Elektroauto Batterie: 40% mehr Kapazität, 30% Kosten in 2020

Nissan Leaf Batterie

Foto: Nissan

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Laut einer aktuellen Studie von McKinsey werden die Preise für Lithium-Ionen Batterien von Elektroautos in den nächsten acht Jahren dramatisch fallen. Gleichzeitig soll die Kapazität um bis zu 40 Prozent steigen. Hält die Realität was die Studie verspricht, so sieht es vielleicht doch nicht so schlecht für die eine Millione Elektroautos in 2020 aus.

Fallende Preise für Lithium-Ionen Batterien

Laut den Analysten von McKinsey liegen die Preise für die gesamte Batterie bei etwa 500 bis 600 Dollar pro Kilowattstunde (ca. 400 – 500 €/kWh). Durch optimierte Fertigungsmethoden und sinkende Margen sollen die Preise bis 2020 auf 200 Dollar pro kWh (160 €/kWh) sinken und 2025 sogar nur noch 130 Euro pro Kilowattstunde betragen.

Elektroautos günstiger als konventionelle Autos

Elektroautos könnten gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor schon in den nächsten Jahren bei den Gesamtkosten die Oberhand gewinnen. Als Grenzwert gibt McKinsey einen Batteriepreis von 250 $ pro kWh (200 €/kWh) an, bei Benzinpreisen von 3,5 $ pro Gallone, was in etwa 0,75 € pro Liter entspricht.

Ein Preis, von dem wir nur träumen können, was jedoch gleichzeitig bedeutet, dass sich Elektroautos bei uns schon früher lohnen können.

Kapazitätssteigerung von 40 bis 50 Prozent

Die Steigerungen bei der Kapazität sollen vor allem durch durch ein neues Elektrodenmaterial erreicht werden. Während heute hauptsächlich Graphit eingesetzt wird, sollen künftig Anoden auf Silizium Basis eingesetzt werden. Silizium kann zwar mehr Lithium-Ionen speichern als Graphit, hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: beim Laden und Entladen kommt es zu großen Volumenänderungen, die die Anode innerhalb von wenigen Zyklen unbrauchbar macht. Hochporöses Siliziumdioxid in Form von Nanopartikeln verspricht deutlich langlebiger zu sein.

Große Erwartungen gibt es außerdem an die ‚layered-layered‘ Technik, bei der abwechselnd dünne Schichten von aktivem und inaktivem Kathodenmaterial aufgetragen werden.

Wohin die Reise bei den Lithium-Ionen Batterien gehen wird, das wissen wohl selbst die Wissenschaftler nicht genau. Bewahrheiten sich die Erwartungen, könnten wir schon in zehn Jahren in Elektroautos unterwegs sein, die 250 Kilometer Reichweite bieten und nur wenig mehr als konventionelle Autos kosten.

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5 Gedanken zu “Elektroauto Batterie: 40% mehr Kapazität, 30% Kosten in 2020

  1. Also 10 Jahre wird das glaub ich nicht mehr dauern. Nimmt man den Zoe her, der 210 km Reichweite hat und € 20.000,- kostet abzgl. Förderungen von ca. € 5.000,- (Österreich) komme ich auch schon in den Bereich von einem VW Golf.

    Und in 10 Jahren hat Renault sicher schon Akkus mit 500 km Reichweite. Könnt ich mir vorstellen. Laut Gerüchten soll es ja für den Zoe 2014 ein Upgrade mit 350 km Reichweite geben…. (hab ich zumindest munkeln gehört {:-)

  2. Ganz so optimistisch bin ich nicht.

    500 Kilometer Reichweite werden wir in einem Mittelklasse Elektroauto zu einem normalen Preis auch in zehn Jahren nicht sehen.

    Wieso auch, zwei Drittel der Batterie wären im Alltag ungenutzt, müssen jedoch bezahlt werden.

    Bei den erwarteten Preisen von 130 – 160 €/kWh bis dahin und benötigten 70 – 80 kWh Kapazität für die 500 km, würde die Batterie noch immer 9.000 – 13.000 Euro kosten. Zuviel für ein normales Auto…

    Beim ZOE kommen allerdings noch die Kosten für die Batteriemiete hinzu.
    Hast du eine Quelle für das ZOE Upgrade?

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