Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

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Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

Kurzschluss
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In Hannover gibt es auch keine Stellplätze für Wohnmobile. Auf P&R Parkplätzen hätte man auch einfach mal eine Münzstromsäule stellen können. Die wäre dann sowohl für Womos als auch für Langzeitparker zum Laden praktisch. Da reichen auch 3.7kW zum Aufladen!
Ich warte schon auf die ersten Womos, die einen Typ2 Adapter haben und an einer Ladesäule campen :-)
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Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

Luckylappen
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Ich habe den Beitrag leider erst jetzt gesehen, sonst hätte ich mir meinen anderen vielleicht sparen können.
Wie viel hat es denn vor der Preiserhöhung gekostet? Ich hatte immer mal wieder geguckt und bin der Meinung das zumindest diese 2 Cent/Min nicht da waren. Bei dem derzeitigen Angebot kommt man schon mal auf 15€ für eine Ladung beim Hyundai Ioniq. So dauert es wirklich lange bis man den Mehrpreis wieder drin hat.

Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

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Ich meine das war früher mal ein reiner Zeittarif + Startgebühr. Könnte 5 Cent/min + 30 Cent Start gewesen sein - mit 22kW Lader eine sehr günstige Sache.
Davor war es kostenlos.
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Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

Luckylappen
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Na da sieht man ja wo der Weg hingeht auf Dauer :-/
Gibt es eigentlich schon eine Entscheidung bezüglich der eingereichten Vorschläge bei Enercity, für neue Ladepunkte?

Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

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dibu hat geschrieben: Die Edeka-Säule an der MHH ist okay, aber umständlich freizuschalten: Auto abstellen - reingehen - auf jemand warten, der den Schlüssel findet - zusammen rausgehen und Säule freischalten - und dann endlich einkaufen gehen.
Ich lade da auch regelmäßig, und seit mindestens einem Jahr ist die Säule immer freigeschaltet. Die Schlüsselschalter wurden sogar ausgebaut oder zumindest abgedeckt. Man kann einfach ranfahren, einstöpseln und die Ladung beginnt. Sonnenstrom direkt vom Dach. Und kostenlos. :D
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Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

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mobafan hat geschrieben: Hannover hat noch ein ganz anderes Problem, nämlich, dass (genau wie im Weserbergland) mit PlugSurfing ein Dienstleister gewählt wurde, der mit keinem roamt. Und die Preise sind gesalzen - selbst auf P&R-Parkplätzen eine Zeitkomponente *facepalm*
Ja, ziemlich idiotisch, die Preisgestaltung an den Säulen an P&R-Parkplätzen. Überhaupt: voll am Bedarf an einer solchen Location vorbei. Wer soll da laden bitte? Ich habe an der relativ neuen Säule an der Endhalte der 9 in Empelde genau ein Mal kurz geladen, als ich jemanden abgeholt habe, und sonst noch nie da ein EV stehen und laden sehen. Ganz zu Anfang standen da immer Verbrenner, jetzt sind die Stellflächen grün und meist frei. Ich kann mir die Verärgerung der Verbrennerfahrer gut vorstellen. Sinnloser Verlust zweier Stellplätze.

Hallo enercity, auf P&R-Parkplätzen ist der Anwendungsfall wie folgt: morgens einstöpseln und nachmittags abstöpseln. Da muss keine 22kW-Säule hin, schon gar keine einzelne, und erst recht nicht mit Zeitkomponente im Tarif.
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Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

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Soll ich das bei Facebook posten?

Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

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Ja gern! Ich bin nicht bei FB...
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Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

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Fossilbär hat geschrieben: Soll ich das bei Facebook posten?
Hab ich schon vor ein paar Tagen, allgemein zum Tarif und der Ungleichbehandlung für PKW mit unterschiedlicher Ladegeschwindigkeit. Und jetzt Antwort bekommen, ich hab dann gleich zurück geantwortet.

Vorweg: Sie überlegen, die Zeitkomponente nachts wegfallen zu lassen, na immerhin.

Hier hab ich geschrieben (ohne fb Konto einsehbar, Kommentare muss man umständlich aufklappen):
https://www.facebook.com/enercity/photo ... &__tn__=-R

Ich
35 ct/kWh + 1,20€ pro Stunde Zeittatrif bedeutet, dass mit unterschiedlichen Fahrzeugen unterschiedlich viel pro kWh bezahlt werden muss. Haben die Säulen Schieflast-Erkennung? Dann reduziert sich einphasige Ladung obendrein auf 4,6 kW maximal (20A statt 32A pro Phase).

Preisliste nach Fahrzeug, maximale AC-Ladeleistung in Klammern, (*)Beispiel falls Schieflasterkennung und Reduzierung auf 20A bei Laden mit weniger als 3 Phasen:

Renault Zoe (22 kW): 40,5 ct/kWh
VW ID.3 (11 kW): 45,9 ct/kWh
VW e-Up (7,4 kW): 51,2 ct/kWh
Hyundai Ioniq (6,6 kW): 54,8 ct/kWh
Hyundai Ioniq(*) (4,6 kW): 61,1 ct/kWh
viele Plug-In-Hybride (3,7 kW): 67,4 ct/kWh

Der Preis für die Zoe und sehr wenige andere PKW mit 22kW-Wechselstromlademöglichkeit (z.B. Audi e-tron gg. Aufpreis) ist okay, allerdings lohnt sich damit ein E-Auto ggü. Diesel schon deutlich weniger als mit Haushaltsstrom. Bei 11kW-Ladern wird's schon eng, alle anderen Fahrzeuge lassen sich damit nicht mehr wirtschaftlich mit Strom versorgen. So wollen Sie auch jene Hannoveraner, die nicht zu Hause laden können, von E-Mobilität überzeugen? Die Fahrzeuge sind auf längere Sicht noch teurer als gleich ausgestattete Verbrenner. Auf diese Art bleibt es für viele Hannoveraner ein Luxus, umzusteigen, die Luftqualität in Hannover leidet weiter, der Lärm bleibt und die Ladesäulen werden mangels Auslastung auf lange Sicht unrentabel bleiben.

