Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon PowerTower » Di 12. Sep 2017, 15:47

Ganz aktuell wieder so ein Beispiel mit "Schieflage"...
https://www.goingelectric.de/stromtanks ... tor/22936/

Natürlich freue ich mich über die längst überfälligen Lademöglichkeiten in dem Parkhaus. Ich hatte dazu kurz nach der Eröffnung bereits eine E-Mail an die Entscheidungsträger verfasst, weil ich ziemlich entsetzt war, dass so ein Millionenprojekt im Tourismusgebiet ohne Strom für Elektrofahrzeuge geplant wird. Nun haben sie das endlich nachgeholt, aber auch hier muss die Frage nach der korrekten Auswahl gestellt werden. 2x 22 kW und das, obwohl man locker 4-5 Stunden vom Auto weg ist. Die Wahrscheinlichkeit, dort in der Urlaubszeit zwei ladende Fahrzeuge vorzufinden, ist sehr groß. Es lohnt auch nicht auf die Fahrer zu warten, die kommen erst am Nachmittag zurück. Bei der Größe des Parkhauses hätte ich mir ebenfalls eine Lösung mit mehr Ladepunkten und dafür vielleicht weniger Leistung gewünscht. 4x 11 kW oder besser 2x 11 kW + 6x 3,7 kW. Kostentechnisch wäre das bei der Betrachtung der Gesamtinvestition ein überschaubarer Aufpreis gewesen, man hätte damit aber deutlich mehr elektromobile Besucher glücklich gemacht. ;)

Um das zu verdeutlichen: dieses Parkhaus bietet 715 Stellplätze.
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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon kub0815 » Di 12. Sep 2017, 16:54

AbRiNgOi hat geschrieben:
Ich habe, so denke ich ein Recht zu wissen, wann mein Fahrzeug fertig geladen ist. Nix blöder, als ich stehe gestresst auf, kome zu meinem Fahrzeug und der ist nicht fertig.


Was ist den fertig? Muss es den voll werden? ich finde runteregeln ist besser als das wenn eingie ohne ladeplatz dastehen.
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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon Hamburger » Mi 13. Sep 2017, 06:33

Für die öffentliche Wahrnehmung als passive Werbung für den Standort und mehr E-Mobilität sind möglichst viele Ladeplätze besser.

Bei kostenloser Ladung wäre eine Leistungsbegrenzung auf einphasig 2,3...3,7 kW aus Betreibersicht nachvollziehbar, gerade wenn sich die Ladegäste dort über viele Stunden aufhalten "sollen" z.B. Shopping-Center, Fremdenverkehr.
Dann aber gleich eine ganze Parkplatzreihe z.B. 12 x 3,7 kW-Ladeplätze.

Bei Destinationen mit sehr großem Einzugsbereich wie Outlet-Center, große Shopping-Center, Freizeitparks und entsprechend weiten Fahrtstrecken sollte über eine schnellere dreiphasige und evtl. kostenpflichtige Ladung nachgedacht werden. Vielleicht mit kostenloser Ladung bei einem Einkauf/Verzehr über z.B. 25€.

Auch bei kostenpflichtiger Ladung sollten möglichst viele dreiphasige Ladeplätze angeboten werden. Besser 8x 11 kW als 4x 22kW, da die wenigsten derzeitigen E-Autos mit mehr kW laden können und die Ladegäste in der Regel möglichst lange an der Destination gehalten werden sollen.
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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon mweisEl » Mi 13. Sep 2017, 06:51

Es gibt noch in einem fahrzeugspezifischem Unterforum noch eine paralle Diskussion (wo sie m.E. nicht hingehört). Ich erlaube mir mal zu zitieren:

UliZE40 hat geschrieben:
Beispiel:
Auf einem größeren Parkplatz an einer S-Bahn-Station eines Ortes im Rhein-Main-Gebiet steht eine einzelne Ladesäule.
Gelegentlich kommt es vor, dass ich zum Wochenbeginn aus größerer Entfernung mit meiner ZOE anreise, dort mit relativ leerem Akku ankomme, mich über den freien Parkplatz an der Ladesäule freue, mein Fahrzeug mittels Typ2-Kabel da anstecke (was anderes habe ich nicht und würde ich auch nicht unbeaufsichtigt nutzen), Ladescheibe auf meine ungefähre Rückkehrzeit am Abend einstelle und dann in die nächste S-Bahn einsteige und mittels Jobticket nach Frankfurt zur Arbeit fahre.
Am Abend wenn ich zurückkomme ist mein Auto vollständig geladen und ich kann somit die Heimreise antreten.

Da kann und werde ich bestimmt nicht direkt nach der Beendigung des Ladevorgangs das Kabel abstecken und 60km umparken fahren. Von dem nötigen Zeitaufwand und der Unkenntnis des Zeitpunkts mal ganz abgesehen.

Wenn da tagsüber ein anderer zum Laden kommt hat er leider Pech gehabt um es so deutlich zu sagen.
Genauso wie ich Pech haben kann das bei meiner Ankuft schon jemand an der Säule steht oder der Parkplatz allgemein vollständig belegt ist.
Da kann ich aber nicht noch warten sondern parke wie die anderen KFZ dort auch ganz normal (ohne zu Laden) oder muss andere Lösungen finden.

Lösen ließe sich die Problematik nur wenn es auf größeren Parkplätzen zahlreiche 3,7kW-Typ2-Ladepunkte gäbe.
Solange aber nur einzelne 22kW-Säulen installiert sind ist es leider so, dass man den Parkplatz tatsächlich auch mal dafür nutzen muss wofür er gedacht ist: Zum Parken. Das Laden ist dann natürlich ein sehr praktischer Nebeneffekt.

Nochmal: Nicht dass ich das immer so mache, aber es kommt halt schon mal vor dass es eben nicht anders geht.
Und ja, ich gehe auch z. B. nicht extra aus dem Schimmbad oder der Sauna raus auf den Parkplatz um mein Fahrzeug umzuparken, weil es eventuell zwischenzeitlich voll sein könnte, während meines zwei- bis sechsstündigen Aufenthalts in einer Einrichtung, die mit mir währenddessen gutes Geld verdient. Solche Forderungen sind einfach praxisfremd und mit ziemlicher Sicherheit auch nicht im Sinne des Betreibers der Freizeiteinrichtung. Der kann ja da bei Bedarf auch ganz schnell Anpassungen an der Infrastruktur vornehmen wenn es regelmäßig zu Engpässen kommen sollte oder das Kabel am Ladepunkt im Notfall sogar manuell entriegeln. Aber den Notfall möchte ich mal sehen.


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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon mweisEl » Mi 13. Sep 2017, 07:12

eDEVIL hat geschrieben:
Auch im Schwimmbad gibt es ja "Sportschwimemr", die nur 1,5h da sind und da sind dann 22KW supi, wenn jmd nicht zu hause laden kann.


Dafür gibt es doch genügend 22 kW AC-Universal-Säulen, mit dem Deutschland sowieso schon gut versorgt werden soll. Hier geht es um "echte" und verbreitete Destination-Lademöglichkeiten, mit i.Allg. beschränktem Budget, für die jetzt ein vernünftige Ladeinfrastruktur erdacht werden soll. In wenigen Jahren, wenn zehn mal soviele E-Autos und Plug-In Hybride herumfahren und eben auch solche Destinations zum Laden mitnehmen wollen, würde man sich so was von in den Arsch beißen, wenn auch die echten Destionations mit den Standardladesäulen 2x22 kW AC verpfuscht würden.

Zu Deinem Beispiel: Der Schnellschwimmer kommt dann bestimmt öfter und muss vermutlich gar nicht so weit fahren. In den 1,5 Stunden kriegt er auch seine 80 km. Für 99% der zukünftig hoffentlich deutlich häufiger elektrifizierten Badegäste würde mein Konzept mit 8 statt 2 Ladepunkten an dem (aus Kostengründen) einen Standard-Hausanschluss aber viel mehr Kunden glücklich machen.
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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon eDEVIL » Mi 13. Sep 2017, 08:16

wie oft im monat geht man denn länger als 2h ins Schwimmbad?

2x22kw säulen gibt es lange nicht genug.

der 11kw mist mit pauschaltarif in berlin ist für mich nicht nutzbar, da keine säule fussläufig, wo ich regelmäßig länger als 1 h sein möchte.

ich fahre meist einen erheblichen umweg, um bei lidl am triple zu laden und würde gern in der nähe einkaufen und laden.
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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon mweisEl » Mi 13. Sep 2017, 08:58

Will_Elektroauto hat geschrieben:
Auf P+R Plätzen (Schwimmbad, Vergnügungspark.. whatever..) machen 10 Anschlüsse á 4,6 kW einfach wesentlich mehr Sinn als eine Säule mit 2X 22kW.. Oder 20 von den 4,6 kW teilen mit Lastmanagement

Auch das wäre in Ordnung!
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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon mweisEl » Mi 13. Sep 2017, 09:01

UliZE40 hat geschrieben:
Ich würde ganz normal parken, zur S-Bahn gehen und pünktlich zur Arbeit fahren während du einsam auf dem Parkplatz dein Auto vollkrümeln kannst und dich wahrscheinlich fragst was du sonst noch heute so alleine daheim machen kannst nachdem du den Rücklichtern der S-Bahn hinterhergeschaut hast und dein Kaffee im Pappbecher kalt geworden ist. Sorry aber es dreht sich im Leben einfach nicht alles um die 24/7-Stunden-Freihaltung von vereinsamten und bemoosten Ladestationen. Man darf sie auch mit Ladestand > 0% benutzen und sich sogar während des Ladevorgangs vom Fahrzeug entfernen ohne dass dies vor dem Bundes-E-Fahrergericht als Laderflucht bestraft wird! :mrgreen:


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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon mweisEl » Mi 13. Sep 2017, 09:06

Zlogan hat geschrieben:
Denn wenn da eine 22kW- oder 11kW-Säule ist und eine mit 3,7kW, dann könnten sich die Hybridfahrer einfach an die 3,7kW-Säule stellen und allen ist geholfen.


Das ist im Prinzip richtig, wobei es mitten-wohlhabenen ("echten", d.h. Aufenthaltsdauer i.d.R. 120 Minuten und mehr) Destinationen (z.B. P&R-Parkplatz, Kino, Schwimmbad, Zoo) wohl aus Budgetgründen nur einen Standard-63-A-Elektroanschluss gibt, der möglichst sinnvoll für die nächsten Jahre genutzt werden sollte.

Am besten daher an echten Destinationen 22 kW erst gar nicht anbieten, und statt der 2 x 22kW Standardladesäule gleich 8 Ladepunkte, z.B. 2 x 11 kW + 6 x 3,7-7,2 (per Lastmanagement) vorhalten.
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Re: Die beste Destination-Ladeinfrastruktur...

Beitragvon eDEVIL » Mi 13. Sep 2017, 09:38

Je nachdem, bis wieiviel Ampere der VNB die Direktmessung erlaubt, muss ein 63A Anschluss nicht unbedingt die günstigste Variante sein.

Man von abgelegenen Destinationenn abgesehen, wird es immer eine Mischnutzung geben.

Man kann ja auch die 22 KW Aldung ksotenpflichtig machen und langsam ladende langzeitbesucher mit kostenlosem Strom anlocken.

ich glaube das wir uns alle einig sind, dass die Kosen pro Typ2 Anschluss gesenkt werden müssen.

Ist halt die Frage, wieviel meter Typ2 Kabellänge zumutbar sind. Je mehr Ladeplätze man von einer Säule aus erreicht, desto günstiger wird es.
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