Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

AntwortenAntworten Options Options Arrow

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

Benutzeravatar
read
Dabei kann der Raspberry mit OpenWB auch nur als Lastmanagement fungieren, und die Wallboxen werden aus der Liste der kompatiblen Geräte gewählt.
Fiat 500e seit 2017, VW eGolf bestellt. 12 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Link: Story meiner öffentlichen Ladestation vor der Haustür
Anzeige

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

Benutzeravatar
read
Hacky hat geschrieben: Beim Querlesen sah ich hier bislang nur eine Diskussion zu rechtlichen und technischen Fragen. Die rechtliche Seite (Zustimmung der WEG) ist bei uns durch und ein Elektriker wurde gebeten, einen Kostenvoranschlag zu machen. Dazu läuft seinerseits auch erst mal noch eine Anfrage beim Stromnetz Hamburg. Da wir die ersten in der WEG sind (12 Einheiten), bin ich zuversichtlich, dass wir 11 kW bekommen können.

Ziel ist eine 11 kW Wallbox an einem Tiefgaragen-Stellplatz, der ca. 25 m vom zentralen Haus-Schaltkasten entfernt ist. Dafür muss er mit der Zuleitung durch zwei Wände durch. Die Wallbox will er gleich mit anbieten.

Kann mir jemand Anhaltspunkte, in welchem Kostenrahmen sich so etwas in etwa bewegen wird?
Ich wäre da nicht ganz so zuversichtlich. Ich habe auch einen Versuch gestartet und mir wurde es erstmal "verweigert" eine Ladesäule zu genehmigen.
Erst war es "blödsinn, braucht kein Mensch" und nach 5-10min diskutieren hatten alle angst der letzte zu sein der keine mehr haben darf.
Nun soll sich unsere Hausverwaltung gedanken machen, dass alle Einheiten (ca. 60, auf ~8 Hausanschlüsse) eine Ladesäule haben KÖNNTEN. Sprich Lastmanagment.
Sprich, vor 2020 krieg ich keine Genehmigung, obwohl ich Vorsitzender des Beirates bin...
Aber bis dahin kann ich auf mein Recht bestehen. :twisted:


p.s. bei dem "Hass" der mir entgegen stieß und der befürwortung für Wasserstoffautos, werde ich wohl in 2-3 Jahren beantragen dass Wasserstoffautos aufgrund der Explosionsgefahr nicht in die Tiefgaragen dürfen. :roll: :twisted:
Bild
09/2017-heute -> Zoe Intens Q210 11/2014 (Privat)
04/2019-06/2019-> Firmenwagen (P)Opel
07/2019 Model 3 SR+ Firmenwagen
Elektromeister

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

Benutzeravatar
read
Furlinger hat geschrieben: der befürwortung für Wasserstoffauto
Das Wasserstoff-Auto wird doch nur aus politischen Gründen in den Fokus genommen. Beim Strom kommt wenigstens 70 bis 80% der erzeugten Energie beim E-Motor an. Beim Wasserstoff sind es nur noch 30 bis 40%. Ein Wasserstoffauto ist nix anderes als ein Elektro-Auto mit einer zusätzlichen Brennstoffzelle und Wasserstofftank. Also ein E-Auto mit Wasserstoff-REX. Der Akku wird für die Kurzstrecken genauso an der Steckdose geladen wie das E-Auto. Somit sollte an jedem Garagen-Platz eine Wallbox installiert sein.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
3x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

Benutzeravatar
  • Hacky
  • Beiträge: 508
  • Registriert: Fr 25. Okt 2019, 21:37
  • Wohnort: Norddeutschland
  • Hat sich bedankt: 60 Mal
  • Danke erhalten: 220 Mal
read
Furlinger hat geschrieben: Ich wäre da nicht ganz so zuversichtlich. Ich habe auch einen Versuch gestartet und mir wurde es erstmal "verweigert" eine Ladesäule zu genehmigen.
Erst war es "blödsinn, braucht kein Mensch" und nach 5-10min diskutieren hatten alle angst der letzte zu sein der keine mehr haben darf.
Nun soll sich unsere Hausverwaltung gedanken machen, dass alle Einheiten (ca. 60, auf ~8 Hausanschlüsse) eine Ladesäule haben KÖNNTEN. Sprich Lastmanagment.
Wie ich schon geschrieben hatte, ist die Sache seitens der WEG durch. Zustimmung wurde vor zwei Jahren auf der Versammlung gegeben und protokolliert, die Verwaltung hat es beim Antrag für "Stromnetz Hamburg" auch noch mal bestätigt. Im Moment hängt es also bei "Stromnetz Hamburg" - und am Ende auch am Preis, den der Elektriker dafür haben will...
i3s 120 10/19 - Knuffel

