Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon UliZE40 » Mo 24. Sep 2018, 18:06

Den Wirkungsgrad eines Ladegeräts kann man doch ganz einfach messen: Ausgangsleistung (DC) zu Eingangswirkleistung (AC). Das geht natürlich auch mit Akku dran.
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 24. Sep 2018, 18:56

ngier hat geschrieben:
Was mir aber immer noch nicht gelungen ist herauszufinden, wie die tatsächliche Verlustleistung beim Laden über den Ziegel (1 Ph 230V) und Laden über die Wallbox (3Ph 400 V) ist.

Beim i3 und allen anderen bis auf die ZOE ist es schnurzpiepe. Die haben nur 1-phasige Lader. Bei 2-phasigem oder 3-pasigem Laden werden eben zwei oder drei 1-phasige Lader parallel geschaltet. Damit ist der WG beim 1-, 2- oder 3-phasigem Laden gleich.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon UliZE40 » Mo 24. Sep 2018, 19:37

ngier hat geschrieben:
Was mir aber immer noch nicht gelungen ist herauszufinden, wie die tatsächliche Verlustleistung beim Laden über den Ziegel (1 Ph 230V) und Laden über die Wallbox (3Ph 400 V) ist.

Auch Drehstrom bzw. Dreiphasenwechselstrom (3 Ph) hat "nur" ~230V pro Phase gegenüber dem Sternpunkt (bzw. N-Leiter) und nicht 400V.
Nur die verkettete Spannung zwischen zwei Aussenleitern (Phasen) wird mit ~400V angegeben.
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon ngier » Mo 24. Sep 2018, 20:15

UliZE40 hat geschrieben:
Auch Drehstrom bzw. Dreiphasenwechselstrom (3 Ph) hat "nur" ~230V pro Phase gegenüber dem Sternpunkt (bzw. N-Leiter) und nicht 400V.
Nur die verkettete Spannung zwischen zwei Aussenleitern (Phasen) wird mit ~400V angegeben.



Da hast du doch vollkommen Recht!

Aber wie soll man den Ausgang DC mit dem Eingang AC vergleichen, wenn man gar kein Auto hat?


ecopowerprofi hat geschrieben:
Bei 2-phasigem oder 3-pasigem Laden werden eben zwei oder drei 1-phasige Lader parallel geschaltet. Damit ist der WG beim 1-, 2- oder 3-phasigem Laden gleich.



Danke, dass ist schon mal eine gute Info.
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon UliZE40 » Mo 24. Sep 2018, 23:07

ngier hat geschrieben:
Aber wie soll man den Ausgang DC mit dem Eingang AC vergleichen, wenn man gar kein Auto hat?

Eine Messung setzt natürlich immer einen Prüfkandidaten voraus. ;)

Aber ich kann dich beruhigen: Der Wirkungsgrad eines solchen Laders ist selbst bei dem Weitbereichslader der ZOE bei > 95%. Durch die Verluste im Akku selbst und durch andere aktive Energieverbraucher (Steuerrechner, Lämpchen, DCDC-Konverter, Batterieklimatisierung, ...) während des Ladevorgangs sinkt der Gesamtwirkungsgrad hinsichtlich der reinen Akkuladung (gespeicherten Energie) natürlich weit darunter. Das kann man nur minimieren wenn man die möglichst wenig Nebenverbraucher hat. Z. B. die Batterie nur in einem bestimmten Temperaturfenster und mit geringerer Leistung laden um auf die Batterieklimatisierung verzichten zu können. Daher ist die "Schuko-Ladung" aus dieser Sicht betrachtet bei manchen Fahrzeugen garnicht mal so schlecht.
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon bm3 » Mo 24. Sep 2018, 23:29

95% sind nicht realistisch, 90% trifft es schon eher.
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon ngier » Di 25. Sep 2018, 15:31

UliZE40 hat geschrieben:
Eine Messung setzt natürlich immer einen Prüfkandidaten voraus. ;)

Daher ist die "Schuko-Ladung" aus dieser Sicht betrachtet bei manchen Fahrzeugen garnicht mal so schlecht.



Ich traue mich ja an vieles heran, aber sollte ich den BMW im Oktober bestellen und dann bekommen, würde ich ungerne mit zusehen, wenn dieser meine Experimente nicht überleben würde. Zuerst wollte ich dann einmal fahren. ;-)


Das ist zumindest mal ein Pluspunkt für den Ziegel.


Natürlich ist bei der Ladung und je länger diese dauert und je mehr an Geräten dafür notwendig sind, der Verlust im Sinne von fehlender Energie für den Akku größer. Bei mir wäre das sicher kein ernstes Thema, da ich keine große Km zusammenbekomme, aber ich verstricke mich bei allem mehr als notwendig.
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon AbRiNgOi » Di 25. Sep 2018, 15:35

bm3 hat geschrieben:
95% sind nicht realistisch, 90% trifft es schon eher.


Wie kommst Du darauf? Bauchgefühl?

Lies mal nach:
https://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-laden/ladeeffizienz-zoe-einphasig-t14827.html#p299285
ZOE Live 6/2013 * Ladegerät 60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor 71.250km
Vertrag für 40kWh Batterie am 05.03.2018 abgeschlossen.
Aktuell: 80.000 km
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon ngier » Di 25. Sep 2018, 15:45

UliZE40 hat geschrieben:
Eine Messung setzt natürlich immer einen Prüfkandidaten voraus. ;)

Daher ist die "Schuko-Ladung" aus dieser Sicht betrachtet bei manchen Fahrzeugen garnicht mal so schlecht.



Ich traue mich ja an vieles heran, aber sollte ich den BMW im Oktober bestellen und dann bekommen, würde ich ungerne mit zusehen, wenn dieser meine Experimente nicht überleben würde. Zuerst wollte ich dann einmal fahren. ;-)


Das ist zumindest mal ein Pluspunkt für den Ziegel.


Natürlich ist bei der Ladung und je länger diese dauert und je mehr an Geräten dafür notwendig sind, der Verlust im Sinne von fehlender Energie für den Akku größer. Bei mir wäre das sicher kein ernstes Thema, da ich keine große Km zusammenbekomme, aber ich verstricke mich bei allem mehr als notwendig.


bm3 hat geschrieben:
95% sind nicht realistisch, 90% trifft es schon eher.
[/quote]

Danke für die Info! Ich glaube auch, dass mit gegebener Ladetechnik, nicht mehr zu erreichen ist, eher vll noch weniger.



Beim Laden von LiPo Zellen (Modellbau) habe ich bereits schon Messungen gemacht. Habe da auch schon interessante Ergebnisse bekommen. Wenn ich z. B. zwei Akkublöcke über ein etwas längeres Kabel (4* länger und halb so dick) lade, die Ladeendspannung um 0,01 V/Zelle reduziere, dann kann ich zuverlässig ohne Balancer die Akkus laden. (ist noch nie einer in unzulässige Bereiche gekommen) Der Clou dabei, ich bin schneller, als wenn ich jeden einzeln lade, (mit doppeltem Strom) und brauche weniger Energie! (hierbei geht es aber nicht um Kosten, sondern ums Prinzip)

Bei einem BEV geht es aber um Kosten.
Zuletzt geändert von ngier am Di 25. Sep 2018, 19:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Laden des Akkus mit weniger Verlusten?

Beitragvon UliZE40 » Di 25. Sep 2018, 16:24

Ähm das geht heute einfach per Software ohne das Auto zu zerlegen. :lol:
Die Messsysteme sind alle bereits im Fahrzeug enthalten.
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