Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon Ragnarok » So 28. Mai 2017, 16:37

ecopowerprofi hat geschrieben:
Ragnarok hat geschrieben:
Das ist übrigens der Grund warum die 12V Batterien in EVs recht schnell sterben...

Wusste gar nicht, dass man Batterien auch anders als mit DC laden kann. Beim Verbrenner läuft die Lichtmaschine ständig mit sobald der Motor läuft und regelt auf Ladeschlussspannung von 2,4V pro Zelle. Bei Bleigel sollten es 2,35V sein. Der Lader für die 12V Batterie macht auch nix anderes.

Oh man, so langsam muss ich dich wohl als Troll einstufen. Du pickst dir einzelne Sätze aus dem Kontext heraus und biegst sie dir zurecht. Zudem versuchst du durch irgendwelche technischen Kommentare (warum nimmst du auf einmal Bezug auf Einzelzellspannungen einer Bleizelle?? Was soll das?) Kompentenz zu zeigen. Und woraus hast du herausgelesen, dass ich mit AC eine Batterie laden wollte?

Zur Klarstellung:
Der Grund, warum die 12V Akkus schneller sterben, sind die nicht vorhandenen Belastungen. Da der DCDC eigentlich immer läuft, werden die 12V Akkus kaum belastet und gehen durch Alterung bei 100% Ladezustand kapuut.
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon Berndte » So 28. Mai 2017, 17:44

Enagon hat geschrieben:
...Verstehe generell nicht warum bei der kleinen 1h+ warten muss... Warum hat die ZOE 2017 kein 43kw Typ 2?

Doch, du kannst auch 2017 einen Zoe Q90 kaufen. Die ist in 65 Minuten wieder auf 80%.
Renault und auch die Händler preisen aber lieber den R90 an... weil da mehr Marge ist?

Ist aber nicht Thema in diesem Thema.
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon panoptikum » Mo 29. Mai 2017, 12:48

Ragnarok hat geschrieben:
Da der DCDC eigentlich immer läuft, werden die 12V Akkus kaum belastet und gehen durch Alterung bei 100% Ladezustand kapuut.

Da muss ich Dir widersprechen.
Mag sein, dass der DC/DC-Wandler ab Start eingeschaltet wird (z.B. für die PTC-Elemente). Es wird aber nicht ständig die 12V-Batterie geladen und damit auch nicht die Steuergeräte versorgt (diese werden dann nur über den 12V-Block versorgt). Ich sehe das am Spannungsmonitor im Zigarettenanzünder: ~ 13,5 V Normalspannung, ~ 14,4 V wenn 12V-Akku geladen wird.

P.S.
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 29. Mai 2017, 13:13

Ragnarok hat geschrieben:
warum nimmst du auf einmal Bezug auf Einzelzellspannungen einer Bleizelle??

Janz einfach. Weil die 12V Batterie ein ganz normaler Bleiakku ist. Für ein Blei-Akku ist es im Gegensatz zum Li-Akku von Vorteil für die Lebensdauer immer möglichst voll geladen zu sein.

Ragnarok hat geschrieben:
Der Grund, warum die 12V Akkus schneller sterben, sind die nicht vorhandenen Belastungen.

Absoluter Blödsinn bei Blei-Akkus. Notstrom Akkus in öffentliche Gebäuden sind zu fast 100% Blei-Akkus. Die werden so gut wie nie benutzt außer bei Systemprüfungen. Lebensdauer 25 Jahre und mehr.

panoptikum hat geschrieben:
Ich sehe das am Spannungsmonitor im Zigarettenanzünder: ~ 13,5 V Normalspannung, ~ 14,4 V wenn 12V-Akku geladen wird.

14,4V ist die Ladeschlussspannung von 2,4V pro Zelle, 13,5V ist Ladeerhaltungsspannung von 2,25V pro Zelle. Alle teuren 12V-Ladegeräte laden nach dem Einschalten erst mal auf Ladeschlussspannung. Wenn der Ladestrom wg. voller Batterie unter ca.5% von C10 absinkt, wird auf die Ladeerhaltung runter geregelt.

panoptikum hat geschrieben:
Meine hält bereits das 4. Jahr.

Warum auch nicht. Wir haben bei der letzten Wartung die Batterie nicht tauschen lassen obwohl Renault dies in der Wartungsvorschrift festgelegt hat. Der Profi-Tester von Bosch hatte die Batterie als i.O. getestet.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon AbRiNgOi » Mo 29. Mai 2017, 13:25

Zurück zum Thema,

Ich hätte das Thema an sich sehr interessant gefunden, die Daten wären super für mich.

Wie könnte eine Messung des Wirkungsgrades aussehen?
Zuerst einmal dazu folgendes Video:

https://www.youtube.com/watch?v=4ozZ4vAdQL4

Da drinnen erkennen wir schon die größten Problem:

1: Wie messe ich den Verbrauch ab Steckdose? -> im Video gelöst mittels Effektiv-Leistungs-Messwerk.
2: Wie messe ich die Energie im Akku nach der ladung? -im Video ansatzweise gelöst, Auslesen via CanZE nach Schlafphase.

Zu 2: Die Energie kann sich aber bei zum Beispiel tiefen Temperaturen wieder am nächsten Tag geändert haben, diese Unsicherheit was nun wirklich in der Batterie drinnen ist werden nicht auflösen können, weil wir maximal sehen können was aus der Batterie wieder raus kommt und da ist der Batteriewirkungsgrad abhängig von der Temperatur drinnen mit verwurschtelt...

Ich denke aber das die Methode aus dem Video für uns genau genug sein sollte, und schön wäre es hier mehrere Messwerte zu haben. Beim Titel des Threats habe ich mich schon auf diese Daten gefreut, aber nix is...

