Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 16. Sep 2016, 20:38

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Aber wenn der TS weg ist, hat das hier eh keinen Sinn mehr.

Wieso, kann man ohne den TS nicht trotzdem einen Erfahrungs- bzw. Wissensaustausch machen. Es soll ja auch andere geben, die hier mitlesen.

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Aber schon ab beschleunigtem Laden setzt meist eine deutliche Zellerwärmung (Stress) ein.

Ab 25°C geht es auf die Lebensdauer der Batterie. Bei den Temperaturen der letzten Tage von über 30°C kann man ohne Stress der Batterie nur Schnarchladung machen. Die Kühlung sprang dann schon bei 9A einphasig an.

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Na ja, 0,5C ist definiert als Normallladung - also ca. 2h Ladedauer.

Das haben die so ins Pflichtenheft geschrieben. Für Batterien gilt grundsätzlich je langsamer desto schonender. Das der Lader vom ZOE bei 2 kW nur mit 5% der Nennleistung arbeitet bedingt natürlich einen etwas schlechteren Wirkungsgrad. Der Kangoo hat eigentlich die gleichen Zellen und der wird bisher mit max. 3,6 kW geladen. Den kann man dann auf 1,2 kW runter regeln.

Aber wie schon geschrieben mit ca. 80% Wirkungsgrad ist die Ladung mit Solarstrom (ca. 18 ct/kWh, PV-Anlagen Bj 2016) immer noch erheblich günstiger als mit Netzstrom (ca. 26 ct/kWh).
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Beitragvon Joe-Hotzi » Sa 17. Sep 2016, 11:11

ecopowerprofi hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Na ja, 0,5C ist definiert als Normallladung - also ca. 2h Ladedauer.

Das haben die so ins Pflichtenheft geschrieben. Für Batterien gilt grundsätzlich je langsamer desto schonender. ...

Na ja: die meisten Datenblätter für Lixx-Zellen werden für einen Normalladestrom und einen Normalentladestrom von 0,5C angegeben - was ja auch recht praxistauglich ist - zumindest bei der E-Mobilität. Klar ist schonendere Nutzung auch noch lebensdauerverlängernd - nur wann bringt das noch etwas, wenn eh 15-20Jahre zu erwarten sind?

Wenn ich dagegen bei Blei-Akkus Angaben von C5 ... C20 in den Typblättern finde, kann man das in der Praxis oft gar nicht einhalten - also stresst man die Akkus eigentlich oft über Gebühr ...

Rein chemisch hast Du Recht.
Je geringer die Ströme und je länger die Zeit für die chem. Ausgleichsreaktionen, desto desto besser die Zyklenlebensdauer. Bei den Verlusten (Wirtschaftlichkeit) spielt dagegen die Ladetechnik und das BMS mit rein ...

Die Leistungsfähigkeit der Zellen nimmt eigentlich mit der Temperatur zu (Innenwiderstand nimmt durch schneller ablaufende chem. Reaktionen ab). Aber eben zu Lasten der kalendarischen Alterung, da die irreversible Elektrodenkorrosion bei höheren Temperaturen schneller fortschreitet.
Nun hängt es eben auch von der Zellchemie ab, ob /wie /wann diese EInflüsse in der Nutzungsdauer überhaupt relevant werden. Bei LiFe(Y)PO4 mache ich mir bei 30°C noch keine Gedanken, da gibt es genug Zyklen. Da ist es viel wichtiger, den oberen und unteren Grenzspannungen mit dem BMS "aus dem Weg zu gehen" - die führen direkt zur Elektrodenkorrosion bis zur Unbrauchbarkeit der Zelle. Da haben die Anbieter im Laufe der Entwicklung /Erfahrungen bspw. Datenblätter von 4,2V auf 3,9V herabgesetzt ...
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Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 17. Sep 2016, 15:27

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Klar ist schonendere Nutzung auch noch lebensdauerverlängernd - nur wann bringt das noch etwas, wenn eh 15-20Jahre zu erwarten sind?

Bei KFZ-Akkus würde ich eher von max. 10 Jahren ausgehen, wenn überhaupt. Es ist natürlich auch eine Frage, wie man das Lebensdauerende definiert. Die Batterien in den Mobiltelefone halten nur ca. 3 bis 5 Jahren. Manche noch nicht mal das. Die müssen halt preiswert und leicht sein. Ein Mobiltelefon hat einen Lebenszyklusdauer von 2 bis 3 Jahre. Die Automobilindustrie wird auch nur die Lebensdauer verbauen, die der Lebenszyklusdauer eines Autos entspricht. Bei denen geht es um jeden Ct.
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Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon Joe-Hotzi » Sa 17. Sep 2016, 17:43

Der Vergleich mit Konsumer-Akkus verbietet sich nicht nur wegen anderen Elektrodenmaterialien. Du schreibst ja selbst - die Dinger sollen nicht lang halten.

