Marktwert nach 6 Monaten?

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon Spüli » Sa 31. Dez 2016, 21:55

Du unterstellst dabei, das die Akkus bei 100tkm hinüber sind? Bin mir sicher, daß Du da falsch liegst. Denke der Markt tickt da etwas anders.
Gruß Ingo
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Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon Dachakku » So 1. Jan 2017, 12:15

Dann les dir diese Beiträge mal durch :
( Alle, tlw. wird vom Thema abgedriftet)

renault-zoe-batterie-reichweite/akkuzustand-nach-36-monaten-t19311.html

Spätestens bei ca. 100Tkm sind ca. 5 von 10 Zoe Akkus platt (<75% SOH) .....

Kann die Mietfraktion aber locker sehen.

Wie der Markt in 2-3 Jahren "tickt" wenn die ersten größeren Stückzahlen von EV auf den Markt drücken, das kann man nicht sagen, denn rational denken können viele Gebrauchtwagenkäufer eh nicht.

Aber wer rechnen kann, der rechnet eben wie ich es schon schrieb, eine nötige neue Batterie muss bei der Laufleistung von 100-120Tkm eingepreist werden. Wer das nicht macht, der ist einfach beknackt, der versenkt sein Geld im Gulli.

Wir mit unseren Kaufbatterien sind dann genau so dran :(

Da kann man nur Fahren bis nix mehr geht und dann selber investieren ?!
Hoffen, dass die Batteriepacks in 3-4 Jahren preiswerter werden .
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Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon Zoidberg » So 1. Jan 2017, 14:22

Dachakku hat geschrieben:
Wie, ein e-UP für 16.000 Euro für einen Jahreswagen ? Ziemlich überteuert. Ihr vergesst in euren Rechnungen die 4000,- Euro die der jetzige NEUwagenkäufer bekommt.

Rechne ich von 27.000 Euro Liste Neuwagen mal 20% Händlerrabatt plus 4000,- Euro Prämie runter, dann sind 16.000 Euro für einen Jahreswagen purer Wucher ....



20 % Rabatt? Den Händler will ich sehen. Irgendwo wurde mal was von bis zu 6 % berichtet, mehr könnten Händler auf nagelneue e-Autos nicht geben. Dazu kommen vielleicht noch Inzahlungnahme- oder Eroberungsprämien, Fahranfänger oder Behindertenrabatte. Wobei ich kaum glauben kann, dass bei E-Autos noch was geht. So wie ich VW kenne, ist mit dem staatlich geforderten Rabatt von 2380 € alles abgegolten… :lol:

Dahingehend wäre das Angebot von MeinAuto fast schon zu gut als das es wahr sein könnte. Die Konkurrenz vergisst den BAFA Rabatt (Carneo) oder bietet den e-Up gar nicht erst an (Autohaus24).

Das Angebot ist wirklich gut, aber von 20 % zusätzlich zu den 4380 € BAFA kann keine Rede sein. Rechnet man das Angebot mal zurück, dann gibt es folgende Rabatte (Achtung, im angezeigten Angebotspreis ist der 2000 € netto Händleranteil der Prämie schon enthalten, der zweite zu beantragende Teil noch nicht!):

Normaler Rabatt: 8,7 %
Schwerbehindert: 11 %
Inzahlungnahme: 10,9 %
Eroberung: 13,2 %


meinAutoeUp.JPG
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Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon Solarstromer » So 1. Jan 2017, 15:06

Dachakku hat geschrieben:
Spätestens bei ca. 100Tkm sind ca. 5 von 10 Zoe Akkus platt (<75% SOH) .....

Kann die Mietfraktion aber locker sehen.


Du verkennst, dass die Kaufakkus in der Regel eine Garantie haben. Beim eUp! z.B. 8Jahre/160.000km. Außerdem sind scheinbar defekte Akkus nicht wertlos. Ein Satz gebrauchte Leaf Zellen wird derzeit mit ca. 2000 - 3000€ gehandelt. Z.B. für Leute die Zellen selektieren und damit einen PV Heimspeicher aufbauen oder einen defekten EV Akku damit wieder funktionsfähig machen.
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Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon 150kW » So 1. Jan 2017, 16:44

Dachakku hat geschrieben:
Spätestens bei ca. 100Tkm sind ca. 5 von 10 Zoe Akkus platt (<75% SOH) .....
Wie geht es dann mit den Batterien weiter wenn sie weiter benutzt werden, gibt es da Erfahrungswerte? Ich meine wenn die Batterie nicht schlagartig komplett aufgibt, wird das Auto für viele ja immer noch einen Wert haben. Halt mit geringerer Reichweite.
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Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon Dachakku » So 1. Jan 2017, 18:40

Solarstromer hat geschrieben:
Du verkennst, dass die Kaufakkus in der Regel eine Garantie haben. Beim eUp! z.B. 8Jahre/160.000km.


Ok, gut gekontert. Aber dann ? Was ist ein UP mit 170Tkm und einer Batterie mit 30km Reichweite noch wert ? Einen Benziner zahlt man dann aus der Portokasse und einen e-Up mit platter Batterie für symbolische 1,- Euro ?

