Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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Ich überlege seit einiger Zeit den Kauf eines Wohnmobils. Ich denke z.B. an ein Sondermodell 2Win Plus oder an das neue 2Win S Plus von Pössl.
Übersicht:https://www.poessl-mobile.de/modelle/sondermodelle
Prospekt pdf: https://www.poessl-mobile.de/2021/poess ... ternet.pdf

Kosten mit 140 PS Dieselmotor um die 40 T€ und sind auf Basis von Citroen Jumper und Fiat Ducato. Der Jumper, Boxer und Ducato sind bis auf den Verbrennungsmotor nahezu baugleich und werden gemeinsam im italienischen Werk Sevel in Val di Sangro gefertigt. Pössl hat selbst keine eigene Fertigung, sondern lässt die Basisfahrzeuge in Werken vom Hymer-Konzern ausbauen.

Natürlich widerstrebt mir der Dieselmotor zutiefst, aber was soll man machen?

Der Peugeot Boxer, Citroen Jumper und Fiat Ducato sollen wohl demnächst auch mit Elektroantrieb kommen:
https://www.electrive.net/2020/08/27/ma ... rtal-2020/

Schaut für mich so aus, als ob alle 3 bei Bedeo auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Wenn man auf deren Webseite schaut, sieht man elektrische Ducatos für DHL, DPD und TNT, welche sie wohl in den letzten Jahren bereits umgerüstet haben:
https://bedeo.co.uk/on-the-road/

Preise habe ich für diese elektrischen Drillinge noch nicht gefunden. Die technischen Daten vom Ducato (kleine Batterie 47 kWh, große 79 kWh) weichen vom Boxer (kleine 37 kWh, große 70 kWh) voneinander ab. Könnten natürlich auch netto/brutto Angaben sein. Die Lademöglichkeiten sind 50 kW CCS und vermutete AC 11 kW.

Ich würde damit auf eine reale Autobahnreichweite bei LKW Geschwindigkeit bei den großen Akkus von 200 km und Ladezeiten von gut 1 Stunde hoffen. Das wäre das unterste Level womit ich leben könnte. Ich würde nach dem Wohnmobilumbau auf einen Preis von 50 - 60 T€ hoffen, wenn die Förderung von ca. 9000€ bereits berücksichtigt wurde.

Wären für euch die Reichweite, die Lademöglichkeiten und der vermutete Preis ok?
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Re: Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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  • Roland M.
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Hallo!
Solarstromer hat geschrieben: Wären für euch die Reichweite, die Lademöglichkeiten und der vermutete Preis ok?
Schlicht und einfach: nein!

Unsere Ziele liegen oft in Bereichen, wo es kaum Ladeinfrastruktur gibt, z.B. Nord-Norwegen zwischen Alta und Kirkenes, aber auch Griechenland ist mit 14 eingetragenen Standpunkten nicht überversorgt. Daher wird das Fahren in diesen Regionen schon durch mögliche Ladepunkte bestimmt und nicht von eigenen Wünschen und spontanen Entscheidungen. Das will ich im Urlaub nicht.
Camping- (und Stell-) Plätze sind auch nicht als Destinationcharger geeignet, einerseits wegen des üblichen Strompreises von 50 Cent/kWh aufwärts, andererseits willst du so ein BEV nicht einphasig mit bestenfalls 16 A (oft weniger!) laden. Da hast du bei leerer Batterie gleich einmal 24 h Ladedauer.
Also bist du wieder auf eine öffentliche Ladestation mit entsprechender Ladeleistung angewiesen - und wieder verbratest du Standzeit...

Kommt natürlich auf Urlaubsgewohnheiten und -zielen drauf an, aber ein BEV als Wohnmobil kann ich mir derzeit noch nicht vorstellen.


Roland
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Re: Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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Max Tempo ist 90 beim Boxer. Damit bist du auch langsamer als LKWs.

Wie wär's mit nem Vivaro/Expert/Jumpy und kleinem Wohnmobil Ausbau? Haben die besseren Specs... Und als Verbrenner gibt es die bereits in Camper Variante. Glaub aber eher beim Traveller/Zafira Life/Spacetourer. Aber auch die kommen ja bald.

