NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon sb47 » Mo 25. Dez 2017, 12:41

Eine gewisse Regulierung sollte schon sein, meiner Meinung nach. Ich bin seit dem Freitag auch Neuling in der E-Mobilität und durfte bei meiner Heimfahrt einige unschöne Erfahrungen machen, die die Freude daran doch ein ganzes Stück gemildert haben. Es kann nicht einfach sein, daß der selbige Betreiber an seinen Säulen je nach Standort, verschiedene Tarife nutzt.

An der A5 für 17,57 kwh waren es 4,54 Euro. Zuvor in der Stadt, wo ich aufgrund der Restreichweite keine Wahl hatte, durfte ich für 14,31 kwh dann 18,97 Euro berappen. Die letzten beiden Lader zuvor hatten Störungen. Ich sehe es auch nicht ein, daß ich ein Vielfaches des Preises zahle unterwegs, im Gegensatz zu meinem Stromtarif daheim. Ein wenig höher ja, aber nicht zulangen, da ja der Fahrer an der Säule vielleicht keine andere Wahl mehr hat. Dies waren in der Stadt rund 1,32 Euro pro kwh.
Daheim zahle ich 0,26 Euro pro kwh. Das Laden kostete mich mal eben 500% mehr. :evil: :evil:
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Beitragvon mweisEl » Mo 25. Dez 2017, 18:24

sb47 hat geschrieben:
Ich sehe es auch nicht ein, daß ich ein Vielfaches des Preises zahle unterwegs, im Gegensatz zu meinem Stromtarif daheim. Ein wenig höher ja, aber nicht zulangen, da ja der Fahrer an der Säule vielleicht keine andere Wahl mehr hat. Dies waren in der Stadt rund 1,32 Euro pro kwh.

Ich finde auch, dass das dringenste Thema nicht die Ladezugangsvielfalt sondern die teilweise exorbitant hohen Ladepreise sind. Um die Strompreise gleich mit dem weiterhin erforderlichen Ausbau erneuerbarer Energien in Relation zu setzen, möchte ich vorschlagen, als Vergleich jeweils den Aufschlag bzw. den Faktor zu aktuellen Stromkosten aus erneuerbaren Energien heranzuziehen, etwa den Höchstwert für Strom aus neuen Windenergieerzeugungsanlagen für das kommende Jahr: 6,30 Ct/kWh .

Beispiele:
- sb47s Ladung in der Stadt: verlangt wird das 21-fache des maximalen Windstrompreises; das ergibt Stromkosten von ca. 20 € pro 100 km.

- AC-Normaladung bei E.ON: 33 Ct/Minute oder bis zu 5,60 €/kWh, d.h. E.ON verlangt hier das 89-fache des maximalen Windstrompreises; das ergibt Stromkosten von ca. 85 € pro 100 km. Bundesgeförderte Ladesäule!
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Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon AndiH » Di 26. Dez 2017, 12:35

Ihr habt die falschen Ladekarten und zuviele davon. Es gibt Herausgeber bei denen gibt es an jeder Säule die nutzbar ist den identischen Tarif. Wer kostenlose Ladesäulen fordert begräbt die E-Mobilität und den Umweltgedanken der eigentlich dazu gehört gleich mit. Kostenlos oder auch "zu billig" führt immer zu Verschwendung auf Kosten der Umwelt die keine Rechnung stellen kann.

Schöne Weihnachten

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Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon DELHA » Di 26. Dez 2017, 12:54

AndiH hat geschrieben:
Ihr habt die falschen Ladekarten und zuviele davon.

Und genau diese Ladekarten gehören verboten! Das ist Wucher und mit dem Motto „Jeden Morgen steht ein Dummer auf“ darf nicht gehandelt werden.
Die Preise gehören staatlich geregelt. Einige wenige Standortmonopolisten nutzen Ihre Position schamlos aus. Dabei bieten diese selten Redundanz bei Ausfall was zu zusätzlichen Problemen führt. Es kann z.B. nicht die max. Ladeleistung genutzt werden da ja immer Reserve im Akku bleiben muss. Man läd im oberen statt unteren 3/4 und zahlt nocheinmal mehr beim Zeittarif.
Kostenlos muss der Fahrstrom nicht sein aber günstiger wie Fahrdiesel.
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Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon snaptec » Di 26. Dez 2017, 13:01

ich wäre für Zahlung per Ec bzw vorzugsweise Kreditkarte.
die Ladesäulen regulieren die Betreiber wie auch die Konzerne die Tankstellen und gut.
Die kostenlosen derzeit sind nett, aber natürlich kein Dauerzustand.

Die unsicheren Ladekarten sollte niemand unterstützen. Habe mir zwar auch eine Newmotion geklickt, nach dem auslesen der Karte aber gleich deaktiviert. Hausaufgaben nicht gemacht, setzen 6!

Werde aber zu 98% nur Zuhause laden.
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Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon roxxo_by » Di 26. Dez 2017, 13:01

wie sie immer alles gleich verbieten wollen :roll:
beginnen wir doch einfach mal mit einem maximalpreis von 1euro/kWh oder 10euro/h für entsprechenden ladeleistungen.
(von den kombitarifen sprechen wir da noch garnicht. da wird das noch viel komplizierter)
dann muss man nix verbieten und die leute haben immernoch die wahl ob sie bei den stadtwerken, new motion oder sonstwo ihre ladekarte/app beziehen wollen.
aber mir scheint auch die diskussion wurde hier im forum schon ein paar mal geführt 8-)

mit viel empörung und möglichst viel verbieten kommt die e-mobilität auf jeden fall auch nicht in schwung, genausowenig mit überteuerten preisen.
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Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon Tho » Di 26. Dez 2017, 13:47

Nach staatlicher Regelung und Einheitlichkeit rufen, wenns dann aber zu teuer wird gleich wieder schimpfen.
Wird der staatliche festgelegte Ladepreis zu billig, dann baut kein Investor mehr Ladesäulen. Was passiert dann? Wieder über zu wenig Ausbau meckern. Herrlich. :lol:
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Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon novalek » Di 26. Dez 2017, 18:16

Tho hat geschrieben:
Nach staatlicher Regelung und Einheitlichkeit rufen,
Ich glaube die Denke ist falsch. Es geht nicht um Einheitspreise - wir haben Marktwirtschaft, sondern um Transparenz und Einfachheit der Nutzung.
Der Staat hat damit nix am Hut - der Nutzer wählt - in der Hoffnung auf die Konvertierung der Verbrenner-Tankstellen - Ladeticket an der Kasse - Burger schmatzen - zahlen - fahren.
1) an einer Säule den gleichen Preis für alle Nutzer DIESER Säule.
2) vorher auf einer Anzeigetafel groß lesen, was die Firma/Tankstelle haben will (pro kW oder pro Zeiteinheit)
3) mit einer einzigen Karte/App mich identifizieren.
Mehr nicht.
Gäbe es so was an einer Shexx-Tankstelle demnächst, wüßte ich wohin, ein Tankwart kümmert sich.
Wo sind wir denn ? Laden genau vorbereiten? Gültige Ladekarten prüfen ? Preis checken? Eine Störung, die keiner behebt steht auf der einen Map, woanders keine solche ?
Zuletzt geändert von novalek am Di 26. Dez 2017, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon DELHA » Di 26. Dez 2017, 18:22

Tho hat geschrieben:
Nach staatlicher Regelung und Einheitlichkeit rufen, wenns dann aber zu teuer wird gleich wieder schimpfen.
Wird der staatliche festgelegte Ladepreis zu billig, dann baut kein Investor mehr Ladesäulen. Was passiert dann? Wieder über zu wenig Ausbau meckern. Herrlich. :lol:

Das passiert wenn geförderte Ladeinfrastruktur nicht geregelt wird:
Kosten VKW VLOTTE Public direct:
Startgebühr: € 0,60
AC-Ladung bis max. 22kW:
AC22/60: 60 Minuten mit €6,60
AC22/120: 120 Minuten mit €13,20
AC22/180: 180 Minuten mit €19,30

https://www.vlotte.at/vkw-vlotte-public-direct.htm
180 min. einen Drilling laden? Das kann sich nicht jeder leisten!
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Re: NutzerReaktion auf Ladesäulen-Chaos steht aus !

Beitragvon Gerhard, OA » Di 26. Dez 2017, 19:02

DELHA hat geschrieben:
Das passiert wenn geförderte Ladeinfrastruktur nicht geregelt wird:
...
180 min. einen Drilling laden? Das kann sich nicht jeder leisten!

wem's zu teuer ist, der fährt da halt nicht hin (ich könnte mangels Erfüllung der weiteren Voraussetzungen außerdem gar nicht bezahlen)
Das Problem mit der Zeitabrechnung und den schwächeren Ladern hatten wir glaube ich schon mal. Und ob eine Regulierung daran was ändern würde, ist zumindest fraglich. Die Vorgaben der Förderung haben es offensichtlich nicht unterbunden.
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