Sicher geht es in der Autobranche um jeden Cent. Was man allerdings bei Einführung einer neuen Technologie gar nicht gebrauchen kann, ist negative Presse. Wie war das mit dem durchschlagenen Akkuboden beim Model S - wurde in Windeseile kevlarverstärkt - was nicht nur ein paar Cent kostet.

Deshalb bin ich überzeugt dass die heutigen Traktionsbatterien deutliche Reserven haben. Man kann es sich einfach nicht leisten in 5-10 Jahren (das ist ja wohl immer noch Einführungsphase!!!) plötzlich massive Akkuprobleme medial aufbereitet zu bekommen.
Wenn sich das E-Auto mal durchgesetzt hat (>50% aller Neuzulassungen), wird dann Stück für Stück "optimiert" auf Lebensdauer und Gewinn. Ich nenne dies oft "verschlimmbessern". Aber so weit sind wir bei den Akkus m.E.n. noch nicht.
Wobei ich bspw. davon ausgehe, dass die Li-Tec-Zellen auch deshalb abgewürgt wurden /nicht mehr von MB eingesetzt werden, weil sie einfach zu gut waren und MB meint, den (unbestrittenen) Aufpreis nicht vom Kunden verlangen zu können und mittelfristig durch entsprechend automatisierte Massenfertigung senken zu können /zu wollen.
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Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 17. Sep 2016, 20:56

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Der Vergleich mit Konsumer-Akkus verbietet sich nicht nur wegen anderen Elektrodenmaterialien.

Es geht nicht um die Materialien sondern um die angepasste Lebensdauer. Die Zellenlebensdauer wird der Anwendung angepasst um die dadurch so billig wie möglich zu bekommen.
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Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon michaell » Sa 17. Sep 2016, 21:01

ecopowerprofi hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Der Vergleich mit Konsumer-Akkus verbietet sich nicht nur wegen anderen Elektrodenmaterialien.

Es geht nicht um die Materialien sondern um die angepasste Lebensdauer. Die Zellenlebensdauer wird der Anwendung angepasst um die dadurch so billig wie möglich zu bekommen.


Du weist aber schon das in abhaenigkeit der materialen, die Lebensdauer andere c Werte gefahren werden können !!

Darum gibt es auch unterschiedliche zellchemie.
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Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon Helfried » Sa 17. Sep 2016, 21:04

michaell hat geschrieben:
Du weist aber schon das in abhaenigkeit der materialen, die Lebensdauer andere c Werte gefahren werden können !!

Darum gibt es auch unterschiedliche zellchemie.


Eben! Es geht weniger um billig und teuer oder schlecht und gut, sondern um die Optimierung für den jeweiligen Anwendungsfall. Modellflug-Akkus haben bis zu 60 C, Smartphone-Akkus wollen mindestens 6 Stunden für eine Entladung, Autos ungefähr 2 Stunden (also 0,5C), Fahrräder vielleicht 3 Stunden. Da kann man so nicht von gut und schlecht sprechen.
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Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 17. Sep 2016, 21:39

Helfried hat geschrieben:
Da kann man so nicht von gut und schlecht sprechen.

Von gut oder schlecht habe ich bisher nicht gesprochen sondern nur davon, dass die Lebensdauer der Anwendung angepasst wird um eine möglichst kostengünstige Batterie zu bekommen.

Helfried hat geschrieben:
Autos ungefähr 2 Stunden

Das gilt nur für die jetzige ZOE-Batterie mit 22 kWh, wenn man eine mittlere Geschwindigkeit von 60 km/h zu Grunde legt. Da ist so aber nicht richtig. Die mittlere Geschwindigkeit liegt bei etwas mehr als die Hälfte also ca. 35 km/h. Damit kommt man in der Praxis auf ca. 4 Std. Wenn die mal 60 kWh hat, dann wird die Entladung bei ca. 10 bis 12 Std. liegen. Da wo die z.Zt. eingesetzten pb-Traktionsbatterien auch liegen. Eine 60 kWh Batterie muss dann für die geplante Lebensdauer im KFZ nur noch ca. 500 Vollzyklen haben. Die heutigen pb-Traktionsbatterien werden aber schon für 1500 Vollzyklen mit einem DoD von 80% garantiert.
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Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon michaell » Sa 17. Sep 2016, 21:46

Aha 80% dod bei Blei :)
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Re: Solarzellenkapazität für ZOE-Ladung

Beitragvon Helfried » Sa 17. Sep 2016, 21:50

ecopowerprofi hat geschrieben:
Die heutigen pb-Traktionsbatterien werden aber schon für 1500 Vollzyklen mit einem DoD von 80% garantiert.


Den Gabelstapler möchte ich sehen auf der Autobahn mit 0,5 C.

Bleiakkus sind völlig unmöglich in einem Auto mit akzeptabler Lebensdauer, soweit ich bisher gehört habe. Auch die Chinesen machen sich nicht gerade ein gutes Image mit ihren Bleifahrzeugen (Scooter um 599€ und so).
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