Zusatzkosten (tagsüber!) nach langer Ladezeit sind eine gute Idee (Maingau Energie verlangt z.B. einen Zeit-Aufschlag erst nach ein paar Stunden), um Ladesäulenblockierung zu verhindern. So hingegen geht die Geschichte nach hinten los.

Ich bin mir sicher, dass Ihnen diese Ungleichbehandlung verschiedener Fahrzeuge bei der Preisgestaltung nicht bewusst war. Bitte überdenken Sie ihre Preisgestaltung enercity - positive energie!
Antwort von enrcity:
Hallo e-wibeau (auf fb steht mein echter Name), danke für dein Feedback! Es geht uns darum die Ladestation verfügbar zu halten. Autos die sehr langsam laden, stehen natürlich auch sehr lange und blockieren so die Ladestation für andere Nutzer. Ohne den Zeittarif werden die gesonderten E-Parkplätze zum Dauerparkplatz für Einzelne. Es ist geplant den Zeittarif Nachts an unseren Ladestationen abzuschalten, so ist den „Langsamladern“ schon mal geholfen. Wir sammeln unsere Erfahrungen mit dem Zeittarif und werden diesen auch gegebenenfalls anpassen.
Meine Antwort dazu:
enercity - positive energie das ist eine sehr gute Nachricht, so muss auch ein schon einigermaßen günstig ladender Zoe-Fahrer nicht nachts nochmal raus, das Auto abstöpseln und gar dann noch einen anderen Parkplatz suchen, der um die Zeit nochmal schwieriger zu finden ist. Die meisten Zeittarife laufen ja weiter, solange das Auto angestöpselt ist (bei Ihnen der Fall? Ich werde es garantiert nicht ausprobieren, solange die Kosten so hoch sind, kann aber zum Glück zu Hause laden).

Und doch ist es unfair, tagsüber faktisch höhere Preise zu verlangen, wenn viele Fahrzeuge auch gegen Aufpreis einfach keine Option anbieten, mit höherer Leistung zu laden. Ein Zeittarif ab einer bestimmten freien Zeit wäre fair.

Übrigens verfehlt der Zeittarif ab der ersten Minute auch den Zweck, denn es wird nicht teurer pro geladener kWh, wenn man lange lädt, der Preis pro kWh bleibt gleich übertrieben hoch. Und unfair ggü. wenigen bestimmten Fahrzeugen. Ein Kona, e-Niro, e-Soul (e-Golf, e-Up/Citigo/Mii auch teuer, aber halbe Zeit, dito ID.3 mit umweltfreunlichem kleinen Akku) würde im Extremfall bei 7,3 kW 9 Stunden zum selben hohen Preis laden, bei Schieflastregelung (4,6kW) würden die Koreaner mit 64 kWh Akku gar 14 Stunden zum selben hohen Preis laden, aber ben von Anfang an, also auch wenn sie nur eine Stunde lang die Ladesäule beanspruchen. Der Preis sagt nur: "Wir wollen nicht, dass ihr in unserer Stadt ladet, und zwar garnicht. Es ist von Anfangang an teuer, ladet woanders". Noch krasser bei Plug-in-Hybriden mir 3,7 kW, die Fahrer selbiger werden sich gut überlegen, ob sie emissionsfrei wieder aus der Stadt rausfahren. Meine Antwort wäre in dem Fall: "Umweldfreundlich notfalls auch mit einem kleinen Aufpreis. Aber nein, so nun wirklich nicht, dann werf ich zähneknirschend lieber den Verbrenner an." Nunja, ich fahre rein elektrisch. Und auch wenn ich mit 22 kW AC laden könnte, würde ich hier für die anderen Fahrzeuge in die Bresche springen.

Eine Frage noch: Haben die Säulen Schieflast-Erkennung, sodass einphasig ladende Fahrzeuge auch noch zusätzlich von 32 auf 20 Ampere ausgebremst werden? Das würde nochmals Extrakosten verursachen (s.o.), die eigentlich im Verantwortungsbereich des Netzbetreibers liegen.

Wie dem auch sei, der endlich erfolgende Ausbau der Ladeinfrastruktur in Hannover in Richtung Lademöglichkeit für die Vielen, die weder zu Hause, noch auf Arbeit laden können (und natürlich auch für Gäste in der Stadt), begrüße ich ausdrücklich 🌻
Ioniq Premium in Phoenix Orange, bei Sangl abgeholt am 7. Juni 2018
Bild - and isn't it iRoniq?

Re: Digitale Demenz: Schnellader in Hannover = Sanierungsfall

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e-wibeau hat geschrieben: Und doch ist es unfair, tagsüber faktisch höhere Preise zu verlangen, wenn viele Fahrzeuge auch gegen Aufpreis einfach keine Option anbieten, mit höherer Leistung zu laden.
Das sehe ich nicht so. Was kann denn der Ladesäulenbetreiber dafür, dass die Hersteller mist bauen?
Ich finde eine Zeitkomponente schon wichtig, um einen Anreiz zum schnellen freimachen zu geben, auch wenn mir die Preise insgesamt für AC etwas hoch erscheinen.
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