Achja den eVito Tourer mit nochmal größerer Batterie und in länger gibt es ja auch noch, da lässt sich sicherlich auch was nettes draus bauen.

Re: Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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Ich gehe schon davon aus, dass 90 km/h real ist und nicht nach Tacho. Das ist damit schneller als die 80 km/h + etwas Beigabe bei LKWs. Für gelegentliche Überholvorgänge von langsamen LKWs ist aber 90 km/h schon sehr knapp, das dauert damit zu lange.

Ein Wohnmobil in der Größe vom VW Bus ist mir zu klein, weil ich ein WC haben möchte und nicht anfangen will erst das Bett etc. aufzubauen.

Re: Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

birdy_one
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Achte auf das Gewicht. Unter 3.5T gibt es meiner Ansicht nicht was realistisch ist. Jeder der ein 3.5T Wohmobil (Kastenwagen) hat kämpft dauernd mit den Kilos :-)
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Re: Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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In Deutschland gibt es eine Sonderregelung bezüglich des Gewichts bei Elektrofahrzeugen.
Damit sollen Batteriefahrzeuge nicht schlechter gestellt werden.
Der Fahrer braucht dann trotz einem Fahrzeuggewicht über 3,5 t nur den Führerschein der Klasse B.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 12 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Link: Story meiner öffentlichen Ladestation vor der Haustür

Re: Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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  • Roland M.
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Bitte um Quellenangabe!
Um es höflich zu sagen, ich kann mir das nicht so recht vorstellen... ;)


Roland
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Re: Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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Ich könnte als nicht sehr erfahrener Wohnmobilfahrer (zweimal für Urlaub ausgeliehen) könnte mir 200-km-Etappen und dann eine Stunde Ladezeit durchaus vorstellen. Aber ich sehe das Laden als problematisch. Viele CCS-Lader sind so angebracht, dass ich es mir schwierig vorstelle, mit einem Wohnmobil laden zu können. Und AC einphasig wie am Campingplatz üblich bedeutet, dass man für einen vollen Akku zwei Nächte benötigt.
Roland M. hat geschrieben: Bitte um Quellenangabe!
Um es höflich zu sagen, ich kann mir das nicht so recht vorstellen... ;)
Stimmt aber. Ich habe das auch schon gelesen - geht bis 4,25 Tonnen. Allerdings nur für Nutzfahrzeuge.
Zuletzt geändert von Köln Bonner am Mi 2. Sep 2020, 01:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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Hallo Roland,
Es ist die „Vierte Verordnung über Ausnahmen zu den Vorschriften der FeV vom 31.12.2014“. Leider ist in der Verordnung das Ablaufdatum 31.12.2019 genannt. Suche noch die Verlängerung.

Auf der Seite https://www.kanzlei-voigt.de/aktuelle-t ... aufgesetzt heißt es in Bezug auf Fahrzeuge zur Güterbeförderung:
„Die Gewichtsbeschränkung der Klasse B wurde für bestimmte Fahrzeuge auf 4.250 kg heraufgesetzt!
Um diesem Dilemma zu begegnen, hat der Bundesrat– auf seiner Sitzung am 07.06.2019 (Drucksache. 182/19) – beschlossen, den Spielraum von Grund 19 der Richtlinie (EU) 2018/645 vom 18.04.2018 zu nutzen. Er hat einer Änderung der Fahrerlaubnisverordnung dahingehend zugestimmt, dass das zulässige Gesamtgewicht für die Fahrerlaubnis der Klasse B auch auf andere alternative Kraftstoffarten ausgedehnt wird. Inhaber einer Fahrerlaubnis der Klasse B dürfen im Güterverkehr damit künftig nicht nur Fahrzeuge mit elektrischem, sondern auch mit anderen alternativen Antrieben führen, wenn deren Gericht 4.250 kg nicht übersteigt.“
Zuletzt geändert von Fritzchen-66 am Mi 2. Sep 2020, 01:03, insgesamt 2-mal geändert.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 12 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Link: Story meiner öffentlichen Ladestation vor der Haustür

Re: Elektro-Wohnmobil auf Basis von Ducato/Jumper/Boxer

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Aber wie gesagt nur für Nutzfahrzeuge im gewerblichen Güterverkehr.
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