Referentenentwurf Reform WEG

Baldstromer
  • Beiträge: 81
  • Registriert: Do 7. Mär 2019, 11:06
  • Hat sich bedankt: 12 Mal
  • Danke erhalten: 29 Mal
read
Zwar in Zeitlupe, aber Bewegung ist Bewegung. Der Gesetzesentwurf des BMJV ist gestern endlich veröffentlicht worden (mehrfach noch zum vergangenen Jahresende angekündigt):

https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzge ... onFile&v=2

Wann das Gesetz dann endlich kommen wird ist noch unklar, erst mal dürfen sich Verbände usw. zum x. Mal äußern. Nachdem in diesem Entwurf neben einem Anspruch auf Ladestationen u.a. auch die Erweiterung von Befugnissen der Hausverwalter geregelt wird (sehr umstritten, insbes. ob/welche/wie deren Qualifikationen nachgewiesen werden sollen), ist leider durchaus auch eine weitere längere Verzögerung denkbar.
Elektro seit 2020 - Polestar 2 reserviert, Dank Leasingchaos storniert und jetzt im Rechtsstreit (Erstattung Kaution) -> Mercedes EQC

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

Benutzeravatar
  • MaXx.Grr
  • Beiträge: 3573
  • Registriert: So 14. Mai 2017, 13:19
  • Wohnort: Nahe München
  • Hat sich bedankt: 1722 Mal
  • Danke erhalten: 802 Mal
read
Da hab ich von einer Bundestagsabgeordneten gehört, daß das bei der großen Koalition wohl Standard ist wenn sie möchten, daß etwas nicht beschlossen wird. Dann schreiben die etwas rein das garantiert keine Mehrheit bekommt und dann dauert es halt „etwas“ länger...

Geht gar nicht sowas!

Grüazi MaXx

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

Ruzzi
  • Beiträge: 29
  • Registriert: Sa 18. Feb 2017, 22:43
  • Hat sich bedankt: 15 Mal
  • Danke erhalten: 3 Mal
read
Ruzzi hat geschrieben: Gut verlaufen, na ja.
1 Eigentümer möchte auch Elektro, 1 Eigentümer ist einverstanden, 2 haben erhebliche Sicherheitsbedenken.

Im Zentrum der Bedenken steht der Brandschutz. Vor einem halben Jahr ist im Ort ein Fahrradhändler wegen eines E-Bikes komplett ausgebrannt. Das hat die Gemüter in Unruhe versetzt.

Wir haben uns darauf verständigt, den Verwalter ins Boot zu holen. Die Skeptiker sollen Informationen erhalten, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Das wird Monate kosten, wenn es überhaupt gelingt.

Ich habe dann ein Schreiben für den Hausverwalter aufgesetzt und gebe einen Ausschnitt darauf wieder.
Mittlerweile hat der Hausverwalter geantwortet.
Offenkundig will er sich raushalten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen seien im Fluss. Mit der Technik solle man sich auseinandersetzen, wenn die Gemeinschaft es wirklich will. Und außerdem betreue er eine andere Eigentümergemeinschaft, da wären für die Einrichtung von Ladestationen über 100.000 Euro angefallen und das Projekt beerdigt worden. Ohne weitere Angaben dazu war das Ende seines Schreibens.

Die Skeptiker hier im Haus jubeln. Im Haus habe ich einen (sehr angesehenen) Verbündeten, der das Thema weiter bearbeitet. Er möchte auch eine Lademöglichkeit. Nun hat sich herausgestellt, dass ein weiterer Eigentümer zwischenzeitlich einer Lademöglichkeit offen gegenüberstünde, um sein E-Bike zu laden. Einer mehr, von 7. Ich sehe schwarz, weil Argumente hier nicht helfen.
Wenn jemand sagt: "Die Brandgefahr sei einfach zu hoch und nachts ziehe ich alle Stecker" kommt man mit Statistiken nicht weiter.

