Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon miisakissa » Sa 18. Feb 2017, 21:58

in London wird das bereits praktiziert.
Eine Idee, aus der man was machen könnte? :idea:

http://evfleetworld.co.uk/central-londo ... ge-points/

"Knut Hechtfischer, founder of Ubitricity, said: “[...] Turning an existing street light into a charge point can be done in an hour or even less.”
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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon TimoS. » Sa 18. Feb 2017, 22:08

VW e-up! seit Juli 2014; PV-Anlage mit 10kWp seit Juni 2013; Tesla Model ☰ reserviert
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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon rolandk » Sa 18. Feb 2017, 22:12

Uraltes Thema,

suche mal nach Ubriticity hier im Forum.

Ich verstehe gar nicht, wieso mit einmal hier im Forum so viele Leute auftauchen, die meinen, jetzt das Ei des Kolumbus gefunden zu haben.... vor allem was Ladetechnik betrifft.

Lesen die hier nicht vorher, was hier schon alles durchgegangen ist?

Es scheint tatsächlich Leute zu geben, die meinen, man könnte mit Stromverkauf an E-Fahrer richtig Geld verdienen.

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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon umrath » Sa 18. Feb 2017, 22:22

Ich habe bei der REWAG (Regensburg) nachgefragt und nach den mir übermittelten Informationen haben sie das geprüft, sind aber zum Schluss gekommen, dass das nicht möglich wäre, weil der Strom für die Laternen zentral geschaltet wird und daher tagsüber die Laternen ohne Saft sind.
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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon rolandk » Sa 18. Feb 2017, 22:40

Achtung gehässig:

Und da Regensburg der Nabel der Welt ist, ist das natürlich überall so....

Es heißt ja nicht automatisch, das nicht auch andere Schaltungsvarianten möglich wären, bzw. das nicht auch andere Leitungsgegebenheiten vorhanden sein können.

Aber mach Dir nichts daraus, in den meisten Fällen ist es für Ämter etc. einfacher, eine Sache mit 'ner simplen Begründung abzulehnen, als das man sich Gedanken um eine positive Auslegung machen müßte. Dann könnte es nämlich sein, das man sich evtl. vertiefend darum kümmern müßte. Und das ist in der Regel irgendwann mit mehr Arbeit bzw. sogar Ärger verbunden: "sie können doch nicht einfach so eine Ausage machen...."

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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon enabler » So 19. Feb 2017, 01:02

Laternen im Bestand umzurüsten ist wirklich tückisch:
zumeist
* zentral gesteuert
* ungezählt und pauschal verrechnet (Lampen*Zeit)
* einphasig mit Klingeldraht angeschlossen

Machbar ist es dennoch, wenn man
* Laternen neu errichtet oder
* Die Laterne in der Nähe eines Verteilers ist

Zu Ubitricity: es wird schon Gründe geben, warum die nach vier Jahren noch nicht über den Prototyp-Betrieb hinaus kamen.
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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon mlie » So 19. Feb 2017, 01:31

Sobald ein Amt oder Amtsähnliche Institution (egal ob Landrats, Arbeits, Ordnung, Kreisverwaltungs, Gemeinde, Zweckverband, Stadtwerk, Bahn,Hausverwaltung etc...) mitwirkt, ist ein innovatives Projekt, gleich welcher Art, eigentlich schon zum scheitern programmiert.
Es gibt da immer ganz kleine Lichter, die sinnvolle Ansätze im Vorfeld verhindern, und gegen die die innovativen Leistungsträger nur schwer ankommen. Ob das Korruption oder einfach nur Dummheit ist, habe ich noch nicht abschliessend ermitteln können. Im Zweifelsfall gilt der Handwerkergrundsatz:"Das haben wir schon immer so gemacht". Am besten nix machen und damit nix falsch machen ist für einen Beamten die einfachste Form, die Bezüge möglichst wenig zu gefährden. :twisted:

