mobile-ladebox-juice-booster-1

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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon Berndte » So 28. Sep 2014, 19:50

Ganz einfach:
Eine Ladesteckdose, egal welcher Art sollte nicht hinter dem Haus FI hängen, sondern zumindest als separate Zuleitung vor dem Haus FI angeschlossen werden. Dann "verblindet" der Zoe auch nicht den Haus FI.

Einen separaten FI für die Ladesteckdose ist schon sinnvoll, wenn man jetzt keinen Gleichspannungstreuenden Zoe hat, dann kann das ja auch ein Typ A sein. Wenn dann ein Gast mit Zoe da lädt, dann lässt man aus Sicherheitsgründen alle Hände in der Hosentasche und fasst das Fahrzeug nicht an ;)
Wenn das eine öffentliche Säule ist, dann sieht das natürlich anders aus.
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon Joe-Hotzi » Mo 29. Sep 2014, 00:13

Berndte hat geschrieben:
Eine Ladesteckdose, egal welcher Art sollte nicht hinter dem Haus FI hängen, sondern zumindest als separate Zuleitung vor dem Haus FI angeschlossen werden.

Das sehe ich auch so - besser als eine einfache Ableitung aus der Hausverteilung.

Berndte hat geschrieben:
Dann "verblindet" der Zoe auch nicht den Haus FI.

Das macht die intakte, ladende Zoe auch nicht, wenn sie in der Hausverteilung hängt!!!
Der FI Typ A spricht ja sogar auf pulsierende Gleichströme an! Zusätzlich muss er eine (statische) Gleichstromtoleranz besitzen, unter welcher die Zoe liegen muss - sonst wäre sie nicht zulassungsfähig in Deutschland!!!

Berndte hat geschrieben:
Einen separaten FI für die Ladesteckdose ist schon sinnvoll, wenn man jetzt keinen Gleichspannungstreuenden Zoe hat, dann kann das ja auch ein Typ A sein.

Ein FI ist sicher sinnvoll, Typ A ist IMMER ausreichend, ein Typ B etwas für Sicherheitsfanatiker!

Der Einsatz von Typ B ist insbesondere bei Wechselrichtern und Frequenzumrichtern, welche im Bereich des Zwischenkreises mit Gleichrichtern arbeiten, wesentlich.

Erste Nachdenkfrage:
Wo werden statische Gleichströme regelmäßiger /dauerhafter auftreten:
Beim Laden einer Zoe (bzw. jedes anderen E-Autos) - oder bei einer PVA auf dem Dach, ... möglichst noch mit Akkupuffer für den 24h-Betrieb des Wechselrichters?!? Niemand kräht da nach FI Typ B !

Zweite Nachdenkfrage:
Wo werden Fehlfunktionen /Defekte (und nur diese können ja zu einem Ansprechen oder eben Erblinden des FI führen) wohl besser erkannt /überwacht: Beim Wechselrichter/PVA oder im Elektroauto?

Noch lustiger wird es ja, wenn dann der Autoakku mit der PVA gekoppelt werden soll ... Irgendwie glaube ich manchmal, wir werden hier gezielt "veräppelt". Mich würde mal interessieren. ob in anderen Ländern die "FI Typ B - Diskussion" überhaupt existiert ...

Herkömmliche RCD vom Typ A würden bei einem Erdschluss hinter der Gleichrichterbrücke durch den dann vorhandenen Gleichfehlerstrom vormagnetisiert und funktionsunfähig.

Ja, so etwas kann man nicht ausschließen - einen Blitzschlag natürlich auch nicht. Also Blitzschutz (dreistufig!) ist sicher ein Muss in jedem Haus ...

Berndte hat geschrieben:
Wenn dann ein Gast mit Zoe da lädt, dann lässt man aus Sicherheitsgründen alle Hände in der Hosentasche und fasst das Fahrzeug nicht an ;)

Der Schmarrn taug nicht einmal für einen Kalauer!

Berndte hat geschrieben:
Wenn das eine öffentliche Säule ist, dann sieht das natürlich anders aus.

Klar, dann bezahlt den FI Typ B ja der Steuerzahler ... :roll: Na ja, da habe ich für den Sicherheitsfanatismus gerade noch einen Hauch von Verständnis.
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon Berndte » Mo 29. Sep 2014, 07:19

Sorry, ist wohl nicht rübergekommen... der meiste Text von mir war Ironie!
Ich bin ganz deiner Meinung. In einem anderen Beitrag von mir frage ich ja, ob denn irgendwo festgehalten steht dass zwingend ein Typ B installiert werden muss. Etwa in der BA vom Zoe?
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon green_Phil » Mo 29. Sep 2014, 09:00

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Sie mag einen höheren Gleichstromanteil und höhere Funkstreuung und was weiß ich noch alles schlechter als das tolle E-Auto aus deutscher Produktion haben (aus dieser Ecke kommen diese "Probleme" m.E.)

Da täuscht Du Dich. Dieses Thema war bei den Zoe-Interessierten (wozu ich ebenfalls gehörte) schon lange Thema, da war von den trägen deutschen Herstellern noch gar kein Produkt auf dem Markt!

Und bitte nicht so über Leute herziehen, die Sicherheit gut finden. WENN mal was passiert ist, dann ist das Geschrei groß - hätte mann nur 350€ mehr ausgegeben. So sehe ich das und andere. Mag jeder so machen wie er mag.
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon kai » Mo 29. Sep 2014, 09:13

Moin,

habe mal alles durchgelesen.

Was habe ich gelernt ?

1.) ZOE prüft als Auto ob es einen Schutzleiter erkennt. Dies machen andere Autos anscheinend nicht. Das finde ich komisch / beängstigend / seltsam.
2.) Die Juice Booster prüft auch nicht auf Schutzleiter, andere mobile-Boxen wohl auch nicht
3.) Das Thema FI-B ist wohl nur bei 3-phasen ein Thema und kostet dann eben etwas Geld.
Inzwischen bieten es die Juice Booster als Zubehör an. Aha!
4.) Ich werde mit diesen Erkenntnissen unterwegs nur 1-phasig "Notladen".
Und das mit dem original Hersteller ICCB. Dann kann mir keiner was.

Persönliche Erfahrung:

In über 18.000 Kilometern habe ich nur 1x das Renault Kabel benötigt. In St.Peter Ording an der blauen CEE im Hotel. Und das Notladekabel habe ich mir von meinem Händler ausgeliehen. Kostet also gar nix. Service am Kunden.

TYP2 ist in den letzten 12 Monaten so dermaßen weit verbreitet worden, das man eigentlich nicht an roten CEE laden können muss. Es mag Nutzerprofile dazu geben, ich gehöre jedenfalls nicht dazu.

Gruß

Kai
BildZOE Zen, CrOhm Box mit 22kw, PV seit 2009 mit Eigenverbrauch und 9,43 kWp (Hausspeicher mit 25 kWh geplant)
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon lingley » Mo 29. Sep 2014, 09:41

Eine Alternative mit RCCB (evtl. sowas wie A(EV)? weiß es aber nicht !) stellt diese Ladebox (EVR 3) zum gleichen Preis dar.
http://www.goingelectric.de/wiki/%C3%9C ... r_Typ1%2B2
oder direkt ...
http://www.e-station-store.com/de/tragb ... 22-kw.html
!!! In beiden Fällen, juice booster oder EVR3, kommt noch die MWSt drauf !!!
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon Joe-Hotzi » Mo 29. Sep 2014, 10:22

green_Phil hat geschrieben:
Da täuscht Du Dich. Dieses Thema war bei den Zoe-Interessierten (wozu ich ebenfalls gehörte) schon lange Thema, da war von den trägen deutschen Herstellern noch gar kein Produkt auf dem Markt!

Evtl. war es genau deswegen ein Thema ?!? Oder hast Du eine Quelle zum Ursprung des Medieninteresses?

green_Phil hat geschrieben:
Und bitte nicht so über Leute herziehen, die Sicherheit gut finden. WENN mal was passiert ist, dann ist das Geschrei groß - hätte mann nur 350€ mehr ausgegeben. So sehe ich das und andere. Mag jeder so machen wie er mag.

Ich wüsste nicht, wo, ich ich "über Leute herziehe, die Sicherheit gut finden" - ich habe lediglich die Fakten erläutert und einige Quelle gebracht. Es sei denn, Du meinst den Begriff "Sicherheitsfanatiker", der aber lediglich charakterisieren soll, dass ein FI Typ B nirgends vorgeschrieben ist und somit im regelwütigen und sicherheitsbewussten Deutschland durchaus als nicht notwendige Zusatzinvestition bezeichnet werden kann.

Bei einer echten, vorhandenen Gefährdung wäre ein FI Typ B Vorschrift !
Zuletzt geändert von Joe-Hotzi am Mo 29. Sep 2014, 10:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon Joe-Hotzi » Mo 29. Sep 2014, 10:24

kai hat geschrieben:
1.) ZOE prüft als Auto ob es einen Schutzleiter erkennt. Dies machen andere Autos anscheinend nicht. Das finde ich komisch / beängstigend / seltsam.

