Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Re: Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Beitragvon wp-qwertz » Do 11. Jan 2018, 09:32

Ilchi hat geschrieben:
Ich würde mal überlegen, ob es nichts reicht, jeden Stellplatz nur mit 3,6 kW zu versorgen. Wir fahren 30 Tkm im Jahr, das reicht bei uns immer. Vorteil wäre, dass man lange nicht über Lastmanagement nachdenken muss, da auch hier die Gleichzeitigkeit nicht 1 ist.

Zusätzlich würde ich perspektivisch einen Gästeparkplatz mit einem 20 kW DC mit gesonderter Abrechnung ausstatten. Hier können dann sowohl die Gäste als natürlich auch eilige Eigentümer im besonderen Fall laden. Leider sind mir hier noch keine bezahlbaren Lösungen zum Beispiel von TNM bekannt - das kommt aber sicherlich irgendwann.


das finde ich eine klasse idee :!: nur würde ich einen tripple-charger nehmen und 50kW :D denn wenns mal flott gehen muss, dann ist 2okW auch mehr schlecht als recht.
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Re: Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Beitragvon wp-qwertz » Do 11. Jan 2018, 11:52

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Re: Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Beitragvon Spüli » Do 11. Jan 2018, 12:36

Moin!
Die Lösung wird so oder so keine ganz einfache werden. Um alle Plätze zu Versorgen, muß man auf jeden Fall einen zusätzlichen Hausanschluß vorsehen. Dazu kommt die technische Entwicklung, schon jetzt sind die Wallboxen deutlich günster geworden.
Vor 5 Jahren war die Box von CrOhm (1500,-) das Maß der Dinge, heute reden wir über 500-1000,- Euro.
Gerade im Bereich Lastmanagement erwarte ich noch deutlich mehr Entwicklung. Noch gibt es kaum Alternativen zur Lolo (max 6 Plätze) oder zur Tesla-Wallbox (max 4 Plätze). Darüber hinaus sieht man sonst meist nur Mennekes im Einsatz. Auch muß man gucken wie sich die Themen Akkugröße und Ladegeräte entwickeln. Aber mit 1~16A kommen alle klar, nur wäre es schön wenn man für besondere Situationen auch mehr bekommen könnte.
Es wird in meinen Augen jetzt auf kjeden Fall eine vorläufige Lösung werden müssen, um die Kosten gering zu halten. In 2-3 Jahren wird man dann eine komplette neue Lösung für alle 20 Plätze aufbauen dürfen.
Gruß Ingo
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Re: Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Beitragvon HubertB » Do 11. Jan 2018, 12:47

Das Angebot von Westnetz finde ich spannend, so etwas hätte ich mir vor 2 Jahren gewünscht.

Wallboxen mit Lastmanagement gibt es inzwischen schon einige.
Wall-B fällt mir ein, und der Forumskollege "Ecopowerprofi" müsste das auch anbieten können.
Ich schreib das jetzt mal bevor er wieder Prügel wg. Eigenwerbung bekommt 8-)
Beide Produkte sollten im Vergleich relativ kostengünstig sein.
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Re: Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Beitragvon frontloop » Do 11. Jan 2018, 14:40

Danke für die Antworten.

3,6 kW einphasig ist sicherlich die günstigste Lösung (zunächst). Für mehr müsste jetzt schon viel Geld ausgegeben werden, auch wenn nur 1 oder 2 Leute ein E-Auto haben wollen.
Und ein echtes dynamisches Lastmanagement habe ich eh noch nirgends gefunden. Mennekes z.B. bietet nach eigener Aussage nur ein "dummes" Lastmanagement an. D.h. Es muss eine Maximalleistung fest eingestellt werden, die dann auf X Ladesäulen verteilt wird. Es geht aber nicht, dass X Ladesäulen "schauen", was am Hausanschluss gerade verfügbar ist (weil z.B. gerade keiner kocht und keine Waschmaschine läuft) und diese dynamische Leistung dann verteilt wird.

Bei einphasig 16 A (3,6 kW) würde das ganze ja so aussehen:
Wohnungsverteilung ohne Lademöglichkeit im Carport braucht ca. 15 kVA, also ca. 21 A je Phase (maximal; Vgl. dazu DIN 18015).
Bei einer Gleichzeitigkeit von ca. 0,37 ergeben sich die 80 A am Hausanschluss gemäß DIN 18015 für 10 Wohnungen oder umgerechnet 8 A je Wohnung und Phase.

Bei 1 Ladepunkt geht L1 auf 37 A (maximal). L2 und L3 bleiben auf 21 A.
Recht dann die 3x35A Zählervorsicherung noch? Oder muss die dann schon geändert werden.

Wohnung 2 muss den Ladepunkt dann zwingend auf L2 hängen, Wohnung 3 auf L3 usw. damit halt eine gleichmäßige Verteilung erreicht wird.

