Hyundai plant reichweitenstarke Elektroautos

Foto: Hyundai

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Die Südkoreaner planen laut Reuters eine eigens entwickelte Plattform für Elektroautos mit besonders großer Reichweite. Aber erstmal zwei kleinere E-Autos, die auf bestehenden Strukturen aufbauen.

Hyundais Luxusmarke Genesis könnte ab 2021 elektrischen Zuwachs bekommen. Bild: Hyundai

Tesla hat gezeigt, dass es geht. Jetzt will auch Hyundai eine Reihe Elektroautos auf die Straße bringen, bei denen Reichweitenangst kein Thema ist.

Die Plattform, die speziell für das Vorhaben entwickelt werden soll, bietet mehr Platz für die Batterie, die im Boden des Fahrzeugs verbaut wird. So wird auch der Innenraum des Fahrzeugs geräumig, mit viel Platz für Fahrer und Passagiere.

Wie viel Geld Hyundai für die Entwicklung in die Hand nehmen will, wurde nicht verraten. Nur, dass es eine beachtliche Summe ist. Aber man wolle schließlich nicht von der Konkurrenz abgehängt werden. Auch einen festen Zeitraum für die Fertigstellung gibt es noch nicht – man bittet, wie so oft, um Geduld.

Um die Wartezeit etwas zu versüßen, wollen Hyundai und Schwestergesellschaft Kia im kommenden Jahr je ein kompaktes SUV mit Stecker herausbringen. Beide sollen eine Reichweite von mehr als 300 km haben.

Trotz des beachtlichen Schritts in Richtung mehr Elektromobilität, bleibt man bei Hyundai vorsichtig. Fehlende Infrastruktur und lange Ladezeiten machen es der Branche nicht leicht. Das Thema Wasserstoff will man auch deswegen nicht an den Nagel hängen. Zwar werde die Technologie erst ab circa 2025 richtig Fahrt aufnehmen – sie soll langfristig gesehen aber Potential haben.

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11 Gedanken zu “Hyundai plant reichweitenstarke Elektroautos

  1. Und wie haben wir VW gescholten, als sie begonnen haben ihre MEB Elektroauto-Plattform zu entwickeln, „Ankündigungsweltmeister“ war und ist die beliebteste Bezeichnung.
    Diese ist jedoch inzwischen entwickelt und VW und seine Konzerntöchter können
    jetzt damit ihre jeweiligen Vorstellungen vom Elektroauto umsetzen.
    Dass Hyundai jetzt erst merkt, dass eine solche Plattform das entscheidende Element
    ist, um Elektroautos in großer Zahl und zu günstigen Preise zu produzieren,
    macht sie nicht zum Ankündigungs- sondern eher zum „Schnarch“weltmeister !!

  2. Das klingt doch super. Hyundai hat ja mit dem Ioniq bereits ein nettes Auto am Markt, welches auch käuflich erwerbbar ist, auch wenns noch nicht die spezielle Plattform ist dafür. Zoe und Hyundai schauen auch optisch frisch aus, und haben geile Farben im Programm, beides wirkt sympathisch – auch für Verbrennerfahrer. Sowohl Ioniq als auch Zoe haben Preise, die nicht so weit weg sind vom erreichbaren Level wie ein Tesla zb. und sind auch mit akzeptabler Ladezeit-/Möglichkeit ausgestattet.

  3. Diese Retourkutsche ist einfach zu platt.
    Schließlich fahren die Hyundai’s draußen herum.
    Real und nicht erst übermorgen.
    Alles nur ne Frage der persönlichen Wahrnehmungsebene. 🙂

  4. @André Und einen E-Golf und E-Up gibt es nicht? Lies dir einfach mal die Kommentare zu VW Nachrichten durch falls dir nicht klar ist worum es ging.

  5. Momentan ist niemand zu spät und gut das Hyundai diesen Weg einschlägt.

  6. bp sagte am 1. April 2017 um 00:27 :
    @André Und einen E-Golf und E-Up gibt es nicht?
    Doch sicher gibt es die beiden, aber der alte E-Golf wird seit ca. 5 Monate nicht mehr geliefert. Der neue ist erst ab dem 14.April bestellbar. Und Lieferung wann.? Wie kann man eine Produktion ca. 5 Monate aussetzen und dann dem Kunden vorwerfen sie würden ja nicht Kaufen.! Ein Hyundai IONIQ Style kostet 35500€ und der e-Golf kostet mit vergleichbarer Ausstattung ungefähr 41000€ , wobei der Hyundai bei kleinerem Akku (28kW/h) die gleiche wenn nicht sogar größere Reichweite hat als der Golf.
    Das Autohaus Sangl hat alleine von Dezember bis jetzt 218 Hyundai IONIQ elektric verkauft.

  7. Also wer nun schneller ist oder nicht, ist doch wurscht! Tatsache ist, dass so langsam alle geschnallt haben, dass man E-Autos im Portfolio braucht.
    Wenn VW aus dem Dieselskandal gelernt hat, ist doch gut. Bei all den markentreuen Kunden ist der Multplikationsfaktor zumindest in D höher. Wenn ich heute ein neues Auto bräuchte, wäre es wohl eher ein IONIQ und kein E-Golf, aber sicher nicht wegen des Preises.
    Wenn die Betriebsräte bei VW und MB schon um die Arbeitsplätze in den Motorenwerken bangen und die Vorstände nur vage Beschäftigungsgarantien geben, gehe ich davon aus, dass intern die Sache voll im Rollen ist.

  8. Was Hyundai mit dem Ioniq auf die Strasse gebracht hat ist wirklich beeindruckend.
    Die haben so viele Details richtig umgesetzt, dass ich meinen Hut ziehen muss.

    Den Pokal „Tesla für den kleinen Mann“ kann der Fluence nun an den Ioniq abgeben 😉

    Mein einziger Kritikpunkt an dem Fahrzeug:
    – 28kWh Akku, was ich für solch ein Fahrzeug mittlerweile leider als zu wenig erachte

  9. Der Hinweis auf die Wasserstofftechnik musste zwar kommen, ich denke aber, dass die Hersteller, die sich jetzt mit der Entwicklung von BEVs zurückhalten, weil sie auf die Marktreife der Wasserstofftechnik hoffen, einen großen Fehler machen. Wasserstoff als Energieträger ist logistisch und technisch viel schwieriger handhabbar als in Akkus gespeicherte elektrische Energie. Bei H ist man wieder auf ein spezialisiertes Tankstellennetz angewiesen, und die Speicherung erneuerbarer Energie mittels H ist ineffizient und lohnt sich nur, wenn Strom im Überfluss da ist. Bis es soweit ist, wird es noch lange dauern, und die Batterietechnik wird immer besser und günstiger. Mittelfristig ist man damit wohl besser dran, wenn sich überhaupt irgendwann H noch lohnt…

  10. Naja was das Thema betrifft schlafen andere noch viel fester. Unter Anderem auch Toyota, die fast noch nichts rein elektrisches in größeren Stückzahlen auf dem Markt haben.

  11. Ich bin überzeugt – wenn Hyundai „echte“ E-Autos baut, dann bekommt Tesla endlich Reichweiten-Konkurrenz!
    Sollte dann auch 3phasige Ladung möglich sein bleibt nur noch das „Superchargern“ als Vorsprung.
    In Sachen Effizienz hat Hyundai jedenfalls mit dem Ioniq die Nase (es gibt schönere) vorn!

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