Renault Mégane Elektroauto-Umbau: Continental zeigt Kompetenz

Renault Mégane Elektroauto Umbau

Foto: Conti

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Mit einem auf elektrischen Antrieb umgerüsteten Renault Mégane zeigt Continental seine Elektroauto-Kompetenz. Die 40 im Elektroauto-Umbau eingesetzte Komponenten stammen aus der Serie oder sind zumindest marktreif. Mehr über Continentals Elektroauto-Initiative und dem umgebauten Renault Mégane erfährst du hier.

Automobilzulieferer zeigen ihre Kompetenz seit jeher in Demonstrationsfahrzeugen. Deshalb wird man den umgerüsteten Renault Mégane so nie kaufen können. Teile davon haben schon oder könnten demnächst den Weg in die Serie finden.

Elektromotor Renault Mégane

Foto: Conti

Im Elektro-Mégane arbeitet ein Elektromotor, welcher bereit in den Elektroautos von Renault eingesetzt wird. Der Fremderregte Synchronmotor erreicht eine Leistung von 70 kW (95 PS) und ein maximales Drehmoment von 226 Newtonmeter.

Damit beschleunigt das Elektroauto in 11,9 Sekunden auf Tempo 100.

Der Vorteil von fremderregten Synchronmotoren soll der hohe Wirkungsgrad sein, insbesondere bei hohen Drehzahlen. Auch werden keine Seltenen Erden für die Magnete benötigt.

Die Vorderräder werden über ein einstufiges Getriebe und Differential angetrieben.

Elektroauto Ladesystem

Foto: Conti

Für die nötige Energie sorgt eine 18 Kilowattstunden große Lithium-Ionen Batterie, die samt Batteriemanagement und Flüssigkeitskühlung 154 Kilogramm auf die Waage bringt und im Sandwichboden unter den Sitzen untergebracht ist. Das sind immerhin 117 Wh/kg, kein schlechter Wert. Die Reichweite soll bei 150 km liegen.

Aufgeladen wird der Mégane mit einer maximalen Ladeleistung von 10 Kilowatt. Die Ladezeit dürfte damit etwa zweieinhalb Stunden betragen. Der farbige Ring am Ladeanschluss sorgt dabei für Beleuchtung bei Nacht und kann durch Farbwechsel den Ladezustand der Batterie signalisieren.

Intelligente Anzeige Elektroauto

Foto: Conti

Tacho und analoge Instrumente haben im umgebauten Renault ausgedient und werden von einem 12,3 “ LCD-Bildschirm ersetzt. Dadurch lässt sich die Anzeige frei konfigurieren und der Fahrer erhält alle wichtigen Informationen wie Ladezustand, Navigationshinweise, Energiespartipps oder die nächsten Ladesäulen angezeigt.

Mit dem aktiven Gaspedal (AFFP – Accelerator Force Feedback Pedal) hat die Steuerung die Möglichkeit, durch gezielten und variablen Widerstand auf das Fahrverhalten des Fahrers Einfluss zu nehmen und so z.B. bei schwindender Reichweite den Gegendruck zu erhöhen oder auf Gefahren aufmerksam zu machen.

Mehr Reichweite mit den richtigen Reifen – Conti.eContact

Der Elektroauto-Umbau ist mit neuartigen Leichtlaufreifen ausgerüstet – Conti.eContact, die den Rollwiderstand um etwa 30 Prozent reduzieren sollen. Die Reichweite soll damit um etwa zehn Prozent steigen.

Möglich macht dies zum einen das Format von 195/55 R20 und die Aerodynamik-Felgen, zum anderen das Reifenprofil mit dem Verzicht auf Querrillen. Durch den großen Reifendurchmesser verringert sich die Walkarbeit – der Reifen verformt sich beim Kontakt mit dem Boden weniger stark. Die steiferen Seitenwände helfen dabei, dass weniger Energie beim Ein- und Ausfedern verloren geht.

Das ESC Steuergerät MK 60 ermittelt die beste Bremsstrategie. Abhängig von Gas- und Bremspedalstellung, Lenkwinkel, Längs- und Querbeschleunigung wird für das sicherste Zusammenspiel von Rekuperation (Bremsenergierückgewinnung) und Reibbremse gesorgt.

Der von Continental auf elektrischen Antrieb umgebaute Renault Mégane hat auf mehr als 10.000 Kilometern im öffentlichen Straßenverkehr bewiesen, dass die eingesetzten Komponenten serienreif und zulassungsfähig sind.

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