Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

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Nach einem Besuch des Netzbetreibers musste ich feststellen, daß die vor Jahren installierte Infrastruktur eine Erschwernis bei der Installation von neuen Ladestationen ist.
Ist die Verteilung im ungezählten Bereich des Hauses nicht mehr auf dem Stand der Technik, so muß diese erneuert werden.
Dies ist leider recht kostspielig.

Brauchen wir für die Ladeinfrastruktur dafür Ausnahmegenehmigungen?

Hier paar Beispiele:
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Fiat 500e seit 2017, VW eGolf bestellt. 12 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
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Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

DiLeGreen
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Meiner Erfahrung nach ist das der Bereich wo du absolut von der individuellen Entscheidung des Mitarbeiters des Netzbetreibers und der Kooperationsbereitschaft deines Elektrikers abhängig bist.
Als Laie denk ich mir warum sollte eine solide Installation nicht mehr tauglich sein, auch wenn sie in die Jahre gekommen ist. Andererseits gibts dann auch Anforderungen an die Wartbarkeit und z.B. den Berührungsschutz.

Ich hatte Glück, mein Zählerschrank und die Verteilung sind sicher nicht mehr aktueller Stand der Technik, trotzdem hat mir der Elektriker die Installation nach einigen Erklärungen, Absprachen und Hin- und Her einigermaßen so gemacht wie ich es mir gewünscht habe.
Außerdem: Wer viel fragt bekommt viele Antworten. Es könnte manchmal pragmatischer klappen den Elektriker einfach zu beauftragen dass er z.B. einen kleinen neuen Zählerschrank für die LIS an die bestehende Vorzähler-Verteilung anschließen soll, damit er gar nicht auf die Idee kommt beim VNB zu fragen ob er nicht vielleicht doch die komplette Installation modernisieren soll.
ZOE Q210 Intens
Mitglied bei taubermobil Carsharing e.V. und HITA - Healthcare IT for Africa e.V. Meine Bilder sind unter CC BY-SA Lizenz.

Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

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Andererseits hat es ja auch Vorteile, wenn man die Elektrik modernisiert. Klar, wenn es auf jeden Cent ankommt, dann macht man das nicht, aber diese Art von Sicherung scheint mir doch schon sehr alt zu sein. Schützt das im Fehlerfall wirklich noch?
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Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

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Die Installation ist zwar aus den 1970ern, aber es fehlt nur der Berührungsschutz.
Gibt es die Möglichkeit diesen nachzurüsten?
Aktuelle Verteilungen haben die gleichen Sicherungen, wie folgendes Bild zeigt. Es ist die blaue Box.
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Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

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Bei der Frage der Umrüstung ist es wichtig, welchen Netzbetreiber man hat.
Die Einen ermöglichen eine Nachrüstung an bestehender alten Infrastruktur, die Anderen verlangen ein komplettes Update aller betroffenen Komponenten.
Man braucht dazu nur die TAB der REWAG (Regensburg) und SWM (München) zu vergleichen.
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Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

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Köln Bonner hat geschrieben: Andererseits hat es ja auch Vorteile, wenn man die Elektrik modernisiert. Klar, wenn es auf jeden Cent ankommt, dann macht man das nicht, aber diese Art von Sicherung scheint mir doch schon sehr alt zu sein. Schützt das im Fehlerfall wirklich noch?
Bei den Sicherungen handelt es sich um ganz normale NH Sicherungen wie sie heute in jeder Hauptverteilung und im Hauptsicherungskasten verwendet werden. Und ja, sie schützen.
Wie Fritzchen schon schreibt fehlt wirklich nur der Berührungsschutz. Warum da dann nicht der Bestandsschutz greifen soll, nur weil paar zusätzliche Ampere fließen sollen? Ich denke hier sind so manche Vorgaben eher umsatzfördernd als technisch begründet ausgelegt.
Was soll denn für eine Ladeeinrichtung errichtet werden? Also bis 11kW und ohne eigenständigen Stromanschluss/Zähler sollte der Bestandsschutz noch voll greifen da diese Installation die von dir gezeigten Schränke nicht im geringsten berührt.

Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

Orion
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focki hat geschrieben: Warum da dann nicht der Bestandsschutz greifen soll, ...?
Es gibt in der Elektrotechnik keinen Bestandsschutz.
Eine Nachrüstung ist nötig, wenn dein alter Verteiler nach heutigem Wissensstand als unsicher gilt
oder durch die "Nutzungsänderung" (=Ladesäule kommt dazu) unsicher würde (z.B. Querschnitte zu gering, vorhersehbare Überlastung, kein Platz für zusätzlich nötige Abgänge, keine Wärmereserven im Schrank für höhere Dauerlast, ...).

Den fehlenden Berührungsschutz und das Metallgehäuse würde man heute so nicht mehr neu bauen (dürfen), das heißt aber (meines Wissens) nicht, dass der alte abgerissen werden muss.
2016: Reichweiten-Angst. 2018: Lade-Angst. 2020: Liefer-Angst.

Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

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  • focki
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Orion hat geschrieben: Den fehlenden Berührungsschutz und das Metallgehäuse würde man heute so nicht mehr neu bauen (dürfen), das heißt aber (meines Wissens) nicht, dass der alte abgerissen werden muss.
Nur darauf bezog ich mich beim Bestandsschutz!
Das andere was du vorgetragen hast sind ja nachvollziehbare Dinge die eine Erneuerung erfordern. Aber der Berührungsschutz betrifft hier ja nur den Bereich der ausschließlich für ausgebildetes Fachpersonal zugänglich ist. Das sollte damit umgehen können. Denn wie gesagt, käme die Ladelösung nicht, dann gäbe es auch die nächsten 20 Jahre keinen Grund den Schrank anzufassen.

Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

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Das Problem ist, sobald dort jemand Veränderungen vornimmt sieht er sich in der Verantwortung im Zweifelsfall entsprechend in der Haftung zu sein.
Und da wir nun mal in Deutschland sind, wo wir jegliche Risiken ausschließen möchten, wird in den meisten Fällen eine Erneuerung vorgeschlagen werden.
Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX
Emobility East - Beratung und Verkauf zu Elektromobilität & Smarthome http://www.emobility-east.de
PV, Speicher zu Hause + Mitbegründer Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de

Re: Alte Infrastruktur Hemmnis für Ladeinfrastruktur

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Das wird es eher treffen. Plus eben der Blick in das Terminbuch und freie Kapazitäten darin.
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