Stromversorgung für Laternenparker

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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Blue shadow » Do 19. Okt 2017, 07:12

Mal ne Frage...stehen laternen immer unter strom? Wird nicht über ein signal die lampe ein und ausgeschaltet? Sitz das relais in der lampe oder im zentralem schaltkasten?
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon AbRiNgOi » Do 19. Okt 2017, 07:40

umali hat geschrieben:
Was ist denn davon zu halten, an JEDER Laterne einen billigen 16A Schuko 1p zu platziern? Da kann dann jeder Schnarchladen und man braucht auch keine speziellen E-Ladeparkplätze, (die eh vom Verbrenner zugeparkt werden würden).
Das wäre dann wie bei EFH-Besitzer - nur öffentlich. So ein Kartenabrechnungsmodul neben jeder Dose, was gleich per Powerline kommuniziert, kann bei Massenanwendung doch auch nicht viel kosten.

Die Sturzgefahr, die von den Ladekabeln Laterne <-> BEV ausgeht, sehe ich noch als nicht gelöst an.
VG U x I


Nicht so kompliziert und teuer. Meine Idee dazu war einmal vor 4 Jahren:
CEE16blau an alle Laternen, immer aktiv.
Bezahlung mittels Tageskarte/Monatskarte etz. im Bezirksamt, ausgefüllt hinter die Windschutzscheibe. Oder eine Jahreskarte als Vignette. Hotels etz. aus der Umgebung können Tageskarten zum Zimmer dazu geben.
Wer darf die Stecker nutzen? Jeder der eine Berechtigung sichtbar im/am Fahrzeug hat darf dort die angegebene Zeit stehen (das kann a8uch ein Jahr sein) und unbewacht angesteckt sein. (maximal eine Verriegelung bei aktivem Stromfluss). Jede anderwertige Verwendung des Steckers ist nur erlaubt, wenn man beim Fahrzeug bleibt, dafür dann kostenfrei. Warum nicht auch zum Staubsaugen verwenden, auch einen Verbrenner? oder polieren? Was nicht geht: Standheizung anstecken beim Verbrenner, ausßer man steht daneben.
Wer sein Fahrzeug ansteckt ohne Karte/Vignette bekommt eine Anzeige wenn ein Ordnungshüter dich erwischt. Wer im Fahrzeug bleibt darf aber auch ohne Karte.

Jede andere Bezahlform wäre nur teuer.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Fire » Do 19. Okt 2017, 08:02

Das trifft natürlich nicht überall zu aber grade bei nicht allzu grossen Städten sind auch viele mehr oder weniger freiwillig Laternenparker. Oft hat es schon in näherer Umgebung Parkplätze oder Parkhäuser in die man sich einmieten könnte aber das kostet hat ein bisschen was und deshalb sparen es sich die Leute ;)

Bei meiner letzten Wohnung war immer die komplette Strasse zuparkiert aber theoretisch hätte fast jedes Mehrfamilienhaus eine Tiefgarage gehabt in denen es auch mehrere freie Plätze gab
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Joe-Hotzi » Do 19. Okt 2017, 08:03

Ich glaube nicht an das flächendeckende "Laternenladen" mit AC 3,6kW für die 45Mio. PKW in D. Pauschalen /Flatrate wird es bei der dt. Bürokratie eher nicht geben und einzelne Abrechnung wird schlicht zu teuer. Ich denke, die Laternenparker werden:

- auf Arbeit regelmäßig "schnarchladen" und damit den Akku meist auf hohem SOC halten
- an DC-Schnellladern in Abständen Energie nachfassen und dabei halt 10-20min Wartezeit überbrücken müssen
- an AC-Drehstromladern "nebenbei" Energie nachfassen, bspw. mit 11-22kW beim Parken, Einkauf, Kino, ...

Gut finde ich bspw. die Ansätze:
- eine "DC-Master-Schnellladesäule" mit mehreren AC-Typ2-Ladestellen zu koppeln. Die Mastersäule übernimmt dabei Freischaltung /Abrechnung der AC-Typ2-"Steckdosen". So etwas kann ich mir bspw. vorm Supermarkt sehr gut vorstellen.

- teilweise elektrifizierte Parkplätze, für die ein teureres Parkticket gezahlt werden muss - aber jeder darf sie bei entsprechender Bezahlung nutzen.

- entsprechend gestaltete Parkdecks /Parkhäuser, bei denen die Zufahrt zu elektrifizierten Bereichen zusätzlich kostet ...

