Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon MichaRZ » Mi 5. Aug 2015, 07:16

Insofern ist der Typ A-EV universeller und unter weniger Einschränkungen einsetzbar als ein Typ B. Das dürfte daran liegen, dass der A-EV eben keine echte Typ B Funktionalität bietet, sondern eine elektronische Schaltung enthält. Laut Doepke ist der A-EV ausgestattet ist mit "einer aktiven netzspannungsabhängigen Funktion zur Erkennung glatter Gleichfehlerströme und einer Auslöseschwelle von 6 mA".

Er beinhaltet damit die laut Norm vorgeschriebenen "Maßnahmen zum Schutz vor Gleichfehlerströmen". Der A-EV darf natürlich nicht als Ersatz verwendet werden, wenn ausdrücklich Typ B vorgeschrieben sind. Darauf weist Doepke im Datenblatt auch eindeutig hin.

Der Kernpunkt: Typ B sind in der Norm eben nicht vorgeschrieben, sondern ausdrücklich nur mit dem Zusatz "z.B." angeführt.
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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon novalek » Mi 5. Aug 2015, 08:24

Respekt - bei soviel Sicherheitsbetrachtungen u.a. im Doepke. Sag mal, das Thema muß die Fachwelt künftig weiter aufarbeiten, um unumstößliche Richtlinen für Ladesysteme zu definieren - ein Installations-Elektriker(Meister) wäre da voll überfordert.
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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon PowerTower » Mi 5. Aug 2015, 12:05

Mein Elektriker wusste bis vor zwei Wochen nicht mal, dass es so etwas wie einen FI Typ B gibt. Als ich ihn auf diesen Wunderkasten hinweisen wollte meinte er, dass ich das wohl verwechseln würde mit einem LSS der Auslösecharakteristik B. Er hätte mir die 11 kW Wallbox mit einem ganz normalen FI Typ A abgesichert. Den kennt er, der hat sich bewährt. Die Thematik mit dem Schutz vor Gleichfehlerströmen scheint also zumindest beim einfachen Hauselektriker Neuland zu sein. Und der Nutzer soll's verstehen?
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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon Berndte » Mi 5. Aug 2015, 20:39

OK: Fangen wir mal. Darf diese Anleitung dann jeder erweitern/anpassen, oder muss man seinen Gesellenbrief vorzeigen?

Laden an Schukosteckdose:
- Empfehlung ist eine separate Zuleitung mit eigener Absicherung verlegen zu lassen
- Bei unbekannter Installation (zB als Gast bei Freunden) ist der Ladestrom drastisch zu reduzieren (max. 10A)
- Mindestens ein FI Typ A ist vorzusehen

Laden an Drehstrom:
- Empfehlung ist eine separate Zuleitung mit eigener Absicherung verlegen zu lassen
- Wird eine mobile Ladelösung (sogenannte Ladebox) eingesetzt, so wird eine rote CEE Steckdose (16A oder 32A) empfohlen.
- Eine CEE Steckdose muss mindestens mit einem FI Typ A abgesichert sein, wenn jedoch geplant ist

... bitte weitermachen...
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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon umberto » Mi 5. Aug 2015, 20:57

Berndte hat geschrieben:
... bitte weitermachen...


BItte hier weitermachen:
http://www.goingelectric.de/wiki/Absich ... 8FI/RCD%29

Gruss
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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon lingley » Mi 5. Aug 2015, 20:58

Das Thema FI-B läuft anscheinend in einer Zeitschleife ...
ladeequipment/allstromsensitive-fehlerstromschutzschalter-typ-b-t395.html#p3354
lingley
 

Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon Lokverführer » Do 6. Aug 2015, 13:11

Von Siemen gibt es nun übrigens ein nettes Video, welches zumindest die Typen AC, C, B und B+ vorstellt. Fehlt bloß noch Typ F :)

https://www.youtube.com/watch?v=dVUH9uv-Mqo
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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon EVduck » Do 6. Aug 2015, 13:46

PowerTower hat geschrieben:
Mein Elektriker wusste bis vor zwei Wochen nicht mal, dass es so etwas wie einen FI Typ B gibt.

Dann hat er noch nie einen Baustromverteiler auf einer Baustelle mit Kran angeschlossen. Oder überhaupt einen Baustromverteiler. Oder sein Meister hat ihm den FI-B gegeben und gesagt: Mach mal...
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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon JoDa » So 9. Aug 2015, 11:23

Hallo,

wie gesagt, werde ich mich an dieser Endlosdiskussion nicht (mehr) beteiligen.
Stattdessen habe ich das WIKI aktualisiert.
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Re: Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon Elektrofix » So 9. Aug 2015, 16:20

JoDa hat geschrieben:
… Stattdessen habe ich das WIKI aktualisiert.


Hallo JoDa, Du schreibst im Wiki Weil Laien oft teure nicht notwendige Fehlerstromschutzorgane FI =RCD aufgeschwatzt werden, folgt nachfolgend eine Klarstellung: Für den üblichen Netzanschluss (TN-Netz) übernimmt für jeden Stromkreis ein Leitungsschutzschalter LSS nicht nur den Schutz der Leitung vor Überlast und Kurzschluss sondern auch den Schutz vor Isolationsfehlern.

Dazu habe ich zwei Frage:
- Wie soll ein LSS vor Isolationsfehler schützen. Ein LSS16 brauch 80A um innerhalb der zulässigen Zeit auszulösen, und das sind mehr als 60W, welches die Grenze für den Brandschutz ist. Brände werden vokalem durch Isolationsfehlern ausgelöst :!:
- bei uns im VDE-Raum ist es seit Juli07 Pflicht einen FI<30mA in einem Stromkreis einzubauen, wenn ein Laie einen Stecker in die Steckdose stecken kann (Erweiterung/Neubau), ist das in Österreich nicht der Fall :?:

Liebe Grüße aus dem Norden
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