Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

Casamatteo
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Fritzchen-66 hat geschrieben: - Frontantrieb bessere Rekuperation
- Heckantrieb bessere Beschleunigung
Heckantrieb reicht für normale bis sportliche Fahrweise vollkommen aus und ermöglicht zudem einen kleineren Wendekreis und Lenkung ohne Antriebseinflüsse und sonstige negative Effekte des vom Verbrenner kommenden Frontantriebs. Bislang hat niemand dem Hecktriebler BMW i3 eine schlechte Rekuperation vorgeworfen, umgebaute Fronttriebler-E-Autos mit schlechter Traktion und Einfluss auf die Lenkung gibt es dagegen (zu) viele.
Nur wer mit relativ schwach belasteter Hinterachse unterwegs ist, also sehr sportlich verzögern will, oder im Gebirge bergab bei Nässe mit Anhänger rekuperieren anstatt schnöde bremsen will, kann einen Frontmotor zwecks besserer Nutzbremse gebrauchen.
Bei sehr schnellen Autos kann der Frontmotor für hohe Effizienz bei über 200 ausgelegt werden, der Heckmotor für maximale Beschleunigung bis 100, das erspart die Zweiganggetriebe die immer mal wieder laut ins Spiel gebracht werden und dann leise verschwinden.

Es bleibt dabei: gute E-Autos sind Hecktriebler mit Option zu Allrad. Alles andere ist nicht konsequent elektrisch entwickelt worden, wie etwa der Sion mit Teilen aus den Regalen von Zulieferern für Verbrenner. Selbst der Mini müsste elektrisch Hecktriebler sein wie sein Organspender i3s. Wenigstens das macht e.Go richtig.
einziges Auto: Smart ED3 EZ2013 53000km zweiter 22-kW-Lader
6 Liter Diesel brauchen keine 42 kWh als Strom sondern 12 kWh als 1,2 Liter Ölverbrauch in der Raffinerie. Der Herr A. B. hat offenbar US-Gallonen und Liter verwechselt.
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Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

Elektroautomieter
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Als ob das beim e.Go einen Unterschied macht, ob dieser einen Heckantrieb oder Frontantrieb hat.
Ich lasse die Umfrage auch nach meiner Abschlussarbeit weiter offen. Wenn wer die Daten haben möchte: PN an mich.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

fluegelfischer
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Macht es. Merkt man im Winter bei Schnee, beim Laderaum hinten und sogar beim knackigen Beschleunigen in Kurven. Der Smart fourfour muss da schon regelnd eingreifen, wohingegen der e-Up ohne Regeln hinkommt. Dafür ist der Wendekreis des Hecktrieblers spürbar geringer. Immerhin ist die Gewichtsverteilung bei beiden Antriebskonzepten nahezu identisch wegen des schweren Akkus.

Allein das Winterfahrverhalten disqualifiziert den e-Heckantrieb...zumindes in Gebieten wo es im Winter noch Schnee und Eis hat. Allradantrieb in der Kleinstwagenklasse....ja das wäre etwas...

Grundsätzlich ist die Rekuperation an der Hinterachse schwächer als vorne, da die Räder beim Bremsen entlastet werden. Da aber die Rekuperation sowieso nicht die gesamte Bremsenergie aufnimmt und nicht immer an der physikalischen Grenze gebremst wird, dürfte das vernachlässigbar sein. Ein ordentliches Fahrwerk würde das Verhalten beim Hecktriebler weiter verbessern, so dass er nahez mit einem Fronttriebler vergleichbar wäre. Wer sich tiefer für Fahrleistungen und Unterschiede bei Front-Heckantrieb bei alternativen Antrieben interessiert, der sei auf diese Literatur verwiesen:

https://www.vda.de/dam/vda/publications ... he-265.pdf

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

Elektroautomieter
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Wir reden hier doch immer noch über das "Stadtauto" e.Go oder? Wie oft wird denn der e.Go eine geschlossene Schneedecke sehen? Selbst die härtesten würde mit diesem Fahrzeug wohl eher nicht nach Südtirol zum Skifahren reisen. Wie oft beschleunigt der gemeine e.Go-Käufer den knackig in Kurven? Auch im Sommer fährt wohl kaum einer mit diesem Fahrzeug durch die Alpen. Beim elektrischen Mini wäre das was anderes.

Also bringt den Prof. in Aachen nicht auf falsche Idee. :D

Der e.Go war als Stadtfahrzeug geplant und da zählen Wendekreis, Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Kofferraum und am Ende der Preis und nicht wie gut das Fahrzeug auf Schnee fahren kann oder wie das Kurvenverhalten ist.
Ich lasse die Umfrage auch nach meiner Abschlussarbeit weiter offen. Wenn wer die Daten haben möchte: PN an mich.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

fluegelfischer
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Elektroautomieter hat geschrieben: Wir reden hier doch immer noch über das "Stadtauto" e.Go oder? Wie oft wird denn der e.Go eine geschlossene Schneedecke sehen?
Ja. Im Winter fast täglich.
Elektroautomieter hat geschrieben: Wie oft beschleunigt der gemeine e.Go-Käufer den knackig in Kurven? Auch im Sommer fährt wohl kaum einer mit diesem Fahrzeug durch die Alpen. Beim elektrischen Mini wäre das was anderes.
Jeden Tag. Wozu hat man ein e-Auto ? Um bei den Verbrennern abzuhängen ? Ich habe zwar "nur" einen e-Up, aber das auch nur deshalb, weil e.Go vor 2 Jahren nicht liefern konnte.

