Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

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E-Mobil-Foo hat geschrieben: Was macht der Marktwirtschaftler, er verzichtet wegen der Marktdominanz auf jeglichen Gewinn. Die Ankündigung gelesen: Toyota Mirai-II (2020) unter 50% des Mirai-I, also 39.ooo €. ...
Diesen Preis glaube ich erst, wenn ich ihn in der dt. Preisliste sehe.
Evtl. in Japan nach Abzug der 20.000€ staatlichem Zuschuss ...

Dann gehe ich davon aus, dass Toyota jeden Mirai II noch mehr quersubventioniert /Geld verliert als Hyundai derzeit mit dem Nexo, der auch kaum kostendeckend sein dürfte.
Wenn die Firmen tatsächlich FCEV auf diese Weise in den Markt drücken wollten - ihre Sache. Ich kann es mir nur nicht vorstellen. Denn diese FCEV sind Prestigefahrzeuge um Subventionen zu rechtfertigen. Einen signifikanten Marktanteil sollen sie nicht erringen. Sonst würde man höhere Stückzahlen planen.
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

E-Mobil-Foo
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Nachsatz (einfach in ein paar Tagen den Link öffnen, dann ist der volle Beitrag freigeschaltet):
https://www.welt.de/wirtschaft/plus2046 ... -Euro.html
Woher die Förderung nun kommt, egal:
https://www.taxi-times.com/japans-regie ... -000-euro/

Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

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Ambi Valent hat geschrieben:
Skeptizist hat geschrieben: Wartet die Olympiade in Tokio doch einfach ab und lasst die Japaner ihr Ding machen, dort sollen die Neuheiten vorgestellt werden, geht bei bei Wasserstoff nicht nur um Autos sondern z.B. auch Gebäudeheizung.
Was soll da bitte passieren? Da werden irgendwelche Prototypen vorgestellt die mit dem kommenden Massengeschäft rein gar nicht zu tun haben.

Sobald die Subventionen für den Wasserstoff PKW Unsinn versiegen werden die Hersteller das ebenfalls unauffällig beerdigen.

Die sollten sich lieber auf Flugzeuge oder Schiffe konzentrieren wo ein rein elektrischer Antrieb auf Langestrecken immoment noch nicht funktioniert.
Es geht vor allem auch um den Feststoff-Akku der dann vorgestellt wird, der gilt ja als bahnbrechender Technologiesprung, aber noch weiß man nicht, ob Toyota der große Wurf gelungen ist, falls ja, kann man Toyota aber heute nicht vorwerfen, irgendetwas verpasst zu haben, im Gegenteil.

Karlsson hat geschrieben:
Skeptizist hat geschrieben: Hybridisierung ist der Königsweg und da sind die Japaner vorne,
Du hängst 20 Jahre zurück. Und "die Japaner" ist doch letztlich nur Toyota, die mit Abstand vorne liegen beim HEV.
Seitdem ruhen sie sich auf den Lorbeeren aus und liegen bei PHEV und BEV hinten.

Wie gesagt, ich denke unterschiedliche Länder werden unterschiedliche Wege gehen, in Schwellen- und Entwicklungsländer werden sich E-Autos in den nächsten 40 Jahren denke ich nicht durchsetzen und in Ländern wie Australien oder Kanada scheint mir Wasserstoff eher realisierbar als eine flächendeckende Ladeinfrastruktur, oder eben alternativ alle Formen von Hybriden, die wiederum auch in Entwicklungsländern betrieben werden können. Natürlich dürften auch innerhalb einzelner Märkte alle Antriebe lange Zeit nebeneinander existieren, wie heute Benzin, Diesel und Gas, dort wo die Politik nicht einseitig das E-Auto forciert wird der Markt entscheiden und da wird das E-Auto den Verbrenner nicht komplett verdrängen.

Nicht nur Toyota hat innovative Antriebe, Mitsubishi hat ein sehr gutes PHEV, Nissan den seriellen Hybrid, Mazda den Diesotto und einen Wankelmotor als Range Extender der mit verschieden Kraftstoffen betankt werden kann:

viewtopic.php?f=164&p=1150433#p1150433

Aber ich sehe im Hybrid auch für alle anderen Hersteller die Zukunft, nur dass die Japaner mit Abstand die Nase vorne haben in meinen Augen. Die Toyota Hybriden sind so sparsam, dass sie mittelfristig die EU-Flottenziele auch ganz ohne E-Autos einhalten können, also sind sie auch nicht gezwungen vor der Zeit halbgare Autos im Zweifel mit Verlust zu verkaufen, da kommt dann wieder der Feststoff-Akku ins Spiel und das Warten bis zur Olympiade Ende des neuen Jahres.
Hybride aller Art sind die Zukunft, reine Batterie-Autos für die Masse sind für mich eine ökonomische und ökologische Sackgasse.

Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

nr.21
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gerade in Flächenländern mit geringer Bevölkerungsdichte ist Wasserstoff doch völlig ungeeignet. Man müsste ja neben jeder Milchkanne ne sauteure Wasserstofftankstelle hinstellen, die Dichte müsste ja eher noch höher sein als bei konventionellen Tankstellen.
Strom hingegen gibt´s an jedem Haus, in geeigneten Abständen an den wenigen Überlandstraßen macht man Ladesäulen hin.
Bei geringer Bevölkerungsdichte müssen das auch keine gigantischen Ladeparks sein.
Wo ist da das Problem ?
Wasserstoff ist technologieintensiv und kapitalintensiv und hat dadurch natürlich viele Freunde in der Industrie, die um ihre Märkte zittert.
Wenn jeder sein Auto hauptsächlich zuhause "tankt", womöglich noch mit eigenem Strom, ist das halt für verwöhnte Monopolisten eine Horrorvorstellung.
Strom gibt es nun mal an jeder beliebigen Steckdose, Wasserstoff nur an der Tanke.
Und jeder, der nach Hause kommt muss durchrechnen, wieviel er noch braucht um an die nächste Tankstelle zu kommen.
Mal eben den Reservekanister reinschütten ist dann nicht mehr

Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

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nr.21 hat geschrieben: gerade in Flächenländern mit geringer Bevölkerungsdichte ist Wasserstoff doch völlig ungeeignet. Man müsste ja neben jeder Milchkanne ne sauteure Wasserstofftankstelle hinstellen, die Dichte müsste ja eher noch höher sein als bei konventionellen Tankstellen.
Strom hingegen gibt´s an jedem Haus, in geeigneten Abständen an den wenigen Überlandstraßen macht man Ladesäulen hin.
Bei geringer Bevölkerungsdichte müssen das auch keine gigantischen Ladeparks sein.
Wo ist da das Problem ?
Wasserstoff ist technologieintensiv und kapitalintensiv und hat dadurch natürlich viele Freunde in der Industrie, die um ihre Märkte zittert.
Wenn jeder sein Auto hauptsächlich zuhause "tankt", womöglich noch mit eigenem Strom, ist das halt für verwöhnte Monopolisten eine Horrorvorstellung.
Strom gibt es nun mal an jeder beliebigen Steckdose, Wasserstoff nur an der Tanke.
Und jeder, der nach Hause kommt muss durchrechnen, wieviel er noch braucht um an die nächste Tankstelle zu kommen.
Mal eben den Reservekanister reinschütten ist dann nicht mehr
Der Vorteil ist ja bei Wasserstoff das man diese Tankstelle hinstellen kann. Strom muss erstmal just in time geliefert und erzeugt werde.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

nr.21
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Nun, bisher funktioniert Letzteres ja leidlich gut
im Gegensatz zu Ersterem

Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

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kub0815 hat geschrieben: Der Vorteil ist ja bei Wasserstoff das man diese Tankstelle hinstellen kann. Strom muss erstmal just in time geliefert und erzeugt werde.
Der Nachteil ist, dass diese hingestellte H2-Tankstelle nur H2 abgeben kann, welches vorher produziert wurde - entweder wie heute zu >90% aus fossilen Quellen - oder mit 3fachem Energieaufwand wie das direkte Laden eines Akku ...

Die Ladepunkte stellt man übrigens auch einfach auf.
Das Märchen von den überlasteten Netzen ist längst widerlegt.
Auch wenn Leute aus der FDP wie Rülke, Lindner & Co das nicht wahrhaben ollen.

Lasst uns erst einmal ein paar Mio. E-Autos in D auf die Straße bringen.
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

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nr.21 hat geschrieben:
Mal eben den Reservekanister reinschütten ist dann nicht mehr
Und eben deswegen wird das E-Auto in weiten Teilen der Welt keine Verbreitung finden, Wasserstoff bin ich selbst skeptisch, der geht nämlich auch nicht in einen Reservekanister, ist also für Länder wie Australien evtl. doch keine Lösung. Wasserstoff könnte ich mir z.B. gut in den Wüstenstaaten der USA vorstellen, ist die eben Frage welche Reichweiten bei Wasserstoff realistisch sind, bei sagen wir 2000 Km würde es wohl auch im australischen Outback funktionieren mit nur wenigen Tankstellen.

VW und Toyota sind die weltgrößten Hersteller, wenn sie jeweils andere Märkte im Blick haben, könnten auch beide mit völlig unterschiedlichen Strategien richtig liegen, nicht immer nur an Deutschland bzw. Mitteleuropa denken, wir sind nicht der Nabel der Welt und auch nicht der wichtigste Markt.
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

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Zum Thema "dritte" Welt: Salia, ein Arbeitskollege von mir (im Safety Team) kommt aus Burkina faso, also aus dem innere Afrikas. Sein Bruder hat mit seiner Hilfe ein Solarkraftwerk aifgebaut und wartet nun sehnsüchtig auf die ersten EV aus Europa.
Die Abhängigkeit vom Erdöl ist das größte Problem, kein Zugang zur Küste und Konflikte mit Togo, Elfenbeinküste etz. machen den Zugang zum Erdöl fast unmöglich...
Ich denke wir sollten erstens unsere eigenen Problem lösen, wer aber die "dritte" Welt zitiert sollte diese auch kennen.
Natürlich werden die Europäischen Expeditionen durch die Wildnis ein Problem haben, aber Afrika ist mehr als Großwildjagt und Militär.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Schaumermal
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kub0815 hat geschrieben: Der Vorteil ist ja bei Wasserstoff das man diese Tankstelle hinstellen kann. Strom muss erstmal just in time geliefert und erzeugt werde.
Jau ... für jede Tankstelle eben mal ne Million Anschubförderung und dann die Logistik - dir ist bekannt, dass h2 eine sehr geringe Dichte hat .. also h2-Lkw-Kolonnen ohne Ende.
Strom kann man auf jedem Schuppen dezentral erzeugen. Und Schuppen bzw geeignete Freiflächen gibt es in Kanada ohne Ende.

h2 ist und bleibt aus ökologischen und allen andern Gründen eine Nullnummer. Es gibt weiterhin Nichts für für diese Antriebsform spricht.
BEV haben ihre Grenzen - völlig klar. Aber h2-Fzg haben nichts .. außer dem Glauben ihrer Anhänger
-----
ex: VW Golf 4, Diesel weg ist er nach Litauen. Die wissen, was gut ist. ..
jetzt ist es geschafft: ** Enyaq iV 80 seit 3.6.21 **
PV I: 36 kw - PV II: 25 kw
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