasis zu bauen, welches die gleichen oder bessere Leistungs- +Nutzwerte besitzt wie ein reines E-Auto. Wirtschaftlich kann die Rechnung aufgehen (gleiches Produktionsband, nur geringe Entwicklungskosten, …) aber langfristig ist es eine Sackgasse.

    So, wie BMW jetzt dem i3 einen größeren Akku und wohl auch endlich einen Drehstrom-Bordlader spendiert, so sollte ein modernes E-Auto eben auch AHK und verschiedene Karosserieversionen (Kombi!) bieten. 300km Reichweite reichen den meisten – wenn man überall laden und fast überall beschleunigt und/oder schnell laden kann. Tesla hat dies wohl begriffen.

    Die Kunden merken recht schnell, dass das „Stadtauto“ nur deshalb ein „Stadtauto“ ist, weil man mit einem 3,6kW Bordlader kaum den eigenen Reichweitenumlreis verlassen kann – fast völlig unabhängig von der Akkugröße! CCS auf Langstrecke (so es denn flächendeckend existieren würde) ist ja ganz nett. Aber auch abseits davon sollte man zumindest etwa so schnell laden können, wie man die Energie verfährt: 11kW-22kW Drehstrom …

  18. Gestern Abend hatte ich in Berlin vor der Hessischen Landesvertretung das Vergnügen, einen Berufskraftfahrer mit dem oben abgebildeten 7er BMW – Modell nach seinen Erfahrungen befragen zu können.
    Zitat: „Das kann ja wohl nicht alles sein…!“ …?
    Weil: 36 Kilometer Entfernung legt er je nach Verkehrslage maximal elektrisch zurück.
    ABER: Immerhin ein E – Kennzeichen.
    UND: immerhin eine Typ 2 – Steckdose unterm Ladedeckel. Eine viel zu späte Anerkennung des Europastandarts auch bei BMW!

    P.s.: Kleiner Denkanstoss 🙂 http://www.youtu.be/142KcOlhF1w

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