E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon NotReallyMe » Fr 20. Mär 2015, 20:36

Wir spielen mit dem Gedanken vollständig elektrisch mobil zu werden und haben dabei den E-Up ins Auge gefasst. Ich habe deshalb hier die Postings quer gelesen, wobei für mich noch einige Fragen offen bleiben. Gibt es beim E-Up eine Möglichkeit ähnlich wie beim I3 ein Diagnose-Menu aufzurufen, in dem die tatsächlich nutzbare Kapazität in kWh oder der SOH angegeben wird? Bei nominell ungefähr gleicher nutzbarer Kapazität müsste der E-Up doch zumindest im Sommer eine höhere Reichweite erzielen als der I3 (bei identischer Fahrweise). Hat hier schonmal jemand im Sommer über 200 km geschafft? Worauf muss man beim Gebrauchtkauf des E-Up vom Händler achten? Vielen Dank für eure Tipps!
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Beitragvon dedetto » Fr 20. Mär 2015, 21:01

Hallo.
Vergiss es.

Wenn dir die Reichweite so wichtig ist nimm einen Hybrid oder mit Range Extender.
Das ganze rumrechnen bringt nix. An 200 km ohne nachzuladen ist mE nicht zu denken.
Rechne im Winter mit 100 und im Sommer mit 140km Reichweite. Dann kommst du zurecht.

Wenn dann da noch 20% abziehst bist du ungefähr im "Alterungsreichweitenbereich".

Sorry wenn sich das sehr hart anhört.
Der e-UP! (oder auch andere Stromer) machen unheimlich viel Spaß
wenn sie in ihrem optimalen Bereich genutzt werden.
Aber mit einem 200km Ziel ist man außerhalb der derzeitigen Kleinstwagenklasse.
Das wird nur mit zusätzlicher Ladestation funktionieren.
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Re: E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon NotReallyMe » Fr 20. Mär 2015, 22:31

Das ist ein Missverständnis, wir brauchen keine 200 km Reichweite und auch keine Kaufberatung hin zu einem Hybrid. Das kommt gar nicht in Frage. Ich habe nur danach gefragt um einen Verleich zum I3 bezüglich tatsächlich verfügbarer Kapazität zu haben. Ich bin nicht neu in dem Metier ;-), kenne den E-Up aber nur von Probefahrten im Winter.
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Re: E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon dedetto » Sa 21. Mär 2015, 02:56

Ok,
Da die Reichweite erheblich von der Fahrweise und vom Wetter abhängt ist da im Verhältnis zum i3 von mir keine Aussage zu erwarten. Dazu habe ich den i3 zu kurz getestet.

Eine direkte Diagnoseanzeige des Akkus habe ich bislang nicht gefunden. Einige haben versucht nachzurechnen, aber das ist mE vergebliche Mühe. Die Parameter des Ladens und der Entnahmegenauigkeit sind uns nicht bekannt. Fact ist das der Tank 16 kleine Teilstriche hat und wenn du es schaffst 10 km mit einem Teilstrich zu fahren, dann schaffst du auch 160km. dazu musst du nur um die 10kWh/100km fahren.

Die 160 km schafft man nur bei warmen und trocknem Wetter, bei verhaltener Fahrt im "blauen" Bereich und abgeschalteter Klimaanlage. Das hält man aber nur mit Schiebedach aus.
(Mehr dazu hier: vw-e-up/160-km-reichweite-t6810.html )
Ich habe die 160km letzten Sommer bei meinen Stadtfahrten öfter geschafft und bin gespannt ob ich es dieses Jahr wieder schaffe. Mal sehen ob die Batterie im Winter gelitten hat. Da auf den Akku aber 8 Jahre Garantie drauf sind würde sie halt bei max 130km im Sommer reklamiert. Das wird dieses Jahr noch nicht passieren, ich erreiche bereits jetzt wieder die 140km.

Somit solltest du beim gebrauchten e-UP! eher auf Schiebedach und CCS Lademöglichkeit achten. Alles andere ist eh drin.
Mehr kannst du mE z.Z. nicht machen.

Mit dem VCDS kann man sicher noch mehr in die Tiefe gehen. Aber die offizielle Version 14 mit den e-Anpassungen kam erst im Winter raus und da war es mir zu kalt...
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Re: E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon DaZei » Sa 21. Mär 2015, 08:00

...kann dedetto in allen Punkten zustimmen.

