Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon student » So 13. Sep 2015, 12:11

Ja, unbedingt die bestehende Verkabelung prüfen (lassen)!

In meiner 15 Jahre alten Installation sind Abzweigungen mit Wago-Dosenklemmen ausgeführt,
die bei meinem Check einen sehr guten Eindruck machten. Allerdings fand ich im Kleinverteiler
eine Schraubklemme, die nicht angezogen war! Da hätte ich nicht gern 10A drüber geschickt!

Und dann während des ersten Ladevorgangs schauen, ob sich etwas erwärmt, z. B. mit einem
IR-Thermometer.

Beste Grüße!
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Berndte » So 13. Sep 2015, 12:34

Wann wird man endlich begreifen, dass man NICHT an jeder x-beliebigen Schukosteckdose laden kann?

Entweder prüft ein Fachmann (nicht der Kumpel, der schon mal ne Waschmaschine repariert hat!) die Installation.
Das aber komplett von der Absicherung, inklusive aller Abzweigdosen, Leitungsverlegung und ganz zum Schluss die Steckdose.
Der komplette Strang muss dauerhaft den Ladestrom verkraften! Nicht nur die Schukosteckdose.
Es ist absolut wichtig, dass man nicht immer nur die Steckdose im Auge behält... im schlimmsten Fall fackelt dann eine schlechte Abzweigdose aus den 60er Jahren ab und setzt die Bude in Brand!
Deshalb halte ich es für einen großen Fehler von Renault eine "spezielle Schukosteckdose" zur Notladebox dazu zu geben.
Wie viele Hobbyelektriker werden diese dann an ihre 60er Jahre Installation selber anbauen?

Also wenn man unbedingt mit Schuko laden will, dann lässt man sich eine separate, neue Leitung nur für die Fahrzeugladung verlegen und vom Fachmann anschließen! Dann kann man auch gleich die paar Euro mehr investieren und mindestens 5x2,5mm² verlegen lassen. Das kostet nicht viel mehr und man kann dann auch ohne schlechtes Gewissen später 11kW Drehstrom laden.

Mein Haus ist das beste Beispiel:
Wenn ich nicht vom Fach wäre, würde ich behaupten, dass die Schuko-Steckdosen in der Garage sich ideal zum Laden des Elektroautos eignen. Sind gerade neu installiert worden und von einem Markenhersteller. Keine Verkohlung, alles super!
Denkste! ... die Garageninstallation wurde vom Vorbesitzer mal erneuert, aber leider wurde in den 60er Jahren eine Garage angebaut, welche keinen Stromanschluss hatte. Mein Vorbesitzer hat also nur hinter der Wohnzimmersteckdosen in der Ecke ein Loch gebohrt und sozusagen hier die komplette Garage angezapft! Diese Leitung geht dann in den Garagenverteiler.
Leider gibt es für das komplette Erdgeschoss hier nur einen einzigen Sicherungsautomaten. Die Ableitung vom Sicherungsautomaten geht dann durch sämtliche Räume durch die Abzweigdosen und Steckdosen. Immer wieder durchgeschleift!
Also ich kann schon behaupten, dass die Schukosteckdosen in der Garage nicht abfackeln wird.... eher die schlechteste Verbindung hinter dem Nachttischchen im Schlafzimmer!


Denkt mal drüber nach....

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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon eW4tler » So 13. Sep 2015, 14:21

MartinS hat geschrieben:
Diese Aussagen sind einfach nur Blödsinn.
Das ist KEIN Blödsinn, sondern hängt mit den Grundlagen, Normen und Regeln der Elektrotechnik zusammen!

Eine Schuko ist nur für 10A Dauerlast und 16A Spitzenlast zugelassen. Die Verkabelung dazu, mit all den Klemmstellen kommt dann noch oben drauf. Was willst du also mit 2,3 oder 3,7kW Laden? Derzeit haben wir 22-30kWh Akkus und bald gehen wir auf die 40kWh zu. 10h Laden? So werden wir die Elektromobiliät nicht in die Breite bringen!

Nur weil es für dich und dein TWIKE funktioniert, kannst du daraus keine Regel und Grundlage ableiten. Betrachte das einmal aus der Sicht der Elektrotechnik(wenn möglich) und im Hinblick auf die Entwicklung von EV´s, die 30kWh und mehr zu laden haben!

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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Karlsson » So 13. Sep 2015, 15:19

Sehe da jetzt nicht so das Problem. Bei Zoe ist der Wirkungsgrad halt mies.

Aber 2kW über Nacht sind doch eigentlich in Ordnung. Denke da kann ein Großteil schon mit Leben.
Schneller ist halt netter, aber ich werde nichts weiter in meinen Mietkeller investieren.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Twizyflu » So 13. Sep 2015, 16:51

Leaf 10A ICCB 2.2 kW -> kein Problem.
Neue Schuko mit 16A Absicherung.

Auch mit 16A wird es hinhauen (3,7 kW) mit Typ 1 Ladestation.
Ladestationen (mobil/stationär) & Ladekabel: https://www.nic-e.shop

Aktuelles E-Fahrzeug: seit 04/17: Hyundai IONIQ Elektro Style
Soon: Hyundai KONA Elektro 64 kWh Premium by Sangl
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon MartinS » Mo 14. Sep 2015, 00:34

eW4tler hat geschrieben:
MartinS hat geschrieben:
Diese Aussagen sind einfach nur Blödsinn.
Das ist KEIN Blödsinn, sondern hängt mit den Grundlagen, Normen und Regeln der Elektrotechnik zusammen!