Warum? Weil ein Hersteller eine Prüfung einbaut, die eine Grundsicherheit gewährleistet und damit wesentlich sinnvoller als ein FI Typ B ist? Weil es kein deutscher Hersteller ist, von dem man diese Prüfung dann als "vorbildlich sicheheitsbewusst" in Deutschland darstellen würde?!? (Kostet ja auch sicher ein paar Euro ...)

Ich glaube, hier wird mit seltsam verschiedenen Maßstäben bewertet. Die Zoe hat das beste, kostengünstigste Antriebs-/Ladepaket als derzeit einziger Hersteller und somit einen Vorteil - warum darf er ihn nicht bei der Sicherheitsprüfung haben?

kai hat geschrieben:
...
4.) Ich werde mit diesen Erkenntnissen unterwegs nur 1-phasig "Notladen".
Und das mit dem original Hersteller ICCB. Dann kann mir keiner was.

Na tolles Ergebnis. Dann hat der unsinnige Medienrummel in Deutschland ja tatsächlich gewirkt und das E-Auto verkommt zum Kurzstreckenfahrzeug ... :roll:
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon green_Phil » Mo 29. Sep 2014, 11:03

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Evtl. war es genau deswegen ein Thema ?!? Oder hast Du eine Quelle zum Ursprung des Medieninteresses?

Hoetzi, Du siehst Geister, wo keine sind. Wo das Thema herkommt... weil pötzlich Ladepunkte für den ZOE gesperrt wurden, weil sie keinen Typ B haben, weil plötzlich Wallboxen mit und ohne Typ B verkauft wurden. Das haben Medien natürlich mitbekommen. Das hat absolut NULL mit den Deutschen Autos zu tun. Lies doch mal hier in Forum, wann das Thema aufkam, und was in den entsprechenden Threads stand...

Und ja, da kam der Begriff Sicherheitsfanatiker - aber der Begriff allein ist natürlich wenig gewichtig. Es ist eher Deine Einstellung, mit der Du auf die "völlig dappschen Leute" herabschaust, die Sicherheit über ein paar Euro stellen. Vielleicht auch solche Leute, die sich nicht genau auskennen und lieber auf Nummer Sicher gehen. Du schreibst herablassend. Ende der Mitteilung.
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Re: mobile-ladebox-juice-booster-1

Beitragvon Joe-Hotzi » Mo 29. Sep 2014, 12:35

green_Phil hat geschrieben:
Hoetzi, Du siehst Geister, wo keine sind. ...

Glaub ich kaum. Der erste mir bekannte Fall /Diskussionen stammt aus dem ElWeb GoingElectric ("ZoePionierin"), als wegen Fallen der Sicherung bei einer Ladesäule vor McDonald die Kette die Lader für Zoe sperrte. Die Mitarbeiter waren nicht in der Lage, allein die Sicherung wieder zu aktiveren und die Ursache war halt unklar. Der Einzelfall durchaus nachvollziehbar - die "Kettenreaktion" weniger.
Dieser "Fall" machte medienwirksam die Runde. Dass es wohl letztlich ein Installationsfehler bei der Säule war, der von der Zoe erkannt wurde und die Sicherung auslöste, wurde medial weniger breitgetreten.

Dafür wurde intensiv die besondere (und eigentlich sehr gute) Ladetechnik der Zoe "beleuchtet" und die durch das Ladeprinzip bedingten Störungen /Fehlerströme ... - obwohl alles im zulässigen Bereich - negativ kommuniziert. Ebenso wie die (aus Sicht der Effizienz sinnvolle) fehlende Schukolademöglichkeit.
Aber wenigstens wird die Schukoladung zunehmend als das bezeichnet, was sie beim E-Auto ist: eine Notladung. Manches E-Auto besitzt serienmäßig nicht viel mehr als diese und bezeichnet 3,6kW als Normalladung (lt. Zellhersteller: Normladung 0,5C, d.h. eine Ladedauer etwa 2h wäre normal).
Die Zoe lädt dagegen serienmäßig bis 43kW ...

Ich werde niemanden abhalten, einen FI Typ B zu kaufen und zu installieren. Aber ich werde weiter darauf hinweisen, dass der erkaufte Sicherheitsgewinn deutlich niedriger ist als eine Investition in eine ordentliche Blitzschutz-/Überspannungsanlage. Dieses Risiko ist real und wird trotzdem von den meisten Hausbesitzern toleriert ...
Mein Schreibstil mag Dir nicht gefallen. Mir gefällt nicht, dass ständig ohne tatsächliche Basis eines der besten verfügbaren E-Autos madig gemacht wird, dessen innovatives Ladekonzept richtungsweisend ist (aber eben nicht vom dt. Autobauer stammt) und dass potentielle Interessenten und Neueinsteiger permanent verunsichert werden was Ladetechnik und Sicherheit angeht.
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