Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

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Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

sheridan
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Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

electrifylife
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Meinereiner hat geschrieben:
Puh, harter Tobak. Mich würden da echt mal verlässliche, gewichtete Zahlen interessieren zwischen Verbrenner/Elektro welche das wirklich sauber ins Verhältnis setzen.
Steht doch im Artikel:
"Das gern vorgebrachte Argument, dass Brände von E-Autos statistisch nicht häufiger vorkommen als bei Benzinern, ist dabei zweitrangig."

Zahlen interessieren nicht, und das sagen die ganz offen. Wer den Artikel aufmerksam liest erkennt schnell warum der Fokus gemeinhin nicht als seriöses Blatt gilt.

Das Problem bei solchen Artikeln, beispielsweise auch dem https://www.focus.de/auto/ratgeber/sich ... 50416.html , es hilft auch nichts zu sagen "alles Blödsinn, besser einfach nicht lesen". Die Artikel finden ihre Leser und werden zigtausendfach herumgeschickt. Ich weiß leider selbst auch keine Lösung, vielleicht sollte man an zentraler Stelle zu allen diesen Artikeln eine sachliche Stellungnahme veröffentlichen. Sie zitieren dort u.a. auch (angebliche) Experten auf dem Gebiet, manche Aussagen sind vielleicht teilweise richtig, dann sollte man die auch entsprechend einordnen. Sind E-Autos wirklich schwerer löschbar? Oder geht das Löschen vielleicht genauso gut/schlecht wie bei Verbrennern und es muss dann "nur" noch das Auto gekühlt / beobachtet werden? Das ist schon ein großer Unterschied. Ein gelöschtes Auto kann ich aus der Tiefgarage ziehen und dann ohne große Gefahr und Aufwand kühlen / beobachten.
Wenn es wirklich schwerer zu löschen ist, was heißt das in der Praxis? Brennt es wirklich länger als ein Verbrenner oder haben die Feuerwehren Techniken und Equipment, um das genauso schnell zu löschen?
Die Brandlast wird bei einem E-Auto vermutlich auch nicht höher sein - oder? Tendenziell würde ich eher vermuten sie ist geringer, denn die Energie des Benzins wird nur zu einem recht kleinen Teil in kin. Energie umgesetzt, die einer Batterie zu einem sehr großen. Wenn die Brandlast aber nicht höher ist und ich es vergleichbar gut löschen kann, wieso ist dann eine höhere Gefahr für die Garagen vorhanden?

Stimmt die Aussage, dass E-Autos wirklich eher beim Laden Feuer fangen, Verbrenner beim Fahren? Falls nein, wenn Verbrenner und E-Autos vergleichbar oft in Garagen Feuer fangen, ist es überhaupt realistisch in kleinen Tiefgaragen einen Verbrenner zu löschen? Wenn dann die Brandlast max. vergleichbar ist, ist dann in beiden Fällen nicht die Gefährdung des Gebäudes gleich? Wer weiß, vielleicht ist es wirklich so, dass die Brände die Statik gefährden, man aber auch Verbrenner in kleinen Tiefgaragen kaum löschen kann. Dann ist es eben bisher und auch in Zukunft so, dass in solchen Fällen mal ein Gebäude aufgegeben werden muss. Das muss es auch aus anderen Gründen, zum Beispiel wird in Wohnhäusern fast immer NYM verbaut, halogenhaltige Elektroleitungen, die im Brandfall durch Salzsäure die Betonarmierung zerstören. Halogenfreie Leitungen sind nur in speziellen Bauten vorgeschrieben.

Der Focus schreibt alte Batterien fangen aufgrund der Dendrite häufiger Feuer. Ist das wirklich so? Gibt es autointerne Schutzmaßnahmen?

Das sind so die Fragen, deren Beantwortung vielleicht helfen würde Zweifel und Kritik zu minimieren. Vielleicht gibt es irgendwo auch schon entsprechende Antworten? Dann bitte verlinken! Ich bin sicher nicht der einzige, der einige Kritiker kennt und solche Artikel regelmäßig zugeschickt bekommt.

Außerdem sollte man vielleicht Statistiken nutzen. Wie oft brennen Verbrenner welchen Alters, wie oft brennen sie, wenn sie gerade parken? Wie oft brennen E-Autos gleichen Alters beim Parken? Gibt es die Statistiken? Falls nicht, mit der Erstellung könnten Politik und Co ggf. Zweifel zerstören.

Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

electrifylife
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https://efahrer.chip.de/news/luxus-audi ... cht_105519

Leider finde ich noch keine genaue Ursache, aber der Akku hat wohl eher nicht gebrannt, das Feuer kam eventuell aus der Ladeelektronik, Brandstiftung wird aber auch in Betracht gezogen.

Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

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Der Focus-Autor Sebastian Viehmann, der immer wieder über das Thema schreibt, ist völlig offensichtlich ein Elektroauto-Hasser, und lässt keine Gelegenheit aus, über brennende E-Autos zu hetzen. Siehe auch viewtopic.php?p=1665324#p1665324 Das ist Bild-Zeitungs-Niveau.
Backes hat geschrieben: Puh, harter Tobak. Mich würden da echt mal verlässliche, gewichtete Zahlen interessieren zwischen Verbrenner/Elektro welche das wirklich sauber ins Verhältnis setzen.
Die gibt es ja auch, zum Beispiel hier: https://www.researchgate.net/publicatio ... d_Vehicles
Natürlich kommt jede Studie zu leicht anderen Ergebnissen, aber alle besagen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Brandes zunächst mal maximal genauso hoch ist wie bei einem Verbrenner, eher sogar geringer.
Auch die deutschen und US-amerikanischen Versicherer sagen, dass es keine häufigeren Brände bei E-Autos gibt:
https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/e- ... lbar-66230
https://www.autoinsuranceez.com/gas-vs- ... car-fires/