Qualitätsmäßig scheint es beim E-Up keine Probleme zu geben. Wichtig sind die Updates (im VW-Sprech "qualitätsverbessernde Maßnahmen") - aber die gibt´s im Rahmen der Garantie sowieso noch umsonst :-)

Der Verschleiß der mechanischen Teile scheint sich auch in Grenze zu halten - nach 20tkm schauen die Bremsen aus wie neu - die halten sicher ewig, der Rekuperation sei dank :-)

Viel Spaß mit dem E-Up.
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Re: E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon NotReallyMe » Sa 21. Mär 2015, 09:23

Ok, danke für die Tipps. Also sprechen wir eher von 16,0 kWh nutzbarer Kapazität. Das ist dann nicht ganz so ehrlich von VW, beim I3 wird die Werksangabe von 18,8 kWh z.B. in der Realität leicht überschritten. Damit kommt man mit dem E-Up bei gleicher Fahrweise dann natürlich nicht so weit wie mit dem I3. Auf das Schiebedach werde ich achten, die Kandidaten die in Frage kommen haben zum Glück eines.
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Re: E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon Pit » Sa 21. Mär 2015, 10:15

Hallo zusammen,

auch ich bin kurz vor dem Kauf eines e-up und habe da eine Frage an die Profis die mir bisher keiner der Händler so wirklich beantworten konnte.
Das CarNet ist ja eine tolle Sache, ich kann vom Sofa aus meinen e-up verwalten und steuern. Ich frage mich aber wie kommuniziert mein e-up mit dem CarNet Server? Brauche ich im Auto eine Mobilfunkkarte oder muss ein mit dem Wagen verbundenes Handy im Auto verbleiben? Irgendwie muss das Auto ja seine Daten loswerden und auch neue bekommen.
Welche Softwareversionen sollte der e-up aktuell haben?

viele Grüße Pit
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Re: E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon DaZei » Sa 21. Mär 2015, 10:38

Hi!
Der E-Up kommuniziert ganz automatisch mit dem Car-Net Server. Unter dem Beifahrersitz ist ein Kommunikationsmodul (mit eingeschweißter SIM-Karte) verbaut. Da lässt sich weder was deaktivieren noch freischalten.

Nochmal zum Verbrauch: Die Unterschiede bei der Reichweite zum i3 hängen maßgeblich von der Fahrweise ab. Es gab mal einen Test zwischen Leaf, i3 und E-Up - da haben Typen einen Reichenweitentest auf der Rennstrecke gemacht. Fazit: der E-Up ist am längsten mit "Vollstrom" gefahren - klar hat ja auch die geringste Leistung. In der Praxis wird der i3 bei gleicher Fahrweise vermutlich ein paar km weiterkommen, aber groß ist der Unterschied sicher nicht.
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Re: E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon dedetto » Sa 21. Mär 2015, 12:32

Richtig.

Man versteht die Sprache zwar schlecht, aber die neidischen Blicke ...
https://www.youtube.com/watch?v=GkU5OjMw0Os
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Re: E-Up gebraucht kaufen, worauf achten?

Beitragvon NotReallyMe » Sa 21. Mär 2015, 14:55

Mit gleicher Fahrweise ist selbstverständlich ein reichweitenfreundlichster Fahrstil gemeint :). Der Punkt ist die unterschiedliche Kapazität. Wenn ich den I3 mit 10 kWh/100 km fahre komme ich weiter als mit dem E-Up bei gleichem Verbrauch, weil letzterer ca. 3 kWh weniger nutzbare Kapazität hat (wenn ich den Hinweisen in verschiedene Postings dazu hier Vertrauen kann). Und auch nochmal zur Klarstellung: Das ist kein Problem für uns, es wird trotzdem der E-Up als zweites Elektroauto bei uns werden.

Die CCS Säulen zeigen übrigens die tatsächlich geladene Stommenge an. Man kann also über eine volle Ladung einen Anhaltspunkt für die aktuelle Kapazität des Akkus bekommen (Temperatur beachten). Nach unserer E-Up Probefahrt heute hat die Anzeige der CCS Ladung umgerechnet eine aktuelle maximale Kapazität von 13.5 kWh ergeben, bei 5 Grad Außentemperatur. Dieser Vorführer war beim Start der Probefahrt auch nur halb voll und ist wahrscheinlich schon länger nicht mehr richtig geladen worden.
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