Schieflastverordnung

Schieflastverordnung

Beitragvon Fritzchen-66 » Fr 12. Jan 2018, 14:27

Hallo,

Kennt jemand Wallboxen mit 22kW, die bei einphasiger Abnahme nur 20A pro Phase zulassen, um die Schieflastverordnung nicht zu verletzen?

Gruß Carsten
Fiat 500e hat TÜV, Zulassung mit einzeiligem 380mm Nummernschild, Smart Roadster und Cabrio sind 15 jährig.
Benutzeravatar
Fritzchen-66
 
Beiträge: 97
Registriert: Mo 10. Jul 2017, 04:04
Wohnort: München

Anzeige

Re: Schieflastverordnung

Beitragvon Elektrofix » Fr 12. Jan 2018, 14:46

:klugs: es gibt kein Schieflastverordnung! In der TAB (TechnischAnschlußBedingungen) des Versorgungnetzbetreiber steht das drin, daß am Hausanschlus eine maximale Schieflast von 4kW sein darf, d. h. es geht um Dein ganzes Haus/Wohnung nicht nur um die Ladesäule.
:back to topic:
Einfach des Säule des maximalen Strom auf 20A einstellen, müsste jede Säule machen
Benutzeravatar
Elektrofix
 
Beiträge: 660
Registriert: So 22. Feb 2015, 17:05
Wohnort: Oldenburg (Oldb)

Re: Schieflastverordnung

Beitragvon sunnyvale69 » Fr 12. Jan 2018, 14:48

Ich würde unterstellen das alle für den deutschen Markt produzierten 22kW WBs bei einphasiger Ladung auf mindestens 20A runterschalten. Beispielhaft mal diese hier von wall*e, die geht sogar auf 16A runter ...
siehe weiter unten hier im *.pdf http://www.wallbe.de/wp-content/uploads ... ersion.pdf
Bild
stromert seit 20.3.18 im smart 42ED GreenFlash, Winterpaket, C&M & JBL Sound
Chargemaster HomeCharge 3,6kW und Delphi Ziegel 2,1kW
Benutzeravatar
sunnyvale69
 
Beiträge: 90
Registriert: Do 10. Aug 2017, 13:43
Wohnort: 'Machdeburjer Börde'

Re: Schieflast an der Ladestation

Beitragvon Fritzchen-66 » Fr 12. Jan 2018, 17:08

Elektrofix hat geschrieben:
:klugs: es gibt kein Schieflastverordnung! In der TAB (TechnischAnschlußBedingungen) des Versorgungnetzbetreiber steht das drin, daß am Hausanschlus eine maximale Schieflast von 4kW sein darf, d. h. es geht um Dein ganzes Haus/Wohnung nicht nur um die Ladesäule.

Bedeutet das, wenn meine Wohnung nur mit einer Phase (35A) angeschlossen ist, darf ich nachts alleine nicht kochen, da ich sonst eine zu hohe Last auf einer Phase erzeuge. :lol: Ich muß extra meinen Nachbarn aufwecken, der an einer anderen Phase hängt, damit dieser Strom verbraucht.

Also im Haus die am wenigsten genutzte Phase suchen, und dort dann mit voller Leistung laden. :roll:
Sonst muß ich zu lange warten.

Gruß Carsten
Fiat 500e hat TÜV, Zulassung mit einzeiligem 380mm Nummernschild, Smart Roadster und Cabrio sind 15 jährig.
Benutzeravatar
Fritzchen-66
 
Beiträge: 97
Registriert: Mo 10. Jul 2017, 04:04
Wohnort: München

Re: Schieflast an der Ladestation

Beitragvon kub0815 » Fr 12. Jan 2018, 17:15

ich würde mir eine 22kw Wallbox kaufen damit wäre zumindest für mich die Sache mit der Schieflast ad acta gelegt.

Das kann dir sowiso keiner nachweisen zweitens ist es egal wenn es nicht egal ist sollte man keine Autos die das können mehr zulassen dürfen.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, PlugIn-PV Anlage
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/
Benutzeravatar
kub0815
 
Beiträge: 2773
Registriert: Do 30. Mär 2017, 14:35

Re: Schieflastverordnung

Beitragvon anibager » Fr 12. Jan 2018, 18:06

kub0815 hat geschrieben:
ich würde mir eine 22kw Wallbox kaufen damit wäre zumindest für mich die Sache mit der Schieflast ad acta gelegt.

Das kann dir sowiso keiner nachweisen zweitens ist es egal wenn es nicht egal ist sollte man keine Autos die das können mehr zulassen dürfen.
Schieflast ist nicht egal!

