Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Spürmeise » Fr 25. Sep 2015, 22:57

Elektrofix hat geschrieben:
Spürmeise hat geschrieben:
Für welche zulassige Erwärmung sind die Schuko-Kontaktfedern wohl ausgelegt?
gar nicht :!: Steckkontake sind nicht für Erwärmung ausgelegt, weil nicht zugelassen. Die Wärme wird von den Messingkontakten in das Kupfer geleitet und schmilzt die Adern in der Leitung zusammen.

Dann wäre der zulässige Strom 0 µA, weil der Übergangswiderstand zwischen Kontaktfedern und Kontaktstift immer > 0 ist und entsprechend Leistung verbraten wird.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon MartinS » Fr 25. Sep 2015, 22:59

Berndte hat geschrieben:
Da steht ja auch Nennstrom und nicht Dauerleistung(Strom).


Ich versuche als Unwissender den Unterschied in diesem Fall herauszufinden:

Ich finde als Definition:
Nennstrom: Der Nennstrom ist bei elektrischen Geräten der aufgenommene elektrische Strom, wenn das Gerät mit der Nennspannung versorgt wird und seine Nennleistung abgibt. Bei der erwähnten Schukodose: 250V 16A

Nennleistung: Als Nennleistung wird die vom Hersteller angegebene („genannte“) Leistung eines Geräts, einer Anlage, mithin eines elektrischen Verbrauchers oder eines anderen Energiewandlers (Generator, Hydraulikmotor, Wärmekraftmaschine) bezeichnet, die diese umsetzen (aufnehmen) oder generieren (abgeben) können.
Meist wird als Nennleistung die maximal im Dauerbetrieb erreichbare Leistung angegeben. Bei Geräten, die nur für den Kurzzeitbetrieb geeignet oder ausgelegt sind (z. B. Lötpistolen, Handbohrmaschinen, Stabmixer), wird jedoch oft die Momentan- oder Maximalleistung angegeben. Diese darf nur über die auf dem Typenschild in der Form von „KB xx min“ angegebene Kurzbetriebszeit (KB-Zeit) abgerufen werden.

Dauerstrom: Der Strom, den ein Bauteil, Draht, Kontakt, Relaiskontakt etc. ohne Überschreitung der zulässigen Erwärmung ständig führen kann.


Eine Angabe des Dauerstroms wäre also optimal. Bei der Angabe eines Nennstromes sollte ich mich als Anwender darauf verlassen können, dass der Dauerstrom gemeint ist, wenn keine andere Angabe darüber gemacht wird.

Berndte hat geschrieben:
Warum wird eigentlich einmal im Monat wieder die Sau neu durchs Dorf getrieben?

Die Sau wird so lange getrieben, bis belastungsfähige Quellen gezeigt werden, dass ein normgerecht installierter Schukostecker keine 16A Dauerleistung aushält.
Erfahrung, persönliche Meinung und Voodoo reichen nicht aus.

Und @TeeKay: Wenn etwas verschlissen ist, kann es nicht mehr normgerecht sein. Bei den Fahrzeugen selbst muss auch regelmäßig ein Service gemacht werden, damit alles passt. Manchmal müssen nach einer gewissen Zeit auch Teile ausgetauscht werden.

Gruß
Martin (dem im Alltag 8A reichen)
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon flow2702 » Sa 26. Sep 2015, 00:47

Elektrofix hat geschrieben:
flow2702 hat geschrieben:
… ich lerne ja auch gern dazu.
Ja lernen musst Du wirklich noch. :old: U.a. nicht den Geduldsfaden zu sehr zu strapazieren, in dem Du hier als Neuling im Forum einen guten und erfahrenden Elektriker (berndte) kein Vertrauen schenkst.