@ Gebrauchte Leaf Zellen

Mir schleierhaft wer für ausgelutschte (!!) Zellen mit 1500 oder 3000 Zyklen noch 2000-3000 Euro hinlegt :roll:
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Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon Dachakku » So 1. Jan 2017, 18:54

Zoidberg hat geschrieben:
Dachakku hat geschrieben:
Wie, ein e-UP für 16.000 Euro für einen Jahreswagen ?

20 % Rabatt? Den Händler will ich sehen. Irgendwo wurde mal was von bis zu 6 % berichtet,


Wie wir sehen liegt ein neuer e-Up bei 21.xxxx Euro .

Nach einem Jahr gibt doch keiner (der rechnen kann) 16.000 Euro für einen Jahreswagen wenn der 12 Monate vorher 21.xxx Euro gekostet hat. Nach einem Jahr erwarte ich mindestens 30% Abschlag auf den Preis den der Erstbesitzer gezahlt hat. Warum soll der "gratis" fahren ? Der Wertverlust im ersten Jahr ist nun mal exorbitant hoch. Gerade beim E-Up, der in 12 Monaten technisch als völlig veraltet da stehen wird, wenn ein ZOE R400 für mehr oder weniger den gleichen Preis (Akkumiete hoch gerechnet) , verfügbar im Showroom steht.

Sämtliche Wagen die ich mir in den letzten 15 Jahren gekauft habe waren 8-24 Monate alt, hatten max. 20Tkm gelaufen und ich habe in der Regel 45-50% vom Listenpreis gezahlt .

Aber es steigt jeden Tag am Bahnhof ein Dummer aus dem Zug, die GebrauchtwagenVERkäufer müssen ihn nur finden ...
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Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon PowerTower » So 1. Jan 2017, 23:30

ZOE ist ein schlechter Vergleich, da er in der deutschen Ausführung ja nicht mehr Schnellladen kann. Zwar glänzt er mit einer guten Praxisreichweite, dafür geht ihm an der Ladesäule die Luft aus. Insofern hat der e-up! trotz der relativ alten Technik keinen Nachteil, auf einer etwa 500 km langen Tour wäre er vielleicht 30 Minuten länger unterwegs. Kaum der Rede wert. Die Planung wird mit mehr Reichweite natürlich einfacher.

Davon abgesehen glaube ich, dass es trotz der alten Technik genug Nachfrage nach diesem Auto auf dem Gebrauchtwagenmarkt geben kann und wird. Für viele Zweitwagenbesitzer mit Eigenheim wäre er neben dem Smart oder einem Drilling die Option schlechthin. Das sollten einige 100.000 Haushalte sein. Und die brauchen nicht noch mehr Reichweite oder noch schnelleres Laden, die brauchen einfach nur einen billigen E-Wagen. Abhängig von der Entwicklung der Akkugesundheit über die Jahre gehe ich daher nicht davon aus, dass der Wert gegen 0 geht. Selbst meinen 14 Jahre alten Think (Exot + 80 km Reichweite + 6 Stunden Laden + alte Akkus) habe ich noch für über 5.000 Euro verkaufen können. Es gibt einfach immer Jemanden, der damit noch was anfangen kann und nicht so hohe Ansprüche an sein Fahrzeug stellt.

Letztendlich hat VW selbst direkten Einfluss auf den Wertverlust, denn eine einzige Ankündigung könnte von heute auf morgen alles ändern: "wir bieten für alle e-up! Kunden ein Batterieupgrade auf den 27,7 kWh Akku zu fairen Konditionen an". Kaum ein Hersteller wird sich die Chance auf diese doppelten Einnahmen (Verkauf neuer Akku + Verkauf Second Life Akku) in Zukunft entgehen lassen. Bis es aber in einer Pressemitteilung entsprechend schwarz auf weiß steht, ist es leider nur Wunschdenken von mir. Mal sehen, wie sich das 2017 entwickelt.

Ich kann aber jedem e-up! Fahrer nur empfehlen, das Auto möglichst lange zu nutzen. Mindestens 8 Jahre, besser bis es auseinander fällt. Dann macht es auch wirtschaftlich durchaus Sinn und man muss sich nicht um den Wiederverkaufswert sorgen. Dadurch, dass die verwendeten Zellen für Hybridfahrzeuge konstruiert wurden und entsprechend robust sind, gehe ich von einer guten Haltbarkeit aus.
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Re: Marktwert nach 6 Monaten?

Beitragvon Dachakku » Mo 2. Jan 2017, 06:31

@ Batterieupgrade

Du hast Recht, es steht und fällt auch erheblich mit dem was die Hersteller in der Zukunft anbieten werden.

Wie flexibel sich der GESAMTE Markt rund um die Batterien entwickelt. Und da ist noch sehr viel möglich.
Es fehlen eben noch die Angebote auf dem Aftermarket, verglichen mit AT-Motoren bei den Verbrennern.
Wird mit den nächsten Jahren wohl alles kommen.
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