Zusammen mit der unbedingt notwendigen DC-Schnelllade-Infrastruktur sehe ich dann auch kaum Probleme für "Laternenparker". Denn bei üblicherweise >30kWh Traktionsbatterien wird i.d.R. nicht täglich nachgeladen werden müssen.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon eDEVIL » Do 19. Okt 2017, 08:15

@Blue shadow es gibt unterschiedliche Systeme. in den meisten fällen ist die zuleitung nicht stark genug für mehrere Ladepunkte pro Strang.
Bei gleichzeitiger umrüstung auf LED kann man da etwas Ladeleistung frei schaufeln bzw. zentral (ab-)geschaltete Straßenzüge so überhaupt tauglich machen.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon kub0815 » Do 19. Okt 2017, 08:21

Blue shadow hat geschrieben:
Mal ne Frage...stehen laternen immer unter strom? Wird nicht über ein signal die lampe ein und ausgeschaltet? Sitz das relais in der lampe oder im zentralem schaltkasten?


Das wäre egal. Die Topologie der Verkabelung wäre da interresanter.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Blue shadow » Do 19. Okt 2017, 08:25

Das habe ich mit schon gedacht, das nicht immer alles so simple ist, wie ich es mir wünschen würde...

Dann würde eine begrenzung auf 8A auch sinn machen, damit ich wennigsten 2 ladepunkte erhalte.

An der laterne macht sogar das unterschiedliche verteilen des ladeports sinn....für nasenlader vor ...für tesla nach der laterne
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon eDEVIL » Do 19. Okt 2017, 08:36

Die Laternen sind i.d.R. in Reihe geschaltet. Daher bietet die Verkabelung auch kaum spielräume für Ladeboxen.

@Joe-Hotzi ja, so eine Kombination aus teure Mastersäule und langsame(re)n Slaves macht sinn. Zum Parkscheinautomaten muss man ja auch ein paar meter laufen.

Wobei als Master auch durchaus eine Säule mit 2x22kW dienen kann und dort ein Zeitlimit mit max 4h gilt bzw. der preis entsprechend hoch ist, dass man dort nur steht, wenn man die Leistung auch nutzt (oder zuviel Geld hat :mrgreen: )

Wer täglcih anstöpselt und nicht gerade sehr viel fährt, kommt dann auch gut mit 3,7 kW aus. Wer spontan mehr benötigt fährt halt mal kurz an die schnelle säule bzw wenn man weiß, dass man den nächsten tag mehr benötigt, stellt man sich erst an die schnelle säule und läd den fehlenden Rest dann langsam über nacht nach. Wenn man einen akku hat, in den man 60 kwh nachladen muss, läd man halt 2h am 22kW lader und parkt danach um und läd mit 3,7kwh über nacht voll.

@ Blue shadow 8A ist ineffizient und man bekommt dann im besten fall 18 kwh in 10h rein. Mit ZOE ist dass dann eher etwas fürs vorheizen am Kabel :lol: :lol:
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon panoptikum » Do 19. Okt 2017, 10:52

Eine Schuko-Steckdose an jeder Laterne wurde schon in irgendeiner deutschen Stadt als Versuch gemacht. Ich weiß leider nicht mehr in welcher und in welchem TV-Beitrag ich das gesehen habe.
Ist aber ziemlich still darum geworden.

Beim letzten Shopping-Bummel im Einkaufszentrum habe ich, dank 22 kW-Ladestellen, in knapp 50 Minuten von 25% auf 93% geladen.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon umali » Do 19. Okt 2017, 11:35

panoptikum hat geschrieben:
Eine Schuko-Steckdose an jeder Laterne wurde schon in irgendeiner deutschen Stadt als Versuch gemacht. Ich weiß leider nicht mehr in welcher und in welchem TV-Beitrag ich das gesehen habe.
Ist aber ziemlich still darum geworden.

Beim letzten Shopping-Bummel im Einkaufszentrum habe ich, dank 22 kW-Ladestellen, in knapp 50 Minuten von 25% auf 93% geladen.

Vielleicht waren die ihrer Zeit voraus. Erst jetzt gewinnen die EV-Zulassungszahlen an Fahrt.

Das shopping-center ist eine andere Hausnummer, weil Du da max. 1-2h unterwegs bist. => 11...22kW oder höher
Bei den Laternenparkern reichen doch viel kleiner Leistungen, da die user dort meist >6h stehen.

Dass solche Laternenladelösungen einheitlich nutzbar werden, glaube ich nicht. Das ist ja auch nichts anders als die bisher bekannten Ladesäulen, die von vielen Firmen betrieben werden. Aber irgendein Abrechnungssystem muss her.
Selbst elektronische Abrechnungsmodule in der Laterne (ja kein Bargeld) wären aufgrund der schieren Menge, bald günstig und vor allem miniturisierbar.

Von der Anzahl der Ladeplätze würde es m.E. vorerst ausreichen, wenn nur ein bestimmter Prozentsatz der Straße mit blauen 16A Schukos ausgerüstet wird (Vorschlag 30..50%).
Die EVSE kann dann übrigens sehr klein ausfallen und in den Fahrzeugstecker integriert werden. Bis 3,6kW schafft das z.B. die simple EVSE. D.h. man bräuchte nur ein schlankes, rel. günstiges 1p Kabel, um Schnarchzuladen.

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