electrifylife hat geschrieben: Die Brandlast wird bei einem E-Auto vermutlich auch nicht höher sein - oder? Tendenziell würde ich eher vermuten sie ist geringer, denn die Energie des Benzins wird nur zu einem recht kleinen Teil in kin. Energie umgesetzt, die einer Batterie zu einem sehr großen. Wenn die Brandlast aber nicht höher ist und ich es vergleichbar gut löschen kann, wieso ist dann eine höhere Gefahr für die Garagen vorhanden?
Die Brandlast eines Autos wird nur zu einem geringen Teil von Kraftstoff oder Batterie bestimmt. Der bei weitem größte Teil steckt in der Innenausstattung, Plastikteile der Karosserie, Reifen, ... Daher ist deine Vermutung richtig. Bislang gibt es auch keine Hinweise darauf, dass E-Auto-Brände in Tiefgaragen eine größere Gefahr für die Substanz darstellen als Brände von Verbrennern. Alleine die (noch unbeantwortete) Frage, ob sich besonders viele E-Autos beim Laden entzünden und dies deswegen beim Laden in der Garage (anders als insgesamt) ein größeres Risiko darstellt, könnte Anlass zu Sorge geben.

Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

panoptikum
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Das Risiko des Entzündens während des Ladens ist aber zum Großteil nicht den Fahrzeugen anzulasten, sondern der Qualität der Elektroinstallation.

Hier sollte eine regelmäßige Überprüfung gefordert werden.
Renault Zoe Intens (Q210, BJ 03/2013 F-Import)
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Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

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Bei schlechter Elektroinstallation brennt die Elektroinstallation, nicht das Fahrzeug.

Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

panoptikum
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Wie war das mit eine i3, der komplett ausgebrannt ist? Hier war nämlich auch die Elektroinstallation die Ursache.


Ah. Sorry. Hier waren es Feuerwerkskörper:
https://ecomento.de/2015/12/11/bmw-i3-n ... en-bilder/


Dennoch kann auch ein Brand der Wallbox auf das Auto übergreifen.
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Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

electrifylife
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Aber wieso sollte eine Walbox brennen? Verstehe mich nicht falsch, natürlich muss die fachgerecht installiert werden, beispielsweise darf es keine offenen Leiter oder zu dünne Querschnitte geben. Aber dann ist das v.a. mal ein stinknormales Schütz, über das meistens auch höchstens langweilige 16A fließen. Das ist eigentlich nichts, was häufiger Feuer fängt und ich kenne keinen einzigen Bericht von einer brennenden Wallbox. Gefährlicher sind da alte Schuko Steckdosen, die mit dauerhaft 10-16A ein Problem haben und dann schmelzen.



"Alleine die (noch unbeantwortete) Frage, ob sich besonders viele E-Autos beim Laden entzünden und dies deswegen beim Laden in der Garage (anders als insgesamt) ein größeres Risiko darstellt, könnte Anlass zu Sorge geben."

Denkst du man wird da bald eine klare Aussage treffen können? Bis dahin stürzen sich die Kritiker darauf.

Danke für den Hinweis, dass der 'Experte' Produkte für die TGA verkauft. So viel also dazu. :D

Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

Meinereiner
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Das sind so die Fragen, deren Beantwortung vielleicht helfen würde Zweifel und Kritik zu minimieren.
Sehe ich anders!
Es geht in der ganzen Diskussion aus meiner Sicht nur um ein paar Menschen, die überkommene Weltbilder und Ängste hegen, also banale Angst vor Veränderungen. Der Artikel schlägt in die gleiche Kerbe, es geht nur um Ängste, Abneigung gegenüber der E-Mobilität und vielleicht Anbiederung gegenüber Anzeigenkunden (in Frage käme die Ölindustrie).

Fakten haben da keinen Platz, man kann sie zurechtdrehen, in Zweifel ziehen oder für irrelevant erklären, wie im Artikel die Brandhäufigkeit. Schon diskutiert man nur noch über Semantik und Definitionen, was zu nichts führt. Der Bestätigungsgenerator Google zieht auf Anfrage immer eine obskure Quelle aus den unendlichen Tiefen des Internets, die die eigene Meinung bestätigt.

Die beste Strategie ist völliges ignorieren von emotionalen Diskussionen, sie führen nie zu einem Ergebnis. Erst wenn man merkt, dass das Gegenüber logisch denken will und am Thema interessiert ist, lohnen sich Argumente. Sonst nicht.

(edit: Typo)

Re: Allgemeiner Thread zu Unfällen / Bränden / Feuern bei Elektroautos (bitte sachlich bleiben)

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In Frage kommt nicht nur die Ölindustrie Sonden auch alle Fahrzeughersteller ausser Tesla und ein paar Chinesen, welche heute noch Verbrenner bauen und derart mit dem Verbrenner Verkauf, Ihre Profite steigern.
Es ist bei keinem Fahrzeughersteller ein echter Druck in Richtung E Mobilität vorhanden wenn er ebenso Verbrenner baut.

Man kann jedoch regelmäßig den Autoren gegenfakten schicken.
hierfür muss man einmalig die e Mail des Journalisten herausfinden.

Stetger Tropfen höhlt den Stein.
Was auch oft die Philosophie der Schreiberlinge ist, nur eben um das Gegenteil zu fördern.
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