Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

Wuzy
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vah3 hat geschrieben: Ich sehe das ganz anders: Die Dinge die du beschreibst, die schon beim Kona so waren, sind ja sicherlich Konzernentscheidungen, wie sie funktionale Sicherheit implementieren; Dazu gehört offenbar auch, das man erst sich selbst Fahrbereit macht (anschnallen) bevor man das Fahrzeug fahrbereit macht; (man muss ja auch keinen Verbrennungsmotor warmlaufen lassen ;-)

Die elektrischen Helferlein finde ich sehr gelungen abgestimmt, und sehr "usable"; Der Totwinkelwarner mit der Kameraeinblendung, der "ein click auf dem Lenkrad"-HDA; Der "Stauassisten, der im plötzlichen Stadtstau sich einfach jederzeit (bei jeder Geschwindigkeit) mit einem Tastendruck auf 30 km/h "Mindestgeschwidigkeit" einstellt und sofort die Längsführung erledigt.

Ich meine da hat Hyundai nix falsch gemacht;
Naja, gute Usability zeichnet sich dadurch aus, dass sie immer versuchen sollte, dem Nutzer mehr als nur einen "Weg nach Rom" zu ermöglichen.

Jeder von uns ist leicht anders sozialisiert und hat sicherlich vielfach ähnliche, aber durchaus leicht unterschiedliche Erfahrungen beim Bedienen von Alltäglichem gemacht. Diesem Umstand sollte und muß gute Usability auch im Fahrzeug Rechnung tragen.

Es mag durchaus sein, dass man im Hause Hyundai irgendwann einmal die Konzernentscheidung getroffen hat, dass die erste Amtshandlung eines Fahrers nach dem Einsteigen das Anschnallen sein muß. Sonst bekommt er beim Einschalten der Zündung auch ein Piepkonzert als Warnung zu hören, dass er sich gefährdet. Okay. Es mag sicherlich viele Fahrer geben, die sich intuitiv so verhalten und sich zuerst anschnallen.

Aber es gibt sicherlich auch eine Gruppe von Fahrern (zu denen ich mich zähle), die sich ins Auto setzen, danach erst einmal die Zündung einschalten, dann im Infotainmentsystem z.B. ein Ziel eingeben, sich danach ein Musikprogramm zusammensuchen. Vielleicht steigt man dann noch mal kurz aus, um doch die Jacke hinten auf den Rücksitz zu legen, weil sie mir gerade doch zu warm ist. Wer weiß. Erst anschließend legt man den Gang ein und rollt mit dem Fahrzeug langsam los. Und genau bei diesem Nutzungsszenario ist es nicht zielführend, wenn beim Aktivieren der Zündung gleich das Piepkonzert beginnt. Diese Nutzergruppe, die sich unter Umständen seit Jahren oder Jahrzehnten so verhält, wird sich trotz Piepen entweder gar nicht oder nicht so einfach umerziehen lassen. Welches Recht hat das Fahrzeug, mich in dieser Situation umerziehen zu wollen? Ist die Situation, dass man im Stand, im Fahrzeug nicht angeschnallt sitzend, etwa extrem gefährlich (man denke daran, wenn man z.B. auf seinem Tiefgaragenstellplatz steht).? Nein, das ist sie in der Regel nicht. Vielmehr nervt diese Nutzer das Gepiepe dann aber auf Dauer so sehr, dass man sich beim nächsten Fahrzeug überlegt, ob man sich das erneut antut - oder zufällig mal ein anderes Fahrzeug Probe fährt, das nicht gleich beim Einschalten der Zündung herum stänkert.