Enger Wendekreis ist nett, wenn man auf einem Grundstück rangieren will, aber im Stadtverkehr ist er nahezu bedeutungslos. In einem ital. Bergdorf wäre das vielleicht anders - hierzulande nicht. Ladegeschwindigkeit ist in der Zielgruppe sowieso bedeutungslos (ich lade z.B. ausschliesslich zu Hause und mit 3kW wegen Eigenstrom aus reg. Energien...und ich bin da nicht der Einzige). Schnellader braucht bei so einem Wagen kein Mensch. Reichweite ist interessant, aber ab einer bestimmten Kilometerzahl sinkt die Bedeutung. Ich brauche 120km pro Tag (auch im Winter) - andere kommen mit 80km hin. Wer mehr haben will, der muss eben wo anders kaufen....gibt ja mittlerweile genug Alternativen. Preis de e.Go ist zu hoch; das ist klar und das hatten wir hier auch schon.

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Den Heckantrieb der hier beschrieben wird hat doch unser i3. Der ist nach bereits vielen Fronttrieblern unser erstes Auto mit Heckantrieb. Der kleine Wendekreis ist super, auf den meisten Straßen kann man in einem Zug wenden, zudem keine Antriebseinflüsse in der Lenkung und im Winter gabs bisher auch keine Probleme deswegen, ganz im Gegenteil. Beim Bergauffahren oder Beschleunigen verlagert sich ja das Fahrzeuggewicht in Richtung Hinterachse, da ist der Heckantrieb dann im Vorteil, die alten Hasen kennen das bereits vom Käfer, dazu hat der i3 noch jetzt seit etwa 2019 eine sehr gute (verbesserte) Antischlupf-Regelung an Bord. Die greift eigentlich sanft und gut in jegliche kritische Fahrsituationen ein. Beispielsweise auch beim starken Herausbeschleunigen aus Kurven mit dabei glatter Fahrbahn. Auch wüsste ich niemanden der sich jemals über schlechte Rekuperation beschwert hätte, das ist also nur eine Frage wie gut oder schlecht es technisch beim jeweiligen Fahrzeugmodell umgesetzt wird. Beim starken Beschleunigen haben die Hecktriebler allgemein mehr Traktion als Fronttriebler. Ich verstehe also nicht warum hier schon wieder gegen den Heckantrieb des e.Go gepostet wird.
Aber nach langer Wartezeit haben wir ja bald Juni, dann hoffe ich mal dass die im Juni endlich nennenswerte Stückzahlen produzieren und auf die Straßen bringen werden. Es ist schon mindestens Fünf nach Zwölf jetzt.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Bei i3 wird die gesamte Rekuperation mit dem Fahrpedal gesteuert. Die Bremse vernichtet die Energie durch Nutzung der Reibbremse.
Mehr Rekuperation ist wegen der geringeren Reibung hinten nicht möglich, obwohl der Motor mehr könnte.
Während der Entwicklung hatte man immer Angst, daß die Haftung hinten abreist, und hat daher lieber reduziert.
Sollte aus irgendwelchen Gründen keine Rekuperation möglich sein, übernimmt zudem die Reibbremse, damit der Fahrer immer das gleiche Verhalten hat.

Aber diese Infos gehören eigentlich ins i3 Forum.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 18 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Link: Story meiner öffentlichen Ladestation vor der Haustür

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Naja, der i3 hat, meines Wissens, eine Reku Leistung von bis zu 90kW, bisher hatte ich noch keine Situation, die ich im Stadtverkehr, mit etwas Voraussicht, nicht mit Reku lösen konnte. Die Bremse braucht man eigentlich nur wenn es leicht bergab geht und an der Ampel stehen bleiben muss.
Gruß

CHris, ab sofort mit i3

Wenn Ihr Euch für Fotografie interessiert, schaut Digitalfotonetz vorbei.
Mein kleines E-Auto Blog
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Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Genauso ist es, da wird schätzungsweise zu 98% nur mit der reinen Reku an der Hinterachse gebremst.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Nachdem ich nun inzwischen auch ein Fahrzeug mit Heckantrieb fahre und dessen Eigenschaften zu schätzen weiß, möchte ich doch mit Hinblick auf das eigentliche Thema festhalten: Erfolg oder Misserfolg vom e.GO Life hängen hier und heute nicht davon ab, welche Achse angetrieben wird. Damit kann man die ganze Diskussion denke ich abkürzen.
Think PIV4 von 2012-2015 || VW e-up! von 2016-2018
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