Am besten übt man erstmal mit einer privaten Straßenlaterne im Vorgarten. Und bevor man anfängt, die ungeeigneten Straßenlaternen umzurüsten oder gar komplett neu anzubinden, kann man daneben auch - oh Wunder - eine Ladesäule danebenstellen.
Die meisten Laternen stehen nämlich - aus Ladegesichtspunkten - unheimlich bescheuert am Wegesrand, so dass das Ladekabel zur Straße schön über Rad- und Fußweg und Grünstreifen gelegt werden muss. Am besten ist das Ladekabel noch zu kurz und hängt im Dunkeln in 1 Meter Höhe in der Luft. Nein, unter Laternen ist es nicht immer hell, entweder sind es Natriumdampflampen, dann sieht man eh nix oder es sind LED-Lampen, die den Geist aufgegeben haben. Oder es sind zuverlässige Halogenmetalldampflampen mit dem Verkehrszeichen 394, dann ist es da drunter nämlich auch dunkel...

Da ist eine Ladesäule an der Straße wohl zweifelsohne sinnvoller, wer meint, sich zwischen Auto und Ladesäulen durchdrängeln zu müssen und sich deshalb auf die Fresse legt, ist dann selbst schuld.
Bei einem Ladekabel quer über'n Bürgersteig haben die Rentner mit dem Rollator das nicht so leicht. Ich habe mir zu diesbezüglichen Tests einen Bürgersteig und einen Rentner (gibt's es hier im Dutzend...) ausgeliehen und der Rollator ging nur äusserst schwer über das Ladekabel. Skateboardfahrer hatten auch Probleme.
Das sollte man beim Laternenladen bedenken.
150 Mm elektrisch ab 11/2012.
Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein.
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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon Lindum Thalia » So 19. Feb 2017, 09:59

Es wäre schon super wenn alle Pendlerparkplätze mit blauen Camping Steckdosen ausgestattet würden und dann eine monatliche Gebühr zum Nutzen des P -Platzes mit Schnarchladung angeboten wären , genauso in Städten nur noch blaue Dosen und dafür Parkgebühr und weg mit den unnützen 22 kW Säulen und freies Parken, ein Minus für die Komunen.
i 3 BEV 3/15,Sion #0985 geordert,Pedelec ASH 16,Mate Bike Blue ,Viano Marco Polo , Solardach 27kwp.Motoryacht Linssen GS 410 AC Twin.
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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon spark-ed » So 19. Feb 2017, 12:30

Etwas OT mal ein Rechenexperiment am Rande, wenn euch mal wieder jemand weiszumachen versucht, bei 1Mio Elektroautos bräche die Energieversorgung zusammen ;)

Hab mal versucht zu ermitteln wieviele Elektroautos man bei gleicher Netzbelastung versorgen könnte, wenn alle Straßenlampen von 2009 bis 2020 auf LED-Technik umgestellt wären.
Annahmen dazu:
Energiebedarf Straßenbeleuchtung in 2009 4Mrd kWh (wikipedia)
Einsparpotential 70%
(Eigene Erfahrung - z.B. Kofferleuchten mit 250W HQL ~ 280W Systemleistung gegen 94W LED getauscht oder 80W HQL ~ 95W Systemleistung gegen 25W LED)
Ersparnis zu 2009 von 2,8Mrd kWh möglich

Ein PKW legt in Deutschland durchschnittlich 14.259km im Jahr zurück.
Nehmen wir an, ein Durchschnitts-PKW benötigt im Jahresmittel 19kWh/100km dann wären das 2709kWh/ Jahr

2,8Mrd kWh/ 2709kWh = >1.000.000
Das würde bedeten, die für 2020 angepeilte Million Elektroautos könnten nur mit den eingesparten Energie durch Umstellung der Straßenbeleuchtung von Gasentladungslampen auf LED betrieben werden.
SmartED - einfach, wie für mich gemacht
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Re: Strom fürs Laden aus bestehenden Straßenlaternen?

Beitragvon systematic » So 19. Feb 2017, 13:40

spark-ed hat geschrieben:
Das würde bedeten, die für 2020 angepeilte Million Elektroautos könnten nur mit den eingesparten Energie durch Umstellung der Straßenbeleuchtung von Gasentladungslampen auf LED betrieben werden.

Können wir es in hübsch ausdrucken und an jede Gemeinde zusenden? ;)
BMW i3 Fluid Black / 60 Ah / Schnelllader
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