Die Lösung für die Thematik: Das Piepen beginnt erst, nachdem das Fahrzeug zu rollen beginnt und eine gewisse Geschwindigkeit erreicht hat. Jemand, der sich sofort nach dem Einsteigen anschnallt, leidet nicht unter dieser Lösung. Somit hat man beide Benutzergruppen glücklich gemacht. So machen das BTW viele deutsche Hersteller. Und diese Lösung ist gut. Die von Hyundai nicht.
Zuletzt geändert von Wuzy am Mi 18. Aug 2021, 20:00, insgesamt 9-mal geändert.
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Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

Qinoi 5
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grothauu hat geschrieben:
humpataa hat geschrieben: Eine motorisierte Heckklappe halte ich schon immer für Quatsch. Aber dass sie sich im Notfall nichtmal mit der Hand bedienen lässt (?) treibt den Quatsch auf die Spitze.
Doch das ging mit moderater Kraft schon, fühlt sich aber ungesund an, so dass wir darauf verzichtet haben. Wir wollten auch vermeiden, dass ein unknown Sicherheitsfeature dafür sorgt, dass gar nichts mehr geht und das Auto seinen Dienst verweigert, weil ein Kofferraumsensor Fehler meldet.
Ich glaube, dass es kein Problem ist, die Kofferraumklappe manuell zu bedienen, schließlich stellt man sie ja auch genauso ein, wenn man eine gewünschte Öffnungshöhe haben möchte.
Es ist also gewissermaßen vorgesehen 'Hand anzulegen'.
;-)

Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

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Electric-Dele hat geschrieben: [SETUP] > [Fahrzeug] > [Tür] (s. auch http://webmanual.hyundai.com/STD_GEN5_W ... hicle.html)
Das ist die Lösung für mein Problem. Habe jetzt so umgestellt, dass alle vier Griffe draußen bleiben. Das Anti Diebstahl Feature für Türgriffe hatte ich nicht mehr auf dem Schirm.
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Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

vah3
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Wuzy hat geschrieben: Welches Recht hat das Fahrzeug, mich in dieser Situation umerziehen zu wollen?

Die Lösung für die Thematik: Das Piepen beginnt erst, nachdem das Fahrzeug zu rollen beginnt und eine gewisse Geschwindigkeit erreicht hat. Jemand, der sich sofort nach dem Einsteigen anschnallt, leidet nicht unter dieser Lösung. Somit hat man beide Benutzergruppen glücklich gemacht. So machen das BTW viele deutsche Hersteller. Und diese Lösung ist gut. Die von Hyundai nicht.
:lol: Welches Recht hat das Fahrzeug.... Wenn das Warngeräusch beim Fahrzeugstart so ein Problem darstellt, dass man sich für ein anderes Fahrzeug entscheidet, bitte; Das Recht hat der Mensch; Die Lösung der vielen deutschen Hersteller finde ich schlecht. Was soll man denn beim ertönen der Warntons tun, wenn man schon fährt? Sich während des Fahrens anschnallen? Das kann kein Hersteller in Hinblick auf die Fahrsicherheit empfehlen.

Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

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Danke für den guten Bericht.
Ich hatte ähnliches in den Norden hin vor, leider wird das Auto erst knapp nach meinem Urlaub ankommen.
________
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Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

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Genau. Aus Sicherheitsaspekten ist ein Anschnallen vor Fahrtbeginn sinnvoll.
Nebenbei macht auch Hyundai, wenn man die 6 Piepstöne beim Einschalten ignoriert und jemand bei Fahrtbeginn nicht angeschnallt ist, ab ca. 20 km/h Dauerhaft diese Piepser für (glaube) 60 Sekunden. Danach kann man lernresistent die gesamte Fahrt ungenervt unangeschnallt fahren.
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Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

Wuzy
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Letzteres (Piepsen ab 20 km/h) ist völlig legitim, Ersteres überflüssig wie ein Kropf.

Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

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Ja, nervt tierisch, aber auch beim Ausparken kann man vom vorbeifahrenden Verkehr durch die Gegend geschleudert werden und da kann angeschnallt gewesen zu sein bei 5 km/h auch helfen größere Verletzungen zu vermeiden. Es ist halt Hyundais Philosophie der Sicherheit.
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Re: Erfahrungsbericht: Mit dem Ioniq 5 in die Puszta und zurück

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Ich kann irren, doch so war es mal in der Schweiz und es sollte noch so sein:

Beim rückwärtsfahren muss zumindest der Fahrer keinen Gurt anziehen.
Da gibt es also nix zu piepen!
demnächst ID3/EQA ... R4 Alpine?

Juli 2018-, BMW i3 94Ah-REx LCI, >60'000km
REx Anteil: ~ 5%

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Juli 15 - August 18 KIA Soul EV, 42000km
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