3M zieht nach einem Jahr Elektroauto-Test positive Bilanz

3M Opel HydroGen4

Foto: 3M

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Während die privaten Haushalte noch etwas zurückhaltend sind, was Elektroautos angeht, erfreuen sie sich bei Firmen großer Beliebtheit. Entsprechende Förderung macht es möglich. Nun zieht 3M nach einem Jahr eine positive Bilanz und erweitert den Fuhrpark gleich um einen Opel HydroGen4.

Im ersten Jahr legten die vier Elektroautos bei 3M rund 18.000 km zurück und sparten so vier Tonnen CO2. Der Strom dafür wurde an mit Solarzellen bestückten Carports gewonnen, jedoch wurde nur knapp die Hälfte der 6.000 produzierten Kilowattstunden von den Elektroautos benötigt, der Rest wurde in das Netz eingespeist.

Nun erweitert 3M seine Flotte um ein Wasserstofffahrzeug, den Opel HydroGen4. Dieser wurde im Rahmen eines Leuchtturmprojekts von Bund und Länder bereitgestellt.

„Mit diesem Projekt leisten wir, neben unserer bereits etablierten E-Flotte, einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz im automobilen Bereich“, erklärt Günter Gressler, Vorsitzender der Geschäftsführung der 3M Deutschland GmbH. „Als innovatives Unternehmen und als Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für nachhaltige Zukunftsstrategien unterstützen wir das europäische Projekt für Wasserstofffahrzeuge gerne und können durch die praktische Erfahrung Anregungen für weitere Entwicklungen gewinnen.“

Opel HydroGen4

Der Opel HydroGen4 bietet eine Reichweite von 320 km und kann, im Gegensatz zu Elektroautos, in wenigen Minuten betankt werden. Mit seinem 73 kW starken Elektromotor beschleunigt er in 12 Sekunden auf Tempo 100 und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Dass ich kein großer Fan von Wasserstoff bin, das habe ich ja schon an der ein oder anderen Stelle angemerkt. Nicht nur, dass die Erzeugung mit hohen Energieaufwand verbunden ist, wenn man nicht auf Öl als Basis setzt, auch der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur ist mit immensen Kosten verbunden.

Einen wirklichen Fortschritt kann ich bei der Brennstoffzellen-Entwicklung auch nicht erkennen. Seit gefühlten 20 Jahren heißt es: In fünf Jahren sind wir soweit. Bis auf wenige Demonstrationsfahrzeuge hat sich jedoch wenig getan.

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5 Gedanken zu “3M zieht nach einem Jahr Elektroauto-Test positive Bilanz

  1. Wird das Auto auch noch kostenlos zur Verfügung gestellt? Und der Private Mann kriegt keine Förderung sondern wieder Milliardenschwere Unternehmen? Wow! und dann noch 320 km Reichweite! Ein Traum. (ironie aus)

  2. Ach ja, die fool… äh fuel-cell mal wieder. Wenn wir in ein par Jahrzehnten nicht mehr wissen wohin mit dem Windstrom und wenn es eine relativ dauerhafte Speicherlösung für den flüchtigen Wasserstoff gibt (vielleicht ein System mit Ameisensäure), dann kann man die Elektrolyse von Wasserstoff als Zwischenspeicherlösung und für Autos mal in den Blick fassen. Bis dahin stört das mmn nur die Entwicklung der Batterie-Elektrofahrzeuge. Übrigens gasen die langlebigen Nickel-Eisen-Batterien Wasserstoff aus, wenn sie überladen werden – vielleicht irgenwann mal ein schöner Nebeneffekt für jeden mit Solaranlage und dieser Speicherlösung.

  3. @berndine
    Da der Opel HydroGen4 im Rahmen eines Leuchtturmprojekts eingesetzt wird, gehe ich davon aus, dass die Kosten für 3M sehr gering sind, wenn nicht gegen Null gehen.

    @Cavaron
    Als Speicherlösung für Photovoltaik und Wind verspreche ich mir von batteriegestützten Systemen einen größeren Erfolg. Der Umweg über Wasserstoff ist ja doch mit großen Verlusten verbunden.

  4. Nunja da kriegen Milliardenschwere Unternehmen auch 10 Mio. für den Bau eines Pedelecs. o.O

    Für mich ist die Speicherung in Batterien, die jedoch sehr gut recyclebar sein müssen, (95% oder mehr) der bessere Ansatz. Dazu noch erneuerbare Energien und hocheffiziente Gaskraftwerke… Voila. Energiewende 😉

    Oftmals wird ja erzählt, dass Batterien selten Erden und blabla verbrauchen. Meines Wissens nach stimmt das ja so nicht. Brennstoffzellen enthalten laut einem Vortrag letztens Platin. Auch sehr günstig 😉

  5. Stimmt auch nicht. Lithium-Ionen Batterien sind gut recyclebar.

    Mit welcher Batterie-Technologie wir in 10 und mehr Jahren unterwegs sein werden (evtl. Zink-Luft), das kann heute noch keiner vorhersagen

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