Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku leer?

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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon Joe-Hotzi » Sa 27. Sep 2014, 08:48

redvienna hat geschrieben:
Ich fahre den Akku meist bis auf 20-30 km Reichweite leer.

Das ist das Grundübel und wohl (Haupt-)Auslöser für Deinen Thread. Warum erhöhst Du grundlos das Reichweitenrisiko?

Du solltest Deine Gewohnheit umstellen, da es nicht nur für den Akku schonender ist, viele flache Zyklen zu laden, sondern eben auch die meisten spontanen Zusatzfahrten problemlos ermöglicht.

redvienna hat geschrieben:
Erst dann wird geladen. (Mit Schuko über Nacht)

Gerade wenn man nur "Schuko-Schnarchladung" hat, sollte die erste Handlung nach dem Aussteigen das Anstöpseln sein.

redvienna hat geschrieben:
Was macht Ihr wenn unerwartet (ungeplant) auf einmal eine weitere Fahrt ansteht ? D.h. ich habe zB nur 80 km Reichweite und brauche aber die vollen 160.

Ich kann ja bis ca. 15kW auch daheim in den Hotzi pressen - aber wie gesagt ist er in der Regel nahe 100%. Fahrten außerhalb meiner Reichweite (also ab ca. 100km) fahre ich aber nie "spontan" - ist tatsächlich noch nie vorgekommen. Aber derzeit stände für diesen unrealistischen Fall noch ein altehrwürdiger Stinker bereit - falls dessen Starterakku nicht streikt ;)
Zuletzt geändert von Joe-Hotzi am Sa 27. Sep 2014, 08:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Joe-Hotzi » Sa 27. Sep 2014, 08:56

Twizyflu hat geschrieben:
Die der reinen Verbrenner nähert sich dem Ende...
Verkauft werden sie noch lange und ebenso gefahren. Ist klar wieso.
Aber der Wechsel findet statt.

Der "reine" Verbrenner ist schon am Ende. Denn fast unbemerkt haben die Hersteller den Autos "Gimmicks" wie Start-Stop-Automatik, leichte Rekuperation zum Laden der Bordbatterie und eben "Mild-" und "Full-"Hybridantriebe spendiert.

Offen sichtbar wird der Wandel (wenn auch aus Herstellersicht wohl eher aus Greenwashing-Gründen), sobalt das Auto einen Ladestecker hat. Da dauert es m.E. nicht mehr lang, bis die Eigentümer merken, dass sie eigentlich meist elektrisch unterwegs sind und der Rappelmotor mit allen Zusatzauflagen wie Tanken und Wartung wird als störend empfunden.

Ich kann mich der SIcht von Lars Thomson mit seiner Popcorn-Theorie durchaus anschließen - es hat schon mal gepoppt. Um ein Jahr feilsche ich da nicht - aber es wird schnell gehen.
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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon redvienna » Sa 27. Sep 2014, 11:19

Ob es so ideal ist bei halb voller Batterie nachzuladen ?

In jedem Fall bedeutet es mehr Ladezyklen.
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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon Jogi » Sa 27. Sep 2014, 12:04

redvienna hat geschrieben:
Ob es so ideal ist bei halb voller Batterie nachzuladen ?

In jedem Fall bedeutet es mehr Ladezyklen.


Das ist eine Besorgnis, die noch aus der Zeit der NiCd/NiMH-Batterien stammt.
Für die war es angeblich tatsächlich besser, Vollzyklen zu absolvieren, wegen dem "Memory-Effekt".

Li-Ionen Akkus kennen das nicht, dafür leiden sie bei Tiefentladung, langer Standzeit mit extrem hohem oder extrem niedrigem SOC, und auch bei extrem hohen Lade-/Entladeströmen.

Teilzyklen gehen gehen in die Lebensdauerberechnung unterproportional ein, d. h. zwei Halbzyklen entsprechen weniger als einem Vollzyklus.
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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon redvienna » Sa 27. Sep 2014, 12:06

Tiefentladung fällt ja weg, da 3kWh von den 23 kWh immer unangetastet bleiben.

D.h. Vollladung ist auch schlecht ?

Das Ladegerät schaltet ja ab und kurz dannach fährt man ja schon los.
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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon Jogi » Sa 27. Sep 2014, 12:09

redvienna hat geschrieben:

D.h. Vollladung ist auch schlecht ?

Nur wenn die Karre dann längere Zeit stehen bleibt (mehrere Tage oder gar Wochen).
Aber keine Sorge, soo extrem sind die Kapazitätsverluste nicht.

Außerdem praktizieren die Autos ja allesamt das Top-Balancing, d. h. die allermeisten Zellen werden nach der Vollladung wieder minimal entladen.

Das Ladegerät schaltet ja ab und kurz dannach fährt man ja schon los.

So soll es sein. :)
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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon redvienna » Sa 27. Sep 2014, 12:24

OK dann werde ich ab sofort wenn halb voll (leer) gleich wieder anstecken.