Oder was würdest du sagen, wenn du zum Beispiel plötzlich statt 230V nur 130V oder gar 330V bekommen würdest, mal so als fiktives Beispiel?
Also ist dir Schieflast auch nicht egal.
Der Netzbetreiber muss die Spannungsstabilität in gewissem Rahmen (? 5% ?)garantieren.
Und der Stromerzeuger mittels Generatoren, will auch keine Schieflast sehen.
Es gibt also Gründe, warum es bei einphasiger Belastung Vorgaben gibt.

Mit der Behauptung des nicht nachweisen könnens, wäre ich auch vorsichtig.

LG Gerhard
anibager
 
Beiträge: 46
Registriert: Di 26. Sep 2017, 17:46

Re: Schieflastverordnung

Beitragvon gekfsns » Fr 12. Jan 2018, 18:41

Ich kenne einen Netzbetreiber dem ist das ganze Schieflastthema bei so lächerlichen Strömen, wir reden hier ja nur von 32A, total egal. Ich vermute, wenn es wirklich einen echten Grund dafür gibt, dann eher bei sehr dünner Verkabelung im Haus und nicht wenn man das alles entsprechend dick verkabelt.
Ich frag schon seit einem Jahr jeden nach möglichen echten technischen Gründen, also nicht nur weil es halt so in der selbst geschriebenen Vorschrift drinnen steht, und bisher keiner konnte mir einen echten technischen Grund geben (wie z.B. da ist mal ein Trafohäuschen überhitzt).
Ioniq Electric - bestellt als #29 in der Ioniq Zentrale Landsberg 11/16 - on the road seit 21.12.16
Mach mit bei der eRUDA
Infobroschüre: Elektrisch unterwegs mit dem Ioniq - Informationen von begeisterten Ioniq-Fahrern
gekfsns
 
Beiträge: 1750
Registriert: Do 22. Sep 2016, 18:51

Re: Schieflastverordnung

Beitragvon Vanellus » Fr 12. Jan 2018, 19:13

"Unter Schieflast versteht man die ungleichmäßige Belastung der Außenleiter eines Dreiphasenwechselstromnetzes (Drehstromnetzes). Größere Schieflasten können ohne Kompensation im Extremfall wegen Überhitzung zu Schäden in Kraftwerksgeneratoren und an Leistungstransformatoren führen.

Der Grund von Schäden in Generatoren liegt darin, dass insbesondere der Läufer von den in Kraftwerken verwendeten Synchrongeneratoren als massiver und geschmiedeter Volltrommelläufer ohne Lamellierung gestaltet ist. Der Läufer eines Synchrongenerators ist bei gleichmäßiger Belastung und im synchronen Betriebsfall nur durch ein magnetisches Gleichfeld durchsetzt, und es treten keine Wirbelstromverluste auf. Durch eine Schieflast kommt es zu einem inversen Drehfeld im Läufer, welches zu einer unzulässigen Erwärmung und im Extremfall zur Zerstörung des Generators führen kann. Das inverse Drehfeld verursacht einen Strom in der Dämpferwicklung, dessen Frequenz doppelt so groß wie die Netzfrequenz ist. Die Dämpferwicklung wird hierbei mit geringem Widerstand ausgeführt, um die Verluste gering zu halten."

Einfach mal Wikipedia fragen.
Zoe Zen seit 10.7.2013, perlmuttweiß
Benutzeravatar
Vanellus
 
Beiträge: 1571
Registriert: So 30. Jun 2013, 10:42
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re: Schieflastverordnung

Beitragvon SL4E » Fr 12. Jan 2018, 19:26

sunnyvale69 hat geschrieben:
Ich würde unterstellen das alle für den deutschen Markt produzierten 22kW WBs bei einphasiger Ladung auf mindestens 20A runterschalten. Beispielhaft mal diese hier von wall*e, die geht sogar auf 16A runter ...
siehe weiter unten hier im *.pdf http://www.wallbe.de/wp-content/uploads ... ersion.pdf


Seit wann? Ich habe eine Wallbe-Eco die das nicht macht. Woher soll die ohne Zähler auch wissen ob 1 oder 3 phasig geladen wird.
Ich habe das Forum verlassen
SL4E
 
Beiträge: 2239
Registriert: Do 3. Mär 2016, 13:51

Re: Schieflastverordnung

Beitragvon anibager » Fr 12. Jan 2018, 19:47

gekfsns hat geschrieben:
Ich kenne einen Netzbetreiber dem ist das ganze Schieflastthema bei so lächerlichen Strömen, wir reden hier ja nur von 32A, total egal..


Mich würde interessieren, welcher Netzbetreiber das ist und welch Position dein Kontakt dort innehat.
Wäre nett wenn du dazu Info für mich hättest...
Habe selber oft mit Netz- und Kraftwerksbetreiber Kontakt.

LG Gerhard
anibager
 
Beiträge: 46
Registriert: Di 26. Sep 2017, 17:46

Anzeige

Nächste

Zurück zu Private Lade-Infrastruktur

  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste