Tesla: Batteriekosten fallen unter 180 €/kWh

Batteriepreise laut Tesla unter 180 Euro pro Kilowattstunde

Foto: Tesla

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Wie der technische Leiter bei Tesla vor einigen Tagen verlauten lies, sollen die Kosten für Batterien niedriger sein als gedacht. Beim Model S soll eine Kilowattstunde demnach nur noch 238 $/kWh (etwa 178 €) kosten. Dieser Preis wurde eigentlich erst für das Ende dieses Jahrzehnts erwartet.

Seit langer Zeit ist die Frage nach den Kosten für die Batterie bei Tesla ungeklärt. Da Tesla viel größere Speicherkapazitäten kauft, wurde schon länger auf einen niedrigeren Preis als bei Chevrolet oder Nissan spekuliert. Dieses bestätigte sich jetzt nach dem Interview mit JB Straubel.

“They’re way less than half, actually,” he says. “Less than a quarter in most cases.”

Laut Straubel liegen die Kosten bei weniger als einem Viertel des Fahrzeugpreises, was beim Model S mit dem großen 85 kWh Pack etwa 20.250 $ entspricht. Daraus ergibt sich ein Preis von 238 $/kWh.

Die Analysten von McKinsey hatten für 2020 einen Preis von 200 $ (150 Euro) errechnet, wobei diese Grenze bei zunehmender Produktion wesentlich früher erreicht werden wird. Einen großen Anteil an den schnell fallenden Kosten hat sehr wahrscheinlich auch Tesla. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die Elektrofahrzeuge anbieten, setzt Tesla voll und ganz auf die häufig in Laptops verwendeten 18650 Li-Ion Zellen. Dadurch entfällt der teure Ausbau der Produktionsstätten, da diese schon vorhanden sind. Ein weiteres Argument für die niedrigen Kosten sind eindeutig die großen Abnahmemengen.

Hoffentlich werden die Preise weiter fallen und somit auch Elektroautos günstiger werden. Ohne Tesla würde der Markt sich sehr wahrscheinlich langsamer entwickeln. Bleibt abzuwarten, ob der Preisverfall auch Auswirkungen auf stationäre Energiespeicher hat, die für eine regenerative Versorgung mit Strom unerlässlich sind.

Quelle: insideevs

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4 Gedanken zu “Tesla: Batteriekosten fallen unter 180 €/kWh

  1. Amerika importiert jährlich aktuell rund 2 Milliarden Li-Zellen vom Typ 18650, die Weltproduktion liegt bei rund 6 Milliarden Zellen. (Quelle: http://www.economist.com/blogs/schumpeter/2013/06/lithium-ion-batteries)

    20.000 Model S entsprechen also einem Anteil ca. 2,5% am Zellen-Weltmarkt. Kein wirklich großer Anteil, als Einzelabnehmer aber sicher nennenswert.

    Eine Beschleunigung der Entwicklung kann Tesla damit in der Zukunft durchaus bewirken, weil sie einem Zellen-Hersteller für die Einführung einer neuen Technologie schon als Einzelabnehmer wirtschaftliche Abnahmemengen verschaffen können — und verlieren möchte ein Hersteller so einen Kunden sicher auch nicht.

  2. 2,5 % am Weltmarkt finde ich schon eine ziemliche Menge. Hätte ich garnicht gedacht. Danke für die Info 🙂
    Stimmt, da hat der Zellen-Hersteller direkt einen Abnehmer.

  3. Pingback: electrive.net » Brennstoffzellen, Tesla-Batteriekosten, Chevy Volt, HP Velotechnik.

  4. 2,5% am Batteriewelmarkt, d.h. inkl. aller Laptops usw. D.h. aber auch, der Anteil am Batteriemarkt nur für E-Autos müsste dann deutlich höher sein.
    Aber sehr interessant, Tesla scheint auch hier auf dem richtigen Weg zu sein.

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