Leistungsbedarf: was passiert denn da

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Leistungsbedarf: was passiert denn da

Beitragvon Rumstromerer » Sa 7. Sep 2013, 07:42

Danke für die Rückmeldung.

Hast du da Zahlen und Meßkurven und/oder eine ausführliche Erklärung dazu?

Ich würde mein Wissen gerne erweitern, bislang kenne ich nur wesentlich kleinere BlDC aus eigenen Experimenten und da wurde die Feldschwächung mit erzwungener Kommutierung durchaus genutzt.
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Re: Leistungsbedarf: was passiert denn da

Beitragvon agentsmith1612 » Sa 7. Sep 2013, 07:53

mark32 hat geschrieben:
Weil es gerade zum Thema passt: Der Ampera hatte mit seinen Elektromotoren das gleiche Problem mit dem Effizienzverlust bei hohen Drehzahlen. Zur Lösung des Problems wurde ein Trick mit dem Planetengetriebe angewendet, siehe Opel-Blog von Uwe Winter. Letzlich stellt der "Fahrmodus 2" mit zwei Elektromotoren eine Art Zweiganggetriebe dar und es wird eine rein elektrische Höchstgeschwindigkeit von 160km/h möglich.


Beschleunigt wird aber weitehin nur mit dem normalen Fahrmotor, erst wenn dauerhaft ein niedriges Raddrehmoment gefordert ist wechselt das System in den 2-Motor Modus (Modus 2).
Werden aber hingegen auch bei höheren Geschwindigkeiten höhere Raddrehmomente gefordert arbeitet ein Motor alleine.

Dazu anbei die Grafik und die Quelle dazu.
Dateianhänge
Voltec - Das Antriebssystem für Chevrolet Volt und Opel Ampera.pdf
(1.41 MiB) 65-mal heruntergeladen
Unbenannt.jpg
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Re: AW: Leistungsbedarf: was passiert denn da

Beitragvon Karlsson » Sa 7. Sep 2013, 08:57

Feldschwächung bei permanent erregten Motoren ist möglich und wird im Maschinenbau auch genutzt.
Energetisch natürlich Humbug, hat im E-Auto ohne eigene Oberleitung ja weniger was verloren.
Der Zoe muss beim fremderregten Motor nur seinen Erregerstrom reduzieren, die zusätzlichen Verluste verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Da muss irgendwas im Argen sein, das kann so nicht gut sein.

Der Rollwiderstand nimmt irgendwann leicht zu. Meine es ist so 120-140. Aber das ist minimal und irrelevant.
Die Rollreibung kann man einfach als konstant betrachten, bzw die Leistung steigt linear.
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Re: Leistungsbedarf: was passiert denn da

Beitragvon mark32 » Sa 7. Sep 2013, 09:34

Wichtig ist die Drehzahlerreduzierung des E-Hauptmotors durch den zweiten E-Motor mithilfe des Planetengetriebes. Hier noch ein Link mit Grafik, die untere zeigt die Drehzahlen der E-Motoren in Relation zur Geschwindigkeit, inklusive des "Schaltvorganges".
Tesla Model X Signature ab 2015 *****Tesla Model S 85P rot seit Nov. 2013****** Ampera E-Pionier weiß seit Juni 2012******Drehstromkiste 32A Plus 63A Typ2*****8,1 kWp Photovoltaik*******16 kWh PV-Speicher von E3DC seit Dez. 2013*****nano-BHKW 1kW
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Re: AW: Leistungsbedarf: was passiert denn da

Beitragvon Karlsson » Mo 9. Sep 2013, 05:20

Ist klar. Der Ampera braucht den zweiten E-Motor aber prinzipbedingt ja auch ohnehin. Da ist der Mehraufwand nicht mehr sooo groß. Das ist beim Zoe nicht der Fall, hier wird mit variabler Erregung gearbeitet.
Die Alternative wäre ein Getriebe mit mehreren Gängen. Ließe sich mit dem perfekt steuerbaren E-Motor auch sehr schön als automatisiertes Schaltgetriebe mit nur einer Kupplung ausführen. Aber Renault ist da halt einen anderen Weg gegangen.
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Re: AW: Leistungsbedarf: was passiert denn da

Beitragvon agentsmith1612 » Mo 9. Sep 2013, 07:27

Karlsson hat geschrieben:
Aber Renault ist da halt einen anderen Weg gegangen.


Tesla möchte im Model X noch einen anderen Weg gehen. Dort werden ohnehin wegen Allrad Antrieb schon zwei Motoren verbaut, diese werden dann unterschiedliche Übersetzungen haben. Damit hat man dann in etwa auch ein "2 Gang Getriebe" wenn man das ganze Fahrzeug betrachtet.
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Re: AW: Leistungsbedarf: was passiert denn da

Beitragvon Karlsson » Di 10. Sep 2013, 18:18

Ok, ist dann aber mit Kanonen auf Spatzen schießen. 99% der Kunden brauchen keinen Allradantrieb und er wiegt und kostet einfach.
Beim konventionellen Antrieb schlägt er sich auch stets im Verbrauch gut nieder.
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