Südkorea: Elektrobus lädt kabellos an Haltestelle

Elektrobus mit induktiver Ladung in Südkorea im Testbetrieb

Foto: KAIST

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Seit kurzem sind in Südkorea zwei Elektrobusse im Einsatz, deren Akkus beim Halten an der Haltestelle kabellos geladen werden. Damit entfällt einiges an Gewicht für schwere Akkus. Die Technik wurde am Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) entwickelt.

Das sogenannte Online Electric Vehicle (OLEV) verfügt über eine Batterie, die nur über ein Drittel der Kapazität eines regulären Elektrobusses verfügen soll. Die maximale Leistung der Motoren liegt bei 100 kW.

Das Besondere an der Technologie: Im Gegensatz zu anderen Elektrobussen müssen keine Oberleitungen installiert werden und auch die Notwendigkeit einer großen Batterie entfällt. Um das Fahrzeug beim Halten schnell wieder zu Laden, muss die Haltestelle jedoch umgebaut werden. Unter dem Asphalt werden Kabel verlegt, die eine elektromagnetisches Feld erzeugen.

Die Technik entspricht dem internationalen Standard für elektromagnetische Felder (EMF). Sobald das Fahrzeug den Bereich zum Laden verlassen hat, wird das elektromagnetische Feld abgeschaltet und der Standby-Verbrauch beschränkt sich auf die Leistungsaufnahme der Steuerung.

Die Busse werden bis zum Ende des Jahres getestet. Wenn die Technik einwandfrei funktioniert, sollen 2015 zehn weitere Fahrzeuge für Gumi City angeschafft werden.

Durch die Technik wird den Kritikern von elektrischen Bussen das wichtigste Argument genommen: Die Reichweite ist irrelevant, da die Stopps sinnvoll für das Laden genutzt werden. Zudem wird die teure Batterie gegen eine kleinere und damit auch günstigere ersetzt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Technik an der Haltestelle nicht zu teuer ist.

Quelle: electriccarreports, KAIST

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