Also wenn eine fachliche Diskussion, sachlich geführt, irgendwelche Geduldsfäden strapaziert, dann sorry dafür. Wirklich.
Da es hier auch nicht speziell um E-Mobilität, sondern um Steckdosen geht, weiß ich auch nicht so recht, was mein Status als "Neuling" damit zu tun hat. Und schon gar nicht geht es darum, dass ich Berndte kein Vertrauen schenke, im Gegenteil, ich bewundere, was hier, vor allem von ihm, geleistet wird.
Ich hake halt nach, wenn hier Dinge in den Raum gestellt werden, die möglicherweise* nicht stimmen. Und erwarte, dass sowas halt fundierter begründet wird als mit "isso". Wenn diese Diskussion schon - wie es scheint - öfter geführt wurde, dann wäre es doch das einfachste, das Ganze mit einem Verweis auf eine tragfähige Quelle (DIN, VDE, etc) dauerhaft zu beenden. Ich würde ja gerne beitragen, aber zu beweisen, dass es etwas nicht gibt, ist naturgemäß schwer bis unmöglich.

*Möglicherweise: Ich meine das ernst, dass ich mich da durchaus überzeugen lasse, falls ich falsch liege, insbesondere da andere auch davon profitieren würden. Dann muss das aber Hand und Fuß haben, ich bekomme z.B. meine Kollegen nicht unbedingt mit nem Wikipedia-Eintrag überzeugt. Zumal ich im Netz auch auf Anhieb genauso viele Gegen"beweise" (z.B. hier: https://www.elektrofachkraft.de/expertenbeitraege/der-schukostecker-und-seine-besonderheiten finde, denen ich aber genauso wenig vertraue.

Elektrofix hat geschrieben:
Mein Anmerkungen zu Deinem ausführlichen Text:
...


Da ich keine Lust auf solche Vergleichereien habe, kommentiere ich das nicht weiter.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Karlsson » Sa 26. Sep 2015, 11:56

MartinS hat geschrieben:
Die Sau wird so lange getrieben, bis belastungsfähige Quellen gezeigt werden, dass ein normgerecht installierter Schukostecker keine 16A Dauerleistung aushält.

Die Praxis hats doch schon hinreichend belegt. Weiß jetzt nicht, wo da Dein Problem ist.
Schuko kann man ja trotzdem nutzen, es müssen ja keine 16A sein. Finde den Renault Ziegel da ok - 10A an unbekanter Schuko und 14A an der dafür ausgelegten mit automatischer Umschaltung.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon PSD22G8 » Sa 26. Sep 2015, 23:24

tylsen hat geschrieben:
Moin zusammen,
Ich spiele mit dem Gedanken mir einen A3 e-tron zuzulegen. In meiner Garage (gemietet) findet sich ein eigener Stromkreis mit normaler Haushaltssteckdose. Ladezeit von rd. 4h über Nacht ist für mich unproblematisch. Es geht mit nur um grundsätzliche Risiken im Vergleich zu Wallboxen.

Danke für Antworten. :)

Gruß


Ich beantworte mal die Frage des Threadstarters ohne Fachzusimpeln.
Der ICCB vom e-tron hat Serienmäßig zwei Kabel dabei.
Einen 16A CEE (die sogenannte Industriesteckdose oder Stecker) -> Wenn man dieses Kabel und den ICCB zusammenbringt und an einer 16A CEE Steckdose das ganze anklemmt, kann man mit 3,7 kW laden.

Den ICCB kann man auch mit einem Schuko adaptieren. In diesem Fall kann man mit 10A laden. Das ist die Standardeinstellung am ICCB! 10A als Dauerlast (in dem Fall 4 Stunden) geht eigentlich bei fast jeder Schukosteckdose. Außer das Ding ist Asbach Uralt.
Den ICCB kann man wenn man denkt das die ganze Installation ein Problem haben könnte, auch mit nur 50% betreiben. In dem Fall dann mit 5A das entspricht ca. 1.150 Watt. Ladezeit = ca. 8 Stunden!
Wenn das eine Steckdose oder die Installation nicht durchhalten sollte, dann muss man sich Gedanken machen ob statt Stromkabel Telefonlitzen gezogen wurden. Außerdem hat der ICCB vom e-tron ein Schutzmechanismus. Sobald ein Kabel nicht genügend Power aushält, kommt der Fehler "F430" d.h. ich kann nicht laden :o

Ich klemme den ICCB an jede Steckdose die ich finde. Bis dato keine Probleme gehabt.

