Großbaustelle Ladestation am Mehrfamilienhaus

Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon imievberlin » So 13. Sep 2015, 23:38

Tolles Projekt mit schönem Ende !
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon PowerTower » Mo 14. Sep 2015, 09:11

Vielen Dank für euren Zuspruch. ;)

eMarkus hat geschrieben:
Ich habe an unserer Wohnung das Glück, dass wir eine kleine gemeinschaftliche Tiefgarage haben, und dadurch das ganze ohne Erdarbeiten von statten gehen konnte. Allerdings musste ich trotzdem die Genehmigung wie Du von der Gemeinschaft einholen und weil neue Rohre (zur Aufnahme vom Kabel) durch dicke Stahlbetonwände gelegt werden mussten hat mich der Spass weit über 1 000 Euro (ohne Wallbox) gekostet.

Hallo Markus,

bist du Eigentümer oder Mieter der Wohnung? Als Eigentümer ist die Hemmschwelle für so eine Investition erfahrungsgemäß niedriger. Ich habe ohne Wallbox etwa 300 Euro bezahlt und finde das als Mieter gerade noch vertretbar. Denn ich muss immer die Überlegung mit einbeziehen, ob ich denn in drei Jahren noch in dieser Wohnung heimisch bin. Aber da Elektromobilität aus heutiger Sicht nur dann gut funktioniert, wenn man eine eigene Lademöglichkeit zu Hause oder eine öffentliche Ladestation direkt vor der Haustür nutzen kann, war die Entscheidung alternativlos.

Daher kann ich es verstehen, wenn Mieter sich trotz Genehmigung mit der Umsetzung schwer tun, weil sie aus eigener Sicht nicht nachhaltig ist. Es gibt zwei Anreize, warum man es denn trotzdem macht.
- a) Der Eigentümer beteiligt sich an den Kosten, weil es seine Wohnung schließlich aufwertet.
- b) Man sieht es als persönliche Förderung der E-Mobilität und freut sich, wenn der Nachmieter dann auch stromern kann.

Bei 1.000 Euro Investition ohne Wallbox wüsste ich allerdings nicht, ob ich das auf eigene Kosten gemacht hätte. Vermutlich wäre ich dann zunächst lieber zur 1 km entfernten öffentlichen Ladestation gelaufen. Wer weiß.

Ich würde mich auch sehr darüber freuen, wenn ich beim Umzug in die nächste Wohnung schon eine Lademöglichkeit vorfinde, die ich direkt nutzen oder zumindest mit wenig Aufwand nach meinen Wünschen anpassen kann. Das ist heute ein echter Wettbewerbsvorteil am Immobilienmarkt, der aber von den Anbietern als solcher noch nicht wahrgenommen wird.

Gruß
Micha
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon eMarkus » Mi 16. Sep 2015, 23:06

Hallo PowerTower,

die weit über 1000 Euro sind in unserer Eigentumswohnung, haben aber dort die letzten 2 Jahre nur 2 Monate dort gewohnt, weil wir ständig auf Achse waren.

Du hast das kostenmässig super hinbekommen, aber halt auch richtig viel Eigenleistung reingesteckt.

Liebe Grüße,

eMarkus
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon mbrod » Fr 13. Mai 2016, 11:31

spark-ed hat geschrieben:
Bei einphasiger Ladung kannst du durch Parallelverwendung von je 2 Adern den Spannungsverlust auf der Leitung noch etwas minimieren.
Bringt bei 30m und 16A immerhin gute 50W weniger Verlustleistung.

So eine Überlegung habe ich bei unserer zu planenden Installation auch schon gehabt. Aus technischer Sicht spricht ja nichts dagegen. Gibt es eventuell Installationsbestimmungen (Farbcodierung der Adern?), die dagegen sprechen?
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon Elektrofix » Fr 13. Mai 2016, 14:20

mbrod hat geschrieben:
... Gibt es eventuell Installationsbestimmungen (Farbcodierung der Adern?), die dagegen sprechen?
Jupp, der GrünGelbe darf keine Spannung haben, und bestimmt die Schutzmaßnahme davor. Soll heißen: 5x1,5mm² geschaltet als 2x3mm²+PE1,5mm² ist immernoch ein Leitungsschutz von 13A einzuhalten.
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon mbrod » Fr 13. Mai 2016, 21:17

:danke: Dann könnte man für den Neutralleiter z.B: Blau-Braun und den Außenleiter Schwarz-Grau verwenden?
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon Elektrofix » Fr 13. Mai 2016, 21:39

mbrod hat geschrieben:
:danke: Dann könnte man für den Neutralleiter z.B: Blau-Braun und den Außenleiter Schwarz-Grau verwenden?
Naja, schöner ist Braun und Schwarz, weil diese Immer Phasen sind und waren. Grau und Blau passt besser zusammen.
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon Berndte » Sa 14. Mai 2016, 07:35

...und idealerweise macht man an beide Enden eine Notiz ran, da es zwar zulässig ist aber nicht unbedingt üblich.
Verwirrt dann den Dorfelektriker vollends ;)
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Re: Großbaustelle Ladestation am Gemeinschaftseigentum

Beitragvon germanjoe » Do 3. Aug 2017, 18:53

spark-ed hat geschrieben:
Hallo PowerTower,

Als wirtschaftlich sinnvollen Kompromiss fände ich 5x2,5mm² schon überlegenswert.
Bei einphasiger Ladung kannst du durch Parallelverwendung von je 2 Adern den Spannungsverlust auf der Leitung noch etwas minimieren.
Bringt bei 30m und 16A immerhin gute 50W weniger Verlustleistung.
Der Unterschied zwischen 3x2,5 und 5x2,5 ist preislich wirklich zu verkraften.

Kann damit für einen eiligen E-Mobil-Nachnutzer dann immer noch auf 11kW gepimpt werden.
Mehr geht bei dem gegebenen Verhältnissen mit 35A Vorsicherung sowieso nicht ohne Weiteres.


Coole Rechnung Leute!
Wohl gleich der wichtigste Aspekt, Strom sparen zu erst und 50W/Stunde x Ladezeit ein Dauersparer! Wenn der Leitungsweg nicht all zu verwinkelt verläuft kann ich zudem nur noch ein Leerrohr empfehlen, evtl mit einem Zugseil, mit dem man jederzeit ein weiteres Kabel durchziehen kann.
Grüße: germanjoe alias Elektrolurch
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