Eine Schuko ist nur für 10A Dauerlast und 16A Spitzenlast zugelassen. Die Verkabelung dazu, mit all den Klemmstellen kommt dann noch oben drauf.

Zeige mir bitte diese Norm.
In der DIN 49440/49441 sind zweipolige Steckdosen/Stecker mit Schutzkontakt beschrieben. Demnach ist Schuko für 10A Gleichstrom und 16A Wechselstrom bei 250V zugelassen. Ohne Zeitangabe.
Schlechte Qualität und zu geringe Leitungsquerschnitte (also Pfusch) sind dabei nicht vorgesehen.

eW4tler hat geschrieben:
Was willst du also mit 2,3 oder 3,7kW Laden? Derzeit haben wir 22-30kWh Akkus und bald gehen wir auf die 40kWh zu. 10h Laden? So werden wir die Elektromobiliät nicht in die Breite bringen!

Nur weil es für dich und dein TWIKE funktioniert, kannst du daraus keine Regel und Grundlage ableiten. Betrachte das einmal aus der Sicht der Elektrotechnik(wenn möglich) und im Hinblick auf die Entwicklung von EV´s, die 30kWh und mehr zu laden haben!

Ich sehe Elektromobilität nicht nur als eine Alternative, um Energie zu verschwenden, sondern als eine Möglichkeit Energie effizienter zu nutzen und damit weniger zu verbrauchen.
Mein TWIKE lädt normgerecht an der Schukosteckdose mit 3,7kW pro Minute einen Kilometer. Ich drittle also deine Ansprüche, um ca. dieselbe Reichweite zu erzielen. Mit Zusatzlader geht es an zwei separat gesicherten Schukos doppelt so schnell :)

Bitte komm herunter vom hohen Ross, dass nur Akkus über 30 kWh etwas taugen. Und akzeptiere, dass andere sich auch etwas auskennen. Ich finde es auch schön, dass die Reichweiten steigen und die Ladungen schneller werden, aber oft - sehr oft - findet man mit der vorhandenen Infrastruktur das Auslangen.

Energiesparenden Gruß
Martin
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon volker » Mo 14. Sep 2015, 09:18

Bei vielen Fahrzeugen fließt ein Teil der zugeführten Leistung in andere Verbraucher, die während des Ladevorgangs aktiv sind: BMS, Lüfter, Umwälzpumpen. Diese Energie landet nicht in der Batterie.

Eine höhere Ladeleistung verkürzt also nicht nur die Ladedauer, sondern erhöht auch die Effizienz.

Ein Check der Installation, an der geladen werden soll, ist absolut empfehlenswert. Wer darüber nichts investieren will, kann das gerne tun. Wenn man aber Geld in die Hand nimmt dann lieber gleich richtig. Eine Vorbereitung für 11kW Ladeleistung pro Stellplatz mit Option auf intelligentes Management (Datenkabel) ist m.E. zukunftssicher.
Autos und Häuser brauchen keinen Auspuff.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Elektrofix » Di 22. Sep 2015, 22:27

MartinS hat geschrieben:
In der DIN 49440/49441 sind zweipolige Steckdosen/Stecker mit Schutzkontakt beschrieben. Demnach ist Schuko für 10A Gleichstrom und 16A Wechselstrom bei 250V zugelassen. Ohne Zeitangabe.
Schlechte Qualität und zu geringe Leitungsquerschnitte (also Pfusch) sind dabei nicht vorgesehen.
Dummheit von Nutzern einen Schuko mit mehr als 10A zu belasten auch nicht :?:

Ich frage mich immer wieder warum Leute hier immer wieder so einen Scheiß posten. :evil:
Glaubst Du - MartinS - eigentlich, das WIR elektrischen Menschen nicht wissen wovon wir schreiben :?: Die DIN ist das Soll (=Wunsch), die Praxis ist die Wirklich (=Ist)
Und nur so aus der Erfahrung von einem Sachkundigen TREI und einer VEFK: Habe heute bei der E-Prüfung eine Aquastar-Steckdose ersetzen müssen, wo nur ein Untertischgerät eingesteckt ist. Sie war verschmort und das bei gerade 2000W, das sind nicht einmal 10A.

@Guy: Ist es in diesem Forum möglich, die Namen von nachgewiesen Elektrofachkräften vielleicht farblich darstellen wie von den Moderatoren? Es ist dann einfacher für interessierten Lianen die glaubhaften Beiträge zu finden.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Karlsson » Di 22. Sep 2015, 22:48

MartinS hat geschrieben:
Demnach ist Schuko für 10A Gleichstrom und 16A Wechselstrom bei 250V zugelassen. Ohne Zeitangabe.
Schlechte Qualität und zu geringe Leitungsquerschnitte (also Pfusch) sind dabei nicht vorgesehen.

Da reichen 1,5mm² nach VDE aber nicht mehr aus und mehr werden viele nicht haben.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon TeeKay » Di 22. Sep 2015, 22:55

Guter Vorschlag, lass uns das hier diskutieren.
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Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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