Meine Frage wäre nun, macht es Sinn, bei einem Q210 den Lade(schein)strom von 16A auf 20A an zu heben. Das würde meine Installation vertragen, aber was wäre der Wirkungsgrad Gewinn, sind es ein neuer Controller für 250€ Wert, wenn ja ab wann?

Den Wirkungsgrad bei 16A 3p kennen wir nun, auch dass der natürlich bei Ladebegrenzung nach 95% SOC stark abfällt, wie komme ich aber an die Daten von 20A 3p ohne den Controller vorher zu kaufen?
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon lobinj » Mo 29. Mai 2017, 15:11

Hier hat vor einiger Zeit dies schon mal jemand beleuchtet:
http://pushevs.com/2016/12/17/renault-zoe-charging-time-efficiency/

Das ist zwar die gleiche Methode wie beim OP, aber recht korrekt nur bis 80% SOC berechnet. Die Methode vom OP ist natürlich ziemlich Käse wie ihr hier schon geschrieben habt.
Ich habe mal dies versucht zu Hause nachzuvollziehen, ist aber nicht einfach. Bei 2kW Ladeleistung hab ich zwischen einen Wirkungsgrad zwischen 0.7 und 0.8 ermittelt. Es ist logisch, dass bei 2kW nicht viel übrig bleibt, da die Leistung für alles Mögliche drum herum natürlich davon abgeht. Ausserdem haben andere Ladegeräte auch einen abfallenden Wirkungsgrad im unteren Leistungsbereich. Von daher würde ich die 90% bei höheren Leistungen als realistisch betrachten.

Ich habe nur einen 2kW Energiezähler (aus dem Aldi), der aber mit den Werten ziemlich gut mit dem Hauszähler übereinstimmt (bei der ZOE Ladung, hab extra den Kühlschrank und die Heizung komplett augeschaltet).

Nun hab ich mir vorgenommen meine Installation zuhause mit einem besseren Zähler zu ergänzen und dann nochmals dahinter zu gehen. Allerdings wird auch das nicht einfach, schon alleine die Temperatur wird eine grosse Rolle spielen. Steigt die Batterie über 26°C fängt die ZOE an zu kühlen, und das sind dann locker 1kW die sich da negativ bemerkbar machen. Bei der Q90 kann das gleiche bei kalten Temperaturen auch passieren wenn die Heizung anspringt (wie wir letztes Wochenende gelernt haben).
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon Zoe1114 » Mo 29. Mai 2017, 15:37

AbRiNgOi hat geschrieben:
Meine Frage wäre nun, macht es Sinn, bei einem Q210 den Lade(schein)strom von 16A auf 20A an zu heben. Das würde meine Installation vertragen, aber was wäre der Wirkungsgrad Gewinn, sind es ein neuer Controller für 250€ Wert, wenn ja ab wann?

Die Diskussion hier lässt mich schmunzeln.
Die Zeit, die hier verphilosophiert wird, ist viel mehr Wert als die paar Prozent Unterschied im Wirkungsgrad.
Und wenn man ganz einfach an die Sache herangeht:
Wenn ich 20.000 kWh lade und dabei 5% höheren Verlust habe entspricht dies 1.000 kWh. Bei einem Preis von 0,25€ / kWh entspricht dies 250,- €.
Wie weit kann ich mit 20.000 kWh fahren? Bei einem mittleren Verbrauch eines Zoes mit 15 kWh/100 km komme ich auf 133.000 km.
Und sollte der Verlust bei 10% liegen, muss ich ca. 66.000 km fahren und immer zu Hause geladen haben, damit sich die Investition von 250,- € rechnet.
Und mehr Zeit investiere ich nicht in diesen Thread
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 29. Mai 2017, 16:17

Zoe1114 hat geschrieben:
Und sollte der Verlust bei 10% liegen, muss ich ca. 66.000 km fahren und immer zu Hause geladen haben, damit sich die Investition von 250,- € rechnet

Und wenn Du die Reisegeschwindigkeit von 95 auf 90 km/h senkst, dann kannst Du auch 5% sparen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon MAlfare » Mo 29. Mai 2017, 17:14

lobinj hat geschrieben:
.... bei kalten Temperaturen .......

Die Batterie ist kalt oder die Luft, nicht die Temperaturen.
Temperaturen sind nicht kalt oder warm, genau so wenig wie Geschwindigkeiten schnell oder langsam, Preise teuer oder billig sind.
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Re: Ladewirkungsgrad abhängig von der Ladeleistung

Beitragvon Karlsson » Mo 29. Mai 2017, 19:47

Siehe zum Thema hier den Beitrag von Lingley vom 21.2.14
http://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-laden/blindleistung-beim-laden-des-zoe-t945-10.html

Oder hier
http://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-laden/erhebung-renault-zoe-stromverbrauch-ab-steckdose-wallbox-t3190-50.html
findet sich dies:

Ladekuve_ZOE.JPG


Auch ein interessanter Thread:
http://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-laden/ladeversuche-zoe-mit-kleiner-leistung-t1388.html

Er lädt mit 3P effizienter als 1P. Bei 1P Ladung wird es mit geringer Leistung dann immer schlimmer. Daher gab es anfangs auch noch kein Notladekabel, da der Wirkungsgrad bei 10A brutal schlecht wird und Schuko >10A nicht ohne Risiken ist.
Optimal scheint 3P um 9kW zu sein.

Erschütternd finde ich EPPs Verhalten. Er hat immer noch nicht den Eingangaspost geändert.
Dabei ist er hier ein kommerzieller User und Anbieter von Ladelösungen. Welche Kompetenz dahinter steckt, sollte hier wohl jedem langsam klar werden. So machen auch die ganzen Aussagen zu Schnelladungen Sinn und man weiß das noch besser zu werten.
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