Unterstellt man jetzt für den Hausanschluss die geltenden Gleichzeitigkeiten, haben wir je Wohnung 8 A (je Phase) für den normalen Verbrauch und durchgewechselt nochmal 16 A für den Ladepunkt.

Wir haben also:
Bei 3 Ladeplätzen:
Wohnung 1: 24 A auf L1 (8+16); 8 A je auf L2 und L3.
Wohnung 2: 8 A auf L1, 24 A auf L2, 8 A auf L3
Wohnung 3: 8 A jeweils auf L1 und L2, 24 A auf L3.
Wohnung 4-10: Jeweils 8 A auf L1, L2 und L3 (keine Ladepunkte).
Damit kommen wir auf 96 A am Hausanschluss (die aktuelle 100 A - Sicherung passt also).

Bei maximal 125 A Hausanschluss können sich auch noch die Wohnungen 4 - 6 sicher (ergibt dann 112 A) und die Wohnungen 7 - 9 unsicher (ergibt 128 A) 1-phasig versorgen.

Vorschlag wäre also:
bis zu 3 Ladeplätze mit einphasig 3,6 kW können ohne weitere Genehmigung der restlichen Eigentümer angeschlossen werden. Ggf. Höhersicherung der Zählervorsicherung von 35A auf 50 A, sowie die Leitungslegung von der Wohnungsverteilung in den Carport zahlt der jeweilige Eigentümer, der sich den Anschluss legen lässt.

Der 4. Eigentümer überschreitet dann ja die 100 A am Hausanschluss. Bei diesem fallen dann Kosten an für die Höhersicherung von 100 A auf 125 A.
Wer zahlt diese Kosten? Nur der 4. (unfair, weil ja 1-3 dann "kostenlos" profitieren). Zahlen 1-4? Dann profitiert Nummer 5 ff.
Zahlen alle? Dann zahlen auch die, die überhaupt kein E-Auto wollen.

Wobei sich die Kosten für die Höhersicherung vermutlich in Grenzen halten werden.

Eigentümer 4 - 6 können dann auch problemlos einphasig laden, weil dann in Summe der Hausanschluss mit 112 A belastet wird.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es dann sinnvoll, eine Messung (mobile Langzeitmessung) zu beauftragen, um die tatsächliche Belastung des Hausanschlusses (tatsächliche Gleichzeitigkeit) zu ermitteln.

Danach kann entschieden werden, ob Eigentümer 7 - 9 auch noch angeschlossen werden können (ergibt dann max. 128 A) oder nicht.

Damit bleibt dann nur Eigentümer 10 als "der Dumme" übrig, weil für den dann definitiv kein Platz mehr ist.


Oder nicht?
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Re: Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Beitragvon yousoom » Do 11. Jan 2018, 17:13

Lösungen für dynamisches Lastmanagement gibts ein paar, findet man halt im Internet weniger, weil es nix für den Endkunden ist, sondern für Fachplaner (wie mich).

Was spricht gegen den von mir angesprochenen Verteiler/Zähler im Carport? Müsste sich halt einer finden, der als Kunde der Stadtwerke fungiert und die Weiterverrechnung übernimmt (oder man könnte evtl. auch einen Verein oder eine andere juristische Person dafür gründen oder einen Externen finden, der das betreibt). Dann würde man sich die ganzen einzelnen Leitungen aus dem Hausverteiler hinaus ins Carport sparen, wäre mit den Leistungen flexibler und hat keine Probleme mit den Wohnungsanschlüssen und deren Leistungen.
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Re: Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Beitragvon eDEVIL » Do 11. Jan 2018, 18:29

Wieviel möchte der VNB denn pro KW-Leistungserhöhung haben?

Gibt es in den Wohnungen Durchlauferhitzer oder andere Großverbraucher außer eHerd?

>70% des Tages werden >63A des HA brach liegen.

Ideal wäre es, wenn man eine schnelle 22KW Säule mit Lastmanagement und Abrechnung über ext. Dienstleister hätte und die anderen einphasig. Das kann man Anfangs auf 20A je Ladebox einstellen und wenn der Bedarf steigt, entsprechend auf 16A reduzieren bzw. ggf. aufrüsten.

Mit einem 125A Anschluss sind 12x16A gut abzubilden und das mehr als 12/20 sich ein eAuto zulegen, wird wohl noch recht lange dauern.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Re: Lösung für bis zu 20 Stellplätze?

Beitragvon kub0815 » Do 11. Jan 2018, 22:38

Wenn wir soweit sind das 12 Leute laden wollen gibt es bestimmt kaum noch Probleme im Haus eher das sich der Energieversorger quer legt. Die 125A würde ich mir gleich Mal sichern.

Aber dann gibt es vielleicht auch schon fertige Batteriepufferlösungen....also ich würde erst Mal den Ball flach halten mit investitionen...
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