Die Eigentümerversammlung ist im April/Mai. Meine Stratetgie ist jetzt, so zu tun, dass der Referentenentwurf zum WEG bald in gesetzesform gegossen wird. Dann werde ich machen, was ich will (natürlich nicht, aber so will ich es darstellen). Wer mitreden will, soll jetzt zustimmen.

Na ja, ich habe jedenfalls die Schn.... ziemlich voll. Ich bin absolut kompromissbereit. Mir reicht ein Schukostecker. Wenn sich die Leute damit sicherer fühlen, installiere ich auch eine WB. Aber gegen Überzeugungstäter kommt man nicht an.

Daher habe ich mich nun entschlossen, einen für mich recht steinigen Weg zu gehen. Bei meinem Fahrprofil muss ich ca. 60-70 kwh in der Woche laden. Entgegen meiner bisherigen Planungen werde ich daher statt eines vFl einen Ioniq FL wählen. Dann komme ich mit 3 mal wöchentlich öffentliches Laden aus. In 900 Meter Entfernung zu meiner Arbeit habe ich eine Ladestation, mit der das hinhauen müsste. Zzgl etwas Destination charging.

Ich habe mich jetzt so lange damit befasst, ich bin nicht bereit, mich von den Betonköpfen im Haus auf Dauer ausbremsen zu lassen und nehme lieber die Komforteinbuße beim Laden in kauf.
Ioniq Elektro Premium FL seit 05/2020

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

Baldstromer
  • Beiträge: 81
  • Registriert: Do 7. Mär 2019, 11:06
  • Hat sich bedankt: 12 Mal
  • Danke erhalten: 29 Mal
read
Kurzes Update zur Reform des WEG-Rechts:

Der Referentenentwurf des WEModG ist bekanntlich seit 14.02.2020 raus, die Stellungnahmen der verschiedenen Verbände sind auch größtenteils schon veröffentlicht ( google: wemodg stellungnahme; Zeitfilter auf letzten Monat).

Das BMJV bleibt beharrlich auch auf mein penetrantes Nachfragen bei der Behauptung, dass das Gesetz im Herbst 2020 verabschiedet werden soll. Ich lade alle sehr herzlich ein, dem Ministerium ebenfalls mitzuteilen, wie dringend das Gesetz benötigt wird und wie sich die Verzögerung auf Wahlverhalten auswirken kann:

https://www.bmjv.de/DE/Service/Buergers ... _node.html
Elektro seit 2020 - Polestar 2 reserviert, Dank Leasingchaos storniert und jetzt im Rechtsstreit (Erstattung Kaution) -> Mercedes EQC

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

schnaeutz
  • Beiträge: 142
  • Registriert: Fr 12. Jan 2018, 00:00
  • Hat sich bedankt: 12 Mal
  • Danke erhalten: 34 Mal
read
Mittlerweile sollen wohl auch schon Engerieversorger die Installation von Wallboxen in Sammelgaragen verbieten, weil sie keine Lust haben, irgendwann den Hausanschlus zu verstärken. Ein Bauträger, der gerade ein Neubauvorhaben realisiert, sagte mir, dass er deshalb in der Tiefgarage keine Ladepunkte vorgesehen habe, weil dann der Brandschutz mit extrem teuren Auflagen käme. Beides weiß ich natürlich nur vom Hörensagen.

Wenn es der Bundesregierung ernst mit der Förderung der Elektromobilität wäre, dann müsste jeder Wohnungseigentümer und -mieter einen Rechtsanspruch auf die Installation einer Wallbox an seinem Tiefgaragenplatz haben, die Energieversorger hätten ohne Rücksicht auf den Aufwand die technischen Voraussetzungen dafür herzustellen und der Brandschutz müsste auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden. Schließlich soll es in der Vergangenheit auch Verbrenner gegeben haben, die abgefackelt sind.

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

Benutzeravatar
  • Rennsemmel
  • Beiträge: 179
  • Registriert: Di 30. Jul 2019, 18:31
  • Wohnort: München
  • Hat sich bedankt: 62 Mal
  • Danke erhalten: 72 Mal
read
@ Baldstromer,
habe gerade mit dem link eine dringliche Anfrage geschickt. Es sollten möglichst viele Mitmachen und hunderte oder tausende Nachrichten schicken, bis sich was tut.
Schei...n wir sie mit e-mails zu :evil:
Trinity Venus, Smart EQ Q4-19, MY bestellt
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Private Lade-Infrastruktur“

Gehe zu Profile
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag