Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon ElektroTom » Mo 28. Mai 2018, 15:24

Hallo Leute,

vielleicht bin ich zu doof, aber irgendwie kapiere ich es nicht.

Bandneues Parkhaus in der Stadt Ingelheim am Rhein. Ich höre von einer Ladestation und freue mich schon. Ich fahre die neue Garage an und was sehe ich da, ein Carsharing Fahrzeug welches an seiner Carsharing Ladestation lädt. Wahrscheinlich seit Tagen nicht bewegt... Sonst keine weiteren Anschlüsse zum laden.

Warum baut man dann nicht gleich mehrere Anschlüsse? Warum muss das Auto 7*24 an der Steckdose hängen? Ich verstehe es einfach nicht.

Und ja, da ist noch was frei und nein, man kann nicht daran laden.
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon mweisEl » Mo 28. Mai 2018, 16:22

Ja das ist schon frech, neues Parkhaus zwar mit Lademöglichkeiten aber 0% öffentlich nutzbar. Die beiden e-Gölfe samt Parkbuchten dienen tagsüber wohl als Dienstfahrzeuge für städtische Mitarbeiter, also nur abendliches E-Carsharing, die Jahresfahrleistung wäre mal interessant.
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon M.W » Mo 28. Mai 2018, 16:31

Hi,

hier mal meine längliche Erklärung dazu :)

Carsharing Autos gibt es als freefloater und stationsbasiert.

Die stationsbasierten (wie wohl dieses hier) haben immer einen fest zugewiesenen Parkplatz, manchmal teilen sich auch mehrere Fahrzeuge eine Reihe vorn Parkplätzen. Sicher ist aber immer, dass es genau so viele Parkplätze wie Autos gibt, da in der Nacht ja meist keiner ein Auto leiht und dann kein Parkplatz da wäre zur Rückgabe des Autos.
Bei E-Carsharing Autos muss dann natürlich immer sichergestellt sein, dass das Auto nach der Fahrt an einer Ladestation angeschlossen werden kann, damit der nächste Nutzer nicht mit leerem Akku da steht.
Und leider kommt erst der nächste Nutzer vorbei um das Fahrzeug wieder aus zu stecken, weswegen die Ladesäule dann immer blockiert ist.
Selbst wenn das Auto ausgeliehen ist kann man andere Leute nicht laden lassen, da dann nicht mehr sicher gestellt werden kann, das die Ladestation frei ist, wenn das Auto zurück kommt. Und das Carsharing auto muss ja genau da wieder hin. Es darf nicht wo anders abgegeben werden (halt stationsbasiert).
Deshalb muss pro E-Carsharing Auto auch ein Ladestecker vorhanden sein.
Ich denke aber auf der anderen Seite nehmen diese Autos selten privaten E-Fahrzeugen einen Ladeplatz weg, da häufig die Ladestation extra für das Carsharing Auto installiert wurde (zumindest in Köln). Gäbe es das Carsharing Auto nicht gäbe es auch keine Ladestation an der Stelle. (Auch wenn es hier Ausnahmen gibt)


Besser wäre es natürlich wenn man zumindest eine weitere Ladesäule aufstellt, die dann frei zugänglich wäre statt nur eine einzige für das Carsharing Autos auf zu stellen ... das is natürlich extrem doof.


Ps: Aber gut zu wissen das Book and Drive nun auch endlich ein paar E-Autos anbietet :)
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon M.W » Mo 28. Mai 2018, 16:40

Der E-Golf ist für alle buchbar (hab ich gerade mal in der app gecheckt ;) ).
Er ist aber wohl Wochentags zwischen 7 und 16 Uhr immer geblockt.
Also ein Deinstfahrezug was am Wochenende und Abends allen zur Verfügung steht. Find ich nicht schlecht.
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon Woodstock » Mo 28. Mai 2018, 20:12

Das ist leider nicht der erste Standort bei dem das so ist. In Bad Homburg am Rathaus ist es auch ein Standort von book'n'drive (kann auch über Flinkster gebucht werden). Dort sind zwei Säulen und die Stellplätze sind für zwei e-Golf reserviert. Dass man die Situation auch ein wenig entschärfen kann, zeigt z.B. Mobileeee in Mörfelden-Walldorf, wo einer der Stellplätze fürs Carsharing ausgewiesen ist, der andere öffentlich nutzbar und damit die Säule grundsätzlich auch von jedem genutzt werden kann.
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon mp37c4 » Mo 28. Mai 2018, 21:08

Seid doch froh, dass die Carsharer nur ihre eigene Ladestation blockieren! Oft stehen die an öffentlichen Säulen und blockieren dort wochenlang die Ladeplätze. Ich finde das OK, wenn Firma X für ihr Geschäftsmodell (sei es Carsharing oder ein Pflegedienst) eine Ladesäule bezahlt und dann dort natürlich nur ihre eigenen Autos laden lassen will. Das würde ich als Privat- oder Geschäftsmann auch so machen.
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon UliZE40 » Di 29. Mai 2018, 06:12

Trotzdem fragt man sich an dieser Stelle natürlich warum die Rheinhessische hier nicht auch noch zusätzlich öffentlich nutzbare Ladepunkte installiert hat.

Aber vielleicht rufst du einfach mal bei der Rheinhessischen an und fragst. Ansprechpartner ist Herr Klein.
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon TeeKay » Di 29. Mai 2018, 16:22

An anderer Stelle wird gejammert, wenn ein Carsharing-Anbieter die Fahrzeuge nicht sofort nach Lade-Ende von einer öffentlichen Ladesäule entfernt, an der keine Pflicht zur sofortigen Fahrzeugentfernung existiert. Baut der Carsharing-Anbieter seine eigene Infrastruktur, ist es auch wieder nicht richtig.
Autor wurde von Elon Musks Mutter und Tesla Aufsichtsratsmitglied Antonio J. Gracias bei Twitter blockiert
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon TeslaGroom » Mi 3. Okt 2018, 21:43

Weil dieses CarSharing Stations-basierend arbeitet, sind die sogenannten "LadeSäule" doch eher einer heimischen WallBox in der Garage zu vergleichen.
Ich vermute, daß es für den CarSharer und GaragenBesitzer einfacher war, eine intelligentere und robustere LadeSäule zu installieren.

Ich warte in München seit einem Jahr darauf, daß der örtliche CarSharer seine Flotte durch e-Autos ersetzt.
Seit einigen Wochen hat er 5 Zoes. Die werde ich demnächst (4km von mir weg, wo ich doch 20 Verbrenner aller Klassen in 2km Umkreis habe) besuchen, ausleichen. Auch weil bis JahresEnde 2018 der km nur die Hälfte kostet.
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Re: Carsharing Ladesäulen - warum so und nicht für alle?

Beitragvon p.hase » Do 4. Okt 2018, 07:55

es sieht so aus als ginge es dem TE darum, daß die tageszeitung das herbstloch genutzt hat um günstig die zeitung zu füllen. DAS stört mich auch seit jahren.

regel nummer eins in deutschland "tue gutes und rede darüber und unterstütze alle vereine mit 20€ pro jahr". das gilt für autohäuser wie banken.

in tübingen hat der mercedeshändler eine halbe seite!!! bekommen für den bau einer keba an dem niemand laden darf ausser kunden und diese säule ist von anfang an defekt. in hechingen hat man sogar das merkel-double zur einweihung bestellt: zeitung voll.
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