Generell sollte man natürlich eine Leitung die Ständig für ein EV genutzt werden soll, zur Sicherheit von einem Elektriker prüfen lassen.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Mudi Manni » So 27. Sep 2015, 05:06

:danke: :thumb: guter Beitrag, den Rest kann ich nicht mehr hören. LG,
Mudi Manni :D
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Daß mir der Hund das liebste ist, sagst Du oh Mensch sei Sünde, doch der Hund bleibt mir im Sturme Treu, der Mensch nicht mal im Winde!
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Elektrofix » So 27. Sep 2015, 11:59

Spürmeise hat geschrieben:
… Dann wäre der zulässige Strom 0 µA, weil der Übergangswiderstand zwischen Kontaktfedern und Kontaktstift immer > 0 ist und entsprechend Leistung verbraten wird.
Du willst mich auf dem Arm nehmen, oder? Natürlich erwärmt sich jeder Klemmstelle, jedoch wirst Du von keiner seriösen Quelle einen Temperatur in °Celsius genannt bekommen, wie warm einen Steckverbindung werden darf.
Eine Regel, die mir mein alter Meister sagte: Kannst Du es noch anfassen, ist es noch OK. Nur ist das keine seriöse Aussage.

flow2702 hat geschrieben:
… weiß ich auch nicht so recht, was mein Status als "Neuling" damit zu tun hat.
Ich habe Dir unterstellt, das Du Dich noch nicht ausgiebig im Forum umgeschaut hast, und hier einigen Leuten unbedarft auf die Zehen trittst.
Zu meinen Anmerkungen die Du nicht kommentieren willst: Du hast geschrieben
Von einem "Gleichzeitigkeitsfaktor" … habe ich noch nichts gehört, lasse mich aber mit einer Quelle gern vom Gegenteil überzeugen, ich lerne ja auch gern dazu.
und wolltest wissen, wo mach dass lernen kann. Also habe ich Dir den Weg beschrieben, den Du dafür zurücklegen musst, um das Wissen zu erlagen. Mit Vergleichereinen hat das nichts zu tun; wollte auch nicht den Eindruck erwecken, daß ich den Ausbildungsweg von andern nicht akzeptieren.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon TeeKay » So 27. Sep 2015, 13:25

Gibts vielleicht eine Norm, die besagt, dass Geräte mit zu erwartenden Dauerströmen von 16A über mehrere Stunden gar keinen Schuko-Stecker haben dürfen? Das würde erklären, weshalb sich in den Datenblättern zu Schuko-Dosen keine Angaben zur Dauerstromfestigkeit finden lassen. Mir fallen jetzt außer Elektroautos auch keine Geräte ein, die 16A über Stunden über Schuko ziehen würden.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon EVduck » So 27. Sep 2015, 13:43

Ich habe gelernt dass Geräte über 10A/2,3kW Anschlussleistung nicht per Schuko angeschlossen werden dürfen. Ich weiß allerdings nicht mehr welche Norm oder ob es in den TAB stand.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon flow2702 » So 27. Sep 2015, 13:47

TeeKay hat geschrieben:
Gibts vielleicht eine Norm, die besagt, dass Geräte mit zu erwartenden Dauerströmen von 16A über mehrere Stunden gar keinen Schuko-Stecker haben dürfen? Das würde erklären, weshalb sich in den Datenblättern zu Schuko-Dosen keine Angaben zur Dauerstromfestigkeit finden lassen. Mir fallen jetzt außer Elektroautos auch keine Geräte ein, die 16A über Stunden über Schuko ziehen würden.


Irgendwo habe ich mal gelesen (damit ausdrücklich keine belastbare Quelle!), dass nur Geräte bis 2kW "per Aussteckvorgang" lastfrei geschaltet werden dürfen.
Dass man einen mit 16A belasteten Stecker nicht unter Last zieht (am besten macht man das gar nicht), sagt einem (hoffentlich) eh der gesunde Menschenverstand. Ich vermute aber mal, dass viele der hier zitierten Schmelz- und Schmauchspuren genau davon kommen.
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