(wenn 2 halbe Zyklen weniger schlimm als eine Vollladung sind.)
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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon eDEVIL » Sa 27. Sep 2014, 13:12

Sofern das praktikabel umsetzbar ist, soltle man sich auf 80% Ladung beschränken, wenn man die Reichweite nicht benötigt.
Wenn der AKku mal ein paar Tage auf 100% herum steht, ist das auch kein Beinbruch, aber soclhe Dinge summeiren sich im laufe der Zeit.
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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon redvienna » Sa 27. Sep 2014, 13:13

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Re: Was macht Ihr wenn spontan eine Fahrt ansteht und Akku l

Beitragvon Joe-Hotzi » Sa 27. Sep 2014, 18:14

redvienna hat geschrieben:
Ob es so ideal ist bei halb voller Batterie nachzuladen ? In jedem Fall bedeutet es mehr Ladezyklen.

Nein, bedeutet es nicht, wurde ja schon angedeutet. Ein Ladezyklus ist (zumindest bei Lixx) die Entnahme der Nennkapazität.
Flache Zyklen (häufiges Nachladen, 10x10%) stressen den Akku weniger als 1x100% Vollzyklus!

Siehe als Test -> nach 13.000Teilzyklen mit 1C Ladung und 1,5C Entladung (!!!) kein Kapazitätsabfall!
(Diese Ströme fließen durchaus in einem E-Auto, aber nie dauerhaft! Schnelllader <1h Ladedauer laden mit >1C, aber nur am Anfang, der Ford Focus kennt so etwas aber wohl gar nicht ...)

eDEVIL hat geschrieben:
Sofern das praktikabel umsetzbar ist, soltle man sich auf 80% Ladung beschränken, wenn man die Reichweite nicht benötigt. Wenn der AKku mal ein paar Tage auf 100% herum steht, ist das auch kein Beinbruch, aber soclhe Dinge summeiren sich im laufe der Zeit.

Diese 80%-Empfehlung halte ich nicht für begründet! Erst recht nicht bei Schnarchladung mit geringen Strömen! Die Lixx-Zellen sollen nicht deutlich über ihrer Ruhespannung geladen und dann gelagert (!!!) werden, da dann alternde Prozesse einsetzen. Ansonsten werden sie nur deshalb vom Hersteller /Versender nicht voll geladen, um das Transportrisiko (Energiemenge) zu minimieren.

Bsp.:
LiFePO4 hat eine Nennspannung um 3,3V, i.d.R. eine Abschaltspannung beim Laden von 3,4-3,6V (BMS) und eine obere Grenzspannung von etwa 4V. Ständiges Laden auf >3,8V stresst die Zelle, wenn sie danach unbenutzt bleibt (sie baut dann die Spannung selbst intern bis auf ca. 3,4V-3,5V ab) - Laden auf 3,5V stresst nicht. Das sind dann aber nicht 80% Ladezustand, sondern ca. 98%, da die Ladespannung zum Ende hin steil ansteigt.

Bei kommerziellen Kfz sind diese Erfahrungen eh im BMS eingeflossen. D.h., Du kannst beruhigt "Voll" laden, da Dein BMS bei tatsächlichen ca. 90%-95% den Ladestrom längst heruntergeregelt hat und die Ladung beendet (im Bsp. LiFePO4 würde also eher bei 3,4V-3,5V abgeschalten) und Dir "Voll" anzeigt! Du kommst nie in diese kritischen Bereiche! Ebenso ist wiederholtes Leerfahren sicher nicht gut, aber die wirklich stressende Entleerung auf nahe 0% kannst Du nie erreichen! Wenn Dein BMS "0%" anzeigt und das Auto abschaltet, sind sicher noch 10-20% Restkapazität vorhanden! Da geht kein Hersteller ein Risiko ein! Deshalb gibt es ja die Angabe von Bruttokapazität (Nennkapazität) und Nettokapazität (tatsächlich nutzbare, durch das BMS zur Nutzung freigegebene Kapazität)!

Im Gegenteil verhindert ausschließliches 80%-Laden das Ausbalancieren der Zellen, da die Balancer i.d.R. "Bottom"- also an der oberen Ladegrenze balancieren. Du tauscht dann also das minimale Alterungsrisiko und den Vorteil der vorhandenen "Spontanreichweite" gegen das Risiko, wegen einer gedrifteten Zelle zusätzlich gar nicht die volle Reichweite Deiner Batterie nutzen zu können (wenn das BMS wegen der ersten schwachen Zelle abschaltet) oder eben diese Zelle durch Tiefentladung wirklich zu schädigen (Falls es ein Sch...-BMS ist, was die Einzelspannung nicht überwacht, sollte beim Focus aber nicht sein).

Also meine Empfehlung:
- Immer Nachladen bei jeder Gelegenheit, wenn das Auto regelmäßig /täglich in Gebrauch ist.
- Dann ist auch i.d.R. Reichweite für Spontanfahrten vorhanden
- Vollladen wann immer man weiß, dass man das Auto danach wieder nutzt - wg.- Balancing des Akkusatzes min. 1-2x /Monat
- Optimal ist m.E. die Voll-Ladung bspw. nachts über eine Zeitschaltuhr: bis 6:00Uhr wird geladen/balanciert, anschließend geht es auf Arbeit.
- Das zeitgesteuerte Laden hat im Winter noch den Charme, dass der Akku gleich etwas temperiert ist.

- Falls man das Auto mal für mehrere Tage /Wochen "einmottet" - dann nicht vollladen, sondern eher bei 50%-80% Ladezustand "lagern"
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